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22.2.10

Neuorientierung - besser ohne Ballast

Wenn Sie momentan daran denken, sich beruflich neu zu orientieren, gibt es viel zu tun: Ihr Portfolio gilt es zu überprüfen, um eine Zwischenbilanz ziehen zu können und eventuell vorhandene Schätze oder verborgene Fähigkeiten zu finden. Sie sollten sich ein erreichbares Ziel setzen und herausfinden, was Sie alles tun müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Sind Hindernisse zu überwinden?

Aber vor allem: Gibt es Ballast, den Sie vor Ihrem Neuanfang besser los werden sollten?
Dafür kommen eine ganze Reihe von Einstellungen in Frage, die Sie vielleicht belasten.
Ein Beispiel: Menschen, die mit ihrer Vergangenheit hadern. Eine berufstätige Mutter sagt, sie habe eigentlich nichts richtig gemacht: Weder das Mutter-Sein, denn dann hätte sie mindestens sechs Kinder bekommen, noch den Beruf, denn dann hätte sie richtig Karriere gemacht. Eine zweite, sehr erfolgreiche Klientin sagt, eigentlich hätte sie auch gern Kinder gekriegt, aber das hätte sich nicht vereinbaren lassen. Eine dritte Frau, die den Beruf für ihre Familie aufgegeben hat, meint, sie hätte so gern beides verbunden...

Das Glück, so scheint es, liegt immer am anderen Ufer. Dabei könnte die erste Frau sich beglückwünschen, dass ihr die Gratwanderung zwischen Beruf und Familie gelungen ist. Die zweite könnte stolz sein auf ihre Erfolge im Beruf und die dritte auf ihre Errungenschaften als Vollblut-Mutter. Denn erst wenn es Ihnen gelingt, Ihr bisheriges Leben gut zu finden, können Sie ohne den Ballast des Selbstzweifels Ihre Neuorientierung anpacken.

Mehr zum Thema Neuorientierung hier.

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31.1.10

Wachsender Druck: Krisenrezepte ohne Sinn

In Wirtschaft geht es um Zahlen, nicht um Befindlichkeiten. Dass eine Vielzahl von Arbeitnehmern sich dem ständigen Wandel und Erfolgsdruck nicht mehr gewachsen fühlt, wird ignoriert und führt zu weiter steigenden Kosten, die von der Gesellschaft zu tragen sind. Ein Teufelskreis, der scheinbar kein Halten kennt.

Eine neue Studie der Deutschen Gesellschaft für Supervision in Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz belegt einmal mehr, wie unsinnig dieser Automatismus ist: Gerade der in Krisenzeiten erhöhte Druck führt demnach bei den Betroffenen zu elementaren Vertrauensverlusten und Resignation. Von allen werde viel Einsatz, effizientes Arbeiten und Flexibilität gefordert, gleichzeitig aber gebe es keine Garantien für sichere Zukunftsperspektiven. Immer mehr Eigenverantwortung in allen möglichen Lebensbereichen werde vorausgesetzt, viele Menschen aber seien dazu aus Zeit-, oder Geldmangel gar nicht in der Lage. Da sind Bezugsanker wichtig, wie sie theoretisch verantwortliche Führungspersönlichkeiten liefern können, aber gerade an wertschätzender Führung fehle es zur Zeit.

Schwarz malt die Studie dann auch im Fazit: Der Wirtschaftskrise mit von der Politik verordnetem weiteren Wachstum zu begegnen führe nur zu einer weiteren Verschlechterung des gesellschaftlichen Klimas. Das mangelnde Vertrauen gelte es zu kurieren, und zwar mit grundlegenden Orientierungen. Nur woher die kommen sollen, darüber schweigt die Studie.

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11.11.09

Motivationstief: Kann ich oder will ich nicht mehr?

Meine Klientin hat tiefe Ringe unter den Augen. Eigentlich mag sie ihren Job, aber es ist viel in letzter Zeit und sie kann sich schlecht konzentrieren. Schlafprobleme hat sie, die Gedanken an die Arbeit lassen sie nicht los. Obendrein kommen ihr Zweifel, ob sie diesen Job wirklich weiter machen will. Aber woher soll sie wissen, ob sie einfach nur in einem Motivationstief steckt, oder ob ein wirklich grundliegender Wunsch nach Neuorientierung dahinter steckt?

Gute Frage. Eine Antwort zu finden ist schwer, denn Stressbetroffene können kaum mehr selbst entscheiden. Sie funktionieren nur noch. Ihnen fehlt der Abstand, um ihre Situation beurteilen zu können. Zudem sind Entscheidungen unter Druck schlechte Entscheidungen.

Da hilft nur eins: Abstand! In vielen Fällen passiert das ungewollt, wenn Stressgeplagte zusammenklappen. Ein Krankenhausaufenthalt kann für einige Stresssymptome heilsam sein. Auch wird er meist als Warnung verstanden, dass eine Neuorientierung hin zu weniger fremdbestimmter Arbeit nötig ist.

Aber angenommen, Sie haben die Fäden noch in der Hand und kommen nach einer Urlaubspause oder Kur erholt und voller Elan an Ihren Arbeitsplatz zurück. Kurze Zeit später haben Sie den Eindruck, Sie stecken in der gleichen Motivations-, und Energiefalle wie vorher. Dann sollten Sie, allein oder mit neutraler Unterstützung, Ihren Arbeitsplatz auf den Prüfstand stellen: Was bietet er Ihnen, was nimmt er Ihnen? Falls der Handel Gesundheit gegen Geld und Anerkennung lautet, wäre eine Neuorientierung mehr als nur einen Gedanken wert.

