Wenn Sie momentan daran denken, sich beruflich neu zu orientieren, gibt es viel zu tun: Ihr Portfolio gilt es zu überprüfen, um eine Zwischenbilanz ziehen zu können und eventuell vorhandene Schätze oder verborgene Fähigkeiten zu finden. Sie sollten sich ein erreichbares Ziel setzen und herausfinden, was Sie alles tun müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Sind Hindernisse zu überwinden?
Aber vor allem: Gibt es Ballast, den Sie vor Ihrem Neuanfang besser los werden sollten? Dafür kommen eine ganze Reihe von Einstellungen in Frage, die Sie vielleicht belasten. Ein Beispiel: Menschen, die mit ihrer Vergangenheit hadern. Eine berufstätige Mutter sagt, sie habe eigentlich nichts richtig gemacht: Weder das Mutter-Sein, denn dann hätte sie mindestens sechs Kinder bekommen, noch den Beruf, denn dann hätte sie richtig Karriere gemacht. Eine zweite, sehr erfolgreiche Klientin sagt, eigentlich hätte sie auch gern Kinder gekriegt, aber das hätte sich nicht vereinbaren lassen. Eine dritte Frau, die den Beruf für ihre Familie aufgegeben hat, meint, sie hätte so gern beides verbunden...
Das Glück, so scheint es, liegt immer am anderen Ufer. Dabei könnte die erste Frau sich beglückwünschen, dass ihr die Gratwanderung zwischen Beruf und Familie gelungen ist. Die zweite könnte stolz sein auf ihre Erfolge im Beruf und die dritte auf ihre Errungenschaften als Vollblut-Mutter. Denn erst wenn es Ihnen gelingt, Ihr bisheriges Leben gut zu finden, können Sie ohne den Ballast des Selbstzweifels Ihre Neuorientierung anpacken.
Zwanzigzehn: Zehn Jahre PERSPECTIVE COACHING - Danke!
Praktisch, das Neue Jahr. Glaubt man den Effizient-Sprechern, heißt es einfach zwanzigzehn, wie die berühmt-berüchtigte Agenda. Die Tausend sind wegrationalisiert worden. Gar nicht so lange her, da hielten wir uns noch mit Hunderten auf...
Menschenskinder, schon wieder ist ein Jahr und schon sind wieder zehn Jahre rum! Eben noch hatten wir uns vor dem Millenium-Desaster in Rechenzentren gefürchtet. Was wird wohl von dieser Dekade, und was vom vergangenen Jahr in Erinnerung bleiben?
Klar, außer den medial vermittelten Bildern, die unsere kollektive Erinnerung dieser Tage befeuern, unendlich viele persönliche Impressionen.
Für mich gehört dazu die erfolgreiche Gründung von PERSPECTIVE COACHING - die ist jetzt zehn Jahre her! Höchste Zeit, meinen Klienten und Firmenkunden für ihr Vertrauen zu danken! Nicht nur ich habe Sie unterstützt, Sie haben, durch Empfehlungen und Ihre Rückmeldungen an mich, mein persönliches und geschäftliches Wachstum gefördert. Danke - mit diesem Rückenwind schaue ich optimistisch nach vorn.
Ihnen allen, liebe Leser, viel Schwung und beste Perspektiven für 2010 !
An deutschen Arbeitsplätzen wird, das höre ich jedenfalls in meinen Coachings, viel Frust geschoben. Prozesse haken, Verantwortlichkeiten sind ungeklärt, Anerkennung fehlt. Jährliche Zielgespräche für Angestellte sind inzwischen üblich - aber machen die Berufstätigen das umgekehrt auch? Stellen sie ihre eigenen Arbeitsbedingungen regelmässig auf den Prüfstand?
Viele Menschen verharren viel zu lange unter frustrierenden Bedingungen, haben innerlich gekündigt, und verfallen in eine Hamsterrad-Lethargie, die ihnen den Blick auf mögliche Entwicklungen verstellt.
Warum überprüfen Sie nicht mal, was Ihnen am Arbeitsplatz geboten wird? Hier ein paar Leitfragen:
Welche Entwicklungsmöglichkeiten haben Sie?
Wie sind die Arbeitszeiten?
Wie sind die Rahmenbedingungen (Gehalt/Urlaub/ Boni)?
Wie ist das Verhältnis zwischen gemachten Zusagen und ihrer Umsetzung?
Haben Sie viel oder wenig Einflussmöglichkeiten?
Wieviel Einfluss wünschen Sie sich?
Wie ist Ihr Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten?
Macht Ihre Arbeit Spaß?
