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11.11.09

Motivationstief: Kann ich oder will ich nicht mehr?

Meine Klientin hat tiefe Ringe unter den Augen. Eigentlich mag sie ihren Job, aber es ist viel in letzter Zeit und sie kann sich schlecht konzentrieren. Schlafprobleme hat sie, die Gedanken an die Arbeit lassen sie nicht los. Obendrein kommen ihr Zweifel, ob sie diesen Job wirklich weiter machen will. Aber woher soll sie wissen, ob sie einfach nur in einem Motivationstief steckt, oder ob ein wirklich grundliegender Wunsch nach Neuorientierung dahinter steckt?

Gute Frage. Eine Antwort zu finden ist schwer, denn Stressbetroffene können kaum mehr selbst entscheiden. Sie funktionieren nur noch. Ihnen fehlt der Abstand, um ihre Situation beurteilen zu können. Zudem sind Entscheidungen unter Druck schlechte Entscheidungen.

Da hilft nur eins: Abstand! In vielen Fällen passiert das ungewollt, wenn Stressgeplagte zusammenklappen. Ein Krankenhausaufenthalt kann für einige Stresssymptome heilsam sein. Auch wird er meist als Warnung verstanden, dass eine Neuorientierung hin zu weniger fremdbestimmter Arbeit nötig ist.

Aber angenommen, Sie haben die Fäden noch in der Hand und kommen nach einer Urlaubspause oder Kur erholt und voller Elan an Ihren Arbeitsplatz zurück. Kurze Zeit später haben Sie den Eindruck, Sie stecken in der gleichen Motivations-, und Energiefalle wie vorher. Dann sollten Sie, allein oder mit neutraler Unterstützung, Ihren Arbeitsplatz auf den Prüfstand stellen: Was bietet er Ihnen, was nimmt er Ihnen? Falls der Handel Gesundheit gegen Geld und Anerkennung lautet, wäre eine Neuorientierung mehr als nur einen Gedanken wert.

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20.9.09

Alle tun es: Stress und der Herdentrieb

Ich kann das nicht, sagt mein Gegenüber, nennen wir ihn Mathias B. Ich kann doch nicht einfach abends um sieben gehen, wenn alle anderen noch da sind.

Mathias B klagt über massive Stresssymptome: Er kommt nachts nicht mehr zur Ruhe, hat keine Freude mehr an Treffen mit Freunden, arbeitet täglich mindestens zehn, oft auch zwölf Stunden. Er kann nicht mehr abschalten, sagt er. Was work-life-balance ist, weiß er längst nicht mehr.

Die Soziologie kennt den Begriff des Peergroup-Verhaltens: Je nach Alter und sozialem Stand ähneln sich die Verhaltensmuster innerhalb dieser Gruppen. Allgemeinsprachlich ist das der Herdentrieb. Menschen brauchen ein Zugehörigkeitsgefühl. Und da sie mindestens acht Stunden pro Tag mit anderen Menschen in Büros arbeiten, wo ihnen obendrein stets etwas vom Teamgeist vorgebetet wird, glauben sie, dieser Gruppe anzugehören. Sie passen ihr Verhalten dem der Gruppe an, die sie umgibt. Wer da ausschert, ist kein Kollege mehr, ist nicht einmal mehr ein Mensch. Die Gruppe hat eine Bezeichnung für solche Abweichler: Kollegenschwein.

Abzuweichen vom Gruppenverhalten braucht Mut und innere Festigkeit - auch die dieser Tage oft geforderte Zivilcourage gehört dazu. Wer das nicht kann, wird früher oder später auf dem Altar des Teamgeists verbrannt - burnout heißt das neudeutsch.

Aber es gibt auch andere Gruppen, andere Verhaltensmuster, andere Denkweisen. Beispiel:
http://www.ipph-darmstadt.de/index2.php?content1=aktuelles
Und mit dem anders Denken fängt es üblicherweise an, sich neu und anders zu verhalten. Wäre ein Gedanke wert, oder?

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26.4.09

An Stressgeplagte: Macht bloß kein Coaching!

Manche haben Kreislauf, andere haben Stress.
Als Coach mit Downhifting-Beratung im Angebot treffe ich regelmäßig auf Menschen der letzteren Kategorie. Immer die Uhr und diverse elektronische Spielzeuge im Blick, eröffnen sie mir im Stakkato ihre Stress-Situation und hasten weiter.

