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Coaching-News

frisch eingebloggt

6.12.09

Wie bewerbe ich mich online?

Die klassische Bewerbungsmappe ist out. Immer mehr Unternehmen wollen Papierstapel vermeiden und wünschen ausdrücklich eine online-Bewerbung.

Auch Bewerber haben es dadurch auf den ersten Blick einfacher - keine Kosten mehr für Porto und Mappen, ein Mausklick, und die Bewerbung ist weg. Das kann freilich dazu verleiten, als Kandidat weniger sorgfältig vorzugehen: Einfach das Anschreiben umadressieren und fertig ist die Laube.

Aber denken Sie mal eine Sekunde an den Empfänger dieser Botschaft: Ein Standard-Anschreiben ist schnell als solches entlarvt und ein Rumpf-CV, der nicht auf die Anzeige zugeschneidert ist, auch. Unter Eigenschaften kann der Empfänger sowieso meist nachschauen, wann das Dokument entstanden ist und wie oft es überarbeitet wurde.

Die Empfehlung für online-Bewerbungen ist also einfach: Gestalten Sie sie mit genauso viel Achtsamkeit wie die gute alte Papier-Bewerbung, Ihre Karriere wird es Ihnen danken. Schließlich soll Ihre Bewerbung auf Stapel A landen, nicht im - elektronischen - Papierkorb.

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3.10.09

Coachingthema Schein-Kultur

Ziemlich oft lerne ich im Coaching Menschen kennen, die eine sagenhafte Karriere hingelegt haben, und dennoch überzeugt sind, einen Makel zu haben: Sie meinen, ihnen fehlten Scheine oder Qualifikationsnachweise.

Sie haben sich in einem mittelständischen Unternehmen hochgearbeitet, in kürzester Zeit, weil sie das Vertrauen des Inhabers hatten. Oder sie haben selbst eine Firma gegründet, die zu einem ansehnlichen Betrieb gewachsen ist. Aus irgendwelchen Gründen sind sie in eine Krise gekommen und fragen sich, ob sie jetzt nicht besser in den sogenannt sicheren Hafen des Angestellten-Daseins wechseln sollten. Und im gleichen Atemzug fragen sie: Aber wer nimmt mich da? Ich habe keine Nachweise für das, was ich kann.

Traurig, aber wahr: Deutschland ist eine Schein-Kultur geworden. Für alles und jedes werden - zum Schein? - Zertifikate verteilt, ein riesiger Markt ist das. Haben Sie genügend Führungs-Seminare belegt? Gratuliere, dann können Sie führen.

Wer Scheine vorlegt, genügt dem Schein der Misstrauens-Kultur, die solches verlangt.
Immerhin gibt es noch, vergleichsweise klein hierzulande, eine Gegenkultur mit anderen Werten: Die der Selbstständigkeit, in der eine gute Idee, ein gutes Konzept, Mut und Ausdauer und die Kräfte des Marktes darüber entscheiden, ob das Pflänzchen gedeiht oder nicht. Wer einmal die Luft dieser Kultur geschnuppert hat, wird anderswo kaum mehr Wurzeln schlagen können...

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15.2.09

Probezeit überstehen, wie geht das?

Gratulation. Sie haben den Arbeitsvertrag. Nur ein Ziel ist jetzt noch zu erreichen: Die Probezeit überstehen. Aber bedenken Sie: Es ist eine Probezeit für beide Seiten: Auch Sie als Firmen-Neuling oder Abteilungs-Neuling bekommen die Gelegenheit, zu testen, ob dieses Umfeld für Sie stimmt und ob es die gewünschten Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Für die Probezeit gibt es ein paar einfache Tipps - so einfach, dass sie bisweilen ignoriert werden.
  • Achten Sie auf die Sach- und auf die Beziehungsebene. Es kommt zum Beispiel nicht gut an, fachlich zu brillieren, also die übrigen Kollegen alt aussehen zu lassen und nur den Vorgesetzten zu beeindrucken. Wo viele Kollegen zusammen arbeiten, ist es wichtig, sich gut ins Team zu integrieren, um nicht gleich als Streber dazustehen.
  • Klären Sie möglichst früh die unausgesprochenen Erwartungen an Sie: An wen sollen Sie berichten? Welche Informationskanäle gibt es? Gibt es Konfliktparteien, zwischen deren Fronten Sie geraten könnten? Was ist für Sie ein ausgewogenes Arbeitspensum? Welche stillschweigenden Regeln gibt es? Wie ist die Firmensprache - eher locker oder eher förmlich?
  • Lassen Sie sich während der Probezeit Rückmeldungen vom Vorgesetzen geben, und nicht erst am Ende. So können Sie noch gegensteuern, falls etwas aus dem Ruder läuft.
  • Beobachten Sie die Mikropolitik und die sozialen Vernetzungen in der Firma. Gibt es Menschen, die viel Einfluss haben und die Sie in der Einarbeitungszeit - und bei Ihrer weiteren Karriere - unterstützen können?

Alles Gute für Ihren Einstieg in den neuen Job!

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26.10.08

Entscheidungscoaching: Die Qual der Wahl beim Rosinenpicken

Mein Gegenüber ist verunsichert, er fängt Sätze an, die ins Leere laufen und nestelt an seinem Uhrenarmband. Fast könnte man ihn für einen Berufsanfänger halten, wären da nicht die tiefen Lachfalten im Gesicht. Er ist ein gestandener Mann Mitte vierzig, mit einer Position im gehobenen Management.

Was ihn so, wie er es nennt, "aus der Rille" gebracht hat, ist ein attraktives Jobangebot. Ein Personalberater hat angerufen und ihm ein verlockendes Angebot gemacht. Dabei ist er erst seit kurzem auf seinem jetzigen Sessel und hat eine Aufgabe, die reizvoll ist und ihn ausfüllt. Auf seiner Stirn steht ein grosses Fragezeichen - was soll er tun?

Der Mann hat, das weiss er, ein Luxusproblem. Wo viele Menschen nach eigener Einschätzung "zwischen Pest und Cholera" wählen müssen, darf er Rosinen picken. Und genau das macht es so schwer. Welche Entscheidung ist besser? Worauf kommt es ihm letztlich, ganz tief drinnen an - Zufriedenheit bei der Arbeit, viel Geld verdienen, bessere Karriere, relative Jobsicherheit, oder alles zusammen und hat er das nicht schon?

Er hat eine Plus-Minus-Liste für beide Optionen mitgebracht, die ihn, wie er betrübt feststellt, auch nicht weiter bringt. Ich frage ihn nach seinem Bauchgefühl. Das Fragezeichen wird grösser - er ist ein Mann, der mit "die Wissenschaft hat festgestellt" mehr anfangen kann. Also erzähle ich ihm von den Erkenntnissen des Entscheidungsforschers Gerd Gigerenzer, der nach langen Analysen fand, dass intuitive Entscheidungen die tragfähigsten sind. Das mag mein Klient gar nicht glauben, obwohl, meint er, so rein gefühlsmässig könnte da was dran sein... Am nächsten Morgen bekomme ich eine mail von ihm. Er habe beim Heimfahren eine Sternschnuppe gesehen, jetzt wisse er, worum es eigentlich geht, ganz tief drinnen.

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30.8.08

Wie überstehe ich die Probezeit?

Der neue Arbeitsvertrag ist unterzeichnet, die Freude ist gross. Daran, dass das Arbeitsverhältnis schon nach kurzer Zeit enden könnte, mag man in dem Moment nicht denken.

Carte blanche für den florierenden Ratgebermarkt, online oder in Buchform: Berufseinsteiger, passt auf, sagen die Karriere-Experten, das Damoklesschwert Probezeit hängt über Euch! Macht Euch beliebt, kauft die richtigen Klamotten, seid nicht besserwisserisch, arbeitet auch mal länger...

Alles Rezepte, die irgendwie nach Muttern klingen. Eine Klientin von mir wollte alles richtig machen und hatte sich strikt an sie gehalten. Auch an den Ratgeber-Tipp, neue Aufträge von Vorgesetzten mitzuschreiben, damit sie nicht immer Rückfragen stellen müsste. Im Abschlussgespräch nach nicht bestandener Probezeit sagte man ihr, dass ihre Neigung zu Notizen irritieren würde, und warum sie nicht mal eine Frage gestellt habe?

