Coaching-News
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14.3.10
Gehaltsfrage: Was ist Ihre Mitarbeit wert?
Sie glauben ja nicht, was momentan in meinem Unternehmen los ist.... so beschrieb ein Klient neulich die Veränderungen in seiner Firma. Bisher, meinte er, seien die Kündigungswellen immer an ihm vorbei gegangen, aber jetzt habe er wieder ein sehr mulmiges Gefühl. Das Unglaubliche in seinem Unternehmen war aus seiner Sicht, dass bewährte und erfolgreiche Mitarbeiter seines Alters gekündigt und an ihre Stelle
Frischlinge von der Uni gesetzt wurden. Einsparung: Dreißig bis vierzig Prozent, auf dem Papier. Besonders beliebt für Neueinstellungen seien Frauen, sagte er, die seien ja noch mal günstiger zu haben...
Auf den ersten Blick scheint auch bei Gehältern das Schnäppchen-Prinzip zu gelten: Je preiswerter, desto besser. Das liegt zum Teil aber auch daran, dass Stelleninhaber zu wenig darauf achten, während ihrer Berufstätigkeit den relevanten Entscheidern immer mal wieder ihren eigenen Wert zu vermitteln. Man hat schließlich genug um die Ohren und dieses sogenannte Selbstmarketing...? Muss das wirklich sein?
Es muss. Auch Bewerber sollten nicht davor zurück schrecken, ihren Marktwert prägnant und überzeugend darzustellen - wie das geht, das kann man unter anderen in einem Coaching lernen. Aber zu sagen, ich verkaufe mich billig, dann habe ich erst mal die Stelle und dann schauen wir weiter, schwächt nur Ihre Ausgangsposition und bestärkt Ihren inneren Schweinehund: Der wird das Weiter Schauen dann nämlich auch gern vergessen
Labels: Arbeitsmarktfähigkeit, Coaching, Gehaltsverhandlung, Selbstmarketing
posted by Wiebke Sponagel at 13:23
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11.10.09
Coaching-Thema Turbo-Alterung: Ende zwanzig und innerlich schon vierzig
Neulich im Zeit-Magazin schrieb Stefan Willeke über seine Generation, den Jahrgang 1964. Als 60er-Jahrgang kam mir das Rudelgefühl, mit dem er seinen geburtenstarken Jahrgang beschreibt, vertraut vor. Genauso das Damoklesschwert der prognostizierten Arbeitslosigkeit, das Einschreiben für vermeintlich unnütze Studiengänge, und daß sich trotzdem keiner fragte, was der nächste Karriereschritt ist. Dass manche Stunden auf dem Unicampus verbummelt wurden und dass sie jetzt, im Berufleben angekommen, der nächsten Unheilsprognose entgegensehen: Dem Rentnerberg.
Inzwischen steht die nächste Generation rund um den Jahrgang 1980 im Berufsleben. Coaching ist für sie ein selbstverständliches Unterstützungsangebot. Ich lerne einige von ihnen in meiner Beratung kennen. Auch sie sind mit der Prognose, daß Arbeitslosigkeit droht, aufgewachsen, aber ganz anders damit umgegangen. Mir sitzt regelmäßig das Modell Überflieger gegenüber: Junge Menschen um die dreißig, die sehr reflektiert über sich reden, steile Karrieren hingelegt haben, sich neben dem MBA-Studium für Umwelt-Technologien einsetzten, schon über zehn Mal umgezogen sind im Leben, und die Business-Lounges dieser Welt kennen. Ein Leben in Zeitraffer, unverwurzelt, in steter Bewegung. Ihre zwanziger Jahre sind so dicht, wie es unsere zwanziger und dreißiger zusammen nicht waren. Mit Ende zwanzig kriegen sie ihre Midlife-Crisis: Herz-Kreislauf-Probleme bei Frauen, Burnout bei Männern. Die Sehnsucht nach mehr Ruhe und einem anderen, erfüllten Leben eint beide.
Immer früher verbrennt unsere Leistungsgesellschaft ihre Leistungsträger. Einen Rentnerberg hat diese Generation wohl kaum zu befürchten.
Labels: Burnout, Coaching, erfülltes Leben, Gesellschaft
posted by Wiebke Sponagel at 16:57
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3.10.09
Coachingthema Schein-Kultur
Ziemlich oft lerne ich im Coaching Menschen kennen, die eine sagenhafte Karriere hingelegt haben, und dennoch überzeugt sind, einen Makel zu haben: Sie meinen, ihnen fehlten Scheine oder Qualifikationsnachweise.
Sie haben sich in einem mittelständischen Unternehmen hochgearbeitet, in kürzester Zeit, weil sie das Vertrauen des Inhabers hatten. Oder sie haben selbst eine Firma gegründet, die zu einem ansehnlichen Betrieb gewachsen ist. Aus irgendwelchen Gründen sind sie in eine Krise gekommen und fragen sich, ob sie jetzt nicht besser in den sogenannt sicheren Hafen des Angestellten-Daseins wechseln sollten. Und im gleichen Atemzug fragen sie:
Aber wer nimmt mich da? Ich habe keine Nachweise für das, was ich kann.
Traurig, aber wahr: Deutschland ist eine Schein-Kultur geworden. Für alles und jedes werden - zum Schein? - Zertifikate verteilt, ein riesiger Markt ist das. Haben Sie genügend Führungs-Seminare belegt? Gratuliere, dann können Sie führen.
Wer Scheine vorlegt, genügt dem Schein der Misstrauens-Kultur, die solches verlangt.
Immerhin gibt es noch, vergleichsweise klein hierzulande, eine Gegenkultur mit anderen Werten: Die der Selbstständigkeit, in der eine gute Idee, ein gutes Konzept, Mut und Ausdauer und die Kräfte des Marktes darüber entscheiden, ob das Pflänzchen gedeiht oder nicht. Wer einmal die Luft dieser Kultur geschnuppert hat, wird anderswo kaum mehr Wurzeln schlagen können...
Labels: Coaching, Karriere, Selbstständigkeit, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 12:43
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31.5.09
Umgang mit der Krise - durch Angst und Mobbing?
In Deckung gehen ist ein bewährtes Krisenverhalten: Man macht sich klein, fällt nicht weiter auf, und taucht erst wieder auf, wenn die Bedrohung vorüber ist. Das kann lebensrettend sein. Schwierig wird es allerdings, wenn die geduckte Haltung in eine Gliederstarre übergeht, die einem das Blut abschnürt.
Ein Klient berichtete mir neulich von der, wie er es nannte, Schockstarre in seinem Arbeitsumfeld. Er arbeitet in einer Bank und beobachtet, wie seine Kollegen seit Monaten in Deckung gehen, um den allgegenwärtigen Umstrukturierungen zu entgehen. Selbst ein Großmaul, der sich gern mal mit seinen Vorgesetzten angelegt habe, sei momentan auffallend zahm nach oben. Mit seinen Kollegen und Mitarbeitern allerdings nicht, sagt er - die hätten zur Zeit allerhand auszuhalten. Wie lang, fragte er, ist so eine Atmosphäre noch zu ertragen?
Die Krise, die als Subprimekrise, dann als Finanzkrise und schließlich als Weltwirtschaftkrise daher kam, hält an. Jeder einzelne von uns spürt, wie sehr unser Einzelschicksal von dem komplizierten Netz der globalen Marktverhältnisse abhängt. Viele, die jetzt an ihren Arbeitsplätzen in Schockstarre verharren, kehren aus Angst vor einem Jobverlust Konflikte unter den Teppich oder suchen sich Unbeteiligte als Blitzableiter. Ein ideales Umfeld für Mobbing. Der Druck steigt, das Hauen und Stechen wird stärker.
Bedauerlich. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten, mit innerbetrieblichen Konflikten umzugehen, vorausgesetzt, man schaltet das Gehirn wieder an und kommt aus der Schockstarre - Coaching ist eine davon.
Labels: Coaching, Mobbing, Umgang mit der Krise
posted by Wiebke Sponagel at 17:40
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26.4.09
An Stressgeplagte: Macht bloß kein Coaching!
Manche haben Kreislauf, andere haben Stress.
Als Coach mit Downhifting-Beratung im Angebot treffe ich regelmäßig auf Menschen der letzteren Kategorie. Immer die Uhr und diverse elektronische Spielzeuge im Blick, eröffnen sie mir im Stakkato ihre Stress-Situation und hasten weiter.
Sie möchten einen Ausweg finden aus ihren Zeit-, und Belastungsnöten, aber schnell stellt sich heraus: Der Coaching-Termin ist Stress!
Beim Coaching muss man körperlich anwesend sein und kann so gar nichts anderes gleichzeitig machen! Ausserdem gibt es je nach Absprache auch noch Hausaufgaben, irgendwelche Reflektionsfragen oder was auch immer - wann soll man das denn machen, bitteschön??
Coaching bei Stress ist eine Paradoxie. Wer meint, keine Zeit zu haben, will meist auch keine investieren, um irgendwann mal welche zu haben. Der Tunnelblick der Stressgeplagten verhindert, Prioritäten in eigener Sache zu setzen. Stressbetroffene sehen nicht mehr, was gut für sie ist. Da hilft nur eins: Der Zusammenbruch, der den Stress zwangsweise beendet.
Wilhelm Busch wusste schon vor über einem Jahrhundert, was da auf uns zukommt:
Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah,
Zu dem Wohle der Gemeinde,
Er war tätig, er war da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen,
Keine Stunde hatt er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
War er richtig auch dabei.
Labels: Coaching, Downshifting, Stress
posted by Wiebke Sponagel at 12:23
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5.4.09
Coachingfrage: Entscheiden bei Stress und Tunnelblick?
Ich habe das Gefühl, ich arbeite so viel, dass ich gar nicht mehr klar denken kann, sagte mein Coaching-Klient. In der Tat zeigte sein Wochenplan, dass bei diesem Zeitmanagement abends gerade noch die Nahrungsaufnahme und, wie er das nannte, ein Absacker vor dem Fernseher möglich war. Gesprächig war er dann nicht mehr, berichtete er, seine Frau kannte das schon.
Nun hatte er aber eine wichtige Entscheidung zu treffen, über eine Beförderung, die ihm angeboten wurde.
Ich sage Ihnen, ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Mal denke ich, mach es, dann wieder, mach es nicht, ich habe überhaupt kein Gefühl mehr dafür, was richtig ist.
Wie meinem Klienten geht es den meisten Stressgeplagten: Sie können nicht mehr Prioritäten setzen, haben kein Bauchgefühl mehr. Sie kennen nur noch eins: Den Tunnelblick, der ihnen sagt, weitermachen, egal wie.
Wer nicht rechtzeitig die Reißleine zieht und Abstand gewinnt, um nachzudenken und zu fühlen, wird ziemlich sicher eine Fehlentscheidung treffen. Entscheidungen mit Tragweite brauchen Zeit. Stressgeplagte können nicht entscheiden, weil sie extrem fremdgesteuert sind und die Kontrolle über ihre eigene Zeit größtenteils verloren haben. Lassen Sie es nicht so weit kommen, liebe Leser - bleiben Sie Ihr eigener Zeitsouverän und retten Sie sich kleine Ruheinseln!
Labels: Coaching, Entscheidung, Stress, Zeitmanagement
posted by Wiebke Sponagel at 13:09
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8.3.09
Coachingfrage: Fehlendes Vertrauen bei der Arbeit - Schein-Kultur
Ein Unternehmen im Umstrukturierungsprozess. Es geht um die sogenannte Effizienz, also darum, noch mehr Arbeit auf noch weniger Menschen zu verteilen. Eine Abteilung ist besonders betroffen: Alle Mitarbeiter, auch diejenigen, die seit langem dabei sind, sollen ein Assessment Center durchlaufen. So wird die Zukunftstauglichkeit der Mitarbeiter festgestellt. Es gibt offenbar niemanden, der nach all der Zeit eine individuelle Leistungsbeurteilung machen kann .