Sie möchten einen Ausweg finden aus ihren Zeit-, und Belastungsnöten, aber schnell stellt sich heraus: Der Coaching-Termin ist Stress!
Beim Coaching muss man körperlich anwesend sein und kann so gar nichts anderes gleichzeitig machen! Ausserdem gibt es je nach Absprache auch noch Hausaufgaben, irgendwelche Reflektionsfragen oder was auch immer - wann soll man das denn machen, bitteschön??

Coaching bei Stress ist eine Paradoxie. Wer meint, keine Zeit zu haben, will meist auch keine investieren, um irgendwann mal welche zu haben. Der Tunnelblick der Stressgeplagten verhindert, Prioritäten in eigener Sache zu setzen. Stressbetroffene sehen nicht mehr, was gut für sie ist. Da hilft nur eins: Der Zusammenbruch, der den Stress zwangsweise beendet.

Wilhelm Busch wusste schon vor über einem Jahrhundert, was da auf uns zukommt:

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah,
Zu dem Wohle der Gemeinde,
Er war tätig, er war da.

Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn da ging es nicht.

Ohne ihn war nichts zu machen,
Keine Stunde hatt er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
War er richtig auch dabei.

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5.4.09

Coachingfrage: Entscheiden bei Stress und Tunnelblick?

Ich habe das Gefühl, ich arbeite so viel, dass ich gar nicht mehr klar denken kann, sagte mein Coaching-Klient. In der Tat zeigte sein Wochenplan, dass bei diesem Zeitmanagement abends gerade noch die Nahrungsaufnahme und, wie er das nannte, ein Absacker vor dem Fernseher möglich war. Gesprächig war er dann nicht mehr, berichtete er, seine Frau kannte das schon.

Nun hatte er aber eine wichtige Entscheidung zu treffen, über eine Beförderung, die ihm angeboten wurde. Ich sage Ihnen, ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Mal denke ich, mach es, dann wieder, mach es nicht, ich habe überhaupt kein Gefühl mehr dafür, was richtig ist.

Wie meinem Klienten geht es den meisten Stressgeplagten: Sie können nicht mehr Prioritäten setzen, haben kein Bauchgefühl mehr. Sie kennen nur noch eins: Den Tunnelblick, der ihnen sagt, weitermachen, egal wie.

Wer nicht rechtzeitig die Reißleine zieht und Abstand gewinnt, um nachzudenken und zu fühlen, wird ziemlich sicher eine Fehlentscheidung treffen. Entscheidungen mit Tragweite brauchen Zeit. Stressgeplagte können nicht entscheiden, weil sie extrem fremdgesteuert sind und die Kontrolle über ihre eigene Zeit größtenteils verloren haben. Lassen Sie es nicht so weit kommen, liebe Leser - bleiben Sie Ihr eigener Zeitsouverän und retten Sie sich kleine Ruheinseln!

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22.3.09

Downshifting: Ziele erreichen, die für Sie passen.

Führungsposition, Firmenwagen, Geschäftsreisen, irgendwie ist mir das alles gar nicht mehr wichtig, sagt mein Klient. Vor drei, vier Jahren wollte ich es noch allen beweisen, aber inzwischen brauche ich das nicht mehr. Was ich brauche, ist mehr Zeit für mich und Zeit für Freunde und Familie.

Eine klare Ansage. Geht es Ihnen auch so, dass Sie merken, meine Werte haben sich geändert, aber draußen im Alltag ist alles noch gleich? Dass Sie gern Ihr Innen und Außen wieder ins Gleichgewicht bringen möchten?

Im neuen Sprachgebrauch nennt man das Downshifting oder Runterschalten auf das Wesentliche. Es wird gern missverstanden als Mittel gegen Stress - was auch stimmt, aber nur im Nebeneffekt. Runterschalten bedeutet, dass Sie erkennen, was Ihnen im Leben wichtig ist. Sie fragen also nicht mehr, passe ich in diese Firma?, sondern umgekehrt, passt diese Firma und dieser Job zu mir? Wenn Sie dabei konsequent sind, werden Sie sowieso weniger Stress erfahren, denn dann ist Ihr Innen und Außen im Einklang und Sie haben mehr selbstgesteuerte Zeit.

Ein Luxusproblem in diesen Zeiten, sagen Sie? Man hat ja keine Wahl mehr? Genau das ist der Punkt. Wenn Sie das glauben, haben Sie auch keine andere Wahl mehr. Wer tagtäglich in der sogenannten Mühle steckt, hat einen Tunnelblick. Da ist es hilfreich, mal Abstand zu nehmen und auf die Suche nach dem eigentlich Wichtigen zu gehen. Sich Ziele zu setzen, die für Sie passen - gerade in diesen Zeiten!