Sie ahnen, worauf es ankommt, wenn Sie die Probezeit bestehen wollen? Vergessen Sie die Null-Acht-Fünfzehn-Ratschläge. Finden Sie heraus, wie der "psychologische Vertrag" in Ihrem Unternehmen aussieht: Welche Erwartungen hat man an Sie - in Bezug auf Ihre Leistung, Ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten. Beobachten Sie aufmerksam die Firmenkultur und wie Sie dazu passen. Wenn zu wenig passt, können Sie ja innerhalb der Probezeit kündigen...

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2.8.08

Ziele erreichen - vollautomatisch?

Als Autonarren haben wir Deutschen einen Trend mitgeprägt, der sich an den meisten Neuwagen zeigt: "Mehr Sicherheit" durch weniger Verantwortung. Das Navi erreicht sein Ziel automatisch, das Einparksystem steuert in die Parklücke, das ESP verhindert, dass der Wagen seitlich ausbricht, und Prallkissen aus fünf Richtungen dämpfen selbst das äusserste Unsicherheits-Szenario, den Un-Fall.

Auch für Karriere und Beruf gibt es automatisierte Luftsack-Einheiten. Immer mehr Unternehmen praktizieren eine neue Form der Verantwortung für ihre Mitarbeiter: Sie haben interne Fitness-Programme, um die "Performance" der MA zu sichern, sie entwickeln Gesundheitskonzepte. Längst werden den einzelnen Mitarbeitern jährlich Ziele gesetzt. Manche Firmen bieten vom Umzugs- zum Hemdenbügel-Service alles an, um den Mitarbeiter "zu entlasten".

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich frage mich manchmal, können die Menschen in diesen vollautomatisch sicheren Autos überhaupt noch fahren?

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27.7.08

Hilft das Internet bei beruflichen Entscheidungen?

"Da hatte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera" ist eine beliebte Wendung. Vielen ist das tag-tägliche Entscheiden einfach zu viel - da geht man lieber gleich in ein Restaurant, das nur eine Mahlzeit anbietet, und findet das sehr entspannend.

Auch wenn um es die Gestaltung der Karriere geht, haben wir die Qual der Wahl. Bleiben oder gehen, wo sind die Entwicklungsmöglichkeiten am besten, oder ist weniger mehr oder soll es doch lieber gleich ab in die Selbstständigkeit gehen?

Nun gibt es laut FAZ auch einen "Digitalen Entscheidungsindex", in dem das Internet führt - die häufigste Entscheidungsart ist hier der Kauf von Flugtickets. Hilft das Net aber auch bei beruflichen Entscheidungen? Abgesehen von den Online-Stellenmärkten spielen da wohl die Bewertungsportale eine Rolle. Da gibt es beispielsweise Sites wie www.kunuru.de und www.yourcha.com/de/home, wo Arbeitgeber von Arbeitnehmern beurteilt werden. Inwieweit diese Meinungen zur Entscheidungsbildung von Bewerbern beitragen, ist freilich unentschieden...

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15.6.08

Wie schreibe ich ein Bewerbungs-Anschreiben?

"Hiermit bewerbe ich mich ...". So begannen im vorigen Jahrhundert Bewerbungen, und drum ist die Floskel jetzt "out.". Eine Bewerbung hat nicht nur adressatenorientiert zu sein, sondern auch zeitgemäss: In der Werbebranche bewirbt man sich kreativ bis bunt, in der Bankenbranche seriös-dezent, immer mit aktuellem Wortschatz.

Was kann schief gehen? Z.B., dass das Anschreiben nur aus ich-Botschaften besteht. Nicht nur über den Bewerber will der Arbeitgeber lesen, sondern auch ein paar Zeilen über "sich selbst". So weiss der Adressat, dass der Kandidat sich mit dem Wunschunternehmen beschäftigt hat.

Und noch etwas: Achten Sie bei Ihren Ich-Botschaften auf den Tatsachengehalt. "Ich bin kommunikativ" ist beispielsweise eine Selbsteinschätzung, ebenso könnten Sie schreiben, "ich bin die Beste". Wenn Sie aber schreiben, "meine kommunikative Stärke wurde bei schwierigen Vertragsabschlüssen geschätzt", liefern Sie eine Aussen-Perspektive auf sich - wirkt gleich viel überzeugender.

Aber Stilblüten und auffällige Wendungen finden sich nicht nur in Bewerbungs-Briefen. Jedesmal, wenn ich in den Antworten der Personal-Abteilungen das voran gestellte und damit markierte "gerne" lese, denke ich, "gerne würde ich jetzt meinem Brechreiz folgen..."

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3.6.08

Innerlich kündigen - auch Führungskräfte tun es

Die Unzufriedenheit an deutschen Arbeitsplätzen ist gross - vom Ausland betrachtet werden Deutsche oft belächelt wegen ihrer Neigung, zu klagen. Wer aber glaubt, davon seien nur die "mittleren Chargen" der Arbeitswelt betroffen, irrt: Nach einer aktuellen Studie wollen drei Viertel der deutschen Topmanager den Job wechseln. Insgesamt hat sich die Wechselbereitschaft in den vergangenen drei Jahren bei 63 Prozent der Befragten erhöht.

Das Karussell der Positionen dreht sich immer schneller, Beweglichkeit ist das Motto der Zeit, Kontinuität ist weniger gefragt. Trotzdem, wenn auch Sie einen Jobwechsel anstreben: Bleiben Sie sich selbst treu und finden Sie den Arbeitgeber, der zu Ihnen passt, erkennen Sie die richtige Karrierechance. Schwierig? Vielleicht. Aber es gibt Berater, die Ihnen dabei helfen können...

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9.3.08

Karriere und Kinderwunsch - geht das?

Immer wieder ist die Rede vom "Muttermythos" in Deutschland, der Frauen davon abhalte, Karriere zu machen und Männern ihre Karriere erst ermögliche. Mag das sein, wie es will - auf der Sachebene hat sich jedenfalls einiges getan: Die neue Elternzeit wird verstärkt von jungen Vätern wahrgenommen, das Rollenverständnis ist im Wandel.


Um es Mitarbeitern möglichst früh nach der familienbedingten Pause zu ermöglichen, wieder berufstätig zu sein, haben Bundesfamilienministerium und die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft jetzt umfassende Informationen in einer Broschüre zusammengestellt. Erläutert werden viele notwendige Schritte, vom ersten Planungsgespräch über rechtliche Regelungen bis zur familienfreundlichen Arbeitsorganisation nach der Rückkehr.
Kostenloser download hier

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2.3.08

Indien - gut für die Karriere?

Die junge Frau, die mir gegenüber sitzt, hat, sollte man meinen, zwei Trumpfkarten im Ärmel: Sie ist Wirtschaftsinformatikerin mit "Indien-Erfahrung": Auf dem Subkontinent hat sie ein paar Monate Projektarbeit gemacht und weiss, wie dort die Uhren ticken. Die Angebote, die sie hier erhält, sind allerdings eher bescheiden. Schauen deutsche Unternehmen immer noch nicht über den kulturellen Tellerrand?

In England wäre das, schon aus historischen Gründen, anders. Schon im Jahr 1883 wurde in Oxford das "Indian Institute" gegründet, dessen Hauptanliegen der kulturelle und akademische Austausch zwischen UK und Indien war. Inzwischen ist das Geschäft mit Indien ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Auch das hat man in Oxford erkannt: An der Said Business School wird ein eigenes "India Business Centre" der University of Oxford entstehen, das sich neben der Forschung auch um die Entwicklung besonderer Indien-Programme für Manager kümmert - übrigens auch für ausländische Führungskräfte. Mehr dazu hier: www.sbs.ox.ac.uk

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24.2.08

Was fragt man als Kandidat im Bewerbungsgespräch?

Das Bewerbungsgespräch ist gut gelaufen, beide Seiten haben einen positiven Eindruck gewonnen, da kommt die klassische Frage "Hätten Sie jetzt noch Fragen an uns?"
Ja Zapperlott, was fragt man da am besten?