Das Urteil über Bleiben oder Gehen wird auf ein für die Geprüften undurchsichtiges Verfahren geschoben. Objektiv soll es sein. Ein offenes Misstrauensvotum ist es und noch dazu ein Beleg für die Unfähigkeit der Führungskräfte.
Wir lassen uns nach Norm xy zertifizieren , höre ich von einem Sprecher eines Weiterbildungsunternehmens.
Dann können wir die staatlichen Fördergelder für das xyz-Programm beanspruchen. Wieder ein Standard-Verfahren, das Qualität belegen soll, aber im Grunde nur wirtschaftlichen Interessen dient. Dabei sollte doch spätestens nach dem allgemein bekannten Desaster mit den
triple-a-rankings bekannt sein, was von solchen über einen Kamm geschorenen Qualitäts-Einstufungen zu halten ist: Nichts. Mehr Schein als Sein.
Fragen Sie sich nicht auch manchmal, was diese Schein-Kultur eigentlich soll? Einmal erzählte mir ein Coaching-Klient aus dem Personalmanagement, daß er sich selbst nicht einstellen würde: Er mache einen Job, für den er gar nicht die geeigneten Scheine und Qualifikationen mitbringe. So what? , würde man in England fragen, wo sich Menschen durch
Learning by doing beweisen dürfen. Er macht seinen Job gut. Aber bei einer Umstrukturierung hätte er vermutlich das Nachsehen.
Die globale Wirtschaftskrise ist eine Vertrauenskrise, heißt es allenthalben. Sie kommt aus dem Kredit-Sektor.
Credo bedeutet
ich glaube. Aber niemand glaubt irgendwem mehr, vor allem vertraut niemand mehr dem eigenen Urteil. Oder ist keiner mehr in der Lage, selbst zu urteilen? Menschen in Prozessen haben sich das Selber-Denken abgewöhnt, sie laufen auf
Auto-Pilot. Sie übernehmen auch keine Verantwortung für das, was sie tun. Schade ums Vertrauen. Denn Vertrauen ist ein Kredit auf die Zukunft.
Labels: assessment center, Coaching, Leistungsbeurteilung, Urteilskraft, Vertrauen
posted by Wiebke Sponagel at 16:27
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14.12.08
Keine Panik auf der Titanic: Jobwechsel in Krisenzeiten
Es heisst, dass auf der Titanic das Orchester so lange spielte, bis das eindringende Wasser es den Musikern unmöglich machte. Ein beliebtes Bild für Untergangs-Szenarien. Wer den Rummel auf der Frankfurter Zeil sieht, mag man sich daran erinnert fühlen. Die Leute kaufen und kaufen, als wenn es kein Morgen gäbe. Menschen als wandelnde Tütenkolonnen, dazwischen Kamerateams, die den kollektiven Kaufrausch begleiten und die Nachricht "Kaufen tut gut" ins letzte Wohnzimmer transportieren. Die Einzelhändler freut es und mit vollem Magen ist das, was dann kommt, bestimmt erst mal besser zu ertragen.
Oft höre ich jetzt im Coaching die Frage "Kann ich mir das leisten, wenn die Krise kommt, noch den Job zu wechseln?" Eine klassisch unentscheidbare Frage. Nur eine Prophetin könnte die beantworten, denn sie hängt von so vielen Eventualitäten ab, zum Beispiel: Sind Sie ein risikobereiter Mensch, ist der neue Job eine Karrierechance, haben Sie diverse berufliche Optionen, inwieweit ist der neue Arbeitgeber krisenfest?
Wenigstens in Hinblick auf die letzte Frage können Sie einiges tun, um einem künftigen Arbeitgeber auf den Zahn zu fühlen. Neben den üblichen Recherche-Wegen gibt es jetzt bei jobturbo den sogenannten "
Krisenticker": Hier können Sie sehen, welche Unternehmen mit über 100 Arbeitnehmern einen Stellenabbau ankündigen. Und auf der gleichen Seite sehen Sie, wieviele offene Stellen es gibt. Im Moment ist das Verhältnis etwa eins zu drei, d.h. wesentlich mehr Stellenangebote. Also: Keine Panik auf der Titanic.
Labels: Coaching, Jobwechsel in der Krise, Karrierechance
posted by Wiebke Sponagel at 13:26
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23.11.08
Suboptimales Gehalt - mehr Geld verhandeln
Erst letztens habe ich kapiert, warum das Phänomen, das jetzt als "Vertrauenskrise" firmiert, zuerst "subprime"-Krise genannt wurde. Sub heisst ja bekanntlich "unter", aber was hatte es mit dem "prime" auf sich? Ein Grundanstrich gegen Rost ..? Natürlich ist damit "von bester Qualität" gemeint und in Verbindung mit sub ist es so zu verstehen wie unser "suboptimal" - also als Beschönigung für "unterirdisch". Die Sub-prime Kunden in den USA waren unterirdisch, weil ohne Einkünfte, ohne Job und ohne Rücklagen.
Suboptimal ist in der hiesigen Arbeitswelt auch einiges, dazu gehört für einige, besonders, wenn sie weiblich sind, das Gehalt. Immer noch arbeiten Frauen in gleicher Position wie ihre männlichen Kollegen für 20 bis 25 Prozent weniger als Männer. Vielleicht sind Frauen ja einfach klüger und sagen sich, dafür arbeite ich dann auch nicht bis zum Umfallen, aber in vielen Fällen tun sie genau das, bei schlechterer Bezahlung. Wer glaubt, für seine Leistung unterirdisch entlohnt zu werden, kann das ändern: In einem Gespräch mit dem Vorgesetzten.
Manche Klienten, egal ob männlich oder weiblich, berichten mir von einem "mulmigen Gefühl", das sie vor so einem Gespräch haben. Ich finde es ja prima, auf die eigenen Gefühle zu achten, denn sie leisten nützliche Dienste, zum Beispiel zu warnen, aber manchmal hindern sie eine/n auch. Gehaltsverhandlungen sind eine von vielen Sportarten, die man beherrschen sollte im Berufsleben. Die Regeln und Hürden, die es dafür gibt, kann jeder "Professional" kennen lernen, und noch besser trainieren, zum Beispiel beim Coach. Es schadet nichts, gut vorbereitet in den Ring zu steigen, dann ist das Ergebnis bestimmt alles andere als suboptimal.
Labels: Coaching, Gehaltsverhandlung, Motivation Gehalt
posted by Wiebke Sponagel at 12:50
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16.11.08
Ein Quäntchen Trost - neue berufliche Perspektiven für Sie
Nichts ist mehr, wie es war: James Bond ist blond, rachsüchtig und witzlos, die Äktschen ist so opulent, dass das Kinopublikum reihenweise einschläft. Derweil kollabieren draussen virtuell die Bankentürme, Soll und Haben stehen mit aufgerissenen Flanken da. Das grosse Zittern geht durch die Nation, aber Läbbe geht weiter.
"Die Einschläge kommen näher", erzählt mir ein Klient aus jenen Bankentürmen. Ein Kriegsszenario auf Büroetagen mit Trittschalldämmung. Echte Kriege sehen anders aus, aber es sind wohl gerade die medial und durch Gerüchte vermittelten Schreckenszahlen, die uns glauben machen, wir sind im falschen Film. Angst ist kein guter Berater, das wissen wir alle.
Durch die Finanzkrise entlassen etliche Finanzdienstleister Mitarbeiter. Aber ein Karriereknick muss das nicht sein und schon gar nicht das Ende der Möglichkeiten. Im Rückblick ist so eine individuelle Krise oft ein Anfang, der neue Perspektiven birgt. Auch momentan gibt es in der Finanzbranche Vakanzen: Zum Beispiel suchen viele Private-Equity-Gesellschaften und Fusionsberater Leute. Aber davon abgesehen: Es gibt ein Leben nach dem Angestellen-Dasein, und viele Wege, dorthin zu kommen. Einer davon ist die Unterstützung durch Karriereberatung oder Coaching. Es nützt nichts, vor dem weltwirtschaftlichen Getöse die Augen zu schliessen. Behalten Sie lieber Ihre Arbeitsmarktfähigkeit im Blick und haben Sie keine Angst vor Neuanfängen - man lebt nur zweimal.
Labels: Arbeitsmarktfähigkeit, Coaching, Karriereberatung, Karrierechance, Karriereknick, neue Perspektiven
posted by Wiebke Sponagel at 11:53
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16.8.08
Gefühlte Wirklichkeit, medial vermittelt
Mein Buchhändler sagt immer, wir sind eine Molto-Fühl-Gesellschaft. Es gibt "gefühlte Temperaturen", und, nicht nur dank Horst Evers, auch "gefühltes Wissen". Für das gefühlte Wissen sind Menschen auf der Strasse zuständig, aber nur, wenn ihnen ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird. Die zucken dann mit den Achseln und kichern, wenn sie sagen sollen, welche Stadt in England mit "Lon" anfängt und mit "don" aufhört. "Gewusstes Wissen" muss es folglich auch geben. Auch das wird im Fernsehen gemacht, in Sendungen über Wissenschaft, also mit Experten und so. Und noch ein Format ist typisch gefühlt, Reality TV, zu Deutsch vielleicht "Gefühlte Wirklichkeit"?
Letztens rief jemand an von einer TV-Agentur. "Wir machen Berichte für ARD und ZDF und Pay-TV," stellte er sich vor und kam gleich zur Sache. Ich hätte doch als Coach mit dem Thema "Downshifting" zu tun, ob ich da wohl einen "Protagonisten" liefern könnte? Ich fragte, wie er sich das vorstellte. Ganz einfach, hörte ich, ich könnte doch mal einen meiner Downshifter fragen, ob er oder sie Interesse hätte, in so einem Dreh aufzutreten. Aber nur, fügte er hinzu, wenn das Protagonisten-Beispiel auch deutlich sei. Was er unter Deutlichkeit verstand, erklärte er sofort. Na, sowas wie "vom Top-Manager zum Schäfer", meinte er. Derart medial Wirksames hätte ich nicht im Bauchladen, entgegnete ich, und subito war das Gespräch beendet. Da hab ich mich echt gut gefühlt.
Labels: Coaching, Downshifting, Gesellschaft
posted by Wiebke Sponagel at 21:45
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29.6.08
Ist Coaching gut für mich? Was Klienten mitbringen sollten, damit ein Coaching gelingt
Die Frage oben höre ich manchmal im Kennenlern-Gespräch. Schwierig, schwierig zu dem Zeitpunkt, weil Coach und Interessent sich dann ja naturgemäss zum ersten Mal sehen.
Beide Seiten wollen wissen, ob sich die Investition lohnt: Der Interessent, der sein Geld in seine persönliche Entwicklung stecken will, und der Coach, der sich fragt: Wird mein Handwerk fruchten oder sitzt da ein "Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass-Kandidat?"
Wissenschaftler der City University in London haben untersucht, welche Faktoren auf Klientenseite dazu beitragen, das Coaching erfolgreich zu machen. 110 Berufstätige, quer durch die Hierarchien, waren dabei. Das Ergebnis ist einfach und bestechend. Hier sind die "magic three", die Klienten demnach von Coachings profitieren lassen: Gewissenhaftigkeit, Offenheit und Mut. Gewissenhaften Menschen gelingt das "Selbst-Management" besser, Offenheit ist Voraussetzung für Selbst-Reflektion und Mut braucht?s, um die "Comfort-Zone", also die Wohlfühl-Zone zu verlassen und sich auf zu machen zu neuen, unbekannten Territorien. Mehr dazu hier:
www.business.brookes.ac.uk/research/areas/coaching&mentoring/volume/stewart.pdfLabels: Coaching, Motivation, Persönliche Entwicklung, Qualität im Coaching, Ziele erreichen
posted by Wiebke Sponagel at 13:16
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4.11.07
Coaching und Karriereberatung: Geschickte Männer
Eine Frau ist unterwegs in einer fremden Stadt und findet das Ristorante Picasso nicht. Was macht sie? Sie fragt nach dem Weg. Was macht ein Mann? Er kauft einen Stadtplan, orientiert sich am Moosbewuchs oder geht einen Burger essen.
