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5.7.09

Coachingthema: Erfülltes Leben und Ziele erreichen

Ganz zufällig, im Bahnhof bei der Umsteigepause, war meinem Coachingklienten diese Postkarte aufgefallen. Wer mit vierzig nur arbeitet, hat mit siebzig nie gelebt, stand da drauf.
Eigentlich habe er was gegen solche Sinnsprüche, sagte er. Aber der da habe eine Lawine losgetreten in seinem Kopf.

Er arbeitete nämlich ziemlich viel. Er war es gewohnt, sich Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen. So war das immer gewesen. Auf dem Weg zum Ziel war der Blick nach vorn gerichtet, was im Moment passierte, diente der Zielerreichung. Deshalb war er immer unterwegs.
Dass er den Moment auch schätzen könnte, weil er ihm so nie wieder begegnen würde, war ihm völlig neu. Er hatte sich immer gesagt, das Verweilen, das Innehalten, das hebt er sich auf fürs Rentner-Dasein.

Aber dann ist er siebzig, nicht mehr zweiundvierzig, wie jetzt. Lebt es sich mit siebzig noch wie mit vierzig? Wird man dann überhaupt verweilen wollen, oder vielleicht eher mal wieder arbeiten? Und wird man überhaupt siebzig? Wäre es nicht klüger, auch jetzt mal zu leben, statt nur zu arbeiten? Fragen über Fragen. Mein Klient hat gerade begonnen, darüber nachzudenken.

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22.6.08

Wissen, was man will, im Leben und an der Käsetheke

"Mit 40 ist man alt" behauptet die Anzeige einer Frauenzeitschrift in grossen Lettern - ein Glaubenssatz derer, die um die zwanzig sind. Da ist jeder ab Dreissig scheintot. Aber dann geht der Slogan, ganz klein geschrieben, weiter: "...alt genug, um das Glück zu erkennen".

Das glauben wir gern, erst recht, wenn wir an der 50 entlang schrammen. Haben sich die Jahresringe doch gelohnt. Die Allerfrischesten sind wir nicht mehr, aber wir wissen, was wir wollen - theoretisch jedenfalls.

Und in der Praxis? In Personalabteilungen gelten Menschen jenseits der Vierzig mitunter als sperrig. Die "Anpassungsleistung" ist geringer als bei Jüngeren, eigene Karriereziele oder Lebensziele sind nicht unbedingt mehr identisch mit Unternehmenszielen. Wer dann neu definiert, was das persönliche Glück ist, will es auch endlich "haben".

Obwohl, das mit dem Glück haben ist ja so ne Sache. Es klingt mir fast so - verzeihen Sie den profanen Vergleich - wie wenn an der Käsetheke jemand sagt, "ich krieg 200 Gramm von dem da. " Woher wissen die eigentlich, dass sie die 200 Gramm auch wirklich kriegen?

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10.5.07

Mentales Mobiliar: Verantwortung erst ab einem "gewissen Alter"?

Manchmal wundere ich mich über die Möblierung unserer deutschen Gehirne. Da ist so viel frischer Wind reingekommen in letzter Zeit und trotzdem sitzt noch einiger alter Mief drin.
Nehmen wir mal das Thema Verantwortung.

Was ist Verantwortung? Kann ein junger Mensch Verantwortung übernehmen?
Die meisten deutschen Unternehmen - immerhin 69 Prozent - scheinen das nicht zu glauben, denn sie bevorzugen ältere Mitarbeiter in den Führungsetagen:

Warum? Vermutlich, weil ältere Mitarbeiter hier wenig Kooperationsbereitschaft gegenüber einem jüngeren Vorgesetzten zeigen. Warum? Weil viele sich die Firma als Zweitfamilie denken, an deren Spitze nur Leitfiguren "gewissen Alters" sein können.

Im übrigen Europa ist das anders. Zum Beispiel in Grossbritannien sind 81 Prozent der Unternehmen bereit, jüngere Topleute einzustellen, wenn sie die entsprechenden Qualifikationen haben. Allerdings sollte sich die deutsche Skepsis gegenüber jüngeren Führungskräften mit dem seit letztem Sommer geltenden Gleichbehandlungsgesetz ändern.
Denn die Idee des "Ageism", also der "Diskriminierung aus Altersgründen", ist keine Einbahnstrasse nur zugunsten von Älteren, die wieder in den ersten Arbeitsmarkt kommen wollen.

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27.4.07

Karriereberatung: Gratulation zum neuen Job jenseits der 50!

Ab und zu, liebe Leser, läuft einem das Herz über vor Freude, und das würde man am liebsten ganz laut rausposaunen. So geht`s mir momentan - freuen Sie sich doch mit!

Gerade rief eine Klientin an, die ich als Karriereberaterin bei ihrer Stellensuche unterstützt habe. Es war das volle Programm: Vom Check der Bewerbungsunterlagen bis zum Video-Coaching für das Einstellungsgespräch. Und wie fing das Gespräch an? Sie sagte: "Frau Sponagel, gratulieren Sie mir mal!"