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22.2.09

Mehr Stress, mehr Konflikte: Mobbing

Die Einschläge kommen immer näher, so beschrieb unlängst ein Klient aus der Bankenbranche die Situation an seinem Arbeitsplatz. Die Folge: Die Angst geht um. Übrigens ein Wort, das wie Kindergarten und Blitz zu den wenigen gehört, die ins Englische importiert worden sind. So einen kurzen, knackigen Begriff für Existenzangst, der zudem alles mitbringt, wofür wir Deutschen aus Sicht der Briten gern stehen, kannte man auf der Insel nicht.

Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, Angst, aufzumucken, Angst vor der Zukunft. Die Folge dieser kollektiven Duckhaltung? Es wird mehr Stress ertragen, es werden mehr Gesundheitsrisiken in Kauf genommen, der Druck steigt. Ein Ventil für den Druck sind Konflikte am Arbeitsplatz. Je weniger Ressourcen vermeintlich vorhanden sind, desto mehr ?Hauen und Stechen? gibt es am Job.

Schön wäre es, wenn in so einer Lage alle Betroffenen mehr zusammen halten würden. Ab und zu kommt das auch vor, aber nur, wenn sich einer findet, der das organisiert. Streik oder gemeinsames Handeln über den Betriebs-, oder Personalrat ist die eine Variante, Mobbing die andere. Wenn Sie glauben, dass Sie rausgemobbt werden sollen, dass sich also eine Gruppe von Kollegen oder ein Vorgesetzter darauf verlegt hat, Sie systematisch und beständig zu attackieren, hier ein paar Empfehlungen, die Ihnen im Umgang mit der Krise helfen könnten:
  • Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch, möglichst mit Zeugen für die einzeilen Vorfälle
  • Machen Sie sich ein klares Bild von den Beweggründen des/der Angreifer
  • Analysieren Sie genau das betriebliche Kräfteverhältnis: Welche Schwächen und Stärken haben Sie als Betroffener? Welche Macht und Schwächen hat/haben der/die Angreifer? Welche betrieblichen Probleme ermöglichen dieses Verhalten?
  • Entwerfen Sie aus dieser Analyse eine Kosten/Nutzen-Rechnung für sich: Lohnt es sich, in dem Verein zu bleiben und zu kämpfen oder ist ein neuer Arbeitsplatz für Sie persönlich die bessere Lösung?

Gutes Gelingen!

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4.1.09

Weniger Stress im Neuen Jahr

Im neuen Jahr wird alles anders. Wir werden gesünder, gelassener, glücklicher - zumindest versuchen können wir es ja, diese Ziele zu erreichen. Sollte es zu Ihren Vorsätzen für das Neue Jahr gehören, am Arbeitsplatz weniger Stress zu haben, brauchen Sie sich eigentlich nur an ein paar wenige Leitgedanken zu halten, dann gelingt das:

  • Öfter nein sagen, und die Konsequenzen aushalten.
  • Meditieren
  • Bewegung.

So einfach ist das im Prinzip, da können Sie sich die "Time-Management-Kompendien" sparen. Aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Denn wer gewohnheitsgemäss über zehn Stunden täglich arbeitet, ist ein workaholic, ein Süchtiger. Er kann nicht anders, und schon gar nicht kann er "nein" sagen. Das würde nämlich bedeuten, von einem Tag auf den anderen als "Kollegenschwein" dazustehen und ausserdem "Freizeit" zu haben. Die meisten Arbeitssüchtigen wissen nicht, was sie mit Freizeit anfangen sollen. Work-life-balance ist ein Fremdwort für sie. Also bleiben sie beim vertrauten Muster: Arbeiten bis zum Umfallen. Neudeutsch heisst das "burnout". Wenn Sie testen möchten, ob Sie den Stress beherrschen oder umgekehrt, klicken Sie hier. Alles Gute für Ihre Stressbewältigung!

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31.3.08

Stimmen aus dem Äther: Zu Gast beim WDR

Die Stimme ist rauchig und tief. Sie schufte sechzehn Stunden täglich, sagt sie, teils in der Imbissbude, teils in der Kneipe. Beides laufe nicht so recht, aber irgendwie müsse sie doch überleben. Eine anonyme Anruferin meint, sie habe als Klinikärztin so hart gearbeitet, dass sie jetzt arbeitsunfähig sei. "Trotzdem," sagt sie mit Nachdruck, "das war die beste Zeit in meinem Leben. Ich würde es heute wieder so machen." Und dann ist da der 62-jährige Selbstständige, der von seiner neuen Berufung schwärmt, die zwar viel Zeit koste, aber ihn viel glücklicher mache als in "angestellten" Zeiten.