Bei Frauen überrascht Orientierungslosigkeit nicht sonderlich, eine gewisse Hilflosigkeit zur Schau zu stellen, gehört zum tradierten Rollenrepertoire. Männer dagegen wissen, wo es lang geht, auch wenn sie einen in die falsche Richtung schicken. Gut, ich übertreibe. Aber ahnen Sie, worauf ich hinaus will, jenseits der Klischees?
Ab und zu rufen wohlmeinende Ehefrauen bei mir an und sagen: "Mein Mann braucht dringend eine Karriereberatung. Wann hätten Sie einen Termin frei?" Auch Geschenk-Gutscheine für Ehegatten-Coachings werden nachgefragt. Meine Gesprächspartnerinnen sind überrascht, wenn ich die von ihnen geschickten Männer nicht beraten will, weil sie nicht aus eigenem Antrieb in die Beratung kommen. "Doch, doch", heisst es dann, "er will schon, er weiss es nur noch nicht..." Wir gönnen uns ein verschwörerisches Lachen, aber vermutlich lacht sie auch aus anderen Gründen.
Beide, Frauen und Männer, sind in irgendeiner Situation der Unsicherheit, wenn ich sie als Klienten kennen lerne. Aber in ihrem Rollenverständnis sehen sich die meisten Frauen, die Beratung wollen, nicht erschüttert - manche Männer schon. Dabei passen Handlungen wie die Initiative zu ergreifen und einen geeigneten Berater suchen doch wunderbar zum Rollenbild des tatkräftigen Mannes, oder?
Labels: Coaching, Karriereberatung, Persönliche Entwicklung, Rollenverständnis
posted by Wiebke Sponagel at 12:58
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28.10.07
Neue Zeiten, auch im Coaching: Über Berufseinsteiger und Kürbisköpfe
Na, leiden Sie morgen auch unter "Jetlag", weil die Uhren umgestellt sind? Dann tapsen die Berufsmaulwürfe wieder im Dunkeln zur Arbeit und nach Hause, vorbei an leuchtenden Plastik-Kürbisköpfen, die uns noch vor der Weihnachts-Lightshow sagen, es ist Kaufzeit für Pusemuckel-Kram.
Aber ich wollte ja auf etwas ganz anderes hinaus. Ich wollte Ihnen von neuen Zeiten im Coaching berichten, genauer gesagt, von einer Trendwende, die ich bei meinen Klienten beobachte. Als ich vor acht Jahren anfing, war meine Kundschaft überwiegend in meinem Alter, ein paar auch älter. Inzwischen sind sie jünger, viele um die Dreissig. Sie sind der "Generation Praktikum" um ein Haar entkommen, haben erste Berufserfahrungen und erleben, dass sie ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans: Überstunden noch und nöcher und dabei anspruchslose Inhalte, die nur langweilen. Vorgesetzte, die bei der Frage nach Feedback nur die Schultern zucken und sagen, ist doch alles in Ordnung. Erste Führungsaufgaben, die mit Elan angepackt werden, aber im Getriebe der innerbetrieblichen Unlust-Kultur versanden. Aus der Generation Praktikum ist eine Generation Arbeitsfrust geworden, scheint mir.
Woran liegts, am Umfeld oder an den Erwartungen? Vielleicht an beidem. Zum Schluss noch eine Meldung für diejenigen, die meinen - wie die meisten, die sich für das Lehramt entscheiden - als Lehrer ideal Beruf und Familie verbinden zu können: Es gibt jetzt eine Studie der
Uni Potsdam, nach der viele Lehramtsabsolventen die falsche Entscheidung getroffen haben und als Lehrer schlicht untauglich sind. Um das fürterhin zu vermeiden, haben der Beamtenbund (?!) und die Tarifunion einen
Fragebogen entwickelt, mit dem Interessenten angeblich ihre Eignung für den Lehrerberuf testen können.
Tja, dann kann ja nichts mehr schief gehen und wir können unsere Kürbisköpfe leuchten lassen...
Labels: Berufseinsteiger, Coaching, Entscheidung, Karriere
posted by Wiebke Sponagel at 13:01
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24.8.07
Neue Perspektiven - auch für PERSPECTIVE COACHING
Dies ist mein hundertstes Posting, liebe Leser, und im September beginnt für mein Coaching-Unternehmen das achte Geschäftsjahr - die Gelegenheit, um Ihnen mal wieder in eigener Sache zu schreiben!
Mein Firmenjubiläum fängt prima an - nachdem ich bisher den Beratungsraum mit einer Kollegin geteilt hatte, bin ich jetzt in mein eigenes Beratungszentrum umgezogen. Ich erlebe also das, worum es meinen Klienten so oft geht: Einen Neuanfang.
Meine erste Klientin in den neuen Räumen beglückwünschte mich spontan ? hier kann man sich wohlfühlen, sagte sie. Auch wenn das ein bisserl wie bei einer Oskar-Verleihung klingt, muss ich das hier mal loswerden: Ich danke meinen Klienten für ihr Vertrauen und ihre Empfehlungen. Auf diesem Fundament konnte ich mein Kerngeschäft - Orientierungs- und Entscheidungscoachings, Begleitung in Führungspositionen, Downshifting-, und Karriereberatung - solide ausbauen und diesen Schritt machen.
Dass das Vertrauen auch in den neuen Räumen zuhause ist, da bin ich mir sicher. Und für alle Klienten, die bisher mit dem Zaunpfahl gewunken haben und sich aus dem Grüneburgweg einen Becher Kaffee mit zu mir in die Beratung nahmen: Nicht mehr nötig! Sie bekommen jetzt bei mir einen frischen Espresso oder Cappuccino - und den gesunden Tee gibt`s natürlich auch noch...!
Labels: Coaching, Karriereberatung, Mein Blog, neue Perspektiven
posted by Wiebke Sponagel at 18:54
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3.8.07
Entscheidungscoaching: Wie soll ich mich entscheiden?
Der Mann sprach im Staccato. Es gehe um eine wichtige Personalentscheidung, die er zu treffen habe, und zwar subito. Ob wir wohl einen Termin ausmachen könnten für ein Entscheidungscoaching, heute oder morgen?
So hört sich das oft an, liebe Leser, wenn Menschen glauben, in Entscheidungsnöten zu sein. Da muss erst mal der Dampf raus - Zeit gewinnen heisst die Devise. Dann kann man sich, adagio, adagio, mit der Entscheidung befassen.
Die klassische Methode, eine Entscheidung anzugehen, habe, so sagen Management-Mythen, der amerikanische Aufklärer Benjamin Franklin erfunden: Machen Sie eine Pro- und Kontra-Liste und gehen Sie nach dem grössten Nutzen. Moralische Algebra nennt man dieses Vorgehen heutzutage. Sie unterstellt, dass wir Menschen logisch und kühl planend vorgehen. - Tun wir das?
Etliche Untersuchungen belegen inzwischen, dass dem nicht so ist. Wir entscheiden intuitiv, nach Bauchgefühl. Und was kaum jemand auf Anhieb glauben mag: Die Bauchentscheidung ist besser als die moralische Algebra. Sie lässt bewusst Informationen weg und konzentriert sich auf ein wichtiges Kriterium, "take the best" sagen die Entscheidungsforscher dazu.
In umfangreichen Tests wurde das intuitive Entscheiden einem komplizierten Rechenmodell, der multiplen Regressionsmethode, gegenüber gestellt. Ergebnis: Das Bauchgefühl hatte eine höhere Trefferquote als die langwierige Rechenmethode. Mehr zu den neuesten Erkenntnissen über Entscheidungen
hier.Schön und gut, sagte mein schnell sprechender Klient. Aber mein Bauchgefühl zieht mich mal hier, mal da hin...Auch dem Mann konnte geholfen werden. Coaching ist dazu da, neue Wege aufzuzeigen. Auch, um beispielsweise mit der inneren Unstimmigkeit umzugehen.
Labels: Coaching, Entscheidung, neue Perspektiven
posted by Wiebke Sponagel at 14:14
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10.12.06
Coachingthema: Mehr Vertrauen und andere Berater braucht das Land!
Letzte Woche habe ich hier vermutet, dass es der deutschen Wirtschaft an Vertrauen mangelt, jetzt haben wir es schwarz auf weiss: Das internationale Netz von Kommunikationsagenturen "Ecco" hat über viertausend Unternehmen in zwölf Ländern auf ihre Werteorientierung untersucht. Deutsche Unternehmen fallen in dieser Studie nicht durch moralische Stärke, sondern durch ihre Wettbewerbsausrichtung auf. "Soziale Verantwortung" liegt auf Platz 14, "Vertrauen" auf Rang 30, dem letzten Platz. In allen anderen Ländern werden moralische und soziale Werte höher eingestuft.
Ja, haben unsere Wirtschaftsbosse denn alle die falschen Berater?
Solche nämlich, die vergessen haben, dass das Vertrauen in "Made in Germany" uns einst zu Spitzenleistungen gebracht hat und immer noch bringen kann - siehe Klinsmann und seine Kicker. Meine Empfehlung: Entscheidungsträger, misstraut doch mal Euren Effizienz-Consultants. Mal abgesehen von dem Einsparpotential durch die Verabschiedung der teuren Beraterriege lägen weitere Gewinne auf der Hand: Weniger "Fern-Steuerung", mehr Verantwortung, mehr Selbst-Vertrauen und Vertrauen in die Mitarbeiter, also mehr Konkurrenzfähigkeit....
Labels: Coaching, Führung
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15.11.06
Coachingthema "Meine Arbeit wird nicht anerkannt." Rollen und Anerkennung
Seltsam, wie Themen uns manchmal anspringen und dann allgegenwärtig sind. So geht es mir momentan mit der Klage über fehlende Anerkennung. In der Karriereberatung kann ich sie nutzen und ummünzen in einen Antrieb, z.B. aus der "inneren" eine echte Kündigung zu machen.
Aber von überall weht mich dieses Lamento an. Eine Personalmanagerin erzählt mir mit Zornesfalten von ihrem Vorgesetzten. Er sei ein Phantom, vergrabe sich hinter seinem Schreibtisch und kümmere sich nicht um seine Abteilung. Im "Angeben" aber sei er gross: Er schmücke sich gern mit fremden Federn, und deklariere die von ihr und ihrem Team erbrachte Arbeit flugs in seine um.
Und nochmal dasselbe Thema, wieder aus einer anderen Richtung: Vor ein paar Tagen führte der Auftritt der früheren Direktorin des Frankfurter English Theatre, Judith Rosenbauer, bei einer Premierenfeier zum Eklat. Sie forderte vor Beginn der Vorstellung die Anerkennung ihrer Aufbauarbeit: Ihr Foto solle im Foyer auf ihre fast 20-jährige Leitung dieses in Europa einmaligen Theaters hinweisen. Was geschah? Die ehemalige Prinzipalin, einst hofiert und hochgeschätzt, wurde ausgebuht und schliesslich "polizeilich entfernt".- Auch kein Beispiel für überzeugendes Krisenmanagement, aber das nur am Rande.
Jede Wette, dass Rosenbauer sich mit dieser Aktion eher selbst geschadet hat, und dass meine Bekannte erst aufatmet, wenn entweder sie oder ihr Chef "geht". Aber diese Fälle zeigen deutlich, was manche nicht verstehen: Anerkennung ist an Rollen gebunden. Ein Chef kann die Erfolge seiner Mitarbeiter prima als seine verkaufen, und eine ehemalige Theater-Prinzipalin ist im Bewusstsein des Publikums eben nur eins: ehemalig.
Was ist nun die Moral von der G?schicht? Sollte ich Ihnen einen Rat geben wie in diesen Rezeptbüchern , z.B. "geben Sie auch mal an mit Ihren Leistungen, damit andere Sie anerkennen", oder "machen Sie sich nicht abhängig von der Meinung anderer"? Nein, zu allgemein. An beidem ist was dran und auch wieder nicht, denn jeder "Fall" ist anders.
