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8.2.09

Der Jobmarkt aus Sicht einer Personalerin oder einfach: Neue Ziele setzen!

Für gewöhnlich hängt die multimedial trainierte Menschheit ja an den Lippen von Wirtschaftsweisen und Psychologen, um sich die Welt erklären zu lassen. Aber keine Domäne bleibt unangefochten. Aus Amerika, dem Ursprungsland der modernen Wirtschaftsweisheiten, meldet sich dieser Tage via newsletter eine Personalberaterin namens Becky Regan zu Wort, um uns die Zukunft vorher zu sagen. Was verkündet die Augurin der weltweiten Wirtschaftskrise?

Erstens, dass Arbeitgeber gleichzeitig Personal abbauen und neu einstellen werden. Und dass Entlassungen das Hauptwerkzeug für Kostensenkungen seien. Bei einem Blick in Ihren Kaffeesatz heute morgen wäre Ihnen das möglicherweise auch eingefallen.

Zweitens, dass es mehr Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern und Arbeitgebern geben wird. In einer Wirtschaftskrise seien Arbeitnehmer nämlich gestresst und besorgt um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Auch sei zu erwarten, dass das Arbeitspensum mit weniger Mitarbeitern zu erledigen sei, und auch daher würden Konflikte resultieren. Immer noch nichts Neues, sagen Sie? Dann werden Sie auch mit der dritten Betty-Regan-Vorhersage kaum zufrieden sein:

Das Jahr 2009 würde für viele HR-Professionals - also Personalverantwortliche - zur Nagelprobe, denn der Umgang mit Bewerbern und Mitarbeitern würde das Leben vieler dieser Menschen unmittelbar beinflussen. Und schliesslich würde wohl auch mit einer überdurchschnittlichen Fluktuation von Personalern zu rechnen sein. Hätten Sie´s gedacht? Frau Regan wollte einfach nur sagen, ich bin dann mal weg.

In Delphi soll ja auch viel heisser Dampf aufgestiegen sein. Ich frage Sie, wozu brauchen wir solche Botschaften? Um zu wissen, dass wir nichts wissen, aber jederzeit gern darüber reden? Weniger Schaumschlägerei und mehr Substanz würde gut tun, momentan. Die Arme hochkrempeln, Blockaden überwinden und neue Ziele setzen. Mut haben. Und rückblickend sagen, geht doch!

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1.2.09

Motivationstief Innere Kündigung - versauern Sie am Job?


Wie geht es Ihnen mit Ihrer Arbeit? Sind Sie rundum zufrieden, oder nur teilweise, oder fehlt Ihnen die Motivation ganz? Eines jener Beratungsunternehmen, die eigene Studien als PR-Instrument nutzen, sagt: Zwei Drittel der Deutschen machen Dienst nach Vorschrift, haben die Innere Kündigung seit langem fertig. Gründe: Fehlende Anerkennung, schlechte Personalführung. Folgen: Riesige gesamtwirtschaftliche Schäden von bis zu 109 Milliarden Euro im Jahr. Schöne Zahl, nebenbei bemerkt, klingt so fundiert. 100 Milliarden dagegen hätte etwas Erfundenes an sich. Botschaft zwischen den Zeilen: Manager, macht in Schadensbegrenzung und nutzt unsere Berater für eine Optimierung eurer Fruststrukturen.

Aber wozu schreibe ich das hier? Als Coach interessiert mich, was Motivationskrisen auslöst. Interessant ist aber auch die Frage, wieso Menschen den Zustand der Frustration so ergeben ertragen. Viele würden lieber heut als morgen den Job wechseln, wenn, ja wenn:

  • die Krise nicht wäre
  • es garantiert einen besseren Job gäbe
  • die Ehefrau nicht dagegen wäre
  • das Haus nicht abbezahlt werden müsste
  • Sie wüssten, wozu Sie sich in Ihrem Alter noch bewerben sollten

Das mögen aus Sicht der Betroffenen ernst zu nehmende Gründe sein, die gegen eine Veränderung sprechen. Aber was, wenn man diese Blockaden überwinden könnte? Wenn man die Ehefrau mit ins Boot nehmen könnte, um noch mal etwas zu wagen? Wenn man das Wagnis durch gute Planung und kluges Kalkül minimieren könnte? Man weniger Manschetten vor Bewerbungen hätte? Dann würden nicht so viele Menschen am Job versauern und manche Beratungsunternehmen hätten ein Rechtfertigungsproblem...