Das könnte fast ein Telefon-Coaching sein, wenn da nicht zwanzig Zentimeter vor meinem Gesicht dieses Mikrofon hängen würde. Ausserdem sitzt ein Moderator mir schräg gegenüber, das Studio ist mit Leselampen und Monitoren beleuchtet und die rote Lampe zeigt, dass wir "auf Sendung" sind. Das, liebe Coaching-News-Leser, war letzten Dienstag, als ich abends beim WDR in Köln Studiogast zum Thema "workaholism" sein durfte. Den Auftakt lieferte das Hörspiel "Die Betelnuss im Kopf" von Alfred Behrens, ein Stück über Arbeitssucht und Arbeitszwang, dessen psychedelische Stimmung ziemlich unter die Haut geht. Mehr dazu: http://www.wdr5.de/sendungen/hoerspielserie/1067358.phtml

"Lampenfieber? - Brauchste nicht zu haben", hörte ich im Vorfeld, "die sind alle Profis beim WDR und schrecklich nett." Stimmt. Götz Schmedes (Regie), Moderator Thomas Guntermann und ihr Team taten alles, damit im Studio kein Stress entstand. Nachher gab es bei Kölsch und Frikadelle gegenseitiges Schulterklopfen - das sei prima gelaufen, obwohl alle ein bisserl Lampenfieber hatten, aber wir sind ja Profis...

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23.3.08

Neues vom downshifting?

Ostern. Wieder so ein Fest, von dem keiner genau weiss, worum es eigentlich geht. Irgendwie um Nikolausi oder Osterhasi halt, und einen freien Montag gibts gratis dazu. So viel Freizeit. Und weit und breit nichts zum Arbeiten...?

Sollten Sie, liebe Leser, sich diese Frage stellen, dann sind sie vermutlich reif, mal ein paar Gänge runterzuschalten, wenn Sie das noch können. Sie wissen ja, runterschalten heisst in Englisch "downshifting", seit ein paar Jahren ein Begriff für den Ausstieg aus dem Hamsterrad und für eine Bewegung von Individualisten, die genau das wollen.

Ich habe für Sie mal wieder auf der britischen Seite über "downshifting" vorbeigeschaut, um zu sehen, was es da Neues gibt. Anfang April rufen die Insulaner wie in jedem Jahr ihre "National Downshifting Week" aus. Sie machen Vorschläge, wie sich Einzelne oder Firmen daran beteiligen können. Die Liste für Unternehmen liest sich wie der Nikolausi-Wunschzettel eines Grünen-Anhängers: Firmen sollen ihren Müll trennen, den Mitarbeitern in der Kantine lokale Produkte anbieten und bei ihrer Firmenwagenflotte sparsamere Modelle anschaffen. Kein Wort von Arbeitszeitkonzepten, die Mitarbeiter entlasten könnten und langfristig sinnvoll wären, nichts von der Verantwortung der Unternehmen gegenüber "Burnout-Mitarbeitern" - das wäre wohl politisch unkorrekt.

Ähnlich harm- und arglos sind die Empfehlungen für Einzelne: Man solle eine Kreditkarte kleinschneiden heisst es da, sich einen halben Tag frei nehmen, um ihn mit einem geliebten Menschen zu verbringen und abends Spiele spielen statt zu glotzen. Ach ja, so einfach ist das mit dem Runterschalten. Warum stricken wir uns nicht einen von diesen meliert-bunten Wollpullovern aus den 70-ern, ziehen ihn an und fühlen nach, wie das war, als Zeit noch kein Luxusgut war. Nebenbei vergessen wir die "National Downshifting Week". Frohe Ostern.

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8.12.07

Weihnachtshype: Wie hoch ist Ihr Überstundenkonto?

Oh, Du gnadenlose Vorweihnachtszeit - das Hamsterrad in den Betrieben dreht sich schneller. Ich könnte für meine Klienten gut und gern Beratungs-Nachtschichten machen, denn, so höre ich immer wieder, "vor sieben komme ich nicht raus." "Noch vor Weihnachten" heisst das Motto, das die Überstundenkonten in deutschen Firmen nochmal richtig dick werden lässt.