Nur eins ist klar: Anerkennung ist Balsam für die Seele, wir alle brauchen sie. - Hab ich das nicht schön geschrieben...?
Labels: Coaching, Führung, Motivation
posted by Wiebke Sponagel at 13:48
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10.11.06
Coaching: Überzeugend Präsentieren - Ihr Weg zum strahlenden Redner
Präsentationen gehören zum beruflichen Alltag und sind doch als Bühne zum Sich-Beweisen oft gefürchtet. Wer verbindliche Regeln dafür sucht, sieht bald vor lauter Wald den Baum nicht mehr, soviele Anleitungen und Empfehlungen gibt es. "Präsentations-Ratgeber" in jeder Preisklasse machen sich in den Regalen der Buchhändler breit. Gemeinsam mit Kollegen habe ich mir vor kurzem für ManagerSeminare Neuerscheinungen zu diesem Thema näher angeschaut - wenn unsere Einschätzungen Sie interessieren, lesen Sie hier das
pdf-Dokument.Falls Sie allerdings das Gieskannenprinzip von "Ratgebern" nicht mögen und individuelle Unterstützung suchen, sollten Sie ein Präsentations-Coaching in Erwägung ziehen. Da geht es, jedenfalls wenn ich es mache, weniger um das Einhalten bekannter Rhetorik-und Präsentationsregeln. Ich lege Wert darauf, Ihre individuellen Stärken - z.B. Humor, Betonung, Stimme, Charme, Überzeugungskraft, Kreativität, Ausstrahlung, Argumentation, Klarheit - zu erkennen und zu fördern, frei nach dem Motto der
Oxford Union. "The diamond is already there. It is just a question of polishing it." Natürlich ist so ein Feinschliff ein Prozess, der etwas Zeit und Engagement braucht. Aber der Aufwand lohnt sich, und am Ende sieht man: Jeder Diamant hat ein eigenes Feuer.
Labels: Coaching, Präsentation, Selbstdarstellung
posted by Wiebke Sponagel at 12:16
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20.10.06
Coachingthema Zeitmanangement: Mensch, nimm Dir Zeit!
"Tut mir leid," höre ich manchmal in meinen Beratungen, "da bin ich nicht zu gekommen".
Kombiniert mit einem freundlichen Dackelblick und ebensolchen Worten heisst das oft im Klartext, "Coach, kannst Du das für mich machen?"
Delegation ist prima, Delegation entlastet, und wenn ich als Coach bestimmte Dienstleistungen anbiete, die über die Beratung hinausgehen, ist das okay. ABER, liebe Leser, nicht okay ist es, wenn Sie als Klienten nur noch Ihrer eigenen Zeit "hinterher" rennen, nur noch "funktionieren" als Rädchen im Getriebe und kaum noch einen eigenen Gedanken fassen wollen oder können.
Immer wieder gibt es bestürzende Meldungen über die Zeit, die in Partnerschaften zum Miteinander Reden genutzt wird: Je nach Untersuchung variiert das von täglich sechs bis neun Minuten. Elektronische Zeitplaner verfügen über uns, nicht wir über sie: Jede Minute ist verplant, das gute alte Gespräch als Gedankenaustausch passt wohl nicht mehr ins Konzept. Es ist gekommen, wie Hannah Arendt es vor 50 Jahren in ihrer "vita activa" vorhergesagt hat: Wir leben in einer Arbeitsgesellschaft, die sich in Arbeit und Konsum erschöpft. Ein bisschen "vita contemplativa", zur Wiederherstellung unserer geistigen Integrität würde uns manchmal gut stehen.
Also, liebe Leser, denken Sie mal darüber nach und nehmen Sie sich Zeit dafür...
Labels: Coaching, Zeitmanagement
posted by Wiebke Sponagel at 12:02
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20.9.06
Ein Jahr Coachingnews, frisch eingebloggt
Jetzt im September, liebe Leser, ist mein weblog ein Jahr alt. Anfangs dachte ich, es wird schwierig sein, regelmässig so über Coaching- und Karrierethemen zu schreiben, wie ich das vorhatte. Viele meiner Kollegen machen das ja auch, aber da ist mir Einiges zu "ratgeberisch", Manches zu persönlich, Manches nicht persönlich genug und Vieles ohne Unterhaltungswert.
Mein Blog sollte anders sein. Ich wollte Ihnen schmackhafte Miniaturen zum Thema Beratung bieten, aus meinem persönlichen Blickwinkel und mit einer Prise Ironie, dazu ein paar Informations-Happen, die für Sie nützlich sein könnten.
Inzwischen laufe ich mit Blog-Antennen durch die Gegend: Ideen für meine Postings begegnen mir überall, denn überall gibt es Veränderungen und Raum für neue Sichtweisen. Meine Webeinträge sind ein Ausguck geworden - egal, ob ich mir da alltagsweltliche Frauen und Männer (Merkel, Klinsmann) anschaue oder arbeitsweltliche Themen wie Zeitmanagement, Karriereentscheidungen und verallgemeinerbare Probleme aus meinen Beratungen.
Ich danke Ihnen, liebe Leser, dass Sie hier immer wieder vorbei schauen und mir teils persönlich, teils per e-mail Rückmeldungen und Anregungen zu meinen Veröffentlichungen geben. Neulich fragte jemand, wollen Sie das nicht mal ordnen nach Themengebieten? Darüber denke ich gerade nach - was meinen Sie, wäre mehr Ordnung hilfreich oder ist es gut, sich weiter von einer bunten Mischung überraschen zu lassen?
Labels: Coaching, Frauen und Karriere, Karriere, Mein Blog, Zeitmanagement
posted by Wiebke Sponagel at 13:02
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4.9.06
Coachingthema Entscheidungen in Karriere-und Lebensfragen.
Die Stimme klingt angeregt und heiter, was wenig zu dem passt, was ich sonst höre. Sie brauche unbedingt Hilfe bei einer Entscheidung, sagt die junge Frau in munterem Stakkato, sie habe momentan drei Studienplätze zur Auswahl: Einen in Frankreich, für den es eigentlich schon zu spät sei, und zwei in Deutschland, für die auch bald die Frist ablaufe. Sie habe den Samstag mit gepacktem Koffern auf einem Bahnhof verbracht und Züge mit Ziel Frankreich an sich vorbeiziehen lassen. Immer wieder lacht sie, wenn sie ihre Unentschlossenheit beschreibt: Eigentlich müsse sie mit Anfang zwanzig ja wissen, was zu tun ist, meint sie noch in mütterlichem Ton.
Ein amerikanischer Psychologe und Marktforscher, Christoph B. Melchers, hält eine Erklärung bereit für solches Zögern, das nach seiner Diagnose eine Neurose der westlichen Gesellschaft ist: Eine ganze Generation leide nämlich an "Abulie", krankhafter Willensschwäche. Das sei auch nicht weiter verwunderlich, sondern eine Folge des im Westen seit Jahrzehnten geltenden Gleichheitsgrundsatzes: Der Einzelne habe so viele Wahlmöglichkeiten in der Konsumwelt und für die Lebensplanung, dass er schliesslich davor kapituliere und im Stadium ewigen Beginnens verharre. Menschen könnten zwischen Lebensstilen genauso locker hin- und herwechseln wie zwischen Markenprodukten.
Ach ja, die Amerikaner. Sie sind einfach grandios darin, neue Märkte für Psychologen zu erschliessen: Klasse, wenn man bedenkt, dass der letzte Trend, der "shrink" für den Hund, nun auch hier bei zahllosen schlecht bezahlten Tiertherapeuten für Aufwind sorgt. Nur, was hilft es der jungen Frau, wenn ich ihr sage, dass es einer ganzen Generation von Amerikanern genauso geht ?
Unentschlossenheit kann viele Gründe haben und, wenn es sich um eine limitierte Phase im Leben handelt, auch sinnvoll sein. Man kann sie auch umkonnotieren in eine Zeit des Nachdenkens und Abwägens, was sich natürlich schlecht verträgt mit dem anglo-amerikanischen Mythos des schnellen "decision-making". Manche Entscheidungen brauchen eben Zeit. Was meinen Sie, soll ich dieses Posting jetzt veröffentlichen oder lieber noch ein bisschen damit warten....?
Labels: Coaching, Entscheidung, Lebensplanung, Persönliche Entwicklung
posted by Wiebke Sponagel at 10:29
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14.8.06
Coachingthema Wert(e)arbeit
Im Coaching geht es immer auch um Werte: Welche Werte bestimmen das Leben meiner Klienten, wie beieinflusst der allgemeine Wertewandel uns als Einzelne, Werte-Arbeit eben.
Unter "deutscher Wertarbeit" verstehen wir freilich etwas anderes, nämlich die Qualität und Wertbeständigkeit der Resultate unsrer Arbeit. Besonders wir Deutschen, heisst es immer, sind bereit, den Wert guter Arbeit anzuerkennen - wir legen gern etwas drauf für ökologische Produkte, für nachhaltig erzeugte Holzprodukte, für gute Dienstleistungen usw.
Schade nur, dass kaum jemand bereit zu sein scheint, die Wert-Arbeiter selbst angemessen zu honorieren und ihre Arbeitsplätze zu sichern. Eine ganze hochqualifizierte "Generation Praktikum" (Der Spiegel 31/06) arbeitet zu Minimalpreisen, ohne je eine Festanstellung zu. bekommen. Löhne und Gehälter in Deutschland stagnieren oder entwickeln sich nur schwach. Es heisst, einfache und mittlere Angestellte könnten froh sein, überhaupt noch Arbeit zu haben. Als Dankeschön erhalten Unternehmen regelmässig Geschenke von von ihrer Belegschaft: Überstunden, von denen nur noch 15 Prozent gezahlt werden.
Die Verantwortlichen für diese Prozesse haben inzwischen für sich eine "Anpassung an internationale Managergehälter" erreicht: Nach Angaben der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. sind die Gehälter der DAX-Vorstände von 2003 bis 2005 von 401 auf 486 Millionen Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 21 Prozent. Einzelne Stimmen, z.B. Prof. Joachim Schwalbach von der Humboldt-Universität, mahnen an, dass es nur zwei Indikatoren für die Angemessenheit von Vorstandsgehältern gebe: Das Verhältnis zur Leistung der Unternehmen und das zu den restlichen internen Firmen-Gehältern - von beidem sind diese Zahlungen "abgekoppelt". Mit anderen Worten: Schizophren ist normal geworden.
Warum erzähle ich Ihnen das? Sie, meine Klienten und Leser, wissen das ja längst: Es sind genau diese Prozesse, die Sie dazu bewegen, Beratung in Anspruch zu nehmen und inmitten widersinniger Verhältnisse neue Perspektiven zu suchen. Ich glaube, ich wollte Ihnen einfach mal sagen, dass ich in dieser Hinsicht parteiisch, nämlich auf Ihrer Seite bin.
Labels: Coaching, Motivation Gehalt, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 11:19
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5.8.06
Karriereberatung und Coaching: Gemeinsamer Klimmzug aus der Krise
In letzter Zeit ertappe ich mich gelegentlich dabei, dass ich die beiden Beratungstypen aus meinem Angebot, Coaching und Karriereberatung, zusammenbringe. "Eigentlich" hat jede Beratungsart eigene Schwerpunkte und Techniken.
Coaching, so wie ich es verstehe, ist ein Ansatz, der die Stärken meiner Klienten nutzt, um Langzeitperspektiven für's Leben zu entwickeln. Um das zu verdeutlichen, frage ich gern, "Stellen Sie sich vor, Sie sind am Ende Ihres Lebens angelangt und blicken zurück. Wie glauben Sie, sollte Ihr Leben dann aussehen?" Gut, liebe Leser, Sie wenden ein, dass ein Leben, auch wenn man es mal genau plant, nie genau nach Plan läuft. Stimmt. Dann kann man den Plan anpassen oder ändern. Aber die Wenigsten haben einen Lebensentwurf - sie leben vor sich hin und fragen irgendwann "wo bin ich jetzt eigentlich und wo soll?s mit mir noch hingehen?"