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und, falls der Check weniger gut ausfällt, Mut für den Blick auf neue Perspektiven.
Auf gehts, wir packen die Koffer und arbeiten in Norwegen, Spanien, Kanada oder Australien. Deutschland ist vielen zu eng, zu teuer, zu unsicher und zu kompliziert. Go global heisst das Motto auch für individuelle Lebensentwürfe, es steigert die Arbeitsmarktfähigkeit.
Kürzlich bot ein australisches Internetportal im Rahmen einer PR-Aktion den Posten eines Insel-Hausmeisters an, der ein halbes Jahr lang eine leerstehende Millionärsvilla mit Grundstück und Strand hüten sollte, Reisekosten und grosszügiges Taschengeld inbegriffen. Die Internetseite brach in kürzester Zeit zusammen, Bewerbungen kamen sogar aus der Mongolei.
Das Fernsehen berichtet gern von Menschen, die planlos nach irgendwohin aufbrechen. Die zurückgebliebenen Couchpotatoes freuts, da schmecken die Chips noch mal so gut, wenn die Neuanfänger so richtig auf dem Bauch landen. Aber auch im richtigen Leben scheint der Insel-Traum ein Hauptantreiber zu sein. Also wolkige Vorstellungen vom besseren Leben ohne den alten Chef, die verstopften Strassen, das marode Gesundheitssystem, die lästigen Nachbarn. Aber ein neues Leben auf Knopfdruck gibt es nicht, zu der Erkenntnis kommt man auch ohne Fernsehen. Gute Vorbereitung auf Kultur und Sprache des Ziellands braucht`s, damit das Vorhaben gelingt. Und wenn Sie dann noch in Ihre neue Heimat verliebt sind, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Suchen Sie neue Perspektiven in Norwegen? Dann schauen Sie mal hier, da warten Jobs auf Sie.
Gründen oder angestellt sein - eine Frage der Sicherheit?
Kleinwagen haben inzwischen bis zu neun Airbags. Auch das Navi gehört mittlerweile zur Grundausstattung, sicher ist sicher. In Frankfurt ist fast jeder dritte Wagen ein SUV, eine rollende Trutzburg, die den Insassen Sicherheit suggeriert.
Weil Sicherheit hauptsächlich in unseren Köpfen existiert, produziert diese Idee mitunter seltsame Blüten. Zum Beispiel, dass SUV-Pilotinnen ihre Kinder auf der Strassenseite aussteigen lassen, als wenn der Trutzburg-Schutz auch da wirken würde. Oder dass wir die Anstellung in grossen Betrieben für "sicher" halten, obwohl längst klar ist, dass der neue psychologische Vertrag keine gegenseitige Loyalität mehr beinhaltet. Manche meiner Klienten haben längst innerlich gekündigt und haben gute Ideen für eine Gründung. Trotzdem verschieben sie die Entscheidung und halten weiter aus, weil sie meinen, das sei sicherer.
Angestellt "wird"man halt. Die Wenigsten informieren sich vorher über ihre Rechte oder lassen z.B. ihren Arbeitsvertrag rechtlich prüfen, bevor sie unterschreiben. Übers Gründen sollte man aber vorher schon allerhand wissen. Und dieses Wissen ist nicht gerade ein Schulfach. Jeder Selbstständige braucht es, dazu die Fähigkeit, sich selbst zu steuern, ohne Navi. Und da wir im Alltag ja schon Experten für Internet-Kommunikation, Versicherungen, Gesundheitswesen, Miet-, und Eigentumsrecht, kurzum für alles Mögliche sein müssen, ist es verständlich, wenn man auf bestimmten Gebieten Entlasung sucht. Aber die Dienstleistung "Lebensführung" gibt es nicht, die kann man nicht outsourcen. Und deshalb sollten wir unsre "Sicherheitseinstellungen" gelegentlich auch mal überprüfen, es könnten sich ganz neue Perspektiven ergeben.
Mal auf dem Absatz kehrt machen, einfach "na dann tschüss" sagen und nicht mehr wieder kommen, davon träumen viele Angestellte. Je nach Statistik haben bis zu 70 Prozent der deutschen Beschäftigten innerlich gekündigt.
Es gibt mmer wieder neue Studien zu dem Thema. Dr. Kai Krämer von der Uni Mainz hat kürzlich eine veröffentlicht und nennt folgende Gründe für die Innere Kündigung: Inadequate Führungsstile, Zurückhalten von Informationen, intransparente Entscheidungsprozesse, fehlende Einflussmöglichkeiten, mangelnde Gesprächsbereitschaft. Dies bewirke bei betroffenen Mitarbeitern ein Gefühl des Kontrollverlusts und der Machtlosigkeit.