Politisch ist wieder keine Lösung in Sicht für diese "freiwilligen" Zeitgeschenke an den Arbeitgeber. Zum nunmehr sechsten Mal haben es die europäischen Arbeitsminister vertagt, ein neues Rahmengesetz zur Arbeitszeit in der EU vorzulegen. Unter anderem Grossbritannien und Deutschland wollen - gegen den Willen der Südländer - unter bestimmten Bedingungen mehr als 60 Wochenstunden erlauben, lesen Sie mehr dazu hier:

Wie geht es Ihnen damit, liebe Leser, wünschen Sie sich auch mehr Zeit für sich? Aber vielleicht ist das ja genauso wie mit dem Lottogewinn: Wenn der Wunsch plötzlich in Erfüllung geht, weiss man mit der grossen Gabe nichts anzufangen. Fremdverwaltete Zeit ist Sicherheit - was für ein Glück, dass wir für Unsicherheit keine Zeit haben...

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19.10.07

Neuer Trend: Slobby sein und langsam arbeiten

Ich werde häufig gefragt, ob das "downshifting", also das Runterschalten in eine Tätigkeit mit weniger Geld und mehr Zeit wirklich soooo eine grosse Bewegung ist in Deutschland. Vielleicht nicht unter dem Titel, sage ich dann, aber mehr von ihrem Leben zu haben, das wünschen sich viele, nicht nur meine Klienten.

Genau in dieses Bild passt, finde ich, dieser neue Trend:

Es gibt jetzt angeblich Top-Manager, die sich "slobbies" nennen.."Slobby" steht für "slow but better working people" - diese Menschen stellen also die Grundfesten der Taylorisierung in Frage, das Effizienzprinzip. Sie wissen, was ich meine? Taylor hatte die Idee der "wissenschaftlichen Betriebsführung" 1899 in der Bethlehem Steel Company. Er beobachtete einen Arbeiter namens Schmidt dabei, wie er zwölfeinhalb Tonnen Roheisen schaufelte, mass die Geschwindigkeit der Bewegung, die Grösse der Schaufel und die Pausen und was glauben Sie, worauf er kam? Schmidt konnte mit weniger Pausen, anderem Gerät und anderer Technik viel effizienter arbeiten - Taylor brachte ihn dahin, statt 12,5 Tonnen 47 Tonnen zu schaufeln. Wann Schmidt daraufhin den Schauflern der grossen Grube anheim fiel, wissen wir freilich nicht...

Genau das ist aber der Ansatzpunkt der slobby-Bewegung. Ihre Anhänger sagen, die Hetze bei der Arbeit macht krank und ist deshalb auf längere Sicht gesehen ineffizient. Schön, dass wir für diese Einsicht jetzt ein schickes englisch klingendes Label haben, sonst liesse sich so eine Idee hierzulande wohl kaum vertreten...

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14.7.07

Wie kann ich Stress abbauen? - Übung: Hören, wie der Moment klingt.

Geht es Ihnen manchmal so, dass Sie nach der "Abwicklung" eines möglichst reibungslosen Tagesablaufs abends gar nicht mehr wissen, wohin die Zeit gegangen ist?

Wenn Sie sich dann wünschen, sich und Ihre Zeit zu "sammeln", probieren Sie mal diese kleine Übung:
  • Suchen Sie sich einen ruhigen Ort zum innehalten und schliessen Sie die Augen. Konzentrieren Sie sich auf den Moment und auf sich.
  • Fragen Sie sich, in welcher Beziehung Sie momentan zu Ihrer Umwelt stehen und wer und was Sie jetzt gerade sind. Achten Sie auf Ihren Atem, auf die Geräusche um Sie herum. Gehen Sie mit Ihren Ohren ein bisschen in der Nachbarschaft spazieren und geben Sie sich dem Augenblick hin.

Wunderbar, wie gut so ein Moment klingen kann...

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6.7.07

Wie gesund sind Ihre Arbeitsbedingungen?

Hat Ihr Unternehmen einen hohen Krankenstand? Wenn ja, liegt das vielleicht an den Führungskräften. Das jedenfalls geht aus einer Studie hervor, die an der Uni Wuppertal für die Barmer Ersatzkasse erarbeitet worden ist. Nur gute Führung schafft Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit der Mitarbeiter erhält - und davon profitiert wieder das Unternehmen. Aber klar ist das ja schon lange...