Karriereberatung dagegen konzentriert sich ziemlich pragmatisch auf kürzere Zeiträume. "Wo will ich beruflich in etwa 5 Jahren sein," so ist die Grundfrage. Dazu steht mir als Beraterin ein anderer "Werkzeugkoffer" zur Verfügung, z.B. Unterstützung für die Selbstpräsentation in der Bewerbungsphase.
Manchmal ist eine Kombination von beiden Ansätzen nötig und sinnvoll. Dann nämlich, wenn ein Klientenleben aus irgendeinem langfristig motivierten Grund beruflich in eine Krise gekommen ist. Eine Bankerin zum Beispiel gesteht sich ein, den Beruf nur aus Zweckgründen ergriffen zu haben und ist mittlerweile angeödet und frustriert. Sie weiss, dass ihr Job ihr relative Sicherheit bietet, sehnt sich aber nach einer Herausforderung auf einem ganz anderen Gebiet. Für so jemanden ist es sinnvoll, die Stärken beider Beratungstypen zu vereinen, um eine langfristige Perspektive mit "Hand und Fuss" zu entwickeln. Ich finde, gut ist, was nützt - Sie nicht auch?
Labels: Coaching, Karriereberatung
posted by Wiebke Sponagel at 09:52
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28.7.06
Coachingthema "Berufliche Entscheidung"
Gerade bereite ich mich auf ein Coaching vor, bei dem es um eine berufliche Entscheidung geht. Da kommt mir ein Satz meiner Freundin und Supervisorin in den Sinn, "wer sich entscheiden muss, weiss nicht, was er will".
Das klingt prägnant und provokativ, und ruft erst mal heftige "ja, aber...-Reaktionen" hervor. Vielleicht fehlen ja ein paar Worte in diesem Satz, und er müsste heissen, "wer lange Zeit für eine Entscheidung braucht, weiss (vorübergehend) nicht, was er will."
Entscheidungen für oder gegen etwas sind unser täglich Brot, sie fallen leicht, wir denken gar nicht mehr lang darüber nach. Aber eine Entscheidung für oder gegen einen Job, den beruflichen Umstieg oder ähnliches sprengt den Rahmen unserer Entscheidungsroutinen.
Eine solche Entscheidung schüttelt man nicht unbedingt aus dem Ärmel, es sei denn, man hat schon lange auf sie hingearbeitet. Wer kontinuierlich eine bestimmte Position angestrebt hat, wird sie ohne langes Zögern annnehmen, wenn das Angebot da ist. Von diesen Menschen heisst es dann, sie wissen, was sie wollen - sie sind auf die Entscheidungssituation vorbereitet.
Manche Entscheidungen brauchen einfach Zeit. In dieser Phase der Abwägung dürfen wir ruhig auch mal nicht wissen, was wir wollen. Nehmen wir uns die Zeit, es herauszufinden.
Labels: Coaching, Entscheidung, Lebensplanung
posted by Wiebke Sponagel at 11:46
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21.7.06
Coaching: Über richtige Zeitpunkte, trotz Hitze
In England sind Sandstreuwagen unterwegs, um den schwimmenden Asphalt zu binden. Europa brütet unter einer Hitzeglocke, das Arbeiten wird anstrengend. Ich habe nun schon ein paar Anfragen bekommen, die in die freundlichen Worte gekleidet waren "Könnten Sie, trotz Hitze...?"
Trotz Hitze schreibe ich also einen Blog, ein P.S. zu meinem letzten Posting. Unser Nationalcoach hat die Nation inzwischen verlassen. Die Klinsmann-Verbrater von der Bild-Zeitung waren mit der Kamera dabei, als er durch eine Sperre ging - vielleicht am Flughafen, vielleicht am Dienstag, vielleicht auch irgendwo und irgendwann. Bilder sprechen, was man ihnen "unterstellt."
Das Klinsmann-Thema hat wie auf meiner Site auf vielen Coaching-Foren und Seiten ein Echo gefunden. Überwiegend heisst es, der Mann macht's richtig, er geht im richtigen Moment. Aber woher wissen die das? Sind alle "Insider", die die Ränke im DFB beurteilen können und Auguren, die die Zukunft sehen, dazu? Und selbst wenn es prognostizierbar wäre, dass "so ein Erfolg nicht wiederholbar" ist, was macht das? Würde ein Misserfolg bei der EM unseren Helden vom Sockel reissen?
Klinsi hätte bleiben sollen. Genau wie wir seinen Glückstaumel geteilt haben, teilen wir die Angst vorm Scheitern und die Hoffnung, es meistern zu können. Im Titel "Weltmeister der Herzen" ist das Misslingen schon mitgedacht, verziehen und bewundert. Der Mann hätte es uns weiter zeigen können, wie man mit Mann und Maus untergeht und wieder auftaucht, um weiter zu machen. Denn dass zu lernen ist die eigentliche "Coaching-Aufgabe" im Leben, oder?
Lassen Sie es sich gut gehen, trotz Hitze!
Labels: Coaching, Persönliche Entwicklung
posted by Wiebke Sponagel at 11:51
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13.7.06
Coaching durch Vertrauen - Wir sind Klinsmänner
Kaum ein Auge blieb trocken, als Klinsmann gestern auf allen Kanälen seinen Abschied erklärte. Er murmelte etwas von Burn-Out, sagte immer wieder "danke" ans Team, an die Nation. Da war auch dem Letzten klar: Der ist einer von uns, wir sind Klinsmänner.
Jeder deutsche Teamleiter hatte in den vergangenen Wochen eine Projektionsfläche für's eigene berufliche Freud und Leid: Der Betrieb wurde zum Spielfeld, die Vorgesetzten zu grantelnden DFB-Herren. Der schafft noch nicht mal die Vorrunde, hiess es, als die Weltmeisterschaft begann, und dann "fliegt" er. Genau jene Art von Misstrauen, die viele in ihrem Arbeitsumfeld erleben, ohne dass es einer offen ausspricht.
Der schwäbelnde Familienvater schaffte, wovon alle träumen: Er hatte Erfolg, Sympathien und am Ende noch absolute Entscheidungsfreiheit. Wieso? Vermutlich, weil er seinen "Jungs" vertraute, ihnen einen absoluten Erfolgs-Kredit gab - Vertrauen verleiht Flügel.
Was wäre also die lesson to be learnt fürs deutsche Management? - Bleibt Klinsmänner und vertraut Euren Mitarbeitern, anstatt Angst-Management zu betreiben und mit Entlassungen und anderen Repressalien zu drohen.
Der schwäbelnde Traum kuriert jetzt seinen Burn-Out aus. Und die Teamleiter in deutschen Unternehmen...?
Labels: Coaching, Führung, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 18:19
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26.6.06
Coachingtrend "Störungen" - jenseits des Kanals
Was gibt's Neues im Heimatland des Coachings, frage ich mich ab und zu, und stöbere dann auf den Webseiten und -logs englischer Kollegen. Weshalb? Ganz einfach, weil viele dieser Trends mit etwas Verspätung in Deutschland als neues Geheimrezept ankommen.
So fand ich jetzt bei Tom Peters folgende Schlagzeile: "Re-Imagine. Business Excellence in a Disruptive Age". Aufhänger dieses Coaching-Konzepts sind die "disruptions", Störungen also, die von aussen oder innen kommen und den normalen Betriebsablauf vereiteln. Mehr noch, Peters nennt unser ganzes Zeitalter "disruptive", also mit Störungen durchsetzt.
Holla, welch ein kultureller Unterschied. Bei dem von der Kicker-WM verschriebenen Stimmungshoch hierzulande ist schon der Gedanke an Störungen störend. Politik? Streikende Ärzte? Hoher Krankenstand im Betrieb? Ineffiziente Prozesse im Projekt? Ehekrach? Stört alles. Nehmen wir ein paar Schlucke aus der Budweiser-Dose und geben wir uns der Fussball-Party hin.
Störungen als konstruktiv zu sehen und mit bzw. an ihnen zu arbeiten, davon sind viele von uns meilenweit entfernt. Störungen "gehören abgeschafft" - sie ins Daseins-Konzept zu integrieren, wäre hier wirklich neu. Na, mal sehen, was unsere Coaching-Gurus in ein paar Monaten verkünden, wenn die Sommerpause vorüber und business as usual ist ... vielleicht ein neues Coaching-Programm, das " Störungen als Plus im Leben" heisst?
Labels: Coaching, Firmenkultur, Persönliche Entwicklung
posted by Wiebke Sponagel at 13:55
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12.6.06
Coaching: Mit klaren oder erreichbaren Zielen in die Zukunft?
Kennen Sie auch diese Paradoxien des Alltags?
Ein Laden propagiert "Kundenfreundlichkeit", und die Verkäuferin zuckt mit den Achseln, wenn Sie nach einer Variante fragen "wenn's da nicht dabei ist..." Eine Firma pocht darauf, dass ihre Mitarbeiter ihr "grösstes Asset" sind, und setzt ein Drittel davon frei. Jemand hat einen Unfall an Ihrem Wagen verursacht und fordert von Ihnen Schadensersatz... es gibt unzählige Beispiele.
Eine Paradoxie, die mir beruflich immer wieder begegnet, ist die in der Ratgeberliteratur verbreitete Erwartung, jeder Mensch müsse jederzeit in seinem Leben über einen genauen "Lebens- oder Zielplan" verfügen. Gerade liegt mir eine Stellenanzeige vor, die werbewirksam titelt "Mit klaren Zielen in die Zukunft". Als wenn das Leben ein Schaltplan wäre, der nur die richtigen "Einstellungen" braucht.
Bei den Lebensläufen, die ich kennen lerne, ist manches von Zufällen abhängig gewesen. Was vor fünf Jahren mal ein Lebensziel war, ist es jetzt vielleicht nicht mehr, weil sich inzwischen die Rahmenbedingungen geändert haben. Wer dem Wandel im Leben mit einem rigiden Zielplan begegnet, wird ins Straucheln kommen, egal wie klar die Ziele sind. Aber stellen Sie sich die Stellenanzeige mal mit dem Titel "Mit erreichbaren Zielen in die Zukunft" vor - klingt irgendwie gar nicht mehr nach dem üblichen Management-Verbalschaum.. .
Labels: Coaching, Lebensplanung, Ziele
posted by Wiebke Sponagel at 12:57
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30.5.06
Selbst-Coaching: Mit Problemen auf den Hund gekommen
Mittlerweile ist die deutsche Vorliebe, manches als Problem zu sehen, zum Bonmot geworden: "ich hätt emol gern e Problem mit Ihne", so die hessische Persiflage von "ich hab da ein Problem."
Ein Problem, so meint man, hat keiner gern - oder doch? Mir fällt immer auf, dass eine Affinität besteht zwischen dem Problem und dem Menschen, der es hat. Fast so, wie Hundebesitzer oft ihren Vierbeinern ähneln. Ich hatte zum Beispiel mal eine ausgesprochen mopsgesichtige Kollegin ... aber das würde jetzt zu weit führen.
Sollten Sie auch ein stolzer "Problembesitzer" sein und - bei aller Pflege!- manchmal nicht wissen, was Sie damit anfangen sollen, hier ein paar Anregungen:
- Bürsten Sie es mal gegen den Strich, schauen Sie es aus einem anderen Blickwinkel an.
Hat es jetzt irgendetwas Unerwartetes, was Sie vorher nicht wahrgenommen haben? - Wenn Sie das Problem so an der Leine führen, überlegen Sie sich doch mal, was es Ihnen nutzt. Auch wenn Sie glauben, Sie könnten gut darauf verzichten, denken Sie darüber nach, was Ihnen ohne Problem fehlen würde.
- Wie "füttern" Sie Ihr Problem? Welchen Beitrag haben Sie geleistet, damit es so gross geworden ist?
- Wem könnten Sie das Problem hin und wieder zum Gassi führen geben? Gibt es jemanden, der bei der Problemhaltung helfen könnte?
