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Wieso passiert mir das immer wieder? -Ratlos mit Ratgebern.

 

Neulich hat sie eine Auseinandersetzung mit ihrer Vorgesetzten gehabt und mal wieder den Kürzeren gezogen, erzählt eine Klientin. Erst nachher sind ihr die passenden Erwiderungen eingefallen. Sie verstehe das nicht, warum ihr das immer wieder passiert. Sie habe ja auch schon so viele Ratgeber gelesen, und alles nütze nichts…

Tja, was will uns das sagen, wenn alles nichts nützt, noch nicht mal die Lektüre von Ratgebern? Als Ratgeberautorin kann ich da nur sagen, es gibt so ne und so ne: Rezeptbücher und solche, die Impulse für die individuelle Entwicklung geben, und das selbst Denken anstoßen. 

Ich würde, statt Lösungen von der Stange zu nehmen, einen anderen Weg vorschlagen:  Sich zur Abwechslung mal mit sich selbst auseinander setzen. Gewissermaßen einen Ratgeber für sich entwerfen. Bestimmte, sich wiederholende Vorfälle analysieren und über mögliche Alternativen nachdenken und sie auch ausprobieren. Mit anderen Worten: Selbst denken und handeln.

Guter Rat ist also doch teurer als die paar Euro fuffzig für einen Ratgeber. Er kostet Zeit und Energie für die Selbstreflektion.  Aber alleine müssen Sie das nicht machen – es gibt auch menschliche Ratgeber.

Sie wollen Ziele erreichen? Zückerli nicht vergessen!

Manche wissenschaftlichen Erkenntnisse kommen einem so banal vor, dass man meint, das habe ich mir doch gleich gedacht. Aber man meint das eben nur.

Dass zum Beispiel Marathon-Läufer auf ihren Blutzuckerspiegel achten müssen, ist  weithin bekannt. Aber dass die Banane zwischendurch nicht nur dafür gut ist, die Muskeln zu unterstützen, sondern auch die Willenskraft, ist wohl eher eine neue Erkenntnis.

Roy Baumeister von der Florida State University forscht seit Jahrzehnten zu den Themen Selbst und Selbstkontrolle. Für ihn ist nach langen Versuchsreihen zweierlei klar:

Menschen, die sich selbst kontrollieren können, sind erfolgreicher als andere. Und zweitens: Die Fähigkeit, einer Versuchung zu widerstehen und dagegen zu steuern, gleicht einer Muskelanstrengung. Sie nimmt mit steigender Beanspruchung ab. Der „Muskel“ dafür nennt sich Gehirn – dieses Organ verbraucht ohnehin schon 20 Prozent der Körperenergien, obwohl es nur 2 Prozent der Körpermasse einnimmt. Bei Willensanstrengungen war der Verbrauch deutlich erhöht – mehr dazu lesen Sie hier: self control relies on glucose as a limited energy source.

Was bedeutet das für das Erreichen von Zielen? Egal, ob es die Gehaltsverhandlung mit dem Vorgesetzten oder das Bestehen des Assessment Centers ist: Denken Sie in jeder Hinsicht an Ihr (Trauben-)Zückerli:  Als Unterstützung Ihres Denkmuskels während der Zielerreichung und danach, im übertragenen Sinn als „Belohnung“:  Gönnen Sie sich etwas Schönes, wenn Sie es geschafft haben!

Bewerben: Was tun, wenn nur Absagen kommen?

Selbst Personalprofis ist das schon passiert: Man schickt Bewerbung um Bewerbung raus, bekommt aber keine Antwort.  Und weil hier wie anderswo der Satz gilt „keine Antwort ist auch ne Antwort“, wird dann die Frage „woran liegt es nur?“ zu einer Hauptsorge.

Eins vorweg: Den einen, „wahren“ Grund kann es nicht geben. Und selbst wenn, würden Sie ihn nicht erfahren: Das allgemeine Gleichstellungsgesetz steht dieser Forderung im Weg – schriftlich formulierte Absagen sind vage gehalten, um zu verhindern, dass ein verschmähter Kandidat den Klageweg beschreitet.

Mögliche Gründe gibt es dagegen einige. Manche Positionen werden nur der Form halber ausgeschrieben, sind aber im Prinzip schon „intern“ besetzt.  Da Sie als Bewerber so etwas aber nicht erfahren werden, gilt immer: Lassen Sie sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen, bleiben Sie am Ball! Genauso, wenn vermutlich ein anderer Bewerber das Rennen gemacht hat: Sie wissen einfach nicht, woran das gelegen hat und sollten daraus kein düsteres Vorzeichen konstruieren.

Vielleicht ist auch gerade Flaute in Ihrer Branche. Das war noch bis vor kurzem –Stichwort Krise – verbreitet der Fall. Momentan jedoch geht es mit den meisten Personalmärkten wieder aufwärts.

Aber wenn Sie sich schon an die eigene Nase fassen wollen, fragen Sie sich: Sind meine Unterlagen wirklich adressatenorientiert geschrieben und auf die Vakanz zugeschnitten? Ist mein Profil scharf genug und überzeugend formuliert? Habe ich meine Passgenauigkeit mit den Anforderungen herausgearbeitet? Habe ich die richtige Suchstrategie?

Im Zweifel nehmen Sie sich einen Coach oder Karriereberater zur Seite, der Sie aus neutraler Sicht durch die Bewerbungsphase begleitet. Und falls Sie zwischendurch doch mal in den Seilen hängen: Gönnen Sie sich etwas, was Ihnen Spaß macht, nutzen Sie Ihre freie Zeit!

 

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
Ginnheimer Hohl 38, 2. OG
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Tel: 069 - 60 60 97 22
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