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15.6.07

Es geht um Ihre Zeit - Neues zum Downshifting

Ich schalte das Radio ein, hr2 bringt einen Themenabend über "Meine Firma, mein Leben." Es geht um Unternehmen, deren Mitarbeiter von A bis Z gepampert werden - da gibt es eine Krabbelstube, eine Massage zwischendurch, günstige Fitness-, und Reiseangebote, gemeinsame "Events", Gesundheitschecks, einen Einkaufs-, Wasch-, und Bügelservice. Motto: Wir kümmern uns, verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Nebensächlichem, geben Sie sie uns. Dieser Pakt, der eine totale Identifikation mit den Unternehmenszielen fordert, hat zwei Folgen: Die Mitarbeiter arbeiten bis zum Umfallen, weil sie meinen, sie hätten gegenüber soviel Freundlichkeit eine Bringschuld. Und ganz nebenbei verlieren sie ihre Urteilskraft, denn wer sich so umfassend identifiziert, hat keine Distanz mehr.

Andere Baustelle: Das OLG München (AZ 25 0 19798/03) urteilte kürzlich, dass eine Versicherung eine Berufsunfähigkeitsrente an einen Manager zu zahlen habe, der genau das getan hat: Arbeiten bis zum Umfallen. Nach 20 Jahren rund-um-die Uhr-Arbeit für einen Finanzdienstleister, der jährlich 14 Milliarden Euro umsetzt, erlitt er 2001 einen Zusammenbruch. Die Versicherung, bei der er eine Berufsunfähigkeits-Police abgeschlossen hatte, weigerte sich, zu zahlen. Die Sache ging durch die Instanzen, jetzt hat der Manager Recht erhalten: Er bekommt rückwirkend 148.00 Euro Rente ausbezahlt und 65.000 Euro Versicherungsbeiträge zurückerstattet.

Und schliesslich noch ein Puzzlestück zum Thema. Was, meinen Sie, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO zur grössten Gesundheitsgefahr für das 21. Jahrhundert erklärt? HIV? Die Vogelgrippe, den Rinderwahn, sonstige Seuchen? Nein, die Antwort lautet Stress. Die volkswirtschaftlichen Folgen von stressbedingten Krankheiten und Ausfällen sind enorm. Und was lernt die Volkswirtschaft daraus?

Solange die Gleichung "je grösser der Zeitmangel, desto wichtiger die Person" gilt, recht wenig, fürchte ich. Aber viele haben erkannt, dass Arbeitszeit Lebenszeit ist, und das nicht erst seit es das Label "Downshifting" gibt. Sie schalten zurück und nehmen weniger Einkommen in Kauf, für mehr Zeit, Selbstverantwortlichkeit und Sinn in ihrem Leben.
Auch ein Pakt, der eine Überlegung wert ist, finden Sie nicht?

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3.5.07

Teilzeit als Möglichkeit für Downshifting?

Es gibt viele Möglichkeiten des "Downshiftings", also runter zu schalten, um den beruflichen Stress zu minimieren. Eine davon ist theoretisch die Teilzeitarbeit, die freilich hierzulande überwiegend Frauensache ist:
88,2 Prozent unsrer Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Das liegt wohl an dem immer noch traditionellen Rollenverständnis (Frau = Familienbeauftragte) und an dem Angebot an Teilzeitstellen, das selten mehr als 20 Stunden umfasst.

Anders als beispielsweise in den Niederlanden, wo immerhin 16 Prozent Männer in Teilzeit arbeiten, ist der Ruf der Teilzeitarbeit hier schlecht, denn Teilzeit-Mitarbeiter haben oft schlechte Konditionen und kaum Aufstiegschancen. Dass sie jedoch nur mit halbem Einsatz arbeiten, glauben zumindest Personalmanager einer Studie zufolge nicht mehr: 56 Prozent der befragten Personalmanager in Deutschland finden, dass Teilzeit-Mitarbeiter genauso produktiv sind wie jene in Vollzeit.

Je nach Untersuchung wäre etwa ein Drittel der deutschen Vollzeitbeschäftigten bereit, die Arbeitszeit zu verkürzen und auf einen Teil des Gehaltes zu verzichten.
Am zufriedensten wären sie mit einer Reduktion auf 70-80 Prozent ihrer bisherigen Wochenarbeitszeit. Das entspricht einem klaren "Nein" zur klassischen Halbtagsstelle und ausserdem, bei allseits fetten Überstundenkonten, allemal noch "100 Prozent" Leistung.
Der Trend wird getragen von jüngeren Berufstätigen mit höherem Bildungsabschluss und grösserem Haushaltseinkommen. Wie lautet die Antwort unserer Unternehmen?