Der Spagat zwischen dem, was im Kandidateninteresse liegt und dem, was aus Sicht der Personaler "ungeschickt" wäre, ist nicht einfach. Die Frage nach dem Krankenstand in der Firma wäre zum Beispiel interessant als Indikator für die Jobzufriedenheit der Mitarbeiter, müsste aber äusserst geschickt "eingebettet" werden, um nicht als "Grenzübertretung" aufzufallen. Da müssen Sie abwägen, inwieweit Sie lieber "gefallen" oder für Sie wichtige Informationen einholen. Vielleicht machen Sie sich vorher eine Memo-Liste von Fragen, auf die Sie keinesfalls verzichten wollen. Hier ein paar Anhaltspunkte:
  • Gibt es ein Organigramm des Unternehmens, in dem die ausgeschriebene Stelle dargestellt ist?
  • Wie sind die Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse?
  • Stehen wichtige Veränderungen im Unternehmen an?
  • Fragen zur Position:
  • Was sind die Schnittstellen mit Aufgaben anderer Abteilungen?
  • Welche Handlungsspielräume gibt es?
  • Ist ein detailliertes Stellenanforderungsprofil zu haben?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie wird mit Überstunden verfahren - gibt es einen Freizeitausgleich?

Manche dieser Fragen können Sie sich freilich auch für das "zweite Interview" aufheben, wenn klar ist, dass der potentielle Arbeitgeber an Ihnen stark interessiert ist.

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15.12.07

Sind Sie ein Gründertyp?

Wenn ja, dann können Sie sich über die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung freuen. Demnach lässt es sich nämlich in Deutschland mit etwa 6 Tagen Bearbeitungsdauer schneller gründen als im Durchschnitt der EU-Staaten, wo das Verfahren ungefähr doppelt so lang dauert. Allerdings führt Deutschland in Bezug auf die Kosten für eine Firmengründung: Fast 800 Euro sind dafür hierzulande zu zahlen, während der europäische Mittelwert bei 554 Euro liegt.

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25.11.07

Was bietet Deutschland seinen Fachkräften?

Wie Feinstaub liegt die Annahme in der Luft, es gebe einen "anhaltenden Fach- und Führungskräftemangel" in Deutschland. Gleichzeitig treffe ich in der Beratung immer wieder auf Spezialisten, die Deutschland verlassen wollen, um im Ausland hochdotierte und aussichtsreiche Positionen anzutreten. Brain Drain heisst das neudeutsch. Warum in drei Teufels Namen bleiben diese Fachkräfte nicht hier, wenn doch so händeringend nach ihnen gesucht wird? Kann es sein, dass hierzulande keine adäquaten Arbeitsbedingungen bereit gestellt werden?

Na, wie auch immer. Der behauptete "Fach-und Führungskräftemangel" treibt jedenfalls komische Blüten: Das Karriereportal jobware wirbt neuerdings damit, jedermann zum headhunter zu machen. Für die Empfehlung eines geeigneten Kandidaten will das Portal zwei Wochen nach Arbeitsantritt eine Provision zahlen.

Also wundern Sie sich bitte nicht, wenn demnächst Ihr Hausmeister Schawitzke anruft und Ihnen seltsame Fragen nach Ihrer "Job availability" stellt...

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11.11.07

Karriere: Was kann ich vom Arbeitgeber erwarten?

Vergangene Woche habe ich bei angestellten Bekannten eine unrepräsentative Umfrage gemacht und sie nach dem Begriff "psychologischer Vertrag" gefragt. Überwiegend bekam ich darauf ein Achselzucken. Nur Menschen aus dem Personalmanagement wussten, was gemeint ist. Komisch eigentlich, denn in der Schweiz gibt es offenbar einen regen öffentlichen Diskurs dazu.

Aber gut, hier ist des Rätsels Lösung: Beim "psychologischen Vertrag" geht es um die unausgesprochenen Erwartungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Und klar, genau darin liegt jede Menge Konfliktpotential. Z.B. Weiterbildungen, von denen der Arbeitnehmer annimmt, dass sie ihm angeboten werden, von denen der Arbeitgeber aber glaubt, der MA müsse sich selbsttätig darum kümmern. Resultat: Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Hätte einer von beiden seine Erwartungen ausgesprochen, wäre - rein theoretisch - eine zufriedenstellende Lösung möglich.

Allein die Tatsache, dass heutzutage so eine nicht sichtbare Grösse im Angestelltenverhältnis vorausgesetzt wird, mag bei manchen Mitarbeitern Irritationen hervorrufen. Aber auch früher gab es sowas, sagen die Arbeitswissenschaftler, nur anders. Da wurde gegenseitige Loyalität als gegeben angesehen, während heute vom Mitarbeiter Eigenverantwortung für seine Arbeitsmarktfähigkeit und die Akzeptanz von Unsicherheit erwartet wird (mehr dazu hier.)

Im Klartext: Das Unternehmen hat sich aus der Verantwortung für seine Mitarbeiter weitgehend zurückgezogen. Es kann dadurch schneller auf Veränderungen am Markt reagieren, wird aber auch mehr "brain drain", also Verlust an qualifizierten Arbeitskräften erleiden.

Mitarbeiter sollten also selbst auf ihre "Arbeitsmarktfähigkeit" achten, oder sich dazu in einem Orientierungscoaching einen Überblick verschaffen. Selbst wenn das Unternehmen Weiterbildungen anbietet, müssen diese nicht zwangsläufig zur Arbeitsmarktfähigkeit des Einzelnen führen. Möglicherweise werden da nur unternehmensspezifische Kompetenzen vermittelt. Aber wer hat eigentlich die Kristallkugel, die uns genau sagt, welche Fähigkeiten in Zukunft gefordert sind?

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28.10.07

Neue Zeiten, auch im Coaching: Über Berufseinsteiger und Kürbisköpfe

Na, leiden Sie morgen auch unter "Jetlag", weil die Uhren umgestellt sind? Dann tapsen die Berufsmaulwürfe wieder im Dunkeln zur Arbeit und nach Hause, vorbei an leuchtenden Plastik-Kürbisköpfen, die uns noch vor der Weihnachts-Lightshow sagen, es ist Kaufzeit für Pusemuckel-Kram.

Aber ich wollte ja auf etwas ganz anderes hinaus. Ich wollte Ihnen von neuen Zeiten im Coaching berichten, genauer gesagt, von einer Trendwende, die ich bei meinen Klienten beobachte. Als ich vor acht Jahren anfing, war meine Kundschaft überwiegend in meinem Alter, ein paar auch älter. Inzwischen sind sie jünger, viele um die Dreissig. Sie sind der "Generation Praktikum" um ein Haar entkommen, haben erste Berufserfahrungen und erleben, dass sie ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans: Überstunden noch und nöcher und dabei anspruchslose Inhalte, die nur langweilen. Vorgesetzte, die bei der Frage nach Feedback nur die Schultern zucken und sagen, ist doch alles in Ordnung. Erste Führungsaufgaben, die mit Elan angepackt werden, aber im Getriebe der innerbetrieblichen Unlust-Kultur versanden. Aus der Generation Praktikum ist eine Generation Arbeitsfrust geworden, scheint mir.

Woran liegts, am Umfeld oder an den Erwartungen? Vielleicht an beidem. Zum Schluss noch eine Meldung für diejenigen, die meinen - wie die meisten, die sich für das Lehramt entscheiden - als Lehrer ideal Beruf und Familie verbinden zu können: Es gibt jetzt eine Studie der Uni Potsdam, nach der viele Lehramtsabsolventen die falsche Entscheidung getroffen haben und als Lehrer schlicht untauglich sind. Um das fürterhin zu vermeiden, haben der Beamtenbund (?!) und die Tarifunion einen Fragebogen entwickelt, mit dem Interessenten angeblich ihre Eignung für den Lehrerberuf testen können.

Tja, dann kann ja nichts mehr schief gehen und wir können unsere Kürbisköpfe leuchten lassen...

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7.10.07

Karriere: Wohin mit dem Arbeits-Frust?

