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20.12.09

Wie finden Sie Ihren neuen Job in 2010?

Das neue Jahr naht, und viele Menschen wünschen sich einen besseren oder geeigneteren Arbeitsplatz. Aber wie findet man den? Die Auswahl an Jobbörsen ist groß und mitunter unübersichtlich.

Jeder Bewerber benutzt durchschnittlich sechs Online-Stellenbörsen für die Jobsuche.
Auch wird es immer mehr üblich, Bewerberprofile ins Netz zu stellen, um von Personalern gefunden zu werden. Das neue Karriereportal der Süddeutschen Zeitung www.laufbahner.de will diesen Prozess vereinfachen, indem es ihren Kandidaten mithilfe einer ausgefeilten Software passende Stellenanzeigen von Arbeitgebern vermittelt.

Navis im Auto, Bremsassistenten, Einparkhilfen, Partnersuchmaschinen und nun auch automatische Jobfinder. Immer mehr eigenverantwortliche Handlungen werden automatisiert. Aber wie ist es mit dem Bauchgefühl, das Ihnen sagt, das ist genau der richtige Arbeitsplatz? Das wird freilich nicht mitgeliefert.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen für Ihre Suche!

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1.3.09

Kündigung, Neuorientierung: Soll ich eine Outplacement-Beratung machen?


Eine Freundin am Telefon. Aufgeregt erzählt sie, dass man ihr nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit einen Aufhebungsvertrag mit Outplacementberatung angeboten hat. Sie ist empört und sagt, sowas habe sie nicht verdient. Der Betriebsrat habe ihr auch abgeraten.

Nur etwa fünf Prozent der entlassenen deutschen Manager nutzen Outplacementberatung, obwohl die Erfolgsaussichten nach Aussagen der Branche bei 96 Prozent liegen. Das heisst, spätestens nach einem Jahr finden 96 Prozent der Beratenen eine neue, teils besser bezahlte Position. Je nach Anbieter umfasst die Leistung der Beratung die folgenden Elemente:

  • Bewerbungscoaching
  • Weiterbildungsberatung
  • Qualifizierungsmassnahmen
  • Existenzgründungsberatung
  • Unterstützung bei der Jobsuche
  • Bei unbefristetem outplacement: Beratung bis zum Bestehen der Probezeit

Dass Betriebsräte abraten, ist nicht verwunderlich. Sie finden, diese Massnahme verführe Einzelne zur Unterschrift des Aufhebungsvertrags und unterhöhle so die Solidarität und Organisiertheit. Was für eine Solidarität, mag man fragen, wenn man sich in der heutigen Arbeitswelt umschaut. Aber gut, das mag aus gewerkschaftlicher Sicht so sein. Für den einzelnen Betroffenen aber sind die Vorteile verlockend: Die Trennung vom bisherigen Arbeitgeber wird abgemildert, er bekommt vielseitige Unterstützung, kann den Einblick des Anbieters in den Arbeitsmarkt nutzen, und kommt nach relativ kurzer Zeit (momentan max. etwa 6 Monate) nahtlos in eine neue Position.

Beweglichkeit ist das Motto unsrer Zeit. Dazu gehört, Hilfsangebote annehmen zu können, egal, ob sie vom Unternehmen oder vom Coach oder Karriereberater kommen. Gutes Gelingen für Ihre Neuorientierung!

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18.9.08

Einladung zum Vorstellungsgespräch - wie ein Sechser im Lotto?

Gerade hat mich ein Klient angerufen, er klang verschwörerisch und etwas zu ernst. Er wolle sich nur mal melden, um mir einen Zwischenstand mitzuteilen, sagte er. Aber dann platzte es aus ihm heraus: "Ich habe das Vorstellungsgespräch!!"