- Wenn Sie das Problem ab und zu "streicheln", und ihm zu verstehen geben, dass es bei Ihnen sein darf, wie verhält es sich dann? Wird es kleiner, wenn Sie es akzeptieren?
Viel Erfolg bei der artgerechten Haltung Ihres Problems wünscht Ihnen Wiebke Sponagel
Labels: Coaching, Persönliche Entwicklung, Selbstcoaching
posted by Wiebke Sponagel at 14:33
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29.3.06
Coach-Suche: Traut keinem "Napoleon-Coach" oder woran erkennt man einen guten Coach?
Schon früher habe ich
an dieser Stelle auf die Diskussion um Scharlatanerie in der Coaching-Branche aufmerksam gemacht, hier nun für meine lieben Leser die neueste Variante:
In seinem letzten
Newsletter wirft ein Star-Coach, Christopher Rauen, einen kritischen Blick auf andere Star-Coaches, von ihm so genannte "Napoleon-Coaches". Über seine Motive mag man anderswo spekulieren.
Gemeint sind nicht etwa Coaches mit Alkoholproblem, sondern solche mit überdurchschnittlicher narzisstischer Prägung, denen eine Aura allseitiger Bewunderung vorauseilt. Die Kehrseite: Kritik verträgt ein Napoleon nicht. Die Fähigkeit aber, offen für Kritik zu sein und die eigene Beraterleistung immer wieder kritisch zu bespiegeln oder bespiegeln zu lassen, ist absolut notwendig für einen konstruktiven Beratungsprozess.
Rauen konstruiert einen Fall und benennt den Schaden, den so ein Napoleon-Coach anrichten kann. Hier die Kurzfassung: Das Coaching motiviert den Klienten zu zunehmender Skepsis gegenüber seinem Umfeld, was letztlich dazu führt, dass er seinen Posten verliert. "Napoleon" hat das natürlich kommen sehen, Coach und Klient sehen sich vereint im Kampf gegen die böse Welt. In anderen Worten, der Klient ist am Ende isoliert, hält aber immer noch grosse Stücke auf seinen Coach und dessen "seherische Fähigkeiten" und empfiehlt ihn ev. auch noch weiter.
Die Moral von der Geschicht? - Klar, traue keinem Napoleon nicht, oder:
Klient, falle nicht auf großspuriges Auftreten rein. Nanu, denkt mein aufmerksamer Leser da, das entspricht so gar nicht dem Credo unserer Zeit, das multimedial, für Vorstellungsgespräche und überhaupt ein "offensives Selbst-Marketing" empfiehlt. Aber dass allzu deutliche Selbstdarstellung blendet, wissen wir ja längst, und dass wir uns auch mal gern blenden lassen, auch...
Die implizite Frage, ob man als Klient denn nicht einmal mehr einer Empfehlung trauen kann, löst Rauen auf gewohnt elegante Weise: Er rät Interessenten, sich zu erkundigen, ob der Coach sich supervidieren lässt, also für seine eigenen (anonymisierten) Fälle selbst Beratung in Anspruch nimmt und feedback bekommt. So eine/r kann kein narzisstischer Coach sein, folgert Rauen.
Es sei denn, fällt dem nun wirklich skeptisch gewordenen (!) Leser ein, auch der Supervisor ist so ein Napoleon...
Ja Zapperlott, gibt's denn überhaupt kein objektives Erkennungsmerkmal für einen guten Coach, höre ich Sie jetzt fragen.
Es gibt eine Summe von Merkmalen, die einen guten Coach ausmachen. Die sind, zugegeben, nicht so offensichtlich wie das Verhalten eines Blender-Coaches. Dazu gehört in der Tat, sich supervidieren zu lassen, aber auch, einen Vertrag mit klaren Rahmenbedingungen anzubieten, sich am Markt zu behaupten, offen zu bleiben für Kritik, den Prozess transparent zu gestalten und einiges mehr.
Oder haben Sie da etwa Einwände, liebe Leser....?
Labels: Coaching, Qualität im Coaching, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 13:59
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16.3.06
Coaching - nimmt Sie der Coach bei der Hand?
Neulich sass mir im Vorgespräch ein etwa 40-jähriger Familienvater gegenüber. Plötzlich erschien ein Runzeln auf seiner Stirn - er fragte, ob ich auch sicher während seiner gesamten Bewerbungsphase "für ihn da" sei?
Ich fragte zurück, ob er nun meine Urlaubszeiten wissen wollte oder wie ich das verstehen solle. Er müsse sich einfach hundertprozentig darauf verlassen können, dass er sich, falls sich ein Bewerbungstermin anbahne, jederzeit an mich wenden könne.
Ich grinste ihn an und antwortete, Coaching mache nicht abhängig, sondern befähige zum selbstständigen Handeln. Er könne also sicher sein, dass er durchaus eine Woche ohne mich erfolgreich überstehen könne. Das freilich war für ihn nicht akzeptabel.
Gut, dass wir darüber gesprochen haben, kann ich da nur sagen. Das Berufsbild "Coach" ist für viele vage, und weckt Erwartungen mit unzähligen Facetten. Und gerade gegenüber einem weiblichen Coach scheint manchmal die Hoffnung auf eine mütterliche Anleiterin, die eine/n bei der Hand nimmt, mitzuschwingen.
Und klar, manchmal würde ich meine Klienten auch gern aus ihrer momentanen Unsicherheit rausführen, die Vorstellung ist verlockend. Aber ich bin keine Schamanin oder Übermutter oder Zauberin, und meine Klienten sind keine Kinder mehr. Sie wollen selbst mit der grossen Herausforderung des Erwachsenenseins umgehen können, nämlich Krisen zu meistern und Unsicherheit auszuhalten. Dafür brauchen sie ab und zu, aber nicht rund um die Uhr, einen Ansprechpartner, der ihnen neue Wege zeigt. Gehen können sie schon allein.
Labels: Coaching, Führung, Qualität im Coaching
posted by Wiebke Sponagel at 15:13
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2.3.06
Coaching - was nutzt es?
Seit sich Anfang des Jahres Stefan Kühl, Soziologie-Professor und Organisationsberater, mit der Behauptung meldete, Coaching habe nur Placebo-Effekte, herrscht allerlei Aufregung in der Branche, an der ich Sie, liebe Leser, gern teilhaben lasse.
Diese und andere seiner Thesen zur Wirksamkeit von Coaching, die auf Interviews mit 25 Personen beruhen, sind durchaus lesenswert und können
frei heruntergeladen werden. Freilich gibt es auch eine relativ
neue Studie, die genau das Gegenteil, nämlich einen hohen Nutzen für Coaching postuliert. Diese Studie basiert auf der Zusammenfassung von 22 empirischen Forschungsarbeiten.
Wir wissen ja, für jede These gibt es eine Antithese, für jede Statistik eine Gegenstatistik. Wem nutzt nun diese Diskussion? Höchstwahrscheinlich Herrn Kühl und seinem Ruf als Provokateur und einigen anderen, die sich nun aufmachen, den Berufstand zu verteidigen. Das alles ist ja sehr ehrenhaft, selbst die Provokation ist das, denn sie bringt uns Vordenker zum Nachdenken. Nur - wen interessiert's?
Würden Sie als Coaching-Klient sich von einer Studie beweisen lassen wollen, dass Coaching wirksam ist?
Das Problem ist doch so alt wie die Menschheit: Der Streit um Glauben und Wissen.
Was können, was wollen wir wissen und was können, und wollen wir glauben?
Tertullian, (160 n.Ch.) der Schöpfer des Kirchenlateins, wird gern mit dem Satz zitiert "credo quia absurdum est" - ich glaube, weil es widersinnig ist. Nun will ich Coaching nicht in die Sphären religiöser Verzückung erheben - oder doch? Coaching kann ganz pragmatische Probleme lösen helfen, es kann aber auch ein bisschen zaubern, finde ich immer, wenn ich meine Klienten strahlen sehe: Sie schaffen etwas, was sie sich vorher nicht zutrauten, sie sind erfolgreich, und dann strahlen sie.
Ich brauche keine Studien, um das zu sehen.
Und im übrigen, wissen (!) wir nicht alle, dass Placebos die wirksameren Medikamente sind...?
Labels: Coaching, Qualität im Coaching
posted by Wiebke Sponagel at 15:46
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10.2.06
Coachingthema: Führungskräfte, soziales Gewissen und Studien
Was, liebe Leser, nützen uns Studien? Na, wie Sie sehen, geben sie mir Futter für meine Coaching-News - ich finde, sie eignen sich prima, um über aktuelle Trends im Berufsleben mit Auswirkungen auf Coaching zu berichten. Allerdings lohnt es sich, genau hinzuschauen, woher die Studie kommt.
Wenn eine Beraterfirma eine Studie erstellt, hat sie ein gleich zweifaches Benefit: Sie kann ein wissenschaftliches Interesse als Türöffner nutzen, um z.B. Führungskräfte zu interviewen. Ganz nebenbei kommt man ins Gespräch über die Services, die man sonst noch anbieten kann. Auch bei der Veröffentlichung ist man dann nochmal in aller Munde, nämlich als Unternehmen, das mit Fakten arbeitet - klasse PR.
Gerade bin ich wieder über so eine Untersuchung gestolpert, diesmal vom internationalen Beratungsunternehmen DDI zum Thema "
Leaders on Leadership". Toll, was Englisch da wieder leistet - "Führungskräfte über Führung" klingt ja eher nach eingschlafenen Füssen. Befragt wurden 100 britische Chefs und je 50 deutsche und französische - eine Studie mit Schlagseite zugunsten der Britischen Top-Manager also.
Aber jetzt kommt das Beste: Lanciert wird das Werk hierzulande unter dem Titel "Deutsche Chefs mit sozialem Gewissen". Dazu heisst es im Pressetext: "Die Deutschen zeigen sich übrigens als die Nation mit dem am stärksten ausgeprägten sozialen Gewissen: Nahezu die Hälfte aller Befragten empfindet es als eine der drei unangenehmsten Eigenschaften ihrer Position, Entscheidungen treffen zu müssen, die anderen Personen schaden."
Nun frage ich Sie, liebe Leser, wo ist da der kausale Konnex?
24 deutsche Manager finden es unangenehm, anderen zu schaden - also vermutlich, Trennungsgespräche zu führen - haben die dann automatisch ein soziales Gewissen? Im Grunde heisst das, das soziale Gewissen ist ein unangenehmes Gefühl geworden in Deutschland. Man findet ja so manches unangenehm im Leben und macht es trotzdem.
Tja, liebe Leser, was bringt uns nun diese Studie? Irgendwie ein unangenehmens Gefühl, oder...?
Labels: Coaching, Führung, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 13:59
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18.1.06
Ein Fall für Coaching ?
"Bin ich überhaupt ein Fall für Coaching," fragte mich neulich jemand mit banger Stimme am Telefon. Das klang wie "habe ich wirklich Krebs im fortgeschrittenen Stadium?"
Auf eine so wunderbare Suggestivfrage kann die Antwort ja nur lauten
"nööö, Sie doch nicht", worauf der Anrufer sich erleichtert bedankt und verabschiedet.
Aber so leicht, liebe Leser, gibt es keine Absolution, und schon gar nicht von mir! Und bei genauerem Hinsehen hat die Frage was - stellen wir sie doch mal anders: Wer kommt eigentlich für Coaching in Frage?
Da Coaching eine berufsbezogene Beratungsform ist, zunächst mal alle diejenigen, die ein berufliches Anliegen haben: Berufliche Veränderung oder Neuorientierung oder Konflikte oder Stress am Arbeitsplatz...Sie merken schon, da entsteht eine lange Liste.
Anders als Coaching, das Menschen in beruflichen Kontexten und Rollen sieht, betrachten klassische Therapieformen den Patienten überwiegend in familiären Rollenkonstellationen. Im Coaching gibt es Klienten, in der Therapie Patienten. Im Umkehrschluss heisst das: Ein Coachee sollte psychisch so gesund sein, wie man's eben ist im heutigen Berufsleben:
63 Prozent der deutschen Arbeitnehmer in Betrieben mit "Umstrukturierungen" klagen über Stress, in Unternehmen ohne Entlassungen sind es immerhin noch 52 Prozent (
Fehlzeiten-Report für das Jahr 2004 ).