Sie hat ihren Traumjob in einer Firma mit prima Firmenkultur gefunden - und mir erlaubt, das hier mitzuteilen. Für sich besehen ist das natürlich noch nicht die grosse Glocke wert, an die ich es hänge, denn erfolgreiche Karriereberatungen gelingen mir durchaus öfters. Aber in ihrem Fall freue ich mich ganz besonders, denn sie hatte sich als Mittfünfzigerin als Problemfall gesehen und wollte meinen Beteuerungen, dass sich der Markt auch für diese Altersgruppe öffnet, nicht recht glauben.

Also, liebe Leser, die Nachricht, die es rauszuposaunen gilt, lautet: Es steht nicht nur in Studien und Statistiken, dass sich etwas tut für die sogenannten "Best Ager" - es passiert wirklich. Vorausgesetzt natürlich, die Mittfünfziger sind kompetent und haben "Schwung und Biss" wie meine Klientin - sonst nützt die beste Beratung nichts.

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23.2.07

Karriere: Ältere Bewerber nicht gefragt?

Auch wenn es ab und zu andere Signale gibt, immer noch scheint zu gelten, wer über vierzig oder fünfzig ist, hat es schwer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bestätigt wird diese Sicht durch eine Befragung unter Personalentscheidern in 51 deutschen Unternehmen.
Die Hälfte dieser Personaler sagen, die Älteren seien zu teuer, ausserdem sei das Kündigungsrecht zu starr und drittens wird angeführt, dass ein jüngerer Mitarbeiter der Vorgesetzte wäre. - Deutliche Antworten in Zeiten des neuen AGG, das unter anderem die Diskriminierung aus Altersgründen verhindern soll.

Was bedeutet das für ältere Bewerber?
Ich meine, es muss genau das Gegenteil einer Vogel-Strauss-Politik bedeuten, nämlich ein offensives Umgehen mit den Themen Gehalt, Kündigungsrecht und Führung. Als "Best Ager" sollten Sie diese Punkte im Bewerbungsgespräch ansprechen und mit Ihrem Gegenüber so weit wie möglich klären. Denn der Vorteil am Älterwerden ist doch, dass wir Klarheit gewinnen über das, was uns wichtig ist, und das auch vertreten können - oder?

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15.1.07

Karrieretipp für Engagierte mittleren Alters: MBc draufsatteln

Oft höre ich von Klienten um die Vierzig, dass sie gern den MBA gemacht hätten, die Chance dazu aber verpasst haben.
Für diese Zielgruppe von ambitionierten und erfahrenen Managern gibt es gute Nachrichten: Eine der drei führenden Business Schools in Europa, die London Business School, bietet unter dem Titel "The Sloan Fellowship" eine Alternative zum MBA: Ein zehnmonatiges Vollzeitprogramm mit dem Abschluss MSc - Master of Science. Es gibt etwa 50 Plätze für Teilnehmer zwischen 30 und 50 Jahren. Programmstart ist im September 2007, bewerben können Sie sich bis Anfang Mai. Für weibliche Führungskräfte gibt es gesonderte Stipendien.
mailto:sloaninfo@london.edu http://www.london.edu

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23.11.06

Karriere, Langzeitperspektive: Mehr Ältere arbeiten

Erste Wirkungen der demoskopischen Entwicklung sind am Arbeitsmarkt spürbar, das zeigt eine Untersuchung am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Seit der Jahrtausendwende gibt es weniger Angestellte um die Dreissig, während der Anteil der 35- 55-Jährigen gestiegen ist. Nachdem 1999 die Möglichkeiten, in Vorruhestand zu gehen, drastisch eingschränkt wurden, hat auch die Gruppe der über 60-jährigen Erwerbstätigen zugenommen. Insgesamt ist jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland älter als 45 Jahre.

Was bedeutet das für unseren Lebensentwurf?
Ich finde, das liegt auf der Hand: Je länger die Lebensarbeitszeit ist, desto wichtiger wird es, sie mit Sinn zu füllen. Eine berufliche Aufgabe, die für Sie sinnvoll ist und Ihr Energiedepot nicht überlastet, lässt das Pensionärsdasein im Schaukelstuhl in erfreulich weite Ferne rücken. Gut, nicht alles ist planbar - aber den Versuch ist es wert. Wenn Sie dafür einen kompetenten Mitstreiter brauchen: Sie wissen ja, wo Sie mich finden.

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20.6.06

Karrierefaktor Jobzufriedenheit. Ältere sind zufriedener.

Wenn Sie mit Freude an die Arbeit gehen, gehören Sie zu den 64 Prozent der Deutschen, die das von sich behaupten. Jedoch scheint der Grad der Zufriedenheit vom Alter abzuhängen: Einer Studie zufolge sind Jüngere oft unterfordert und bemängeln , dass ihnen wenig Raum für die Verwirklichung eigener Ideen gelassen wird. Daraus folgt, dass Jüngere sich ihrem Unternehmen weniger verbunden fühlen und eher zum Jobwechsel bereit sind.