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15.6.09

Coachingthema Selbstständigkeit: Ein Weg aus der Krise?

Es sind Zeiten der Unsicherheit. Viele schrecken vor dem Jobwechsel in der Krise zurück. Aber in Folge von immer mehr krisenbedingten Umstrukturierungen erwägen einige die Selbstständigkeit als Alternative. Eine gute Wahl, wenn das Konzept und die Rahmenbedingungen stimmen, oder?

Eine Pressemeldung der KfW titelt: Krise treibt Deutsche verstärkt in die Selbstständigkeit. Au weia. Da haben wir es wieder: Die Deutschen, ein Volk von Getriebenen, Herdenviecher, die orientierungslos zur Schlachtbank rennen? Diesen Ruf nämlich scheint die Selbstständigkeit zu haben. Sie wird als Notlösung präsentiert, um noch ein paar Fördergelder mit zu nehmen, und eine länger dauernde Rückkehr ins Angestelltendasein abzufedern. Nur zehn Prozent der Deutschen sind selbstständig, im europäischen Vergleich liegen wir damit im unteren Drittel.

Weiter geht es im Text der Pressemitteilung: Da wird gewarnt, das Risiko sei hoch, mit einer Unternehmensgründung zu scheitern, denn ein Viertel der Unternehmen sei nach drei Jahren nicht mehr am Markt. Seltsam, seltsam. Man könnte ja auch sagen, drei Viertel der Gründungen gelingen und halten sich am Markt. Und ob dieses eine Viertel gescheitert ist, weiss man auch nicht - wie gesagt, oft wird die Selbstständigkeit auch als Übergangsphase in das erneute Angestelltendasein genutzt.

Warum wird die Selbstständigkeit von einer Bank, die Gründer unterstützt, mies gemacht ? Das Angestelltenverhältnis ist jedenfalls längst kein Hort der Sicherheit mehr, im Gegenteil. Selbstständigkeit dagegen, wenn sie gut geplant ist, kann ein Schuh sein, der passt. Ausserdem ist sie ein Programm für persönliches Wachstum. Wer sich nicht hineintreiben lässt, kann davon nur profitieren.

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5.1.06

Was bringt's?

Nun ist das neue Jahr fünf Tage alt, und manch eine/r würde gern vorhersagen können, was es uns bringt. Das Orakel unserer Tage heisst Trendforschung - für Sie, liebe Leser, habe ich ein paar Trendforschungsadressen besucht und bin auf Interessantes und Skurriles gestossen.

Zukunftsforscher Matthias Horx gibt sich optimistisch. Für das nächste Jahr hat er sich vorgenommen, mit dem Jammern aufzuhören...- was will uns das sagen?

Besonders unterhaltsam ist es, frühere Prognosen zu begutachten mit Blick auf das, was daraus geworden ist. Ich habe eine Studie von 2003 über den angeblichen Trend "Speed Wellness" für junge Frauen gefunden - ich sage Ihnen, was habe ich gelacht! Mal ehrlich, was halten Sie von Schlagzeilen wie "Wellness auf Knopfdruck" - "Outsourcing des Alltags" "Gefühltes Alter aus der Tube" und, der absolute Brüller! - "Power-Pampering als Glücks-Service"?

Klasse, nicht? Mir kommt das vor wie Dummheit aus der Tube, aber als 45-jährige habe ich auch gut Lachen. Ist am Ende ein Körnchen Wahrheit drin? Sicher arbeiten junge Frauen hart an sich selbst, und vielleicht bietet solch selbsthypnotisches Schaumwerk manchen dabei für's Erste Orientierung. Möglicherweise wollen auch irgendwelche Technokraten aus Management und Ratgeberindustrie einen Robo-Menschentyp am Werk sehen, die Idee ist ja nicht gerade neu. Aber was bringt das? Endlose Effizienz durch programmierte, also seelenlose Funktionsträger? Und wenn ja, wäre das wünschenswert?

Aber zurück zur Eingangsfrage. Zukunft ist, so scheint's, immer noch nicht vorhersehbar - höchstens planbar, wie in Coaching und Karriereberatung. Aber vielleicht war die Frage auch nicht richtig gestellt. Vielleicht sollte sie heissen, was kann ich tun, damit 2006 mir etwas bringt?

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23.11.05

Nach der Kündigung: Mit Schwung zur beruflichen Neuorientierung

Immer wieder treffe ich in meiner Beratung auf Menschen mit "Kündigungs-Schock". Damit meine ich Klienten, die nach einer Kündigung zunächst wie betäubt vor den nötigen Entscheidungen stehen.

In dem Mass freilich, wie Betäubung und Schock nachlassen, sollte der Tatendrang zunehmen. Schauen Sie sich mal mein Logo an: Es zeigt eine dynamische Bewegung, die aus einem grauen Block kommt - genau so sollten Sie auf die Krise reagieren: Aktiv werden, in Schwung kommen. Vielleicht brauchen Sie dazu einen Katalysator, der Ihnen hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Ihre Stärken herauszufiltern, Ihre Energien in eine neue Richtung zu bündeln, einen Coach eben.

Was wollen Sie wirklich und wie praktikabel ist das? Das herauszufinden, ist für viele eine schwierige Aufgabe, die durch Nachdenken allein kaum zu lösen ist. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, schauen Sie mal auf meiner webpage vorbei, oder melden Sie sich bei mir - bis bald!

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