Na dann: Augen zu und durch - oder doch lieber nach Alternativen und neuen Perspektiven suchen?
Ein Quäntchen Trost - neue berufliche Perspektiven für Sie
Nichts ist mehr, wie es war: James Bond ist blond, rachsüchtig und witzlos, die Äktschen ist so opulent, dass das Kinopublikum reihenweise einschläft. Derweil kollabieren draussen virtuell die Bankentürme, Soll und Haben stehen mit aufgerissenen Flanken da. Das grosse Zittern geht durch die Nation, aber Läbbe geht weiter.
"Die Einschläge kommen näher", erzählt mir ein Klient aus jenen Bankentürmen. Ein Kriegsszenario auf Büroetagen mit Trittschalldämmung. Echte Kriege sehen anders aus, aber es sind wohl gerade die medial und durch Gerüchte vermittelten Schreckenszahlen, die uns glauben machen, wir sind im falschen Film. Angst ist kein guter Berater, das wissen wir alle.
Durch die Finanzkrise entlassen etliche Finanzdienstleister Mitarbeiter. Aber ein Karriereknick muss das nicht sein und schon gar nicht das Ende der Möglichkeiten. Im Rückblick ist so eine individuelle Krise oft ein Anfang, der neue Perspektiven birgt. Auch momentan gibt es in der Finanzbranche Vakanzen: Zum Beispiel suchen viele Private-Equity-Gesellschaften und Fusionsberater Leute. Aber davon abgesehen: Es gibt ein Leben nach dem Angestellen-Dasein, und viele Wege, dorthin zu kommen. Einer davon ist die Unterstützung durch Karriereberatung oder Coaching. Es nützt nichts, vor dem weltwirtschaftlichen Getöse die Augen zu schliessen. Behalten Sie lieber Ihre Arbeitsmarktfähigkeit im Blick und haben Sie keine Angst vor Neuanfängen - man lebt nur zweimal.
Entscheidungscoaching: Die Qual der Wahl beim Rosinenpicken
Mein Gegenüber ist verunsichert, er fängt Sätze an, die ins Leere laufen und nestelt an seinem Uhrenarmband. Fast könnte man ihn für einen Berufsanfänger halten, wären da nicht die tiefen Lachfalten im Gesicht. Er ist ein gestandener Mann Mitte vierzig, mit einer Position im gehobenen Management.
Was ihn so, wie er es nennt, "aus der Rille" gebracht hat, ist ein attraktives Jobangebot. Ein Personalberater hat angerufen und ihm ein verlockendes Angebot gemacht. Dabei ist er erst seit kurzem auf seinem jetzigen Sessel und hat eine Aufgabe, die reizvoll ist und ihn ausfüllt. Auf seiner Stirn steht ein grosses Fragezeichen - was soll er tun?
Der Mann hat, das weiss er, ein Luxusproblem. Wo viele Menschen nach eigener Einschätzung "zwischen Pest und Cholera" wählen müssen, darf er Rosinen picken. Und genau das macht es so schwer. Welche Entscheidung ist besser? Worauf kommt es ihm letztlich, ganz tief drinnen an - Zufriedenheit bei der Arbeit, viel Geld verdienen, bessere Karriere, relative Jobsicherheit, oder alles zusammen und hat er das nicht schon?
Er hat eine Plus-Minus-Liste für beide Optionen mitgebracht, die ihn, wie er betrübt feststellt, auch nicht weiter bringt. Ich frage ihn nach seinem Bauchgefühl. Das Fragezeichen wird grösser - er ist ein Mann, der mit "die Wissenschaft hat festgestellt" mehr anfangen kann. Also erzähle ich ihm von den Erkenntnissen des Entscheidungsforschers Gerd Gigerenzer, der nach langen Analysen fand, dass intuitive Entscheidungen die tragfähigsten sind. Das mag mein Klient gar nicht glauben, obwohl, meint er, so rein gefühlsmässig könnte da was dran sein... Am nächsten Morgen bekomme ich eine mail von ihm. Er habe beim Heimfahren eine Sternschnuppe gesehen, jetzt wisse er, worum es eigentlich geht, ganz tief drinnen.
Einladung zum Vorstellungsgespräch - wie ein Sechser im Lotto?
Gerade hat mich ein Klient angerufen, er klang verschwörerisch und etwas zu ernst. Er wolle sich nur mal melden, um mir einen Zwischenstand mitzuteilen, sagte er. Aber dann platzte es aus ihm heraus: "Ich habe das Vorstellungsgespräch!!"