Aber vielleicht am wichtigsten ist: Die "Fälle für Coaching" sollten auf eigene Initiative Beratung suchen und nicht, was auch manchmal vorkommt, "geschickt" werden. Dann kann was dabei rum kommen: Eine Lösung, ein neues Ziel, eine neue Perspektive. Und, was meinen Sie: Sind Sie ein Fall für Coaching?
Labels: Coaching, Qualität im Coaching
posted by Wiebke Sponagel at 16:13
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11.1.06
Handschlag genügt - oder doch nicht? Verträge in der Beratung
Bei manchen Geschäften genügt ein Handschlag, und die Sache ist besiegelt. Einige Kollegen machen das in ihrer Beratung auch so: Der Klient erfährt mündlich, wie die Beratung abläuft, welche beiderseitigen Regeln gelten und damit ist's gut.
Ganz so gut nun doch nicht, wie eine Auseinandersetzung am Kamener Amtsgericht zeigt. Dort stritten sich im letzten Mai Coach und Klient ( wirtschaft & weiterbildung 1/06). Der Coach bestand darauf, dass eine geschäftliche Beziehung existierte und verlangte sein Honorar, während der Klient behauptete, beide Parteien hätten sich rein privat in den Tagungsräumen eines Hotels getroffen.
Der Haken war, dass ein Vertrag fehlte, der die Art der Beziehung definierte. Der Ort der Veranstaltung veranlasste das Gericht schliesslich, im Sinne des Coaches zu entscheiden, allerdings mit Abstrichen beim Honorar: Auch die Länge der Sitzungen konnte der Coach nicht belegen.
Dumm gelaufen, für beide Seiten. Der Klient braucht einfach Klarheit über grundsätzliche Abläufe und Rahmenbedingungen. Und ehrlich gesagt kapiere ich nicht, weshalb das nicht durch einen schriftlichen Vertrag geschehen soll. Im Artikel heisst es, Klienten seien manchmal nicht offen für die formale Regelung einer "sehr persönlichen Beziehung."
Nun frage ich Sie, was sind das für Klienten oder welche Berater meinen das von ihren Klienten? Meine Klienten haben den Vertrag bisher als Teil der gegenseitigen Qualitätsmanagements begrüsst. Er ist flexibel genug, um die Grundbedingung des Coachings - die Freiwilligkeit des Klienten - zu erlauben und individuell anpassbar.
Und schliesslich: Wieso "sehr persönliche Beziehung?" Reden wir hier von einem Ehevertrag? Eine Beratung ist eine professionelle Beziehung, die natürlich persönliche Inhalte haben wird. Und klar, diese professionelle Beziehung steht und fällt mit dem Vertrauen, das beiderseitig bestehen muss. Aber damit endet die Gegenseitigkeit - oder möchten Sie von Ihrem Coach das Neueste aus seiner Beziehungskiste hören?
Jaaaa? Na dann starte ich demnächst einen anderen Blog...
Labels: Coaching, Qualität im Coaching
posted by Wiebke Sponagel at 16:56
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5.1.06
Was bringt's?
Nun ist das neue Jahr fünf Tage alt, und manch eine/r würde gern vorhersagen können, was es uns bringt. Das Orakel unserer Tage heisst Trendforschung - für Sie, liebe Leser, habe ich ein paar Trendforschungsadressen besucht und bin auf Interessantes und Skurriles gestossen.
Zukunftsforscher Matthias Horx gibt sich optimistisch. Für das nächste Jahr hat er sich vorgenommen, mit dem Jammern aufzuhören...- was will uns das sagen?
Besonders unterhaltsam ist es, frühere Prognosen zu begutachten mit Blick auf das, was daraus geworden ist. Ich habe eine
Studie von 2003 über den angeblichen Trend "Speed Wellness" für junge Frauen gefunden - ich sage Ihnen, was habe ich gelacht! Mal ehrlich, was halten Sie von Schlagzeilen wie "Wellness auf Knopfdruck" - "Outsourcing des Alltags" "Gefühltes Alter aus der Tube" und, der absolute Brüller! - "Power-Pampering als Glücks-Service"?
Klasse, nicht? Mir kommt das vor wie Dummheit aus der Tube, aber als 45-jährige habe ich auch gut Lachen. Ist am Ende ein Körnchen Wahrheit drin? Sicher arbeiten junge Frauen hart an sich selbst, und vielleicht bietet solch selbsthypnotisches Schaumwerk manchen dabei für's Erste Orientierung. Möglicherweise wollen auch irgendwelche Technokraten aus Management und Ratgeberindustrie einen Robo-Menschentyp am Werk sehen, die Idee ist ja nicht gerade neu. Aber was bringt das? Endlose Effizienz durch programmierte, also seelenlose Funktionsträger? Und wenn ja, wäre das wünschenswert?
Aber zurück zur Eingangsfrage. Zukunft ist, so scheint's, immer noch nicht vorhersehbar - höchstens planbar, wie in Coaching und Karriereberatung. Aber vielleicht war die Frage auch nicht richtig gestellt. Vielleicht sollte sie heissen, was kann ich tun, damit 2006 mir etwas bringt?
Labels: Coaching, Karriereberatung, Orientierung
posted by Wiebke Sponagel at 17:17
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23.11.05
Nach der Kündigung: Mit Schwung zur beruflichen Neuorientierung
Immer wieder treffe ich in meiner Beratung auf Menschen mit "Kündigungs-Schock". Damit meine ich Klienten, die nach einer Kündigung zunächst wie betäubt vor den nötigen Entscheidungen stehen.
In dem Mass freilich, wie Betäubung und Schock nachlassen, sollte der Tatendrang zunehmen. Schauen Sie sich mal mein Logo an: Es zeigt eine dynamische Bewegung, die aus einem grauen Block kommt - genau so sollten Sie auf die Krise reagieren: Aktiv werden, in Schwung kommen. Vielleicht brauchen Sie dazu einen Katalysator, der Ihnen hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Ihre Stärken herauszufiltern, Ihre Energien in eine neue Richtung zu bündeln, einen Coach eben.
Was wollen Sie wirklich und wie praktikabel ist das? Das herauszufinden, ist für viele eine schwierige Aufgabe, die durch Nachdenken allein kaum zu lösen ist. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, schauen Sie mal auf meiner
webpage vorbei, oder melden Sie sich bei mir - bis bald!
Labels: Coaching, neue Perspektiven, Orientierung
posted by Wiebke Sponagel at 18:19
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17.11.05
Von der Fach- zur Führungskraft: Echt stark, so ein Coaching.
Es gibt viele Anlässe für Coaching. Ich sehe an der Nachfrage, dass die Begleitung des Wegs von der Fach- zur Führungskraft dabei ein besonders wichtiger ist.
Weshalb?
Ein Aufsteiger hat den Rollenwechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten zu bewältigen. Für diese Herausforderung, die sowohl die Selbstpräsentation als auch die Selbstdefinition betrifft, ist die Unterstützung durch Coaching überaus wertvoll. Nach einer Untersuchung von Pirzl (2004) gibt es aber folgende Hinderungsgründe:
- Selbstüberschätzung und persönlicher Stolz
- Mangelnde Bereitschaft, sich nach außen zu öffnen
- Mangelnde Informationen über Coaching
- Keine Bereitschaft, Schwächen zuzugeben
- Negative Erfahrungen mit Beratern
- Angst, als schwache Führungskraft zu gelten
- Kosten
Was meinen Sie: Kann ein Aufsteiger, der solche Hinderungsgründe kultiviert, auf Dauer erfolgreich sein?
Nehmen wir an, Sie entscheiden sich dafür, den bevorstehenden Karriereschritt kompetent begleiten zu lassen -wann ist der optimale Einstieg ins Coaching?
Am besten schon vor Antritt der neuen Position. Dann lässt sich mit Instrumenten der Karriereberatung überlegen, wie die Passung des individuellen Profils mit den Anforderungen ist. Ausserdem könnten Sie mit Ihrem Coach z.B. einen Fragenkatalog erarbeiten, der um Ihre Erwartungen und die von Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern kreist. Sie sollten auch überlegen, welche Erfolgskriterien im neuen Umfeld oder System möglicherweise relevant sind.
Im System angekommen, ist es sinnvoll, sich als neue Führungskraft gleich mit der Entwicklung ihrer Beziehungen zu den relevanten Positionsinhabern zu befassen. Viele Klienten neigen dazu, diesen Punkt zu unterschätzen und wollen zunächst ihre fachliche Kompetenz beweisen. Dabei werden soziale Kompetenzen mit jedem Karriereschritt wichtiger. Dazu gehört freilich noch ein Punkt, der gern ausser acht gelassen wird: Sich mit potentiellen Konkurrenten auseinander zu setzen, z.B. die Frage zu betrachten, wer hat in letzter Zeit Veränderungen initiiert und mit welchem Erfolg?
Sie werden sehen, das Coaching wird jede neue Phase mit den passenden Fragestellungen begleiten, und Ihre Handlungsfähigkeit und Flexibilität, Ihren Erfolg fördern. Sie werden sagen, echt stark, so ein Coaching.
Labels: Coaching, Führung
posted by Wiebke Sponagel at 13:44
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4.11.05
After-Work-Coaching - eine andere Art von Work Out?
Kennen Sie das, alle reden darüber und keiner weiss so genau, was es ist?
Besonders trifft das, scheint mir, auf Akronyme zu, die aus dem Englischen kommen, z.B. MBO, TQM, CFT oder JIT - gut, dass wir mal drüber gesprochen haben, GL (get lost!)!
Aber nicht nur
Akronyme haben's in sich. Letztens fragt mich eine sportliche Bekannte, "Was, Du bietest After-Work-Coaching an? Klingt so nach mentalem Work-Out für Stressgeplagte, so ooooohm-mässig, echt cool!"
Oder ein Single-Freund: "After-Work-Coaching, klasse! Da komm' ich mal vorbei, hab' bisher ja nur drei After-Work-Parties in der Woche, gibt's da Schnittchen?"
Erklärend sei gesagt: Mit Schnittchen meint er Frauen...
Aber: So unrecht haben sie gar nicht, die beiden. Mentales Work-Out für Stressgeplagte, da ist was dran: Man trifft sich in einer kleinen Gruppe nach der Arbeit - unter anderem, um den Stress nicht mit nach Hause zu nehmen. Ohne oooooohm, allerdings.
Ein anderer Zweck von
After Work Coaching ist das branchenübergreifende Knüpfen von Netzwerken - gut für die Karriere, weniger für die private Beziehungsanbahnung.
Der Hauptzweck: Gemeinsam mit anderen und dem Coach die momentante berufliche Situation reflektieren. Viele Anregungen von aussen bekommen. Neue Perspektiven sehen, auf die man allein nicht gekommen wäre.
Ach so, meinte mein Single-Freund nach dieser Erklärung - dann nenn' es doch gleich "Feierabend-Coaching" - dann kapiert's auch jeder...
Aua. Klingt wie "Mahlzeit" für mich, dem Mittagstisch-Schlachtruf in vielen Firmen.
Und für Sie, liebe Leser, wonach klingt After-Work-Coaching für Sie?
Über Ihr Feedback oder Ihre Rückmeldungen freut sich wie immer
Ihre W.Sp., Personal Coach.
Labels: After-Work-Coaching, Coaching, Stress
posted by Wiebke Sponagel at 15:38
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17.10.05
Denken Sie, was Sie wollen!
Oder: Ich denke, also bin ich erfolgreich!
Neulich sagt eine Klientin zu mir, ich weiss gar nicht, was und wie ich noch denken soll: Die ständige Miesmacherei der Kollegen geht mir auf den Geist, aber Positive Thinking ist auch irgendwie out...