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10.5.08

Lieber morgen als heute - was tun bei Aufschieberitis?

Mein Coaching-Klient lächelt mich zerknirscht an. Die Hausaufgaben habe er nicht geschafft, sagt er - ich wisse ja, er leide unter "Aufschieberitis". Der Wunsch ist klar: Coach, erlöse mich von dem Übel, sagen die Augen, und sie wissen gleichzeitig: Nur er selbst kann das. Aber wie???

Zaubern kann ich nicht, aber es gibt ein paar allgemeine Tipps, hier sind sie:
  1. Gewinnen Sie Klarheit darüber, was Sie wirklich wollen und warum Sie es wollen. Vielleicht hilft es, sich einen "Mantra-Satz" an den Spiegel zu kleben, um daran erinnert zu werden. Oder weihen Sie Freunde, Partner, Mitbewohner oder Ihren Coach ein.
  2. Setzen Sie sich nur Ziele, die für Sie auch erreichen können, planen Sie, wie Sie das Ziel in verdauliche Zwischenetappen einteilen können.
  3. Überlegen Sie vorher, was Sie an der Zielerreichung hindern könnte und welche Blockaden es zu überwinden gilt.
  4. Setzen Sie sich einen Termin und einen Anreiz: Wenn Sie es bis dahin schaffen, belohnen Sie sich!
  5. Wenn nicht, überlegen Sie, woran es gelegen hat: Hatten Sie keinen Antrieb, oder "ist soviel dazwischen gekommen", d.h. Sie haben sich abbringen lassen von Ihrem Ziel? Was für einen Nutzen hatten Sie davon, ihr Ziel doch nicht zu erreichen? Ist der vielleicht wertvoller als der Anreiz, den Sie sich in Aussicht gestellt hatten?
  6. Geben Sie sich auf jeden Fall eine neue Chance. Niemand ändert sich von jetzt auf gleich, lassen Sie sich Zeit.


Am wichtigsten ist natürlich, dass Sie die Ursache für Ihr Aufschiebe-Verhalten finden. Sind Sie ausgebrannt, sehen Sie keinen echten Nutzen in dem, was Sie sich vornehmen, gehört das neue Ziel "eigentlich" gar nicht zu Ihnen? Und wenn Sie "den Wald vor lauter Bäumen" nicht sehen, holen Sie sich Unterstützung für Ihre Ursachen-Forschung!

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20.4.08

Ziele erreichen, Blockaden überwinden

Die mail wurde irgendwann am späten Nachmittag nordamerikanischer Zeit abgeschickt "danke für Ihre Unterstützung", hiess es darin, "ich habe den Job"!

Meine Klientin hatte ihr Ziel erreicht. Sie hat eine umkämpfte Stelle in den USA bekommen. Obwohl sie hochqualifiziert ist, hatte sie Bedenken - ob sie den dortigen Anforderungen gerecht wird, wie sie die Trennung vom Lebensgefährten bewältigen kann, ob die Sprachkenntnisse reichen, ob sie mit der Mentalität klar kommt. Sie hat diesen Hemmnissen oder möglichen Blockaden ins Auge geschaut und sich mit ihnen auseinander gesetzt.

Systemisch betrachtet hat sie die "schwachen Glieder" in ihrer Selbstbewusstseinskette während dem Coaching wahrgenommen und gestärkt. Ein System wächst solange, bis es durch einen Engpass begrenzt wird, sagt die "Theory of Constraints". Mehr dazu hier. Deshalb gilt es, Engpässe zu "weiten" - erst dann kann das "System", egal ob Mensch oder Unternehmen, wieder ungehindert "fliessen". Als aufmerksamer Leser bemerken Sie, dass ich hier nicht "funktionieren" schreibe, obwohl das zum Wortfeld des Systems besser passen würde. Ich habe halt etwas gegen Technokratendeutsch. Alles ist im Fluss, liebe Leser. Erkennen Sie Ihre Blockaden und kommen Sie gut an Ihre Ziele!

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