Mein Klient ist hochqualifiziert in einem Gebiet, das nur wenige Stellen bietet. Er arbeitet eher leidenschaftsarm als Consultant. Als wir uns kennen lernten, berichtete er mir von seinen langen und bisher vergeblichen Versuchen, wenigstens eine Einladung für die rar gesäten Stellenangebote in seinem Herzensfach zu bekommen: "Das kommt mir vor wie ein Sechser im Lotto," meinte er mit Sorgenfalten auf der Stirn.
Wir haben einen Strategieplan für seine Stellensuche gemacht und, nachdem er bald darauf eine Wunschposition gefunden hatte, seine Bewerbung optimiert. Bei dieser Optimierung kam es im Prinzip nur auf zwei Punkte an: Die Anbieter der Stelle adressatenorientiert anzusprechen und Punkt für Punkt auf ihre Anforderungen einzugehen, bzw. dazu Stellung zu nehmen. Ich wette, dass er dadurch ganz oben auf dem Stapel gelandet ist - egal, wie qualifiziert seine Konkurrenten sein mögen. Zu einem Bewerbunggespräch eingeladen zu werden, hat überhaupt nichts zu tun mit einem Sechser im Lotto.
Schlapper FAZ-Artikel über Arbeitgeber-Haftung bei Burnout
Bloss nicht schlappmachen, titelt die FAZ in ihrer Rubrik "Beruf und Chance" am Wochenende. Dass dem Arbeitgeber möglichst teure "Krankheits-Kosten" erspart, und dabei aber bitte Überstunden bis zum Anschlag geleistet werden sollen, ist ja nichts Neues. Aber dann heisst es in der Ankündigung des Artikels "Arbeitgeber können für die Folgen extremer Belastung haften." Nanu, fragt sich so mancher Stress-Geplagte da, wie geht denn das?
Wer sich also, auf einen juristischen Austieg aus dem Hamsterrad hoffend, durch den Vier-Spalter knabbert, ist nachher leider kein bisschen schlauer. Der Tenor des Artikels lautet: Arbeitnehmer, ihr könnt es gern probieren, aber besser ists, ihr lasst es. Man brauche vor Gericht gute Beweise. Der Zusammenhang beispielsweise zwischen hoher Arbeitsbelastung und Einschlafen am Steuer sei kaum nachweisbar - vielleicht war man ja auch am Vorabend in der Kneipe? Fazit: Ersparen Sie sich den Artikel, gehen Sie lieber in die Kneipe - damit tun Sie vermutlich mehr gegen Ihren Burnout.
Mein Klient, knapp über dreissig, im mittleren Management einer Bank, hatte das "Goldene-Käfig-Gefühl": Er hatte einen Arbeitsplatz mit ausgezeichneten Rahmenbedingungen und guten Bezügen, merkte aber, dass seine Karriere wie eingefroren war, und dass er kaum mehr Spass an der Arbeit hatte. Er käme in dem Laden nicht mehr weiter, meinte er. Er hatte nun die Wahl, sich aktiv auf Jobsuche zu machen oder sich bei einem Online-Netzwerk wie Xing, experteer, LinkedIn o.ä. zu registrieren und abzuwarten.
Da er unter keinem akuten Zugzwang stand, entschied er sich für letzteres. Und siehe da, ein paar Wochen später rief ein Personaler an und bot ihm eine wie auf ihn zugeschnittene Stelle an, mit mehr Verantwortung - der erhoffte Karriereschritt war da. Die neuen Führungsaufgaben lässt er aber nicht "auf sich zukommen" - die bespricht er mit seinem Coach in einem Begleit-Coaching. Das Goldene-Käfig-Gefühl soll so schnell nicht mehr aufkommen.
Wissen, was man will, im Leben und an der Käsetheke
"Mit 40 ist man alt" behauptet die Anzeige einer Frauenzeitschrift in grossen Lettern - ein Glaubenssatz derer, die um die zwanzig sind. Da ist jeder ab Dreissig scheintot. Aber dann geht der Slogan, ganz klein geschrieben, weiter: "...alt genug, um das Glück zu erkennen".
Das glauben wir gern, erst recht, wenn wir an der 50 entlang schrammen. Haben sich die Jahresringe doch gelohnt. Die Allerfrischesten sind wir nicht mehr, aber wir wissen, was wir wollen - theoretisch jedenfalls.