Mein Klient ist hochqualifiziert in einem Gebiet, das nur wenige Stellen bietet. Er arbeitet eher leidenschaftsarm als Consultant. Als wir uns kennen lernten, berichtete er mir von seinen langen und bisher vergeblichen Versuchen, wenigstens eine Einladung für die rar gesäten Stellenangebote in seinem Herzensfach zu bekommen: "Das kommt mir vor wie ein Sechser im Lotto," meinte er mit Sorgenfalten auf der Stirn.

Wir haben einen Strategieplan für seine Stellensuche gemacht und, nachdem er bald darauf eine Wunschposition gefunden hatte, seine Bewerbung optimiert. Bei dieser Optimierung kam es im Prinzip nur auf zwei Punkte an: Die Anbieter der Stelle adressatenorientiert anzusprechen und Punkt für Punkt auf ihre Anforderungen einzugehen, bzw. dazu Stellung zu nehmen. Ich wette, dass er dadurch ganz oben auf dem Stapel gelandet ist - egal, wie qualifiziert seine Konkurrenten sein mögen. Zu einem Bewerbunggespräch eingeladen zu werden, hat überhaupt nichts zu tun mit einem Sechser im Lotto.

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27.7.08

Hilft das Internet bei beruflichen Entscheidungen?

"Da hatte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera" ist eine beliebte Wendung. Vielen ist das tag-tägliche Entscheiden einfach zu viel - da geht man lieber gleich in ein Restaurant, das nur eine Mahlzeit anbietet, und findet das sehr entspannend.

Auch wenn um es die Gestaltung der Karriere geht, haben wir die Qual der Wahl. Bleiben oder gehen, wo sind die Entwicklungsmöglichkeiten am besten, oder ist weniger mehr oder soll es doch lieber gleich ab in die Selbstständigkeit gehen?

Nun gibt es laut FAZ auch einen "Digitalen Entscheidungsindex", in dem das Internet führt - die häufigste Entscheidungsart ist hier der Kauf von Flugtickets. Hilft das Net aber auch bei beruflichen Entscheidungen? Abgesehen von den Online-Stellenmärkten spielen da wohl die Bewertungsportale eine Rolle. Da gibt es beispielsweise Sites wie www.kunuru.de und www.yourcha.com/de/home, wo Arbeitgeber von Arbeitnehmern beurteilt werden. Inwieweit diese Meinungen zur Entscheidungsbildung von Bewerbern beitragen, ist freilich unentschieden...

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19.7.08

"gesucht: Zupackende Hands-On-Mentalität" oder Stellenanzeigen ohne Sinn

"Nee, wat hab ich jelacht," pflegte eine Bekannte aus Köln zu sagen, "et war der reinste Orjanismus." Zugegeben, die Frau hatte ein Problem mit Fremdwörtern, aber das tat der Fröhlichkeit keinen Abbruch und überhaupt sollte man sowas ja, nach Lothar Matthäus, nicht allzu sehr hochsterilisieren.

In den vergangenen Tagen musste ich verstärkt an die Frau mit den Lachsalven denken - mich hat?s auch geschüttelt, beim Lesen von Stellenanzeigen. Es ist uns ja mittlerweile klar, dass im SBU von Unternehmen TQM vorherrschen sollte, deren CFTs Produkte JIT verteilen und dabei natürlich von ständigem MBO begleitet werden. Noch Fragen? Wenden Sie sich bitte an unseren AHRM. Kurz und klein, die Anglo-Abkürzungs-Manie ist uns Professionals vertraut, wenn auch nicht unbedingt immer mit Bedeutung behaftet.

