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1.3.10

Wieder mehr Stellen für Banker?

Es gibt Arbeitsmärkte, die relativ einfach zu durchschauen sind und andere, die als ?intransparent? gelten, wie der Finanz-, und Bankenbereich. Gerade da litten viele Angestellte in deer Krise unter einer Art Schockstarre, obwohl sie lieber den Arbeitgeber gewechselt hätten. Das Gefühl sagte ihnen, besser bleiben als gehen.

Die Frankfurt School of Finance and Management bietet jetzt einen Arbeitsmarktindex für Stellenangebote im Frankfurter Bankensektor an, den Handelsblatt-FRAX. Mit diesem Instrument soll der Markt für Finanzspezialisten besser zu durchschauen sein - ob es funktioniert? Schauen Sie selbst:
http://www.frankfurt-school.de/content/de/research/frax_main/frax_dldi.html

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17.1.10

Gekündigt - was nun?

Duell, die Waffen sind geladen. Wer zieht zuerst? Allerhand Arbeitsverhältnisse scheinen so zu funktionieren. Jedoch zögern viele Arbeitnehmer momentan, auch wenn die Arbeitssituation intolerabel geworden ist. Innerlich haben sie längst gekündigt, aber die allgegenwärtige Angst vor der Arbeitslosigkeit in der sogenannten Krise sitzt ihnen im Nacken. Nun ist Angst ein schlechter Ratgeber, der zu ebensolchen Entscheidungen führt. Aber auch die Entscheidung, zu bleiben, ist eine Entscheidung.

Was aber, wenn der Arbeitgeber kündigt?
Diese Kugel trifft die Meisten mitten ins Herz. Die Getroffenen fühlten sich, trotz aller Kritik an den Zuständen, irgendwie zugehörig. Sie hatten eine berufliche Identität. Und nun ist das lange gefürchtete Szenario Wirklichkeit geworden: Rausgeschmissen, und arbeitssuchend!

Was man nicht kennt, das fürchtet man. Schade, dass nicht jeder eine Art Arbeits-Such-Praktikum gemacht hat, um zu lernen, dass diese Erfahrung nicht das Ende der Welt bedeutet. Viele haben mit Gefühlen wie beim Ende einer Beziehung zu kämpfen - man will sie nicht mehr, so scheint es. Dabei hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Eine Kündigung zu bekommen ist Normalität geworden und hat in den wenigsten Fällen etwas mit persönlichem Unvermögen zu tun. Sicher ist es gut, einen kritischen Blick in den persönlichen Rückspiegel zu werfen, um auch eigene Defizite erkennen zu können. Aber ewig Wunden lecken und sich schuldig fühlen hilft nichts. Schauen Sie nach vorn, entdecken Sie die neuen Perspektiven, die vor Ihnen liegen. Möglicherweise wartet eine Karrierechance auf Sie...!

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15.6.09

Coachingthema Selbstständigkeit: Ein Weg aus der Krise?

Es sind Zeiten der Unsicherheit. Viele schrecken vor dem Jobwechsel in der Krise zurück. Aber in Folge von immer mehr krisenbedingten Umstrukturierungen erwägen einige die Selbstständigkeit als Alternative. Eine gute Wahl, wenn das Konzept und die Rahmenbedingungen stimmen, oder?

Eine Pressemeldung der KfW titelt: Krise treibt Deutsche verstärkt in die Selbstständigkeit. Au weia. Da haben wir es wieder: Die Deutschen, ein Volk von Getriebenen, Herdenviecher, die orientierungslos zur Schlachtbank rennen? Diesen Ruf nämlich scheint die Selbstständigkeit zu haben. Sie wird als Notlösung präsentiert, um noch ein paar Fördergelder mit zu nehmen, und eine länger dauernde Rückkehr ins Angestelltendasein abzufedern. Nur zehn Prozent der Deutschen sind selbstständig, im europäischen Vergleich liegen wir damit im unteren Drittel.

Weiter geht es im Text der Pressemitteilung: Da wird gewarnt, das Risiko sei hoch, mit einer Unternehmensgründung zu scheitern, denn ein Viertel der Unternehmen sei nach drei Jahren nicht mehr am Markt. Seltsam, seltsam. Man könnte ja auch sagen, drei Viertel der Gründungen gelingen und halten sich am Markt. Und ob dieses eine Viertel gescheitert ist, weiss man auch nicht - wie gesagt, oft wird die Selbstständigkeit auch als Übergangsphase in das erneute Angestelltendasein genutzt.