Mein Gegenüber blickt betrübt vor sich hin. Er habe sich eine dreimonatige Auszeit vom Job genommen, habe Überstundenabbau mit Urlaub verbinden können und eine wunderbare Zeit in England als "volunteer" bei verschiedenen Wohlfahrts-Organisationen verbracht. Mit anderen Worten: Der Mann hat in seiner Freizeit gearbeitet, für lau. Es habe ihm gut getan, mal "direkt für Menschen und mit Menschen" arbeiten zu können, das Klima bei den Insulanern sei so herzlich gewesen. Vor einer Woche sei er dann an den alten Arbeitsplatz zurück gekehrt und, was, glauben Sie, hat ihn erwartet? Missgünstige und übellaunige Kollegen, die ihn nicht mal fragten, wie es ihm ergangen sei. Die unausgesprochene Botschaft an ihn lautete: Du hast Dir drei Monate dolce-far-niente erlaubt, auf unsere Kosten. Der Mann schaut mich an und sagt "irgendwas läuft falsch hier in Deutschland."

Nun bin ich, was die Briten anbelangt, bekanntermassen parteiisch, denn ich habe sie mit all ihren Schrullen einfach ins Herz geschlossen. Vielleicht hätte mein Klient das Gleiche ja in Deutschland erlebt, im ehrenamtlichen Sektor, denn da liegt der Nutzen eben jenseits des Geldes. Aber an Deutschlands sonstigen Arbeitsplätzen scheint es, nach einer DGB-Umfrage unter 6000 Beschäftigten aller Branchen, duster auszusehen in Sachen Arbeitsklima. Nur zwölf Prozent der Deutschen haben an ihrem Arbeitsplatz nichts zu auszusetzen. Jeder dritte Angestellte ist mit seinen Arbeitsbedingungen sogar extrem unzufrieden. Bemängelt werden laut der Studie fehlende Aufstiegschancen, respektloser Umgang und schlechter Führungsstil. Klar, dass da jede Menge Frust geschoben wird.

Was machen Engländer, wenn Sie unzufrieden sind, z.B. im Restaurant? Sie gehen und kommen nie wieder. Von einem Deutschen, der in Berlin ein zähes Steak vorgesetzt bekam, erzählt man sich, er habe es widerwillig gegessen und sich anschliessend beschwert. Die kesse Kellnerin darauf: "Aba uffjefressn ham se?t." Vielleicht sollten wir einfach nicht alles verdrücken, was uns vorgesetzt wird?

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22.9.07

Karriere, Bewerbung: Soll ich Brüche im Lebenslauf kaschieren?

Jede Abwärts-, oder Seitwärtsbewegung im Lebenslauf wird von Personalern gern als "Bruch" interpretiert. Oft ist das ein Trick, um herauszufinden, steht der Kandidat oder die Kandidatin zu dem, was sie im Leben gemacht haben, oder nicht.

Mit dem sogenannten "Bruch" kann ja auch eine Einsicht einher gehen, die sich nach der Neuorientierung niederschlägt in Form von mehr Engagement, Motivation, einfach Freude am Beruf. Klar, nicht jede Wendung im Lebenslauf geschieht freiwillig oder ist so geplant, Stichwort Umstrukturierung, Stichwort Mobbing. Aber warum sollten Sie es den HR-Verantwortlichen überlassen, aus Ihrem Lebensweg negative Schlüsse zu ziehen? Ich finde, wir können zu unsren Erfahrungen stehen, sie als Gewinn verstehen und auch so vermitteln.
Perfekte, gradlinige Lebensläufe gibt es sowieso nicht mehr. Erfolge sind prima, aber nur, wer sein Schiff mal so richtig auf Sand gesetzt hat, weiss die Fahrt unter vollen Segeln richtig zu schätzen...

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18.8.07

German Angst - besonders vor der Arbeitslosigkeit

Wir Deutschen haben englische Wörter übernommen, weil sie nützlich oder einfach nur "trendy" sind. Deutsche Wörter im Englischen sind eher selten - zu ihnen gehören "Kindergarten", "the Blitz" und "Angst". Das englischsprachige Wörterbüch erklärt, Angst sei eine akute aber unspezifische Furcht oder ein Begriff aus dem Existenzialismus, der aus der Bewusstheit resultiere, dass die Zukunft nicht vorherbestimmt sondern wähl-, bzw. planbar sei.

Inwieweit können wir die Zukunft planen - schon darüber würde es sich lohnen, ein posting zu schreiben, aber heute will ich auf etwas anderes hinaus.
Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung hat 12000 Bürger in Europa zu ihren Ängsten vor Arbeitsplatzverlust befragt. Raten Sie mal, wer die Liste anführt? Richtig, unter allen Europäern sind die Deutschen am besorgtesten, was ihre Arbeitsplatzsicherheit anbelangt. Zwei Drittel der Deutschen betrachten die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als eine der wichtigsten Aufgaben. In England sind es nur zwei Prozent. Was glauben Sie: Ist diese Angst vor dem Verlust der Arbeit eine gute Grundlage für Verhandlungen über Beförderung, Gehalt und sonstige Karrierefragen?

Mit anderen Vorzeichen versehen, könnten wir freilich sagen, wir sind halt sicherheitsbewusst. Nicht umsonst kommen von hier die schweren Limousinen und die Bausparer. Nur eine "Zukunfts-Versicherung" gibt es hierzulande noch nicht. Obwohl: So ab und zu habe ich den Eindruck, Coaching und Karriereberatung hätten irgendwas damit zu tun ...

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22.6.07

Was tun bei Mobbing?

"So wie der arbeitet, möchte ich gern mal Urlaub machen". Ist das noch ein Scherz oder schon Mobbing? Jeder Berufstätige hat Erfahrungen mit scharfzüngigen Kollegen oder Vorgesetzten - aber beim Mobbing geht es um die Systematik, mit der solche Attacken geführt werden.

Der Begriff passt gut, denn er bedeutet eigentlich "pöbeln" (engl. mob = Pöbel). Er wurde u.a. von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz verwendet, um Angriffe zu beschreiben, die Tiergruppen gegen einzelne Tiere ausüben. Eine treffende Parallele, denn genau darum geht es laut Mobbing-Definition: "Regelmässige destruktive Kommunikation mit dem Ziel, den Adressaten zu beschädigen oder zu vertreiben."

Rechtlich befanden sich Mobbing-Betroffene lange Zeit auf unerkundetem Terrain, da nicht klar war, wie Mobbing juristisch einzuordnen ist. Inzwischen hat sich aber viel getan. Nach einem Urteil am Bundesarbeitsgericht Erfurt (Az. 8 AZR 709/06) z.B. sind Klagen wegen Mobbing nicht automatisch von den Fristen für Schadenersatz- und Entschädigungsansprüchen betroffen. Die Richter sahen die oben genannte Systematik des Mobbing-Geschehens als entscheidend an. Bei solchem "systematischen Mobbing" müssen auch länger zurückliegende Vorfälle berücksichtigt werden. Das Gericht gab damit einem Maschinenbauer Recht, der wegen systematischen Mobbings psychisch erkrankt war und Schadenersatz forderte.

Wenn Sie glauben, von Mobbing betroffen zu sein, ist der Rechtsweg also mittlerweile ein probates und aussichtsreiches Mittel. Aber auch diese Auseinandersetzung kostet Kraft und oft gibt es gerade in der Anfangsphase Möglichkeiten, den Konflikt anders zu lösen. Man muss sich nur zu helfen wissen - oder Hilfe und Unterstützung suchen.

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15.6.07

Es geht um Ihre Zeit - Neues zum Downshifting

Ich schalte das Radio ein, hr2 bringt einen Themenabend über "Meine Firma, mein Leben." Es geht um Unternehmen, deren Mitarbeiter von A bis Z gepampert werden - da gibt es eine Krabbelstube, eine Massage zwischendurch, günstige Fitness-, und Reiseangebote, gemeinsame "Events", Gesundheitschecks, einen Einkaufs-, Wasch-, und Bügelservice. Motto: Wir kümmern uns, verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Nebensächlichem, geben Sie sie uns. Dieser Pakt, der eine totale Identifikation mit den Unternehmenszielen fordert, hat zwei Folgen: Die Mitarbeiter arbeiten bis zum Umfallen, weil sie meinen, sie hätten gegenüber soviel Freundlichkeit eine Bringschuld. Und ganz nebenbei verlieren sie ihre Urteilskraft, denn wer sich so umfassend identifiziert, hat keine Distanz mehr.