Inmitten dieser Bedeutungsvakanz fällt es folgerichtig nicht weiter auf, wenn Unternehmen Kandidaten mit "zupackender Hands-On-Mentalität" suchen. Weisse Schimmel sind allgegenwärtig, macht nix, merkt ja keiner. Auch manche Berufsbezeichnungen zaubern dem fachfremden deutschen Betrachter ein Lächeln auf die Lippen, wie etwa der "After-Market-Manager". Was soll's, wenn Rolls Royce schon vor Jahrzehnten nach dem "Silver Cloud" in der Namensgebung die Notbremse zog, als es um "Mist" und dessen Bedeutung am deutschen Markt ging. Im deutschen Berufsjargon, besonders in vor Wichtigkeit strotzenden Stellenanzeigen "macht das Sinn", gerade wenn es sinnentleert ist. Nee, wat hab ich jelacht, bis mir die Mühen der Bewerber einfielen, die sich auf so nen Mist mit einer "ordentlichen" und aufwändigen Bewerbung melden.

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13.7.08

Bewerbungsgespräch: Dumme Fragen, kluge Antworten

Eine sportliche Frau um die fünfzig sitzt mir gegenüber. Mit festem Blick und ebensolchem Händedruck und einem Lachen, das ein paar Oktaven durchklingelt. Sie weiss, was sie kann, sagt sie, deutlich und ausdrucksstark. Nur die andern, ob die das auch wissen, in ihrem Alter?

Ein paar Wochen später sehen wir uns wieder, sie hat den neuen Job in der Tasche, das Lachen klingelt hell und leicht. Aber was ihr bei der Jobsuche so alles begegnet ist, darüber, meint sie, könnte sie jetzt ein Buch schreiben.

Da war zum Beispiel dieser Personaler, der ihr dumme Fragen gestellt hat. Die seltsamste war, wie ihr Mann sie sehen würde. Was soll man auf sowas antworten?

Ich musste sofort an "Männer" von Doris Dörrie denken. Kennen Sie auch die Szene, wo Möchtegern-Aufsteiger Uwe Ochsenknecht vom arrivierten Heiner Lauterbach bei einem Wein "trainiert" wird für das Bewerbungsgespräch am nächsten Tag? Nimm mal die Zeitung, sagt der Arrivierte. Falt mal ein Schiffchen daraus. Setz es Dir auf und steig auf den Tisch. Als Ochsenknecht alles gemacht hat, zuckt Lauterbach mit den Schultern: "Siehste, kein echter leader würde sich so verhalten."

Es gibt viele Möglichkeiten, auf Fragen, die ins Private zielen, zu antworten. Mit Ironie, ohne, aber vage, oder mit dem deutlichen Hinweis, dass man gern beschreibt, wie die Kollegen und Vorgesetzten eine/n sehen. Aber klar, da muss man erst mal drauf kommen.

Schade nur, dass Personaler offenbar selbst gegenüber überzeugend auftretenden Kandidaten mit 1A Portfolio in ihre Mottenkiste greifen und Spielchen spielen. Bei guter Menschenkenntnis sollte man, finde ich, auf so einen Tanz auf dem Tisch verzichten können.

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7.6.08

Wie war eigentlich die Bewerbung?

Diese Frage wird neuerdings nicht nur im Bekanntenkreis, sondern auch im Internet gestellt. Die Meta-Suchmaschine crosswater-systems öffnet ein feedback-portal für Kommentare der Bewerber. Ähnlich wie bei Schülersites, auf denen Lehrer benotet werden, können sich hier Bewerber mit einem online-Fragebogen darüber äussern, wie lange ein Stellenanbieter z.B. brauchte, um auf eine Bewerbung zu reagieren, oder auch, wie die Gehaltsfrage im fraglichen Unternehmen gehandhabt wird. Natürlich gilt die schöne Transparenz beidseitig, auch Personaler können sich hier über die Reputation ihres Unternehmens am Arbeitsmarkt informieren.
Was halten Sie davon, liebe Leser? Ist das eine weitere Variante des gegenseitigen "I spy-Spiels" im Net oder kommt so mehr Licht in jenen sagenumwobenen Prozess, der zum Arbeitsvertrag führt und auf dem Ratgeber-Buchmarkt Rekordumsätze beschert?

