Coaching Frankfurt
Profilcoaching
Orientierungscoaching
Karriereberatung

Coaching-News

frisch eingebloggt

11.10.09

Coaching-Thema Turbo-Alterung: Ende zwanzig und innerlich schon vierzig

Neulich im Zeit-Magazin schrieb Stefan Willeke über seine Generation, den Jahrgang 1964. Als 60er-Jahrgang kam mir das Rudelgefühl, mit dem er seinen geburtenstarken Jahrgang beschreibt, vertraut vor. Genauso das Damoklesschwert der prognostizierten Arbeitslosigkeit, das Einschreiben für vermeintlich unnütze Studiengänge, und daß sich trotzdem keiner fragte, was der nächste Karriereschritt ist. Dass manche Stunden auf dem Unicampus verbummelt wurden und dass sie jetzt, im Berufleben angekommen, der nächsten Unheilsprognose entgegensehen: Dem Rentnerberg.

Inzwischen steht die nächste Generation rund um den Jahrgang 1980 im Berufsleben. Coaching ist für sie ein selbstverständliches Unterstützungsangebot. Ich lerne einige von ihnen in meiner Beratung kennen. Auch sie sind mit der Prognose, daß Arbeitslosigkeit droht, aufgewachsen, aber ganz anders damit umgegangen. Mir sitzt regelmäßig das Modell Überflieger gegenüber: Junge Menschen um die dreißig, die sehr reflektiert über sich reden, steile Karrieren hingelegt haben, sich neben dem MBA-Studium für Umwelt-Technologien einsetzten, schon über zehn Mal umgezogen sind im Leben, und die Business-Lounges dieser Welt kennen. Ein Leben in Zeitraffer, unverwurzelt, in steter Bewegung. Ihre zwanziger Jahre sind so dicht, wie es unsere zwanziger und dreißiger zusammen nicht waren. Mit Ende zwanzig kriegen sie ihre Midlife-Crisis: Herz-Kreislauf-Probleme bei Frauen, Burnout bei Männern. Die Sehnsucht nach mehr Ruhe und einem anderen, erfüllten Leben eint beide.

Immer früher verbrennt unsere Leistungsgesellschaft ihre Leistungsträger. Einen Rentnerberg hat diese Generation wohl kaum zu befürchten.

Labels: , , ,

2.8.09

Coachingthema workaholic im Urlaub

Endlich Urlaubszeit. Entspannen, faul sein, einfach in den Tag hinein leben.
In Deutschland, dem Land der Arbeitssüchtigen, ein offenbar unbekanntes Phänomen. Laut Umfrage eines online-Hotelbuchungsportals können 66 Prozent der Deutschen auch in ihren Ferien nicht von ihrer elektronischen Post lassen. Ein-, oder mehrmals täglich überprüfen sie ihre e-mails und beantworten sie auch.
An die 250 Mio Stunden arbeiten die Deutschen angeblich aus dem Urlaub.

Als Coach, der fast täglich mit Downshifting-Anfragen zu tun hat, fällt mir dazu allerhand ein. Dass Arbeitssucht ein gefährliches und unterschätztes Leiden ist, an dessen Ende meist ein Burnout mit Zwangs-Urlaub steht. Dass Menschen mit Rund-um-die-Uhr-Kontakt zum Büro den Kontakt mit sich selbst verloren haben. Dass Arbeitssüchtige sich selbst verschenken, ohne überhaupt zu wissen, wer sie sind. Dass solche Geschenke meist nicht geschätzt werden.
Dass Zeit ein kostbares Gut ist.
Geniessen Sie Ihren Urlaub!

Labels: , ,

7.9.08

Schlapper FAZ-Artikel über Arbeitgeber-Haftung bei Burnout

Bloss nicht schlappmachen, titelt die FAZ in ihrer Rubrik "Beruf und Chance" am Wochenende. Dass dem Arbeitgeber möglichst teure "Krankheits-Kosten" erspart, und dabei aber bitte Überstunden bis zum Anschlag geleistet werden sollen, ist ja nichts Neues. Aber dann heisst es in der Ankündigung des Artikels "Arbeitgeber können für die Folgen extremer Belastung haften." Nanu, fragt sich so mancher Stress-Geplagte da, wie geht denn das?

Wer sich also, auf einen juristischen Austieg aus dem Hamsterrad hoffend, durch den Vier-Spalter knabbert, ist nachher leider kein bisschen schlauer. Der Tenor des Artikels lautet: Arbeitnehmer, ihr könnt es gern probieren, aber besser ists, ihr lasst es. Man brauche vor Gericht gute Beweise. Der Zusammenhang beispielsweise zwischen hoher Arbeitsbelastung und Einschlafen am Steuer sei kaum nachweisbar - vielleicht war man ja auch am Vorabend in der Kneipe?
Fazit: Ersparen Sie sich den Artikel, gehen Sie lieber in die Kneipe - damit tun Sie vermutlich mehr gegen Ihren Burnout.

Labels: , , , ,

3.2.08

Downshiften auf Rezept: Gezeitenhaus für Burnout-Betroffene

"Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte Magenkrämpfe und dann hat es "zong" gemacht und ich fand mich auf der Intensivstation wieder..." So hört sich das an, wenn workaholics von ihren Erfahrungen mit Burnout berichten. Jeder weiss es, aber keiner will es wahr haben, dass irgendwann Schluss ist mit dem Arbeiten bis in die Nachtstunden, weil der Körper nicht mehr mitmacht. Die Erscheinungsformen des Burnouts sind vielfältig: Depressionen, Tinnitus, Kreislauf-, Rücken-, und Magenbeschwerden, Panikattacken. In Deutschland dauert es durchschnittlich drei bis sieben Jahre - viel zu lang! - bis die Krankheit erkannt und therapiert wird, so eine Studie der FH Münster.

Ein flacher Backsteinbau am Waldesrand, drinnen viel Ruhe, Zeit für Erholung und Schlaf, ohne Stress durch Arbeit, Computer, Fernsehen und Zeitungen. Hier, im "Gezeitenhaus" in Bonn Bad-Godesberg, lernen ehemalige workaholics, ihr Leben zu entschleunigen. Es gibt sie also, die Möglichkeit, aus dem Hamsterrad auszusteigen und sich auf einen langsameren Lebenstakt einzulassen. Wenn Sie, liebe Coaching-Klienten und Leser, mehr dazu wissen wollen, lesen Sie dazu die Reportage der FTD zu diesem Thema.

Labels: , , ,

Seitenanfang

Previous Posts

Powered by Blogger

Hier erreichen Sie mich:

Dr. Wiebke Sponagel
PERSPECTIVE COACHING
Ginnheimer Hohl 38, 2. OG
60431 Frankfurt/Main
Tel: 069 - 60 60 97 22
Email