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Auf der Suche nach… dem Bauchgefühl

 

Als ich meinen Klienten kennen lernte, war er sichtbar zur Gelassenheit entschlossen. Sein Lachen war einen Tick zu laut, seine Körperhaltung etwas zu locker, sein Blick eher antrainiert gerade. Er sei eigentlich, sagte er, total entspannt, was seine berufliche Situation beträfe. Mit Mitte fünfzig hatte er eine verantwortungsvolle Position in einer Bank. Nur eins fehle ihm: Die Perspektive. Sollte das jetzt bis zur Pensionierung so weiter gehen oder sollte er noch mal “ranklotzen“ und sich eine neue Herausforderung suchen? Zurück in das Vielflieger-Leben, das er früher so gern geführt hatte? Um genau zu sein, meinte er, habe er nämlich etwas ganz wichtiges verloren: Sein Bauchgefühl.

Früher habe er eine innere Kompassnadel gehabt, die ihn immer zur richtigen Zeit an den richtigen Ort brachte. Aber jetzt? Es gebe ja viele interessante Stellenanzeigen momentan, aber irgendwie wisse er im Moment nicht recht, was oben und was unten ist.

Irgendwann in seinem anspruchsvollen Berufsleben hatte sich seine Intuition unbemerkt verabschiedet.  Wir kann man so was wieder finden? Gibt es da einen Erfahrungswert, a la recherche du Bauchgefühl? Kann man so was Unterbewusstes überhaupt bewusst ansteuern?

Ein Zeitschritt nach vorn. Kürzlich hatten wir unsere Abschluss-Sitzung. Das Coaching, meinte er, habe ihm viel gegeben, am besten: Sein Bauchgefühl sei wieder da. Es habe sich ja schon so eine Tendenz in unseren Sitzungen ausgeprägt, aber nun sei er sicher. Erstaunt hörte ich von einem unglaublich realistischen Traum, den er sich notiert hatte. Da ging es um unterschiedliche Wege in einen hellen, lichten Raum und um einen Beraterkoffer, der darauf wartete, mitgenommen zu werden.  Jetzt kenne er seinen Weg, sagte er mit einem echt entspannten Lächeln. Vielflieger-Dasein? Das hatte er ja zur Genüge.

Einladung zum virtuellen Osterspaziergang

Haben Sie Zeit, jetzt an Ostern auch virtuell ein bisschen spazieren zu gehen? Ganz zweckfrei, und ohne Selbstcoaching-Absicht? Dann habe ich hier ein paar vergnügliche Vorschläge für Sie. Zum Beispiel können Sie sich an diesem boshaften Artikel erfreuen, schauen Sie mal hier:

Ein wunderbarer Verriss über Hubertus Meyer-Burckhardts Buch „Die Kündigung“, kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, die Autorin macht ihrem Namen alle Ehre (Tina Groll). Fast ist man geneigt, dem sympathischen Medienmacher Mitleid entgegenzubringen. Aber nur fast.

 Und wer sagt, dass es nur in England verschrobene Exzentriker gibt? Ich habe hier einen gefunden, den Berliner Törtchen-Graf. Da möchte man doch rufen, her mit den Törtchen, oder?

Und nochwas,  apropos England. Das große Ereignis steht bevor, und Sie sind noch nicht ausgerüstet? Hier finden Sie, was Sie unbedingt zum Überleben am 29.4. brauchen.

Eine frohe Osterzeit wünscht Ihnen Wiebke Sponagel.

Frauen und Männer in Führungspositionen?

Wie ist das mit Frauen im Management? Derzeit wird  ja wieder mal die „Quote“ diskutiert, die Frauen den in Deutschland besonders schwierigen Zugang zu Führungspositionen ermöglichen soll.

Nach meinem Eindruck – mehr dazu in meinem Buch „Runterschalten!“ – hakt das Vorhaben „weibliche Führungskraft“  hierzulande ganz woanders. Eine Ahnung davon bekommen Sie, wenn Sie mal das Titelbild des aktuellen Manager-Magazins anschauen. Fällt Ihnen etwas auf? Die „Guckloch-Aufnahme“ zu den „geheimen Machtzirkeln der Manager“ zeigt Krawattenträger, die sich in entspannter Taschen-Billard-Pose zuprosten. Wie heißt der Trinkspruch? „Prost auf die Männerquote?“

Diese Herren sind „unter sich“ und möchten das gern bleiben – denn ihr Status als „Entscheider“ bietet Ihnen als Belohnung das rare Gut männliche Identität. Vor welchem Hintergrund gibt es die sonst noch? Im Krieg?  Kämpfen, sich durchsetzen, Macht ausüben, das sind in der gefühlten Arbeitswelt in Deutschland männliche Werte. Je weiter Frauen „nach oben“ kommen, desto mehr verlieren sie aus dieser konventionellen Sicht an weiblicher Identität. Was meinen Sie, brauchen wir solche Rollenbilder immer noch? Ich dachte eigentlich, die gehören ins vorletzte Jahrhundert.

 

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
Ginnheimer Hohl 38, 2. OG
60431 Frankfurt/Main
Tel: 069 - 60 60 97 22
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