Andere Baustelle: Das OLG München (AZ 25 0 19798/03) urteilte kürzlich, dass eine Versicherung eine Berufsunfähigkeitsrente an einen Manager zu zahlen habe, der genau das getan hat: Arbeiten bis zum Umfallen. Nach 20 Jahren rund-um-die Uhr-Arbeit für einen Finanzdienstleister, der jährlich 14 Milliarden Euro umsetzt, erlitt er 2001 einen Zusammenbruch. Die Versicherung, bei der er eine Berufsunfähigkeits-Police abgeschlossen hatte, weigerte sich, zu zahlen. Die Sache ging durch die Instanzen, jetzt hat der Manager Recht erhalten: Er bekommt rückwirkend 148.00 Euro Rente ausbezahlt und 65.000 Euro Versicherungsbeiträge zurückerstattet.

Und schliesslich noch ein Puzzlestück zum Thema. Was, meinen Sie, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO zur grössten Gesundheitsgefahr für das 21. Jahrhundert erklärt? HIV? Die Vogelgrippe, den Rinderwahn, sonstige Seuchen? Nein, die Antwort lautet Stress. Die volkswirtschaftlichen Folgen von stressbedingten Krankheiten und Ausfällen sind enorm. Und was lernt die Volkswirtschaft daraus?

Solange die Gleichung "je grösser der Zeitmangel, desto wichtiger die Person" gilt, recht wenig, fürchte ich. Aber viele haben erkannt, dass Arbeitszeit Lebenszeit ist, und das nicht erst seit es das Label "Downshifting" gibt. Sie schalten zurück und nehmen weniger Einkommen in Kauf, für mehr Zeit, Selbstverantwortlichkeit und Sinn in ihrem Leben.
Auch ein Pakt, der eine Überlegung wert ist, finden Sie nicht?

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8.6.07

Auslandsaufenthalt: Machen Sie was draus

An dieser Stelle habe ich Ihnen schon öfters empfohlen, die Gelegenheit zu nutzen, wenn Sie beruflich ins Ausland gehen können. Egal, welchen Blickwinkel Sie auf die momentan viel diskutierte Globalisierung haben: Eine Erweiterung Ihres kulturellen Horizonts wird Ihnen nicht nur zu neuen Einsichten, sondern auch zu neuen Karrieremöglichkeiten verhelfen.
Etwa zwei Drittel der deutschen Personalmanager teilen einer Studie zufolge diese Meinung. Aus der Veröffentlichung geht auch hervor, dass Mitarbeiter in jedem dritten Unternehmen dazu tendieren, nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland den Arbeitgeber zu wechseln oder mehr Gehalt zu fordern.
Wie auch immer - Sie haben die Wahl!

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25.5.07

Karriere: English - yes, please!

"Bisher bin ich prima ohne ausgekommen..." so ähnlich klingt das manchmal, wenn meine Klienten über ihre Fremdsprachenkenntnisse sprechen.

Dabei ist eins klar: Etwas Englisch braucht fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland, die Fähigkeit, Französisch zu sprechen, folgt an zweiter Stelle. Der Perfektionsgrad ist freilich von Beruf zu Beruf unterschiedlich. "Verhandlungssicher" in Englisch sollen vor allem Juristen, Wissenschaftler, Menschen im Dienstleistungssektor und in IT-Berufen sein.
Mehr dazu unter http://www.bibb.de/arbeit-im-wandel.

Ein 55-jähriger Klient aus der IT-Branche hatte bisher erfolgreich den Kontakt mit Englisch vermieden. Gerade hat er einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnet. Bedingung: Praktikables Englisch bis zum Start im Sommer. Nun ist er über seinen Schatten gesprungen und macht einen Intensivkurs. Sein Fazit bisher: "Hätte gar nicht gedacht, dass das so viel Spass machen kann..."

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5.4.07

Downshifting - einfacher leben als Wert

Machen Sie das auch so gern, einen heissen Espresso schlürfen und dabei Zeitung lesen? So einfach, so schön ist das, ein autoerotischer Moment, der anderswo in unserer Konsumwelt gnädig unter "Du darfst" firmiert.

Das Glück, sich etwas Einfaches zu gönnen, hat schon viele Namen bekommen, der Neueste heisst "downshifting" und kommt ? Sie erraten es, aus den Staaten. Dort hatte man im letzten Jahrhundert den "workaholic" erfunden, den Menschen, der zwanghaft arbeitet und nichts mehr kennt als Arbeit. Grund: Mit sich selbst kann er nur wenig anfangen - er oder sie weiss eigentlich nicht, dass Arbeitszeit Lebenszeit ist und wie man sie sinnvoll füllt.

48 Prozent der Amerikaner gaben laut DER SPIEGEL bei einer Umfrage an, dass sie eine Beförderung abgelehnt, eine Verminderung ihrer Arbeitszeit erwirkt oder gar vollkommen aussteigen sind aus der Überstundenmühle. Sie brechen auf in ein einfaches Leben, verzichten auf die vormals hohen Gratifikationen und nehmen sich Zeit. Sie erkunden, was für sie sinnvoll ist im Leben, bevor sich der Sargdeckel schliesst.

Gut, wenn workaholics auf die Art die Notbremse ziehen noch zu "Sinnen" kommen.
Bedauerlich allerdings, dass Zeit ein Luxusartikel geworden ist, den zu "besitzen" nur dem erlaubt sein soll, der vorher bis zur Selbstverleugnung gearbeitet hat.
Eine erholsame Osterzeit wünscht Ihnen
Wiebke Sponagel

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2.3.07

Karrierechancen für IT-Fachkräfte, wenn es sie gäbe

Die Nachricht passt zur augenblicklichen Aufschwung-Stimmung und ist ein Signal für IT-Fachleute, die jetzt einen Jobwechsel planen: Sie haben die Wahl, denn die Telekommunikationsbrache sucht Fachkräfte, 20.000 Stellen sind vakant. Der Branchenverband BITKOM teilte mit, dass 63 Prozent der Hightech-Firmen planen, Personal einzustellen, insbesondere IT-Berater, Softwareentwickler und IT-Projektmanager.

Allerdings sind genau diese IT-Spezialisten in Deutschland kaum mehr zu haben: Mehr als 50 Prozent der fraglichen Unternehmen beklagen, dass der Mangel an Fachkräften für ihre Geschäftsentwicklung ein grosses Hindernis ist. Schade, schade, da ist in Deutschland wohl mal wieder ein Trend verschlafzipfelt worden....

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23.2.07

Karriere: Ältere Bewerber nicht gefragt?

Auch wenn es ab und zu andere Signale gibt, immer noch scheint zu gelten, wer über vierzig oder fünfzig ist, hat es schwer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bestätigt wird diese Sicht durch eine Befragung unter Personalentscheidern in 51 deutschen Unternehmen.
Die Hälfte dieser Personaler sagen, die Älteren seien zu teuer, ausserdem sei das Kündigungsrecht zu starr und drittens wird angeführt, dass ein jüngerer Mitarbeiter der Vorgesetzte wäre. - Deutliche Antworten in Zeiten des neuen AGG, das unter anderem die Diskriminierung aus Altersgründen verhindern soll.

Was bedeutet das für ältere Bewerber?
Ich meine, es muss genau das Gegenteil einer Vogel-Strauss-Politik bedeuten, nämlich ein offensives Umgehen mit den Themen Gehalt, Kündigungsrecht und Führung. Als "Best Ager" sollten Sie diese Punkte im Bewerbungsgespräch ansprechen und mit Ihrem Gegenüber so weit wie möglich klären. Denn der Vorteil am Älterwerden ist doch, dass wir Klarheit gewinnen über das, was uns wichtig ist, und das auch vertreten können - oder?

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14.2.07

Karriere, Mythos und Wirklichkeit: Nur das Gehalt zählt

Warum gehen Sie jeden Tag zur Arbeit? Was treibt Sie an, Leistung zu bringen und Karriere zu machen? Wenn Sie jetzt sagen, "ich will mich im Job neuen Herausforderungen stellen", dann bestätigen Sie das, was Personaler im Bewerbungsgespräch gern hören. Aber der Mythos vom Helden, der jeden Tag auszieht, das Unbekannte zu suchen und zu meistern, entspricht nicht der Wirklichkeit an deutschen Arbeitsplätzen.