Stets fordern sie "Flexibilität" von ihren abhängig Beschäftigten. Jetzt endlich ist der Markt in Bewegung und Fachkräfte werden gesucht. Es ist also an der Zeit, seitens der Unternehmen Flexibilität und Entgegenkommen z.B. hinsichtlich der Arbeitszeit zu demonstrieren, um diese hoch qualifizierten Fachkräfte anzuziehen und leichter zu halten.
Behalten Sie das im Hinterkopf, liebe Leser, wenn Sie an Ihrer eigenen Stress-Reduktion arbeiten.

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9.3.07

Kamikaze für Ihre Work-Life-Balance: Inemuri

Nach Kanban, Kaizen und Karoshi können wir uns jetzt eine weitere japanische Vokabel merken: Inemuri. Brigitte Steger, eine Wiener Ethnologin, hat in dieser Bezeichnung für den öffentlichen Tagesschlaf einen neuen Trend für unser westliches Leben ausgemacht.Japaner - und hier sind, Weltfrauentag hin oder her, überwiegend die männlichen Exemplare gemeint - tun es öffentlich: Sie schlafen in U-Bahnstationen, Geschäftsmeetings und Toiletten. Anders als hierzulande gilt das öffentliche Nickerchen in Japan als Zeichen sonstiger Betriebsamkeit, ist also ein Gütesiegel: Der Mann schläft, weil er immer hart arbeitet.

Inemuri, ein Trend für Deutschland?

Vermutlich habe ich die fernöstliche Weisheit daran nicht verstanden. Für mich ist das Kamikaze an der individuellen Ausgeglichenheit oder work-life balance. Ich finde, es ist effektiver und menschlicher, etwa acht Stunden täglich bei guter Aufmerksamkeit zu arbeiten, als sechzehn Stunden dösende Präsenz zu zeigen.

Aber falls Frau Steger Recht behält, wundern Sie sich nicht, wenn Sie mal in der Firmentoilette ein sanftes Schnarchen aus der Nachbarkabine hören... da praktiziert jemand Inemuri.

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13.4.06

Coaching-Thema Stress: Wir sind Platzeck. Moderne Opfer-Kulte.

Kurz vor Ostern, dem Fest der Erlösung, ist Matthias Platzek aus gesundheitlichen Gründen als SPD-Chef zurückgetreten. Angeblich schwamm eine Träne in seinem Auge, und allen war klar, freiwillig macht er das nicht. Die Ärzte, hiess es, haben ihm dazu geraten.

Bedauerlich.
Nicht, dass mir der SPD-Vorsitz mit Platzeck so am Herzen läge, nein: Bedauerlich, dass Platzeck nicht selbst drauf gekommen ist, dass er die Signale seines Körpers nicht verstanden hat, dass er erst antrat, um kurz darauf auf Weisung anderer wieder abtreten zu müssen.

Zweifelsohne war auch das Antreten nicht so ganz selbstbestimmt. Erinnern Sie sich, liebe Leser, noch an die Anekdote, die Platzeck bei der Amtsübernahme medial streute? Sein Vater habe ihm schon mit auf den Weg gegeben, er solle Parteivorsitzender werden. Stolz lächelnd fügte er hinzu, der Vater habe wohl den Ortsvorsitz gemeint. Der Mann hatte also einen Auftrag - mal abgesehen von den 98 Prozent seiner Parteigenossen war es der Auftrag seines Vaters, den Platzeck (über-) erfüllte.

Jetzt fragen Sie sich, warum erzählt die das, und Sie ahnen: Im Coaching geht es um das, was uns zum Handeln motiviert, um das, was uns antreibt. Oft sind das "Aufträge", die andere uns gegeben haben. Im Fall Platzeck waren das sicherlich etliche Aufträge, die in Stress umgeschlagen sind. Der Fall Platzeck muss nicht heissen, dass solche Aufträge notwendigerweise scheitern, sondern nur, dass es gut ist, wenn man sie kennt.

Viele Menschen sind von Stress betroffen. Dieser Rücktritt könnte Signalcharakter für alle Platzecks in deutschen Unternehmen haben, denn er zeigte eine Möglichkeit, auf Stress zu antworten, nein zu sagen.

Leider hat der SPD-Mann uns auch vorgeführt, dass scheinbar nur Krankheit eine allgemein akzeptierte Entschuldigung dafür ist, "nein" zu sagen zu Aufträgen, die einen überfordern. Wozu das führen kann, wissen wir aus Japan: Im Fach der konsequenten Selbst-Ignoranz scheinen die Japaner Weltmeister zu sein, denn sie haben schon seit den 70-er Jahren ein Wort für den stressbedingten Tod, Karoshi.

