Coaching Frankfurt
Profilcoaching
Orientierungscoaching
Karriereberatung

Archiv der Rubrik: 'Karriere'

 

Dreissig, mit oder ohne Coaching?

 

Was haben Sie eigentlich für Klienten, werde ich manchmal gefragt, von Interessenten. Sie wollen wissen, bin ich da richtig, kennt der Coach Menschen wie mich. Nun ist Coaching kein Frisörsalon. Diskretion und Vertrauen gehören zu den Grundwerten in meinem Geschäft. Deshalb kann ich an der Stelle bestenfalls Berufsgruppen und Branchen nennen, die allerdings auch niemanden wundern, der den Standort Frankfurt kennt.

 Aber eines kann ich verraten: Die Gruppe der um die Dreissigjährigen ist momentan stark repräsentiert. Warum das so ist? Ich habe eine Vermutung: Während frühere Generationen sich mit Dreissig eher einem Anpassungs-Schock ausgesetzt sahen, kennt diese kaum etwas anderes als Anpassung. Sie sind erfolgreich, arbeiten hart und erreichen ihre Karriereziele. Sie sind in der digitalen wie in der realen Welt zuhaus, verlieren dabei aber den Draht zu sich selbst. Welcher Zeitpunkt ist besser geeignet, das zu bemerken und ändern zu wollen, als der dreissigste Geburtstag?

Feine und amüsante Beobachtungen zur Befindlichkeit der jetzt Dreissigjährigen finden Sie übrigens hier. Da fällt mir noch ein Grund ein für die Coaching-Nachfrage der Dreissiger: Sich Hilfe oder Unterstützung zu suchen, ist für sie selbstverständlich. Fürs Autofahren heisst diese Unterstützung Navi, fürs Leben ist es der Coach. So einfach ist das.

Führungskompetenzen: Schlechte Eigenschaften sind förderlich

 

Herr Ehrlich möchte seine neue Führungsaufgabe rundum gut machen. Er hat die besten Vorsätze und stellt sich Führung als etwas überaus redliches, fast ritterliches vor: „Man muss immer eine offene Tür haben,“ sagt er, „man muss den Leuten etwas zutrauen und ehrlich und demokratisch mit ihnen umgehen.“

Die Frage, ob er denn auch lügen könne, wirft ihn sichtlich aus dem Konzept. Dass, wie Politiker es ausdrücken „die Unwahrheit zu sagen“ eine Führungskompetenz sei, mag er sich nicht vorstellen. Und wenn das so wäre, käme er wohl nicht weit: Sein hochroter Kopf würde ihn „Lügen strafen“.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Viele Top-Manager haben irgendwelche Skandale oder zumindest schlecht nachweisbare Schummeleien an der Backe, das ist bekannt. Wir brauchen nicht unbedingt eine Studie aus den USA, um zu wissen, dass auch fiese Charakterzüge den Weg nach oben ebnen.

Die Erkenntnis brauchte einen Augenblick, um einzusickern. Aber dann hat Herr Ehrlich sich zu einem Selbsttest bereit erklärt: Er will in harmlosen, unverfänglichen Situationen ausprobieren, ob er vielleicht doch lügen kann. Er will seine Comfort-Zone verlassen und Neuland betreten, ohne rot zu glühen. Seine Karriere wird es ihm danken!

Probezeit: Im neuen Job alles richtig machen?

 

Gratulation – Sie haben ihn, den neuen Job! Eine spannende und mitunter anstrengende Bewerbungszeit liegt hinter Ihnen… was Sie nun erwartet, nennt sich Probezeit.

Die ersten Tage und Wochen vergehen schnell, Sie wollen sich beweisen.  Das Bestreben, „alles richtig zu machen“, ist verständlich, kann aber, wenn Sie dabei zu „selbstlos“ werden, in die falsche Richtung laufen: Die neue Arbeit soll sich auch Ihnen gegenüber bewähren.

Es kommt also darauf an, zwei Perspektiven im Auge zu behalten: Die Ihrer Beurteiler und Ihre eigene.  Dazu können Sie schon vor Ihrem Einstieg festhalten, was für Sie einen guten Arbeitsplatz ausmacht. Am besten, Sie machen sich eine Hitliste mit verhandelbaren und Muss-Kriterien:  Wie sollten Ihre Kollegen und Vorgesetzten sein? Wie das Gehalt und die sonstigen Rahmenbedingungen? Wie Ihre Entwicklungsmöglichkeiten? Welche langfristigen Karrierziele verbinden Sie mit diesem Job?

Achten Sie darauf, dass Sie die Leistung bringen, die man dauerhaft von Ihnen erwarten darf: Nicht zuviel und nicht zu wenig. Knüpfen Sie Kontakte seitwärts und nach oben, finden Sie heraus, welche Netzwerke für Ihr Vorwärtskommen wichtig sind. Verhandeln Sie möglichst schon vor Ihrem Arbeitsbeginn, wann und nach welchen Kriterien Sie beurteilt werden. Dosieren Sie Informationen über sich vorsichtig: Auf den richtigen Mix zwischen „Erfolge sichtbar machen“ und „Blenden“ kommt es an. Und im Übrigen: Hören Sie auf Ihren Bauch – was er ihnen signalisiert, wird „richtig“ sein.

 

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
Ginnheimer Hohl 38, 2. OG
60431 Frankfurt/Main
Tel: 069 - 60 60 97 22
Email