In einer Umfrage unter 16 000 europäischen Arbeitnehmern fand das Karrierenetzwerk Monster heraus, dass fast die Hälfte der deutschen Befragten allein wegen ihrer monatlichen Gehaltszahlung täglich zur Arbeit kommen. An zweiter Stelle nannten die Deutschen die Familie: Für 18 Prozent ist der Unterhalt der Angehörigen der entscheidende Grund, zu arbeiten. Die sogenannten Herausforderungen und Spass an der Arbeit wurde nur von zwölf Prozent der deutschen Berufstätigen als Motivation angeführt.

Ist es nun schade, dass wir diesen Heldenmythos begraben müssen? Stellen Sie sich mal vor, die deutsche Wirtschaft würde boomen (tut sie ja), aber nicht wegen der Existenzangst der Einzelnen, sondern weil wir tatsächlich Spass an der Arbeit hätten. Wir würden mit einem Liedchen auf den Lippen jeden Morgen aufstehen, fröhlich eben mal das neue deutsche Wirtschaftswunder maximieren und abends ohne Frustattacken an Verkehrsteilnehmern und Mitmenschen heimkommen. Dio mio, wäre das langweilig....

Ihre gutgelaunte Wiebke Sponagel

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9.2.07

Karrieretipp: Nischen-Stellenmärkte im Net

Wo und wie kann ich meine neue Stelle finden, diese Frage stellt sich jedem Bewerber. Die Suche im Internet wird immer populärer, obwohl ihre Erfolgschancen unterschiedlich bewertet werden. Das für das eigene Profil passende Suchraster oder spezialisierte Jobbörsen zu verwenden, wird deshalb auch immer wichtiger.

Wer sich in der Nische "IT-Spezialist im Bankgewerbe" bewegt, kann sich jetzt im Online-Stellenmarkt www.bankerplus.de über Vakanzen informieren. Dort werden Fachkräfte mit umfassenden Branchen-Kenntnissen und Erfahrungen mit branchenüblichen Software-Lösungen gesucht. Viel Erfolg beim Suchen und Finden Ihrer Karrierenische wünscht Ihnen
Wiebke Sponagel

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3.2.07

Karriere: Warum fragt eigentlich kein Bewerber nach dem Krankenstand?

Alle wissen es und kaum einer mag es zugeben: Der Krankenstand in Unternehmen ist ein Indikator für das Betriebsklima: Je mehr Krankmeldungen, desto mieser das Klima. Wer sich sonst nicht mehr zu helfen weiss, flieht in bezahlte Absenzen "auf den gelben Schein". Die Retourkutsche der Verantwortlichen in solchen Betrieben ist die Anschuldigung, die Mitarbeiter würden "krank feiern" - Führungskräfte ohne Einsicht in die Resultate ihrer Führung.

Das Eingeständnis, dass gestiegener "workload", unsinnige Prozesse und unendliche Überstunden krank machen, ist offenbar zuviel verlangt von Managern, die alle zwei Jahre "rotieren" oder selbstgemachte "Leiter" sind und von Führung nichts wissen. Dabei geht es auch anders, wie meine Kollegin Brigitte Scheidt in ihrem kürzlich erschienenen Buch "Neue Wege im Berufsleben" zeigt - mehr dazu unter http://www.impulse.de/the/man/268211.html.

Eigentlich, liebe Leser, folgt daraus für Ihr nächstes Bewerbungsgespräch, dass Sie grundsätzlich die Frage nach dem Krankenstand stellen sollten, um herauszufinden, wie das Arbeitsklima in der fraglichen Firma ist. Dazu müsste freilich das Prinzip "auf Augenhöhe miteinander reden" gelten, was viele Bewerber angesichts der immer noch angespannten Arbeitsmarktsituation nicht beachten...

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20.1.07

Karrieretipp: Quereinsteiger gesucht im Vertrieb

Dass Ingenieure und IT-Spezialisten auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine gute Auswahl an offenen Positionen haben, ist bekannt. Allerdings sind diese beiden Berufsgruppen jetzt auf die Plätze verwiesen worden - angeführt wird die Liste der offenen Stellen momentan von Mitarbeitern im Vertrieb. Laut Zentralstelle für Arbeitsvermittlung ist die Zahl der Bewerber in diesem Bereich im vergangenen Jahr um sieben Prozent gefallen. Andererseits steigt die Nachfrage für Vertriebsbeauftragte stetig.
Deshalb sind die Karriere- und Verdienstchancen auch für Quereinsteiger aus akademischen und nichtakademischen Branchen zur Zeit gut: Über 80.000 Euro verdiente ein Vertriebsmitarbeiter im Jahr 2005 durchschnittlich, das waren 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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15.12.06

Karrieretipp: Bewerber, wie stehen Sie im Internet da?

Jeder Bewerber sollte sich darüber im klaren sein, dass das Internet als Selektions-Instrument in Personalabteilungen genutzt wird: Immer mehr Personalverantwortliche überprüfen erst einmal, was das Net über Kandidaten hergibt. Nach einer Umfrage unter 300 deutschen Personalberatungsfirmen tun das momentan schon 28 Prozent der Personalexperten, Tendenz steigend. Ein Viertel der Befragten gab an, dass nach den Internet-Suchergebnissen einige Bewerber nicht mehr berücksichtigt werden.

Also, liebe Kandidaten, achten Sie darauf, dass Ihr Blog über Ihren "Dilbert-Vorgesetzten" rechtzeitig verschwindet...

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3.12.06

Ihr nächster Karriereschritt: Zeitarbeit?

Noch vor nicht allzu langer Zeit standen Zeitarbeitsfirmen in dem Ruf, moderne Sklavenhändler für Minderqualifizierte zu sein. Das hat sich gründlich geändert: Die Branche hat sich professionalisiert, bietet auch für Suchende einen guten Service und entwickelt sich Pressemeldungen zufolge sogar zur "Jobmaschine": Seit im Jahr 2004 die auf ein Jahr beschränkte Überlassungsdauer entfallen ist, nutzen gerade auch Akademiker diese Art des Job-Einstiegs. Die Zahl der Zeitarbeiter mit Hochschulabschluss hat sich seit letztem Jahr (5 Prozent) mehr als verdoppelt. Ein Drittel aller Zeitarbeitskräfte wird, quer durch die Qualifikationen, schliesslich fest angestellt.

Eine erfreuliche Entwicklung? Sicher, dem einzelnen Arbeit-Suchenden eröffnet sich eine Möglichkeit, zu arbeiten - aber für viele ist es eben die Einzige. Und dieselbe Statistik besagt: Zwei Drittel dieser Zeitarbeitskräfte werden nicht fest angestellt. Freilich, die Festanstellung ist auch nicht und nicht für jeden das Heil aller Dinge. Aber wenn wir mal auf die andere Seite, nämlich die der Arbeitgeber schauen, sehen wir dort eine steigende Bereitschaft, kurzfristig viel Geld für Zeitarbeit locker zu machen und sich so von den klassischen Arbeitgeber-Verpflichtungen freizukaufen. "Flexibilität" ist in, Vertrauen ist out.

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23.11.06

Karriere, Langzeitperspektive: Mehr Ältere arbeiten

Erste Wirkungen der demoskopischen Entwicklung sind am Arbeitsmarkt spürbar, das zeigt eine Untersuchung am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Seit der Jahrtausendwende gibt es weniger Angestellte um die Dreissig, während der Anteil der 35- 55-Jährigen gestiegen ist. Nachdem 1999 die Möglichkeiten, in Vorruhestand zu gehen, drastisch eingschränkt wurden, hat auch die Gruppe der über 60-jährigen Erwerbstätigen zugenommen. Insgesamt ist jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland älter als 45 Jahre.