Und in der Praxis? In Personalabteilungen gelten Menschen jenseits der Vierzig mitunter als sperrig. Die "Anpassungsleistung" ist geringer als bei Jüngeren, eigene Karriereziele oder Lebensziele sind nicht unbedingt mehr identisch mit Unternehmenszielen. Wer dann neu definiert, was das persönliche Glück ist, will es auch endlich "haben".
Obwohl, das mit dem Glück haben ist ja so ne Sache. Es klingt mir fast so - verzeihen Sie den profanen Vergleich - wie wenn an der Käsetheke jemand sagt, "ich krieg 200 Gramm von dem da. " Woher wissen die eigentlich, dass sie die 200 Gramm auch wirklich kriegen?
Die mail wurde irgendwann am späten Nachmittag nordamerikanischer Zeit abgeschickt "danke für Ihre Unterstützung", hiess es darin, "ich habe den Job"!
Meine Klientin hatte ihr Ziel erreicht. Sie hat eine umkämpfte Stelle in den USA bekommen. Obwohl sie hochqualifiziert ist, hatte sie Bedenken - ob sie den dortigen Anforderungen gerecht wird, wie sie die Trennung vom Lebensgefährten bewältigen kann, ob die Sprachkenntnisse reichen, ob sie mit der Mentalität klar kommt. Sie hat diesen Hemmnissen oder möglichen Blockaden ins Auge geschaut und sich mit ihnen auseinander gesetzt.
Systemisch betrachtet hat sie die "schwachen Glieder" in ihrer Selbstbewusstseinskette während dem Coaching wahrgenommen und gestärkt. Ein System wächst solange, bis es durch einen Engpass begrenzt wird, sagt die "Theory of Constraints". Mehr dazu hier. Deshalb gilt es, Engpässe zu "weiten" - erst dann kann das "System", egal ob Mensch oder Unternehmen, wieder ungehindert "fliessen". Als aufmerksamer Leser bemerken Sie, dass ich hier nicht "funktionieren" schreibe, obwohl das zum Wortfeld des Systems besser passen würde. Ich habe halt etwas gegen Technokratendeutsch. Alles ist im Fluss, liebe Leser. Erkennen Sie Ihre Blockaden und kommen Sie gut an Ihre Ziele!
Die freundliche Stimme aus dem Hörer fragt, ob man grad allein sei und ungestört sprechen kann und dann geht es ziemlich schnell um einen verheissungsvollen neuen Job - so klingt es, wenn Personalberater anrufen. Dürfen die das eigentlich, und welche Informationen dürfen in so einem Anruf ausgetauscht werden, fragte sich vor kurzem der BGH.
Anrufen ja, aber Details erfragen nein, heisst die Devise. Einzelheiten aus dem Lebenslauf oder der momentanen beruflichen Tätigkeit dürfen nicht am Telefon angesprochen werden. Auch das Kompliment, der Kandiat passe ausgezeichnet zu einer vakanten Stelle, sei wettbewerbswidrig, sagt das Urteil. Ziel des Anrufs darf nur die Kontaktaufnahme für ein persönliches Gespräch sein, nicht aber, das Interesse des Angerufenen an einer Stelle zu wecken. AZ. I ZR 183/04, mehr dazu hier.
Wenn ja, dann können Sie sich über die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung freuen. Demnach lässt es sich nämlich in Deutschland mit etwa 6 Tagen Bearbeitungsdauer schneller gründen als im Durchschnitt der EU-Staaten, wo das Verfahren ungefähr doppelt so lang dauert. Allerdings führt Deutschland in Bezug auf die Kosten für eine Firmengründung: Fast 800 Euro sind dafür hierzulande zu zahlen, während der europäische Mittelwert bei 554 Euro liegt.
Karriere, Bewerbung: Soll ich Brüche im Lebenslauf kaschieren?
Jede Abwärts-, oder Seitwärtsbewegung im Lebenslauf wird von Personalern gern als "Bruch" interpretiert. Oft ist das ein Trick, um herauszufinden, steht der Kandidat oder die Kandidatin zu dem, was sie im Leben gemacht haben, oder nicht.
Mit dem sogenannten "Bruch" kann ja auch eine Einsicht einher gehen, die sich nach der Neuorientierung niederschlägt in Form von mehr Engagement, Motivation, einfach Freude am Beruf. Klar, nicht jede Wendung im Lebenslauf geschieht freiwillig oder ist so geplant, Stichwort Umstrukturierung, Stichwort Mobbing. Aber warum sollten Sie es den HR-Verantwortlichen überlassen, aus Ihrem Lebensweg negative Schlüsse zu ziehen? Ich finde, wir können zu unsren Erfahrungen stehen, sie als Gewinn verstehen und auch so vermitteln. Perfekte, gradlinige Lebensläufe gibt es sowieso nicht mehr. Erfolge sind prima, aber nur, wer sein Schiff mal so richtig auf Sand gesetzt hat, weiss die Fahrt unter vollen Segeln richtig zu schätzen...
