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Selbstmarketing: Von Arbeitsbienen und Schaumschlägern

So eine Biene könnte ja eigentlich prima Schaum schlagen, mit ihrem flotten Flügelantrieb. Aber die gemeine Arbeitsbiene, egal ob männlich oder weiblich, ist da zurückhaltend. Auf ihre Erfolge und Leistungen weist sie keinen hin. Emsig fliegt sie von Blüte zu Blüte und macht ihren Job, stets in dem Glauben, gute Arbeit spreche für sich.

Ganz anders der Schaumschläger: Charmant und wendig nutzt er Gelegenheiten, wenn sie sich bieten, gibt ungeniert fremde Ideen und Ergebnisse als seine aus und bekommt dafür auch noch Anerkennung. „Bescheidenheit ist ne Zier, doch besser lebt sich’s ohne ihr“, lautet sein Motto, auch wenn er nicht auf den Namen Karl-Theodor hört. Er gibt an und schummelt, was das Zeug hält – das bescheidene Bienchen wendet sich ab mit Grausen.

Ende der Parabel. Zu welcher Spezies gehören Sie, was meinen Sie? Die Moral von der Geschicht soll übrigens keineswegs lauten, Leute, werdet alle Schaumschläger. Denn auch das Blender-Dasein hat seine Schattenseiten. Aber gutes Selbstmarketing hilft durchaus dabei, gelegentlich an die Sahneschüssel zu kommen….

Karrieretipp Einschmeicheln: Bringen Komplimente mich voran?

„Ich schleime einfach nicht genug. Deshalb komme ich nicht voran.“

Glauben Sie das auch von sich? Wenn „einschleimen“ hier  für „netzwerken“ und „Selbstmarketing“ steht, ist da vielleicht sogar etwas dran. Denn diese beiden Fähigkeiten sind nötig, um beruflich voran zu kommen. Viele meinen, der Verzicht auf Schmeicheln sei ein Qualitätsmerkmal für aufrechte, redliche Menschen. Schade nur, dass  diese Art von Redlichkeit auf Dauer weniger gut ankommt. Meist ist es nämlich leichter, andere für sich einzunehmen, als sie davon zu überzeugen, dass man kompetent ist.

Es ist also nützlich, ab und zu auch das Einschmeichel-Register ziehen zu können. Aber Vorsicht: Im beruflichen Umfeld Komplimente zu verteilen hat, je nach Dosis und Zielgruppe, unterschiedliche Effekte. Wenn  von unten nach oben geschmeichelt wird, sehen das nicht nur die lieben Kollegen mit Missfallen. Vergleichen Sie mal die folgenden beiden Aussagen:

 1.  Chef an MA: „Sie machen gute Arbeit. Wir profitieren davon. Weiter so!“

2.  MA an Chef: „Sie machen gute Arbeit. Wir profitieren davon. Weiter so!“

Sie werden zugeben, die zweite Aussage kommt uns schräg vor. Warum? Sie verletzt die Rollenerwartungen für Personen mit niedrigerem Status. Ein „Untergebener“ will hier seinen Vorgesetzten beurteilen können. Vielleicht kann er das ja, aber Beurteilen zu dürfen ist nach herkömmlicher Übereinkunft ein Vorrecht des Statushöheren. Es ist auch eine – unausgesprochene – Funktion dieses Sprechakts, genau diesen Statusunterschied zu etablieren.

Da sind wir bei den Nebenwirkungen eines jeden Kompliments. Wer ein Kompliment macht, bezweckt irgendetwas damit. Und sei es nur, Sie zu (noch) mehr Arbeit zu „motivieren“…

Erfolgreich bewerben: Was ist mein USP?

Der Arbeitsmarkt zieht wieder an: Jetzt ist eine gute Zeit für einen Stellenwechsel. Aber wie machen Sie einem potentiellen neuen Arbeitgeber klar, dass Sie die beste Wahl für ihn sind?

Der erste Schritt in die richtige Richtung lautet: Glauben Sie an Ihre Einzigartigkeit! Leider haben viele Arbeitnehmer im Kopf, dass sie „eigentlich austauschbar“ seien. Wenn Sie das glauben, spielen Sie Ihrem Arbeitgeber einen Trumpf zu. Überlegen Sie doch mal: Jeder Lebenslauf ist anders, und hinter jedem Lebenslauf stehen unterschiedliche Charaktere. Sie sind ein Unikat.  Auch wenn bei der Neubesetzung einer Stelle die Inhalte gleich bleiben – wovon nicht immer auszugehen ist – wird der oder die Neue diese Inhalte anders und neu ausfüllen.

Die große Frage für Ihren künftigen Arbeitgeber wird also sein: Wie wird der oder die Neue den Job machen? Was wird ihn auszeichnen?

Nach dem ersten Schritt wird es also für Sie darauf ankommen, aus der Stellenanzeige und sonstigen Informationen (Telefongespräche o.ä.) herauszufiltern, was genau man von Ihnen erwartet und was Sie liefern können. Noch besser: Was können Sie, das andere nicht können?

Hier geht es also um Ihr USP, um Ihr Alleinstellungsmerkmal, das Besondere an Ihnen. Haben Sie einen besonderen Draht zu den Kunden? Sind Sie besonders erfolgreich im Verhandeln von Verträgen? Was können Sie besser als andere und inwieweit profitiert Ihr künftiger Arbeitgeber davon?

 Wenn Sie sich über solche Fragen klar sind, haben Sie einen Riesenvorsprung gegenüber  all den Konkurrenten, die glauben, dass alle Jobanwärter eigentlich austauschbar seien….

 

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
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Tel: 069 - 60 60 97 22
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