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19.4.09

Paradox oder gut beraten mit Bewerbungsratgebern?

Hin und wieder fragen meine Klienten nach Lesetipps für Bewerbungsratgeber. Da hat man die Qual der Wahl, es gibt ein paar, die einen aus jeder Buchhandlung angrinsen, also von ihren Verlagen optimal beworben werden. Bei näherem Hinsehen gibt es noch viele andere, die sich als Experten für Teilgebiete beim Bewerben anpreisen: Das Anschreiben, die Selbst-Präsentation, das Assessment-Center - es ist alles da, was das Herz begehrt.

Der Soziologe Stephan Voswinkel hat Ratgeber für Personaler und Kandidaten untersucht und meint, ein Paradox entdeckt zu haben: Während seiner Ansicht nach die Bewerbungs-Ratgeber eine offene, authentische Selbstdarstellung empfehlen, würden Ratgeber für Personalmanager zu Misstrauen und Kontrollstrategien raten. Demnach müsse ein Personaler hauptsächlich die Fassadentechniken des Kandidaten entlarven.

Was, fragt man sich nun, ist neu oder paradox daran?
Ist doch klar, dass im Vorstellungsgespräch mit unterschiedlichen Waffen gekämpft wird, dass überwiegend eine Seite geprüft wird und die andere prüft. So sind die Spielregeln, und beiden Seiten sind sie bekannt, darauf basiert die Rollenverteilung. Und außerdem gibt es einige Ratgeber, die auf das sogenannte Stress-Interview, also auf die entlarvenden Fragen von Seiten der Personaler, eingehen. Falls Sie also dem wissenschaftlichen Rätsel noch auf den Grund kommen, informieren Sie mich doch bitte....

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19.7.08

"gesucht: Zupackende Hands-On-Mentalität" oder Stellenanzeigen ohne Sinn

"Nee, wat hab ich jelacht," pflegte eine Bekannte aus Köln zu sagen, "et war der reinste Orjanismus." Zugegeben, die Frau hatte ein Problem mit Fremdwörtern, aber das tat der Fröhlichkeit keinen Abbruch und überhaupt sollte man sowas ja, nach Lothar Matthäus, nicht allzu sehr hochsterilisieren.

In den vergangenen Tagen musste ich verstärkt an die Frau mit den Lachsalven denken - mich hat?s auch geschüttelt, beim Lesen von Stellenanzeigen. Es ist uns ja mittlerweile klar, dass im SBU von Unternehmen TQM vorherrschen sollte, deren CFTs Produkte JIT verteilen und dabei natürlich von ständigem MBO begleitet werden. Noch Fragen? Wenden Sie sich bitte an unseren AHRM. Kurz und klein, die Anglo-Abkürzungs-Manie ist uns Professionals vertraut, wenn auch nicht unbedingt immer mit Bedeutung behaftet.

Inmitten dieser Bedeutungsvakanz fällt es folgerichtig nicht weiter auf, wenn Unternehmen Kandidaten mit "zupackender Hands-On-Mentalität" suchen. Weisse Schimmel sind allgegenwärtig, macht nix, merkt ja keiner. Auch manche Berufsbezeichnungen zaubern dem fachfremden deutschen Betrachter ein Lächeln auf die Lippen, wie etwa der "After-Market-Manager". Was soll's, wenn Rolls Royce schon vor Jahrzehnten nach dem "Silver Cloud" in der Namensgebung die Notbremse zog, als es um "Mist" und dessen Bedeutung am deutschen Markt ging. Im deutschen Berufsjargon, besonders in vor Wichtigkeit strotzenden Stellenanzeigen "macht das Sinn", gerade wenn es sinnentleert ist. Nee, wat hab ich jelacht, bis mir die Mühen der Bewerber einfielen, die sich auf so nen Mist mit einer "ordentlichen" und aufwändigen Bewerbung melden.

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10.11.06

Coaching: Überzeugend Präsentieren - Ihr Weg zum strahlenden Redner

Präsentationen gehören zum beruflichen Alltag und sind doch als Bühne zum Sich-Beweisen oft gefürchtet. Wer verbindliche Regeln dafür sucht, sieht bald vor lauter Wald den Baum nicht mehr, soviele Anleitungen und Empfehlungen gibt es. "Präsentations-Ratgeber" in jeder Preisklasse machen sich in den Regalen der Buchhändler breit. Gemeinsam mit Kollegen habe ich mir vor kurzem für ManagerSeminare Neuerscheinungen zu diesem Thema näher angeschaut - wenn unsere Einschätzungen Sie interessieren, lesen Sie hier das pdf-Dokument.

Falls Sie allerdings das Gieskannenprinzip von "Ratgebern" nicht mögen und individuelle Unterstützung suchen, sollten Sie ein Präsentations-Coaching in Erwägung ziehen. Da geht es, jedenfalls wenn ich es mache, weniger um das Einhalten bekannter Rhetorik-und Präsentationsregeln. Ich lege Wert darauf, Ihre individuellen Stärken - z.B. Humor, Betonung, Stimme, Charme, Überzeugungskraft, Kreativität, Ausstrahlung, Argumentation, Klarheit - zu erkennen und zu fördern, frei nach dem Motto der Oxford Union. "The diamond is already there. It is just a question of polishing it." Natürlich ist so ein Feinschliff ein Prozess, der etwas Zeit und Engagement braucht. Aber der Aufwand lohnt sich, und am Ende sieht man: Jeder Diamant hat ein eigenes Feuer.

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Dr. Wiebke Sponagel
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