Dies ist mein hundertstes Posting, liebe Leser, und im September beginnt für mein Coaching-Unternehmen das achte Geschäftsjahr - die Gelegenheit, um Ihnen mal wieder in eigener Sache zu schreiben!
Mein Firmenjubiläum fängt prima an - nachdem ich bisher den Beratungsraum mit einer Kollegin geteilt hatte, bin ich jetzt in mein eigenes Beratungszentrum umgezogen. Ich erlebe also das, worum es meinen Klienten so oft geht: Einen Neuanfang.
Meine erste Klientin in den neuen Räumen beglückwünschte mich spontan ? hier kann man sich wohlfühlen, sagte sie. Auch wenn das ein bisserl wie bei einer Oskar-Verleihung klingt, muss ich das hier mal loswerden: Ich danke meinen Klienten für ihr Vertrauen und ihre Empfehlungen. Auf diesem Fundament konnte ich mein Kerngeschäft - Orientierungs- und Entscheidungscoachings, Begleitung in Führungspositionen, Downshifting-, und Karriereberatung - solide ausbauen und diesen Schritt machen.
Dass das Vertrauen auch in den neuen Räumen zuhause ist, da bin ich mir sicher. Und für alle Klienten, die bisher mit dem Zaunpfahl gewunken haben und sich aus dem Grüneburgweg einen Becher Kaffee mit zu mir in die Beratung nahmen: Nicht mehr nötig! Sie bekommen jetzt bei mir einen frischen Espresso oder Cappuccino - und den gesunden Tee gibt`s natürlich auch noch...!
Wir Deutschen haben englische Wörter übernommen, weil sie nützlich oder einfach nur "trendy" sind. Deutsche Wörter im Englischen sind eher selten - zu ihnen gehören "Kindergarten", "the Blitz" und "Angst". Das englischsprachige Wörterbüch erklärt, Angst sei eine akute aber unspezifische Furcht oder ein Begriff aus dem Existenzialismus, der aus der Bewusstheit resultiere, dass die Zukunft nicht vorherbestimmt sondern wähl-, bzw. planbar sei.
Inwieweit können wir die Zukunft planen - schon darüber würde es sich lohnen, ein posting zu schreiben, aber heute will ich auf etwas anderes hinaus. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung hat 12000 Bürger in Europa zu ihren Ängsten vor Arbeitsplatzverlust befragt. Raten Sie mal, wer die Liste anführt? Richtig, unter allen Europäern sind die Deutschen am besorgtesten, was ihre Arbeitsplatzsicherheit anbelangt. Zwei Drittel der Deutschen betrachten die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als eine der wichtigsten Aufgaben. In England sind es nur zwei Prozent. Was glauben Sie: Ist diese Angst vor dem Verlust der Arbeit eine gute Grundlage für Verhandlungen über Beförderung, Gehalt und sonstige Karrierefragen?
Mit anderen Vorzeichen versehen, könnten wir freilich sagen, wir sind halt sicherheitsbewusst. Nicht umsonst kommen von hier die schweren Limousinen und die Bausparer. Nur eine "Zukunfts-Versicherung" gibt es hierzulande noch nicht. Obwohl: So ab und zu habe ich den Eindruck, Coaching und Karriereberatung hätten irgendwas damit zu tun ...
Entscheidungscoaching: Wie soll ich mich entscheiden?
Der Mann sprach im Staccato. Es gehe um eine wichtige Personalentscheidung, die er zu treffen habe, und zwar subito. Ob wir wohl einen Termin ausmachen könnten für ein Entscheidungscoaching, heute oder morgen?
So hört sich das oft an, liebe Leser, wenn Menschen glauben, in Entscheidungsnöten zu sein. Da muss erst mal der Dampf raus - Zeit gewinnen heisst die Devise. Dann kann man sich, adagio, adagio, mit der Entscheidung befassen.
Die klassische Methode, eine Entscheidung anzugehen, habe, so sagen Management-Mythen, der amerikanische Aufklärer Benjamin Franklin erfunden: Machen Sie eine Pro- und Kontra-Liste und gehen Sie nach dem grössten Nutzen. Moralische Algebra nennt man dieses Vorgehen heutzutage. Sie unterstellt, dass wir Menschen logisch und kühl planend vorgehen. - Tun wir das?