Warum wird die Selbstständigkeit von einer Bank, die Gründer unterstützt, mies gemacht ? Das Angestelltenverhältnis ist jedenfalls längst kein Hort der Sicherheit mehr, im Gegenteil. Selbstständigkeit dagegen, wenn sie gut geplant ist, kann ein Schuh sein, der passt. Ausserdem ist sie ein Programm für persönliches Wachstum. Wer sich nicht hineintreiben lässt, kann davon nur profitieren.

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8.2.09

Der Jobmarkt aus Sicht einer Personalerin oder einfach: Neue Ziele setzen!

Für gewöhnlich hängt die multimedial trainierte Menschheit ja an den Lippen von Wirtschaftsweisen und Psychologen, um sich die Welt erklären zu lassen. Aber keine Domäne bleibt unangefochten. Aus Amerika, dem Ursprungsland der modernen Wirtschaftsweisheiten, meldet sich dieser Tage via newsletter eine Personalberaterin namens Becky Regan zu Wort, um uns die Zukunft vorher zu sagen. Was verkündet die Augurin der weltweiten Wirtschaftskrise?

Erstens, dass Arbeitgeber gleichzeitig Personal abbauen und neu einstellen werden. Und dass Entlassungen das Hauptwerkzeug für Kostensenkungen seien. Bei einem Blick in Ihren Kaffeesatz heute morgen wäre Ihnen das möglicherweise auch eingefallen.

Zweitens, dass es mehr Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern und Arbeitgebern geben wird. In einer Wirtschaftskrise seien Arbeitnehmer nämlich gestresst und besorgt um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Auch sei zu erwarten, dass das Arbeitspensum mit weniger Mitarbeitern zu erledigen sei, und auch daher würden Konflikte resultieren. Immer noch nichts Neues, sagen Sie? Dann werden Sie auch mit der dritten Betty-Regan-Vorhersage kaum zufrieden sein:

Das Jahr 2009 würde für viele HR-Professionals - also Personalverantwortliche - zur Nagelprobe, denn der Umgang mit Bewerbern und Mitarbeitern würde das Leben vieler dieser Menschen unmittelbar beinflussen. Und schliesslich würde wohl auch mit einer überdurchschnittlichen Fluktuation von Personalern zu rechnen sein. Hätten Sie´s gedacht? Frau Regan wollte einfach nur sagen, ich bin dann mal weg.

In Delphi soll ja auch viel heisser Dampf aufgestiegen sein. Ich frage Sie, wozu brauchen wir solche Botschaften? Um zu wissen, dass wir nichts wissen, aber jederzeit gern darüber reden? Weniger Schaumschlägerei und mehr Substanz würde gut tun, momentan. Die Arme hochkrempeln, Blockaden überwinden und neue Ziele setzen. Mut haben. Und rückblickend sagen, geht doch!

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14.12.08

Keine Panik auf der Titanic: Jobwechsel in Krisenzeiten

Es heisst, dass auf der Titanic das Orchester so lange spielte, bis das eindringende Wasser es den Musikern unmöglich machte. Ein beliebtes Bild für Untergangs-Szenarien. Wer den Rummel auf der Frankfurter Zeil sieht, mag man sich daran erinnert fühlen. Die Leute kaufen und kaufen, als wenn es kein Morgen gäbe. Menschen als wandelnde Tütenkolonnen, dazwischen Kamerateams, die den kollektiven Kaufrausch begleiten und die Nachricht "Kaufen tut gut" ins letzte Wohnzimmer transportieren. Die Einzelhändler freut es und mit vollem Magen ist das, was dann kommt, bestimmt erst mal besser zu ertragen.

Oft höre ich jetzt im Coaching die Frage "Kann ich mir das leisten, wenn die Krise kommt, noch den Job zu wechseln?" Eine klassisch unentscheidbare Frage. Nur eine Prophetin könnte die beantworten, denn sie hängt von so vielen Eventualitäten ab, zum Beispiel: Sind Sie ein risikobereiter Mensch, ist der neue Job eine Karrierechance, haben Sie diverse berufliche Optionen, inwieweit ist der neue Arbeitgeber krisenfest?

Wenigstens in Hinblick auf die letzte Frage können Sie einiges tun, um einem künftigen Arbeitgeber auf den Zahn zu fühlen. Neben den üblichen Recherche-Wegen gibt es jetzt bei jobturbo den sogenannten "Krisenticker": Hier können Sie sehen, welche Unternehmen mit über 100 Arbeitnehmern einen Stellenabbau ankündigen. Und auf der gleichen Seite sehen Sie, wieviele offene Stellen es gibt. Im Moment ist das Verhältnis etwa eins zu drei, d.h. wesentlich mehr Stellenangebote. Also: Keine Panik auf der Titanic.

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