Was bedeutet das für unseren Lebensentwurf?
Ich finde, das liegt auf der Hand: Je länger die Lebensarbeitszeit ist, desto wichtiger wird es, sie mit Sinn zu füllen. Eine berufliche Aufgabe, die für Sie sinnvoll ist und Ihr Energiedepot nicht überlastet, lässt das Pensionärsdasein im Schaukelstuhl in erfreulich weite Ferne rücken. Gut, nicht alles ist planbar - aber den Versuch ist es wert. Wenn Sie dafür einen kompetenten Mitstreiter brauchen: Sie wissen ja, wo Sie mich finden.

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20.9.06

Ein Jahr Coachingnews, frisch eingebloggt

Jetzt im September, liebe Leser, ist mein weblog ein Jahr alt. Anfangs dachte ich, es wird schwierig sein, regelmässig so über Coaching- und Karrierethemen zu schreiben, wie ich das vorhatte. Viele meiner Kollegen machen das ja auch, aber da ist mir Einiges zu "ratgeberisch", Manches zu persönlich, Manches nicht persönlich genug und Vieles ohne Unterhaltungswert.

Mein Blog sollte anders sein. Ich wollte Ihnen schmackhafte Miniaturen zum Thema Beratung bieten, aus meinem persönlichen Blickwinkel und mit einer Prise Ironie, dazu ein paar Informations-Happen, die für Sie nützlich sein könnten.

Inzwischen laufe ich mit Blog-Antennen durch die Gegend: Ideen für meine Postings begegnen mir überall, denn überall gibt es Veränderungen und Raum für neue Sichtweisen. Meine Webeinträge sind ein Ausguck geworden - egal, ob ich mir da alltagsweltliche Frauen und Männer (Merkel, Klinsmann) anschaue oder arbeitsweltliche Themen wie Zeitmanagement, Karriereentscheidungen und verallgemeinerbare Probleme aus meinen Beratungen.

Ich danke Ihnen, liebe Leser, dass Sie hier immer wieder vorbei schauen und mir teils persönlich, teils per e-mail Rückmeldungen und Anregungen zu meinen Veröffentlichungen geben. Neulich fragte jemand, wollen Sie das nicht mal ordnen nach Themengebieten? Darüber denke ich gerade nach - was meinen Sie, wäre mehr Ordnung hilfreich oder ist es gut, sich weiter von einer bunten Mischung überraschen zu lassen?

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12.9.06

Karriere: Jobsuche im Net - wartet da der passende Arbeitsplatz?

Wer sich allein auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz macht, hat die Qual der Wahl: Es gibt den klassischen Weg, Stellenanzeigen in den Printmedien zu durchforsten, und schier unendliche Online-Angebote. Schätzungsweise 800 Online-Jobbörsen konkurrieren momentan um die Klicks der Jobsuchenden.

Der anfängliche Hype um die Möglichkeiten, im Net die geeignete Stelle zu finden, ist allerdings mittlerweile abgeflacht - so beziffert z..B. eine Studie der Jobbörse Monster (2004) die Erfolgsquote der Internet-Stellensuche mit nur 19 Prozent. Die Stellensuchenden selbst sehen das anders - zwei Drittel davon suchen im Net, obwohl nur 6 Prozent aller Stellen auf diese Art besetzt werden.

Der Markt ist hart umkämpft, ständig tauchen neue Anbieter auf. Ausser den Stellenbörsen gibt es auch Jobsuchmaschinen, die Stellenangebote direkt auf den Portalen der Unternehmen abrufen. So funktionieren z.B. JobScout24, oder, neu auf dem Markt, jobanova.

Einen kundenorientierten Service bietet das Münchner Karriereportal "Stellenanzeigen.de" seit seinem Relaunch an: Fach- und Führungskräfte können dort ihren Lebenslauf speichern und sich regelmässig passende Angebote zuschicken lassen.

Um es deutlich zu sagen, liebe Leser: Stellen sind knapp und die Suche danach ist zu einem hochspezialisierten Wissensgebiet geworden. Deshalb empfehle ich Ihnen: Wenden Sie sich an einen kompetenten Berater, der Ihnen dabei hilft, die Stecknadel im Heuhaufen zu finden...

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30.8.06

Karriere: Lebensläufe optimieren - wann ist es Urkundenfälschung?

Eines der Kernstücke im Bewerbercoaching ist die Optimierung des Lebenslaufs. Dabei ist es wichtig, die persönlichen Daten optisch ansprechend, inhaltlich aussagekräftig und adressatenorientiert zu gestalten: Ihre besondere Eignung für die zur Disposition stehende Position muss klar erkennbar sein.
Klar, da fragt sich manchmal, wie weit geht das Optimieren und wann fängt die "Fälschung" an?

Obgleich das von Fall zu Fall zu entscheiden ist, erlaubt das Magazin "KARRIERE" jetzt Einblicke, wie es die Deutschen mit der Wahrheit im CV halten. Eine Überprüfung von 5000 Lebensläufen zeigte, dass bestimmte Berufsgruppen wie PR- und Werbefachleute ihre Lebensläufe gern fantasievoll ausschmücken, aber nicht so weit gehen, sie zu fälschen. Solche strafbaren Manipulationen kommen kaum vor.

Gern beschönigt werden Phasen der Arbeitslosigkeit: Arbeitszeiten werden verlängert, "Pausenzeiten" verkürzt. Auch Sprachkenntnisse sind ein weites Feld für Schönfärberei. Peinlich freilich, wenn man fliessende Englisch-Kenntnisse angibt und beim nicht angekündigten englischen Einstellungsgespräch ins Stottern kommt...
Meine Empfehlung: Lassen Sie jemanden vom Fach ein Auge auf Ihre Unterlagen werfen, damit Sie nicht zu "dick auftragen" und Erfolg haben!

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20.6.06

Karrierefaktor Jobzufriedenheit. Ältere sind zufriedener.

Wenn Sie mit Freude an die Arbeit gehen, gehören Sie zu den 64 Prozent der Deutschen, die das von sich behaupten. Jedoch scheint der Grad der Zufriedenheit vom Alter abzuhängen: Einer Studie zufolge sind Jüngere oft unterfordert und bemängeln , dass ihnen wenig Raum für die Verwirklichung eigener Ideen gelassen wird. Daraus folgt, dass Jüngere sich ihrem Unternehmen weniger verbunden fühlen und eher zum Jobwechsel bereit sind.

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6.6.06

Karriere: Neue Generation in Führungspositionen

Vorbei die Zeiten, als Topmanager, wenn sie "ihren Hut nahmen", dies überwiegend aus eigener Initiative taten. Auch für CEOs ist die Leistungsorientierung spürbar gestiegen. Im vergangenen Jahr mussten weltweit mehr CEOs als je zuvor ihre Sessel räumen (s. Studie).
Im deutschsprachigen Raum wurde jeder zweite Geschäftsführer wegen angeblich mangelnder Leistung "gegangen", die wackeligsten Stühle waren in den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie zu finden. Über die Kosten dieser mit "golden handshake" abgemilderten Führungswechsel schweigt die Untersuchung. Bemerkenswert ist aber noch, dass jetzt eine völlig neue Generation in Deutschland in Führungspositionen ist: Waren die Vorstandschefs im Jahr 2003 noch durchschnittlich 52 Jahre alt, so sind sie in 2005 nur noch 45,8 Jahre. Ob hinter diesen "neuen" Managern auch neue Coaches stehen...?

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22.3.06

Karriere: Gute Perspektiven für IT-Freiberufler

Nach dem Einbruch Ende der neunziger Jahre stehen sie wieder hoch im Kurs, die Verwalter des digitalen Vergessens (denn gespeichert = vergessen). Wer plant, sich in der IT-Branche selbstständig zu machen, hat jetzt in zweierlei Hinsicht gute Karten:

Einerseits steigen die Honorare, wie eine Honorarauswertung von Freiberufler-Profilen ergeben hat. So konnten die selbstständigen IT-ler ihre Honorare leicht erhöhen, nämlich auf etwa 66 Euro pro Stunde. Am meisten verdienen Projektleiter mit 73 Euro, gefolgt von Beratern mit etwa 70 Euro. Administratoren haben schlechtere Stundensätze ? sie verdienen durchschnittlich 52 Euro in der Stunde.
Andererseits beginnt am 2. Mai der Gründungswettbewerb der IT-Branche "start2.grow", bei dem Existenzgründer zusammen mit Profis einen Businessplan erarbeiten können. Ausserdem winken Preise - wer gewinnt, kann 30 000 Euro Startkapital ins neue Unternehmen investieren.