Lesson learnt? Wäre es nicht erfreulich, wenn in Deutschland keine krankheitsbedingten Abschieds-Rituale gefeiert werden müssten, vor denen alle in Ehrfurcht erstarren. Man sollte doch meinen, die Zeit der Opfer-Kulte ist vorbei...

Stressfreie Osterfeiertage wünscht Ihnen
Wiebke Sponagel

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8.12.05

Über Maulwürfe, Burn Out und Arbeitsmarktfitness

Oft treffe ich in meiner Beratung auf Klienten, die von sich sagen, dass sie "mit Leib und Seele im Job aufgehen", bis Leib und Seele sich drastisch melden: Mit Burn-Out-Symptomen (Erschöpfung, Schlafstörungen etc.), die eine abrupte Pause angezeigt sein lassen.

Diese Pause ist dann der Moment, wo ich meine Klienten kennen lerne - das Warnsignal wird genutzt als Einstieg in die Reflektion der beruflichen Situation.

Diese Menschen fanden es bis dahin in Ordnung, täglich 12 Std. zu arbeiten. Plötzlich stellen sie fest, dass dieser Einsatz mittlerweile für selbstverständlich genommen und weder finanziell honoriert noch sonstwie anerkannt wird. Dass sie an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Kräfte gekommen sind. Sie fragen sich, ist es das wert?

Ich nenne diese Klienten meine Maulwürfe - sie buddeln unentwegt und wenn sie mal ans Tageslicht kommen, blinzeln sie verstört.

Bei all dem Buddeln haben viele von ihnen den Bezug zu sich selbst und Freunden und Familie verloren. Und noch etwas kann auf der Strecke bleiben: Die Arbeitsmarktfitness. Viele schuften so viel, dass sie vergessen, Ihren eigenen Wert am Markt hin und wieder zu überprüfen: Welche anderen Firmen/Tätigkeitsfelder kämen für mein Profil in Frage? Ist mein Gehalt noch realistisch? Wohin kann ich mich entwickeln?

Deshalb meine Empfehlung an alle Maulwürfe: Vergesst nicht Eure eigenen Belange und bleibt mit der Welt jenseits Eures Maulwurf-Baus in Kontakt.

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4.11.05

After-Work-Coaching - eine andere Art von Work Out?

Kennen Sie das, alle reden darüber und keiner weiss so genau, was es ist?

Besonders trifft das, scheint mir, auf Akronyme zu, die aus dem Englischen kommen, z.B. MBO, TQM, CFT oder JIT - gut, dass wir mal drüber gesprochen haben, GL (get lost!)!

Aber nicht nur Akronyme haben's in sich. Letztens fragt mich eine sportliche Bekannte, "Was, Du bietest After-Work-Coaching an? Klingt so nach mentalem Work-Out für Stressgeplagte, so ooooohm-mässig, echt cool!"
Oder ein Single-Freund: "After-Work-Coaching, klasse! Da komm' ich mal vorbei, hab' bisher ja nur drei After-Work-Parties in der Woche, gibt's da Schnittchen?"
Erklärend sei gesagt: Mit Schnittchen meint er Frauen...

Aber: So unrecht haben sie gar nicht, die beiden. Mentales Work-Out für Stressgeplagte, da ist was dran: Man trifft sich in einer kleinen Gruppe nach der Arbeit - unter anderem, um den Stress nicht mit nach Hause zu nehmen. Ohne oooooohm, allerdings.
Ein anderer Zweck von After Work Coaching ist das branchenübergreifende Knüpfen von Netzwerken - gut für die Karriere, weniger für die private Beziehungsanbahnung.

Der Hauptzweck: Gemeinsam mit anderen und dem Coach die momentante berufliche Situation reflektieren. Viele Anregungen von aussen bekommen. Neue Perspektiven sehen, auf die man allein nicht gekommen wäre.

Ach so, meinte mein Single-Freund nach dieser Erklärung - dann nenn' es doch gleich "Feierabend-Coaching" - dann kapiert's auch jeder...

Aua. Klingt wie "Mahlzeit" für mich, dem Mittagstisch-Schlachtruf in vielen Firmen.
Und für Sie, liebe Leser, wonach klingt After-Work-Coaching für Sie?

Über Ihr Feedback oder Ihre Rückmeldungen freut sich wie immer
Ihre W.Sp., Personal Coach.

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