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6.6.06

Karriere: Neue Generation in Führungspositionen

Vorbei die Zeiten, als Topmanager, wenn sie "ihren Hut nahmen", dies überwiegend aus eigener Initiative taten. Auch für CEOs ist die Leistungsorientierung spürbar gestiegen. Im vergangenen Jahr mussten weltweit mehr CEOs als je zuvor ihre Sessel räumen (s. Studie).
Im deutschsprachigen Raum wurde jeder zweite Geschäftsführer wegen angeblich mangelnder Leistung "gegangen", die wackeligsten Stühle waren in den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie zu finden. Über die Kosten dieser mit "golden handshake" abgemilderten Führungswechsel schweigt die Untersuchung. Bemerkenswert ist aber noch, dass jetzt eine völlig neue Generation in Deutschland in Führungspositionen ist: Waren die Vorstandschefs im Jahr 2003 noch durchschnittlich 52 Jahre alt, so sind sie in 2005 nur noch 45,8 Jahre. Ob hinter diesen "neuen" Managern auch neue Coaches stehen...?

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17.2.06

Karriereberatung: Karrieresprung für Sie: Werden Sie Unternehmensnachfolger

Eins wird bei der Diskussion über die demographische Entwicklung in Deutschland gern vergessen: Sie birgt nicht nur Nachteile - Stichwort "Überalterung" der Gesellschaft - sondern auch Chancen:

Rund 71.000 Unternehmen stehen jedes Jahr vor der Frage, wer dem aus Altersgründen ausscheidenden Chef nachfolgen soll. Oft kann das Problem nicht familienintern gelöst werden, folglich müssen jährlich um die fünftausend Unternehmen schliessen. Rund dreiunddreissigtausend Arbeitsplätze gehen dabei verloren.

Wo sind die unternehmerisch und innovativ denkenden Männer und Frauen, die diesen Trend stoppen?

Wenn Sie meinen, dazu zu gehören, können Sie sich bei der Unternehmens-Nachfolgebörse "nexxt-change" über Vakanzen für Nachfolger informieren: Momentan sind dort über 10 000 Such-Anzeigen geschaltet. Eine hervorragende Option für alle, die ihrem Leben noch einmal jenseits des Angestellten-Daseins eine verantwortungs- und reizvolle Wende geben wollen, meine ich.

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3.2.06

Bewerbungscoaching: Fit für die Stellensuche ab 40 - offene Stellen für Ältere

Kaum zu glauben: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland bewegt sich momentan um die 12 Prozent-Marke und trotzdem können laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags 16 Prozent der Unternehmen offene Stellen nicht besetzen.

In welchen Branchen wird Personal gesucht?
An der Spitze der Unternehmen, denen Fachkräfte fehlen, ist mit 30 Prozent die pharmazeutische Industrie, mit etwa 25 Prozent folgt der Maschinen- und Fahrzeugebau. Auch das Verarbeitende Gewerbe und ein Viertel der IT-Dienstleister und der Unternehmen aus der Sicherheitswirtschaft sucht meist vergeblich.

Mit etwas gesundem Menschenverstand kommt man da auf eine naheliegende Lösung: Mehr ältere, erfahrene Mitarbeiter einstellen!

Dieser Ansicht ist nach der Studie inzwischen auch 15 Prozent der Unternehmen: Sie wollen künftig mehr auf das Potential älterer Arbeitnehmer setzen. Das ist ein Zuwachs um zwei Prozentpunkte gegenüber der Befragung von 2001. Ist das schon die Trendwende?

Was heisst das konkret für Arbeitssuchende in den Vierzigern und Fünfzigern?
Ich meine, wer in dieser Altersgruppe bei den oben genannten Branchen Arbeit sucht, hat reelle Chancen, wenn er erstens selbstbewusst über sein Alter spricht und zweitens sein Erfahrungswissen darstellen kann: Wenn er z.B. überzeugend vermittelt, dass er als Fachkraft ein Ohr für den Herzschlag von Maschinen hat, dass sie bei ihm immer laufen und so die Betriebskosten gering gehalten werden.
Klar: Hier ist eine Schlüsselkompetenz im Bewerbungsgespräch, nämlich "Überzeugungskraft" gefragt. Und wer sich ausserdem immer weitergebildet hat, also sein Fachwissen auf aktuellem Stand hält, der kriegt den Job, keine Frage.

Sie sagen, bei dem Selbstdarstellungs-Zirkus mache ich nicht mit, meine Erfahrung spricht für sich?
Leider nicht: Erfahrungswissen ist für einen Personaler, der Sie nicht kennt, stumm. Wenn Sie es schwierig finden, Ihre Erfahrung erfahrbar zu machen, suchen Sie sich doch Unterstützung: Ich freue mich auf Ihren Anruf und mache Sie fit für Ihr Bewerbungsgespräch!

Mit besten Wünschen für Ihren Erfolg, Wiebke Sponagel

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