Etliche Untersuchungen belegen inzwischen, dass dem nicht so ist. Wir entscheiden intuitiv, nach Bauchgefühl. Und was kaum jemand auf Anhieb glauben mag: Die Bauchentscheidung ist besser als die moralische Algebra. Sie lässt bewusst Informationen weg und konzentriert sich auf ein wichtiges Kriterium, "take the best" sagen die Entscheidungsforscher dazu.
In umfangreichen Tests wurde das intuitive Entscheiden einem komplizierten Rechenmodell, der multiplen Regressionsmethode, gegenüber gestellt. Ergebnis: Das Bauchgefühl hatte eine höhere Trefferquote als die langwierige Rechenmethode. Mehr zu den neuesten Erkenntnissen über Entscheidungen hier.
Schön und gut, sagte mein schnell sprechender Klient. Aber mein Bauchgefühl zieht mich mal hier, mal da hin...Auch dem Mann konnte geholfen werden. Coaching ist dazu da, neue Wege aufzuzeigen. Auch, um beispielsweise mit der inneren Unstimmigkeit umzugehen.
"Bisher bin ich prima ohne ausgekommen..." so ähnlich klingt das manchmal, wenn meine Klienten über ihre Fremdsprachenkenntnisse sprechen.
Dabei ist eins klar: Etwas Englisch braucht fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland, die Fähigkeit, Französisch zu sprechen, folgt an zweiter Stelle. Der Perfektionsgrad ist freilich von Beruf zu Beruf unterschiedlich. "Verhandlungssicher" in Englisch sollen vor allem Juristen, Wissenschaftler, Menschen im Dienstleistungssektor und in IT-Berufen sein. Mehr dazu unter http://www.bibb.de/arbeit-im-wandel.
Ein 55-jähriger Klient aus der IT-Branche hatte bisher erfolgreich den Kontakt mit Englisch vermieden. Gerade hat er einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnet. Bedingung: Praktikables Englisch bis zum Start im Sommer. Nun ist er über seinen Schatten gesprungen und macht einen Intensivkurs. Sein Fazit bisher: "Hätte gar nicht gedacht, dass das so viel Spass machen kann..."
Machen Sie das auch so gern, einen heissen Espresso schlürfen und dabei Zeitung lesen? So einfach, so schön ist das, ein autoerotischer Moment, der anderswo in unserer Konsumwelt gnädig unter "Du darfst" firmiert.
Das Glück, sich etwas Einfaches zu gönnen, hat schon viele Namen bekommen, der Neueste heisst "downshifting" und kommt ? Sie erraten es, aus den Staaten. Dort hatte man im letzten Jahrhundert den "workaholic" erfunden, den Menschen, der zwanghaft arbeitet und nichts mehr kennt als Arbeit. Grund: Mit sich selbst kann er nur wenig anfangen - er oder sie weiss eigentlich nicht, dass Arbeitszeit Lebenszeit ist und wie man sie sinnvoll füllt.
48 Prozent der Amerikaner gaben laut DER SPIEGEL bei einer Umfrage an, dass sie eine Beförderung abgelehnt, eine Verminderung ihrer Arbeitszeit erwirkt oder gar vollkommen aussteigen sind aus der Überstundenmühle. Sie brechen auf in ein einfaches Leben, verzichten auf die vormals hohen Gratifikationen und nehmen sich Zeit. Sie erkunden, was für sie sinnvoll ist im Leben, bevor sich der Sargdeckel schliesst.
Gut, wenn workaholics auf die Art die Notbremse ziehen noch zu "Sinnen" kommen. Bedauerlich allerdings, dass Zeit ein Luxusartikel geworden ist, den zu "besitzen" nur dem erlaubt sein soll, der vorher bis zur Selbstverleugnung gearbeitet hat. Eine erholsame Osterzeit wünscht Ihnen Wiebke Sponagel
Nach der Kündigung: Mit Schwung zur beruflichen Neuorientierung
Immer wieder treffe ich in meiner Beratung auf Menschen mit "Kündigungs-Schock". Damit meine ich Klienten, die nach einer Kündigung zunächst wie betäubt vor den nötigen Entscheidungen stehen.
In dem Mass freilich, wie Betäubung und Schock nachlassen, sollte der Tatendrang zunehmen. Schauen Sie sich mal mein Logo an: Es zeigt eine dynamische Bewegung, die aus einem grauen Block kommt - genau so sollten Sie auf die Krise reagieren: Aktiv werden, in Schwung kommen. Vielleicht brauchen Sie dazu einen Katalysator, der Ihnen hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Ihre Stärken herauszufiltern, Ihre Energien in eine neue Richtung zu bündeln, einen Coach eben.