Wie recht sie hat. Ein Artikel im SPIEGEL, (31/05) belegt, dass diese Haltung nicht bei jedem funktioniert. Ein Potsdamer Psychologe, Thomas Langens, liess Studenten wochenlang ihre Erfolgsphantasien aufschreiben und fand heraus, dass Menschen mit grosser Misserfolgsangst durch die Positivtaktik eher gehemmt als angespornt werden.
Auch die in Hamburg und New York arbeitende Psychologin Gabriele Oettingen unterstützt dieses Ergebnis. Oettingen bat ihre Teilnehmer - Studenten beim Start ins Berufsleben - ihre positiven und negativen Tagträume während der Jobsuche festzuhalten. Das Resultat: Bewerber, die glaubten, ohne weitere Probleme eine interessante, gutbezahlte Stelle zu bekommen, erhielten deutlich weniger Angebote und später auch weniger Gehalt als Skeptiker.
Langens rät zu Selbsterkenntnis statt zu Positive Thinking. Wer sich lieber ein worst-case-scenario vorstellt, sollte dabei bleiben, denn er kann damit durchaus erfolgreich sein. Die Forschung kennt diesen Effekt von Schülern. Diejenigen, die vor einer Klassenarbeit "Das wird sowieso nichts" stöhnen, bringen oft die besten Ergebnisse zustande. Der Trick ist, nebenbei zu denken, "Also probiere ich es einfach mal."
Na dann, liebe Blog-Leser - denken Sie einfach, was Sie denken wollen und schauen Sie, ob das Ergebnis passt!
Labels: Coaching, Selbst-Reflexion
posted by Wiebke Sponagel at 13:35
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9.10.05
Wert-Schätzung: Was ist ein Coaching wert?
9. Oktober, Deutschland hängt führungs- und wettertechnisch im Nebel, und ich lade Sie, meine lieben Posting-Leser, zu ein paar klaren Gedanken über den Wert eines Coachings ein.
Schnäppchenjäger sein ist gegenwärtig in. Die Kosten steigen, und wer sparen kann, tut's. Markenartikel werden gern als "Sonderangebote" ergattert, und überall scheint die einzige Frage nicht die nach Inhalten und Qualität zu sein, sondern "machen Sie's auch billiger?"
Parallel zum allgemeinen Preisdruck aber verändert ein fundamentaler Wertewandel die "gefühlte Realität": Knapp sind nicht mehr Autos, Champagnerflaschen, Schränke oder Fernseher. Die Sehnsüchte richten sich nach "transmateriellen Gütern":
Zeit, Aufmerksamkeit, Ruhe, Klarheit.
Wer täglich bis zu 10 Std. arbeitet, kommt kaum mehr zu sich selbst.
Zeit zum Nachdenken über sich und die eigene Lebensführung wie im Coaching muss man sich nehmen. Muss man sie auch bezahlen wie ein Luxusgut?
Wechseln wir mal die Perspektive: "Eine Ware ist soviel wert, wie Arbeit in ihr steckt," sagt Marx, der gern auf anderer Leute Kosten gelebt hat.
Ohne weiter auf den Begriff Ware einzugehen - wieviel Arbeit steckt in der Leistung eines Coaches? In meinem Fall sind es, abgesehen von meiner akademischen Ausbildung, bisher gut drei Jahre Ausbildung, oder vulgärmaterialistisch: Für den Gegenwert meiner bisherigen Coaching-und Berater-Ausbildungen wäre ein gut ausgestatteter Mittelklassewagen rüber gekommen. Ein Investment in mich, das auch weitergeht, um in meine Klienten Ideen und effektive Methoden investieren zu können. Und klar, abgesehen davon kommt noch die für den Klienten unsichtbare Arbeit der Vor-und Nachbereitung von Coaching-Sitzungen dazu.
Apropos unsichtbar.
Bei einer durchschnittlichen Autowerkstatt kostet den Kunden eine Arbeitsstunde 70.- Euro. Das schliesst ein: Sozialabgaben, bezahlten Urlaub, Kosten wie Werkstattmiete und -Ausstattung, etwas Gewinn. Eine Arbeitsstunde beim Zahnarzt kostet 300.- Euro. Und eine Coachingstunde?
Je nach Schwerpunkt, Zielgruppe und Renommee des Coaches kann das bei 100.- Euro anfangen, oberes Ende offen.
Aber: Die Werkzeuge in der Coaching-Werkstatt sind unsichtbar, das Auto, und besonders die Innenausstattung :-) zunächst auch, und ob der Karren ans Laufen kommt, zeigt sich erst noch ...:-)
Will heissen, wer sich coachen lässt, begibt sich erst mal ins "Unsichtbare". Da, im Unsichtbaren, braucht man Vertrauen, um Dinge sichtbar zu machen. Auch die angestrebten Veränderungen sind - trotz aller Anstrengungen, sie messbar zu machen - vielleicht nicht so greifbar wie etwa ein Satz neuer Reifen. Auf der anderen Seite: Ein neuer Job, eine neue Lebensstrategie, eine andere Karriere- oder Lebensperspektive - das sind schon deutliche, fühl- und erfahrbare Veränderungen.
Aber die wichtigste Frage zu unserer Wert-Schätzung ist doch:
Was ist es Ihnen wert, Ihr(e) Ziel(e) zu erreichen? Würden Sie sich für den Preis eines Coachings ebensogut einen Urlaub leisten, oder ein Theater-Abo, oder einen Laptop?
Wie würden Sie den Gegenwert für Ihre Zielerreichung beziffern? Ist die Entwicklung Ihrer Persönlichkeit, Ihrer beruflichen Perspektiven ein guter "return on investment?"
Labels: Coaching, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 14:10
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3.10.05
Dritta Oktoba - rrrumms! Oder: Zur Schnelligkeit von Veränderungen
Menschenskinda, heut is dritta Oktoba, und det deutsche Volk feiat.
Allet kiekt nach Balin, und Balin kiekt uff uns.
Et jiebt Vasammlungen, allet janz schnieke, keener weeß, worum et jeht, irjendwie umme Einheit halt.
Denn steht da wieda eener oda gez ooch eene und hält ne Rede vonne Rummms, der durchet Land jehn soll.
Nee, allet wat recht is: Icke in mein' selbständjen Jemüseladen, ick merk nüscht davon.
Det deutsche Volk jeht bei mir aus und ein, kooft Jemüse, mault'n bissken über de Preise un' de blöde Politka und am nächsten Tach kommse wieda.
Ick sach denn, Tach, sahre ick, heut ham wa det un det, janz frische Waare, und ham Se wat vonne Rumms jemerkt?
Und denn sacht det Volk, nee, sachtet, da ha' ick jaa nüscht von jemerkt, ausser, det mein Nachbar vonnet Hochpachterre in mein Auto jerummst is, zwee Mille Schaaden, wat willste machen, na macht nüscht, Vasichrung zahlt.
Und denn kooft det Volk Jemüse, mault'n bissken über de Preise un de blöde Politika und, na Se wissen schon.
Jrüsse aus'n Jemüseladen, Ihre W.Sp.
Labels: Coaching, Mein Blog, Werte
posted by Wiebke Sponagel at 12:17
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28.9.05
Coaching - nur für Führungskräfte?
Beim ersten Telefongespräch fragen meine Coaching-Interessenten oft "Coaching, das ist doch eigentlich nur für Führungskräfte, oder?"
Ich glaube, manche wollen da "durch die Blume" nach den Kosten fragen. Motto "das können sich doch nur Topverdiener leisten, oder?" Ich habe vor, auch zum Wert eines Coachings noch ein posting zu schreiben, also davon demnächst mehr.
Aber hier zur Frage, ob Coaching nur für Führungskräfte ist.
Coaching war ursprünglich, als es in den 80-er Jahren nach Deutschland kam, ein Geheimtipp für die Entwicklung von Führungskräften. Damals hatte Coaching allerdings auch noch einen starken Defizit-Touch: Der macht zu viele Fehler, der braucht'n Coaching.
Beides hat sich inzwischen geändert wie sich ja die ganze Berufswelt ist in den letzten 20 Jahren total verändert hat - mehr Dienstleistung, mehr Internet, mehr Funktionalität, ... aber wem erzähle ich das?
Durch diese fundamentalen Änderungen ist inzwischen jeder in der Arbeitswelt eine Führungskraft: Er oder sie muss sich erst mal selbst führen, und das ist, wenn man Schulz v.Thun und seiner Idee vom "Inneren Team" folgt, schon mal eine innere Konzernleitung :-)
Aber ganz ohne Ironie: Coaching-Themen sind überwiegend Fragen des sogenannten "Selbstmanangements", und da geht es darum, wie ich meine vielen Wünsche, Befürchtungen und Pläne in eine sinnvolle und energiesparende Richtung kriege.
Nein, Coaching ist -bei mir jedenfalls- nicht nur für Führungskräfte. Ich habe, das liegt auch am Alter meiner Klientel, viel mittleres Management in sogenannten Sandwichpositionen.
Das sind keine "einsamen Entscheider", sondern Leute, die vielleicht ein Team unter sich haben, in dem jeder meint, er sei für diesen Teamleiter-Posten viel besser geeignet. Leute, die mit unklaren Funktionsbeschreibungen und unklaren Bossen zu kämpfen haben. Menschen, die Führen nicht "gelernt" haben, und es nun auf einmal tun sollen, aber gleichzeitig selbst, und oft mehr schlecht als recht "geführt" werden. Frauen, die meinen, mit männlichen Platzhirschen zu tun zu haben, und Männer, die glauben, nur von Zicken umgeben zu sein. Für all so "Getier" :-) ist Coaching!
Und, liebes Getier, es geht nicht um Fehler und DEFIZITE ? aber davon demnächst mehr!
Labels: Coaching, Führung, Qualität im Coaching
posted by Wiebke Sponagel at 18:03
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26.9.05
... da hab ich mir was eingebloggt!
Was könnte ich nicht alles machen zur Feier des 5-Jährigen Bestehens von PERSPECTIVE COACHING im Herbst 2005: Glückwünsche entgegennehmen, Sekt schlürfen, Wegbegleitern danken, oder Sonderangebote auf den Markt schleudern "Ihre Ultimative-Karriere-Entscheidung in 10 Minuten"...
Und was mache ich?
Ich sitze hier und blogge.
Ich schreibe für Sie, liebe anonyme Blog-Leser.
Wer sind Sie und wie sehen Sie die Welt? Ich zum Beispiel kann hier ins Grüne schauen. Und Sie, was haben Sie im Blick? Nachbars Blumenrabatte, Maschinen, Mauern, Gartenzwerge, Dächer, den chaotischen Arbeitsplatz der Kollegin, eine Skyline?
Was interessiert Sie an diesem blog? Sind sie neugierig auf Persönlichkeitsentwicklung und Coaching, auf Text aus dem Leben einer Beraterin?
Oder sind Sie ein Nettie, chatten Sie, kaufen Sie im web ein, spielen Sie nächtelang, machen Sie Ihre dates im Internet und sind hier zufällig vorbeigesurft? Sitzen Sie gerade mit einem Kaffee vor dem Bildschirm, der in den nächsten Sekunden über die Tastatur laufen wird?
Keine Ahnung, wer Sie sind und was Sie tun. Aber Sie werden, wenn Sie dabei bleiben, mich mit der Zeit kennenlernen. Einige meiner Kollegen bloggen ja auch - ich bin bei ihnen auf Kurioses und Interessantes gestossen. Ein Berater schreibt eine Art Tagebuch, privates und Erfahrungswerte gemischt, eine Kollegin plaudert über Alltägliches mit philosophischen Highlights, z.B. was ihr bei ihren täglichen Wegen so einfällt.
Wird mein Blog auch so?
Mal sehen!
Kommen Sie mal wieder vorbei und lassen Sie sich in lockeren Intervallen von mir etwas berichten, aus meiner Perspektive auf Coaching und Beratung.
Mein erstes Thema wird sein: "Coaching, nur für Führungskräfte?"
Labels: Coaching, Mein Blog
posted by Wiebke Sponagel at 10:36
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