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3.6.08

Innerlich kündigen - auch Führungskräfte tun es

Die Unzufriedenheit an deutschen Arbeitsplätzen ist gross - vom Ausland betrachtet werden Deutsche oft belächelt wegen ihrer Neigung, zu klagen. Wer aber glaubt, davon seien nur die "mittleren Chargen" der Arbeitswelt betroffen, irrt: Nach einer aktuellen Studie wollen drei Viertel der deutschen Topmanager den Job wechseln. Insgesamt hat sich die Wechselbereitschaft in den vergangenen drei Jahren bei 63 Prozent der Befragten erhöht.

Das Karussell der Positionen dreht sich immer schneller, Beweglichkeit ist das Motto der Zeit, Kontinuität ist weniger gefragt. Trotzdem, wenn auch Sie einen Jobwechsel anstreben: Bleiben Sie sich selbst treu und finden Sie den Arbeitgeber, der zu Ihnen passt, erkennen Sie die richtige Karrierechance. Schwierig? Vielleicht. Aber es gibt Berater, die Ihnen dabei helfen können...

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24.2.08

Was fragt man als Kandidat im Bewerbungsgespräch?

Das Bewerbungsgespräch ist gut gelaufen, beide Seiten haben einen positiven Eindruck gewonnen, da kommt die klassische Frage "Hätten Sie jetzt noch Fragen an uns?"
Ja Zapperlott, was fragt man da am besten?

Der Spagat zwischen dem, was im Kandidateninteresse liegt und dem, was aus Sicht der Personaler "ungeschickt" wäre, ist nicht einfach. Die Frage nach dem Krankenstand in der Firma wäre zum Beispiel interessant als Indikator für die Jobzufriedenheit der Mitarbeiter, müsste aber äusserst geschickt "eingebettet" werden, um nicht als "Grenzübertretung" aufzufallen. Da müssen Sie abwägen, inwieweit Sie lieber "gefallen" oder für Sie wichtige Informationen einholen. Vielleicht machen Sie sich vorher eine Memo-Liste von Fragen, auf die Sie keinesfalls verzichten wollen. Hier ein paar Anhaltspunkte:
  • Gibt es ein Organigramm des Unternehmens, in dem die ausgeschriebene Stelle dargestellt ist?
  • Wie sind die Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse?
  • Stehen wichtige Veränderungen im Unternehmen an?
  • Fragen zur Position:
  • Was sind die Schnittstellen mit Aufgaben anderer Abteilungen?
  • Welche Handlungsspielräume gibt es?
  • Ist ein detailliertes Stellenanforderungsprofil zu haben?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie wird mit Überstunden verfahren - gibt es einen Freizeitausgleich?

Manche dieser Fragen können Sie sich freilich auch für das "zweite Interview" aufheben, wenn klar ist, dass der potentielle Arbeitgeber an Ihnen stark interessiert ist.

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6.1.08

Neues Jahr, neuer Arbeitsplatz?

Wenn es zu Ihren Plänen fürs Neue Jahr gehört, sich einen neuen Arbeitsplatz zu suchen,
werden Sie sich sicher auch auf den zahlreichen Jobbörsen im Net umtun. Dort finden Sie neben den grossen Anbietern jetzt immer mehr spezialisierte Jobbörsen, die ein ausgesuchtes Marktsegment anpeilen. Wer beispielsweise in den Kommunikationsbranchen Event-Management, PR, Vertrieb und Werbung tätig ist, wird vielleicht bei der neuen Wiesbadener Jobbörse www.marketingjobboerse.de fündig.

Interessant auch, dass der Personalvermittler Profiplaza (www.profiplaza.de) jetzt eine Jobbörse mit der Zielgruppe "hochqualifizierte Mütter" entwickelt hat. Das Angebot richtet sich an Akademikerinnen mit Berufserfahrung, die eine Kinderpause gemacht haben und wieder einsteigen möchten, aber auch an weibliche Selbständige und Gründerinnen.
Das ist doch eine gute Nachricht zu Beginn des Neuen Jahres, oder?

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