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Montag, 16. August 2010

Karrieretipp Einschmeicheln: Bringen Komplimente mich voran?

„Ich schleime einfach nicht genug. Deshalb komme ich nicht voran.“

Glauben Sie das auch von sich? Wenn „einschleimen“ hier  für „netzwerken“ und „Selbstmarketing“ steht, ist da vielleicht sogar etwas dran. Denn diese beiden Fähigkeiten sind nötig, um beruflich voran zu kommen. Viele meinen, der Verzicht auf Schmeicheln sei ein Qualitätsmerkmal für aufrechte, redliche Menschen. Schade nur, dass  diese Art von Redlichkeit auf Dauer weniger gut ankommt. Meist ist es nämlich leichter, andere für sich einzunehmen, als sie davon zu überzeugen, dass man kompetent ist.

Es ist also nützlich, ab und zu auch das Einschmeichel-Register ziehen zu können. Aber Vorsicht: Im beruflichen Umfeld Komplimente zu verteilen hat, je nach Dosis und Zielgruppe, unterschiedliche Effekte. Wenn  von unten nach oben geschmeichelt wird, sehen das nicht nur die lieben Kollegen mit Missfallen. Vergleichen Sie mal die folgenden beiden Aussagen:

 1.  Chef an MA: „Sie machen gute Arbeit. Wir profitieren davon. Weiter so!“

2.  MA an Chef: „Sie machen gute Arbeit. Wir profitieren davon. Weiter so!“

Sie werden zugeben, die zweite Aussage kommt uns schräg vor. Warum? Sie verletzt die Rollenerwartungen für Personen mit niedrigerem Status. Ein „Untergebener“ will hier seinen Vorgesetzten beurteilen können. Vielleicht kann er das ja, aber Beurteilen zu dürfen ist nach herkömmlicher Übereinkunft ein Vorrecht des Statushöheren. Es ist auch eine – unausgesprochene – Funktion dieses Sprechakts, genau diesen Statusunterschied zu etablieren.

Da sind wir bei den Nebenwirkungen eines jeden Kompliments. Wer ein Kompliment macht, bezweckt irgendetwas damit. Und sei es nur, Sie zu (noch) mehr Arbeit zu „motivieren“…

Montag, 09. August 2010

Erfolgreich bewerben: Was ist mein USP?

Der Arbeitsmarkt zieht wieder an: Jetzt ist eine gute Zeit für einen Stellenwechsel. Aber wie machen Sie einem potentiellen neuen Arbeitgeber klar, dass Sie die beste Wahl für ihn sind?

Der erste Schritt in die richtige Richtung lautet: Glauben Sie an Ihre Einzigartigkeit! Leider haben viele Arbeitnehmer im Kopf, dass sie „eigentlich austauschbar“ seien. Wenn Sie das glauben, spielen Sie Ihrem Arbeitgeber einen Trumpf zu. Überlegen Sie doch mal: Jeder Lebenslauf ist anders, und hinter jedem Lebenslauf stehen unterschiedliche Charaktere. Sie sind ein Unikat.  Auch wenn bei der Neubesetzung einer Stelle die Inhalte gleich bleiben – wovon nicht immer auszugehen ist – wird der oder die Neue diese Inhalte anders und neu ausfüllen.

Die große Frage für Ihren künftigen Arbeitgeber wird also sein: Wie wird der oder die Neue den Job machen? Was wird ihn auszeichnen?

Nach dem ersten Schritt wird es also für Sie darauf ankommen, aus der Stellenanzeige und sonstigen Informationen (Telefongespräche o.ä.) herauszufiltern, was genau man von Ihnen erwartet und was Sie liefern können. Noch besser: Was können Sie, das andere nicht können?

Hier geht es also um Ihr USP, um Ihr Alleinstellungsmerkmal, das Besondere an Ihnen. Haben Sie einen besonderen Draht zu den Kunden? Sind Sie besonders erfolgreich im Verhandeln von Verträgen? Was können Sie besser als andere und inwieweit profitiert Ihr künftiger Arbeitgeber davon?

 Wenn Sie sich über solche Fragen klar sind, haben Sie einen Riesenvorsprung gegenüber  all den Konkurrenten, die glauben, dass alle Jobanwärter eigentlich austauschbar seien….

Sonntag, 25. Juli 2010

Wie erkenne ich gutes Coaching?

„Coaching“ ist in aller Munde, aber was leistet es? Was darf der Klient vom Coach erwarten? Und umgekehrt? Wie sieht ein gelungener Coaching-Prozess aus?

Fragen über Fragen. Eine Studie der Trigon Entwicklungsberatung bringt etwas  Licht ins Dunkel.

Befragt wurden insgesamt 297 Ansprechpartner: Klienten, Personalentwickler und Coaches. Demnach  hat ein optimales Coaching die folgenden Charakteristika:  Ein  professionelles Gespräch, gefolgt von flexiblem Vorgehen und einem ganzheitlichen Bezug. Wichtig ist, dass der Klient das Coaching freiwillig in Anspruch nimmt.  Weitere Qualitätsmerkmale sind kontinuierliche Zielarbeit, eine zeitlich begrenzte Begleitung und der notwendige Mix aus Sach- und Personenaspekten. Coaching per Telefon, Internet oder Mails wurde als weniger optimal angesehen.

Was zeichnet einen guten Coach aus?

Ein guter Coach achtet die Verschwiegenheit und verfügt über ein breites Lebensspektrum und Erfahrungen. Er oder sie ist empathisch, lässt  seinen Kunden Raum  und hält sich zurück, geht  aber strukturiert und geordnet vor.  Gefragt ist die Meta-Perspektive, der Coach soll den Blick von oben liefern können, erst an achter Stelle erwartet man von ihm  Feld- und Fachkenntnis.  Gar nicht gut kommt es an, wenn der Coach indiskret ist oder sich in Geschäfte einmischt.

 Welche Inhalte sind nachgefragt für Coachings?

Inhaltlich stehen für 21 Prozent der Befragten Zielfindung, Karriere, Selbstwert, und berufliche-persönliche Entwicklung wie neue Rollen im Vordergrund. Kommunikation, Verhaltensweisen und Gesprächsführung sind für 14 Prozent die Themen. Beziehungsfragen, Konflikte und Umgang mit schwierigen Situationen gaben weitere 14 Prozent an. An vierter Stelle mit zwölf Prozent rangieren Themen wie Arbeitsorganisation und Selbstmanagement. Alltags- und aktuelle Themen nennen zehn Prozent der Befragten als ihr Anliegen.

Wie lange dauert ein Coaching?

Der typische Coaching-Prozess umfasst etwa vier bis fünf Gesprächseinheiten, Tendenz steigend. Zu 98 Prozent wird Einzel-Coaching genutzt. Dabei ist die 90-Minuten-Einheit die Regel. 98 Prozent der befragten Kunden würden Coaching weiterempfehlen. Mehr dazu hier

 

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
Ginnheimer Hohl 38, 2. OG
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Tel: 069 - 60 60 97 22
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