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10.3.06

Karrierecoaching: Gehälter und der Weltfrauentag

Die Blumensträusse sind eingesammelt, die Protestplakate auch, Krawatten blieben diesmal unversehrt - der "Weltfrauentag" hatte sich kurz ins öffentliche Bewusstsein geirrlichtert und jetzt ist wieder business as usual.

Viele haben wieder öffentlich beklagt, dass Frauen in Deutschland nach wie vor bei gleicher Position weniger Gehalt bekommen und kaum in Führungspositionen vertreten sind.

Gründe dafür gibt es viele, rationale und emotionale, allgemeine und individuelle, auf letztere lohnt es sich besonders im Karrierecoaching einzugehen. Aber lassen Sie uns doch mal einen Augenblick phantasieren, was man mit so einem Weltfrauentag alles hätte anfangen können. Mit einer Aktion, die nicht nur sanft im Medienwald an uns vorbeirauscht . Schmunzeln Sie nur, liebe Leser - ich bekenne gern, dass ich als Kind der sechziger Jahre manchmal den Ideenreichtum und die Irritation vermisse, die "Protestaktionen" damals auslösen konnten.

Was wäre zum Beispiel, wenn am Weltfrauentag, ähnlich wie am WPIS-Day, Frauen überall auf der Welt bei ihren Vorgesetzten ein angemessenes Gehalt fordern würden? Eine weltweite DMP - Kampagne (demand more pay) würde die Aktion medial begleiten, den Frauen im Vorfeld Tipps für die Gehaltsverhandlung geben, Arbeitgeber an die Gesetzeslage zur Gleichstellung erinnern, nachher Fälle erfolgreicher Aktionen dokumentieren und so weiter...

Ach ja. Erst mal, wer würde die Kosten tragen? Für die intellektuelle Magerquark-Kampagne "Du bist Deutschland" mit Vorläufern in der Nazi-Zeit liessen sich 32 Mio Euro locker machen, aber für sowas? Da wirken Symptom und Ursache zusammen - es gibt keine weibliche Industriemagnaten-Lobby, die hier als Sponsor auftreten könnte. Überhaupt, sollten die Mütter der Nation den "Industriestandort Deutschland" auch noch zusätzlich gefährden? Und schliesslich, so eine Aktion in Deutschland, wo Gehaltstransparenz sowieso ein Fremdwort ist? Undenkbar.

Na dann, hören wir auf zu träumen und freuen wir uns auf den nächsten Weltfrauentag mit Blumensträussen und Protestplakaten.

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10.11.05

Nochmal: Auslandsaufenthalt und Karriere, nützlicher Tipp

Gestern habe ich mich mit der HR-Managerin eines grossen deutschen Konzerns über das Thema meines letzten Postings unterhalten:
Wie gut ist ein "foreign assignment" für die Karriere?

Sie hatte einen guten Tipp parat, den ich meinen Lesern gern weiter gebe.
Sie meinte, leider könne sie das Ergebnis der Studie aus ihrer Sicht nur bestätigen: Es gebe nach ihrer Kenntnis auch bei anderen deutschen Unternehmen kaum Reintegrations-Programme für Heimkehrer aus dem Ausland.
Dafür, dass viele dieser Rückkehrer schon bald nach der Rückkehr bei ihrer Entsendungsfirma kündigten, habe sie in gewisser Hinsicht Verständnis: Oftmals würden während der Abwesenheit Umstrukturierungen zur einer vollkommen neuen Situation im früheren Arbeitsumfeld führen, sodass sich auch ein garantierter "gleichwertiger" Arbeitsplatz nach der Rückkehr wie ein völlig neuer Arbeitsplatz darstellen könnte.
Deshalb, empfahl sie, darf ein Expatriate während seines Auslandsaufenthalts eines nicht vergessen: Mit seiner Entsenderfirma und ev. seinen Kollegen Kontakt zu halten.
Er oder sie sollte auf jeden Fall über die Entwicklungen in seinem Unternehmen auf dem Laufenden bleiben, um bei der Rückkehr vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein. Aus ihrer Erfahrung würden das aber 80% der entsandten Mitarbeiter vernachlässigen.
Also, liebe Leser - keep contact!

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8.11.05

Erfolgreiche Karriereplanung - besser ohne Auslandsaufenthalt?

Erstaunlich, was Studien so alles herausfinden.

Laut einer aktuellen Studie von PwC sollen Mitarbeiter von einem Auslandsaufenthalt kaum profitieren: Fach-und Führungskräfte fänden ihre Erwartung an einen Karriereaufstieg nach ihrer Rückkehr häufig enttäuscht. Drei Viertel der Befragten bemängelten, dass ihre Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag vom Heimatunternehmen mangelhaft organisiert worden sei. Möglicherweise sei das ein Grund dafür, dass bis zu 25 Prozent der Mitarbeiter bei ihrem bisherigen Unternehmen kündigen, nachdem sie wieder im Heimatland sind. Aber auch diejenigen, die bei ihrer Firma bleiben, müssten oft einen Karriereknick hinnehmen: Nicht einmal die Hälfte der Befragten habe die neu erworbenen Kenntnisse nach dem Auslandsaufenthalt in den Berufsalltag einbringen können. Nur ein Drittel sei befördert worden jeder zehnte sogar herabgestuft.

Tja, was will uns diese Studie sagen? Mir sagt sie einiges, allerdings ziehe ich andere Schlüsse. Ich würde sagen, immerhin ein Drittel der Rückkehrer ist befördert worden. Ich würde sagen, fast 25 Prozent der Rückkehrer haben ihren Auslandsaufenthalt konstruktiv für die eigene Karriere genutzt und haben konsequent nach neuen Einsatzmöglichkeiten für ihre erweiterten Kenntnisse gesucht. Ich würde betonen, dass ein Auslandsaufenthalt immer profitabel für den Einzelnen ist - denn er erweitert die Wahrnehmung, den Blick auf die eigene Kultur und damit verbundene individuelle Werturteile. Ich spreche aus Erfahrung - seit meiner Zeit im UK habe ich eine Vorliebe für englischen Humor und kann kluge Buchbesprechungen über englische Autoren für managerSeminare schreiben - ist das nichts? Only joking! Aber im Ernst: Wer die Möglichkeit hat, beruflich ins Ausland zu gehen, sollte sie wahrnehmen. Die Rückkehr ist immer ein guter Zeitpunkt, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und neue Karrierechancen zu ergreifen. Und wenn Ihnen bei dieser Neuorientierung support aus der Ursprungsfirma fehlt, holen Sie ihn sich - es gibt Fachleute für Karriereplanung....:-)

Herzliche Grüsse von Ihrem Karrierecoach Wiebke Sponagel

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27.10.05

Karriereentscheidungen im Rückspiegel: Lieber was anderes!

Was mich in der Karriereberatung und im Coaching immer interessiert, ist das Verhältnis meiner Klienten zu ihrem Job. War Ihre Berufsentscheidung eine "Liebesheirat", oder eher eine "Vernunft-Ehe"? Wenn Sie heute nochmal anfangen könnten, würden Sie sich noch einmal für die gleiche Laufbahn entscheiden?

Genau diese Frage hat die amerikanische Personalberatung Korn/Ferry International in einer Studie 1700 Managern aus 96 Ländern gestellt.

Heraus kam, dass mehr als die Hälfte der befragten Manager ein anderes Fachgebiet wählen würden, wenn sie "nochmal von vorn" anfangen könnten. Bevor sie in den Ruhestand gehen, halten deshalb 62 Prozent auch einen einschneidenden Karrierewechsel für "höchst wahrscheinlich" und immerhin noch 26 Prozent für "wahrscheinlich".
Wahrscheinlich hin oder her - ein Karrierewechsel in der Lebensmitte ist aus verschiedensten Gründen erwartbar. Bekanntlich haben weder Liebesheirat noch Vernunftehe eine "eingebaute Haltbarkeitsgarantie"...

Informationen zur Studie

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