Was wollen Sie wirklich und wie praktikabel ist das? Das herauszufinden, ist für viele eine schwierige Aufgabe, die durch Nachdenken allein kaum zu lösen ist. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, schauen Sie mal auf meiner webpage vorbei, oder melden Sie sich bei mir - bis bald!
Nochmal: Auslandsaufenthalt und Karriere, nützlicher Tipp
Gestern habe ich mich mit der HR-Managerin eines grossen deutschen Konzerns über das Thema meines letzten Postings unterhalten: Wie gut ist ein "foreign assignment" für die Karriere?
Sie hatte einen guten Tipp parat, den ich meinen Lesern gern weiter gebe. Sie meinte, leider könne sie das Ergebnis der Studie aus ihrer Sicht nur bestätigen: Es gebe nach ihrer Kenntnis auch bei anderen deutschen Unternehmen kaum Reintegrations-Programme für Heimkehrer aus dem Ausland. Dafür, dass viele dieser Rückkehrer schon bald nach der Rückkehr bei ihrer Entsendungsfirma kündigten, habe sie in gewisser Hinsicht Verständnis: Oftmals würden während der Abwesenheit Umstrukturierungen zur einer vollkommen neuen Situation im früheren Arbeitsumfeld führen, sodass sich auch ein garantierter "gleichwertiger" Arbeitsplatz nach der Rückkehr wie ein völlig neuer Arbeitsplatz darstellen könnte. Deshalb, empfahl sie, darf ein Expatriate während seines Auslandsaufenthalts eines nicht vergessen: Mit seiner Entsenderfirma und ev. seinen Kollegen Kontakt zu halten. Er oder sie sollte auf jeden Fall über die Entwicklungen in seinem Unternehmen auf dem Laufenden bleiben, um bei der Rückkehr vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein. Aus ihrer Erfahrung würden das aber 80% der entsandten Mitarbeiter vernachlässigen. Also, liebe Leser - keep contact!
Diese Woche bin ich über eine Meinungsumfrage unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker gestolpert, Perspektive Deutschland heisst sie. Da hebt ein altväterlich lächelnder Herr den Zeigefinger und raunt uns zu "und sagen Sie nicht, es hätte Sie keiner gefragt." Na, wenn mich demnächst eine Firma zum Bungee-Jumping einlädt, weil ich artig geantwortet und angekreuzt habe " risikobereit", weiss ich, woher das kommt...
Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte: Deutschland sucht Perspektiven und viele Deutsche auch. Nicht umsonst heisst mein Coaching- und Beratungsangebot seit fünf Jahren "PERSPECTIVE COACHING" : Ich unterstütze meine Klienten bei ihrer Suche nach neuen Berufs-und Lebensperspektiven. Nun geht die Fähigkeit, neue Perspektiven zu finden einher mit der, individuelle Sichtweisen erweiteren und verändern zu können - Sie ahnten es schon.
Wenn Sie ausprobieren wollen, wie sich das anfühlt, biete ich Ihnen die folgende Übung in drei Schritten an. Nehmen Sie sich Zeit dafür- nur net hudele, wie die Schwaben sagen.
Denken Sie an ein berufliches Problem, mit dem Sie vor Kurzem zu tun hatten. Was haben Sie unternommen?
Machen Sie einen Gedankensprung und stellen Sie sich vor: - Sie sind eine/r Ihrer Kollegen/innen. Schlüpfen Sie in dessen Haut. Betrachten Sie das Problem aus seinen/ihren Augen. - Sie sind Ihr eigener Vorgesetzter/Ihre Vorgesetzte. Schlüpfen Sie in seine/ihre Haut. Betrachten Sie das Problem aus seiner/ihrer Sicht. - Sie sind ein Freund/eine Freundin. Betrachten Sie das Problem aus dessen/deren Blickwinkel. - Sie sind ein "externer Berater" - jemand, der Abstand zu Ihren Dingen und einen Blick für?s Wesentliche hat. Wie hätte er/sie das Problem angepackt?
Gehen Sie zurück an den Ausgangspunkt und überlegen Sie: Welche Art von Denken zeichnet diese Menschen aus? Was an deren Sichtweisen haben Sie bisher "übersehen" und könnte für Sie nützlich sein? Wie können Sie diese "Denke" für sich selbst nutzbar machen?
Viel Erfolg beim Perspektiven entdecken wünscht Ihnen W.Sp.