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15.2.09

Probezeit überstehen, wie geht das?

Gratulation. Sie haben den Arbeitsvertrag. Nur ein Ziel ist jetzt noch zu erreichen: Die Probezeit überstehen. Aber bedenken Sie: Es ist eine Probezeit für beide Seiten: Auch Sie als Firmen-Neuling oder Abteilungs-Neuling bekommen die Gelegenheit, zu testen, ob dieses Umfeld für Sie stimmt und ob es die gewünschten Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Für die Probezeit gibt es ein paar einfache Tipps - so einfach, dass sie bisweilen ignoriert werden.
  • Achten Sie auf die Sach- und auf die Beziehungsebene. Es kommt zum Beispiel nicht gut an, fachlich zu brillieren, also die übrigen Kollegen alt aussehen zu lassen und nur den Vorgesetzten zu beeindrucken. Wo viele Kollegen zusammen arbeiten, ist es wichtig, sich gut ins Team zu integrieren, um nicht gleich als Streber dazustehen.
  • Klären Sie möglichst früh die unausgesprochenen Erwartungen an Sie: An wen sollen Sie berichten? Welche Informationskanäle gibt es? Gibt es Konfliktparteien, zwischen deren Fronten Sie geraten könnten? Was ist für Sie ein ausgewogenes Arbeitspensum? Welche stillschweigenden Regeln gibt es? Wie ist die Firmensprache - eher locker oder eher förmlich?
  • Lassen Sie sich während der Probezeit Rückmeldungen vom Vorgesetzen geben, und nicht erst am Ende. So können Sie noch gegensteuern, falls etwas aus dem Ruder läuft.
  • Beobachten Sie die Mikropolitik und die sozialen Vernetzungen in der Firma. Gibt es Menschen, die viel Einfluss haben und die Sie in der Einarbeitungszeit - und bei Ihrer weiteren Karriere - unterstützen können?

Alles Gute für Ihren Einstieg in den neuen Job!

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9.11.08

Karrierechancen für Finanzdienstleister

Ende des Jahres gibt es noch zwei Karriermessen, die Ihnen auf die Sprünge helfen könnten, wenn Sie einen Einstieg im Banking-Sektor suchen. Einmal die JOBcon Finance in München, wo Personal- und Fachvertreter der teilnehmenden Unternehmen für Informations-, und Bewerbungsgespräche zur Verfügung stehen. Eine Woche später, am 11. und 12.12. dann in Brüssel die "Careers in Europe Fall Event", bei der sich Finanzdienstleister aus ganz Europa präsentieren. Viel Glück!

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30.8.08

Wie überstehe ich die Probezeit?

Der neue Arbeitsvertrag ist unterzeichnet, die Freude ist gross. Daran, dass das Arbeitsverhältnis schon nach kurzer Zeit enden könnte, mag man in dem Moment nicht denken.

Carte blanche für den florierenden Ratgebermarkt, online oder in Buchform: Berufseinsteiger, passt auf, sagen die Karriere-Experten, das Damoklesschwert Probezeit hängt über Euch! Macht Euch beliebt, kauft die richtigen Klamotten, seid nicht besserwisserisch, arbeitet auch mal länger...

Alles Rezepte, die irgendwie nach Muttern klingen. Eine Klientin von mir wollte alles richtig machen und hatte sich strikt an sie gehalten. Auch an den Ratgeber-Tipp, neue Aufträge von Vorgesetzten mitzuschreiben, damit sie nicht immer Rückfragen stellen müsste. Im Abschlussgespräch nach nicht bestandener Probezeit sagte man ihr, dass ihre Neigung zu Notizen irritieren würde, und warum sie nicht mal eine Frage gestellt habe?

Sie ahnen, worauf es ankommt, wenn Sie die Probezeit bestehen wollen? Vergessen Sie die Null-Acht-Fünfzehn-Ratschläge. Finden Sie heraus, wie der "psychologische Vertrag" in Ihrem Unternehmen aussieht: Welche Erwartungen hat man an Sie - in Bezug auf Ihre Leistung, Ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten. Beobachten Sie aufmerksam die Firmenkultur und wie Sie dazu passen. Wenn zu wenig passt, können Sie ja innerhalb der Probezeit kündigen...

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28.10.07

Neue Zeiten, auch im Coaching: Über Berufseinsteiger und Kürbisköpfe

Na, leiden Sie morgen auch unter "Jetlag", weil die Uhren umgestellt sind? Dann tapsen die Berufsmaulwürfe wieder im Dunkeln zur Arbeit und nach Hause, vorbei an leuchtenden Plastik-Kürbisköpfen, die uns noch vor der Weihnachts-Lightshow sagen, es ist Kaufzeit für Pusemuckel-Kram.

Aber ich wollte ja auf etwas ganz anderes hinaus. Ich wollte Ihnen von neuen Zeiten im Coaching berichten, genauer gesagt, von einer Trendwende, die ich bei meinen Klienten beobachte. Als ich vor acht Jahren anfing, war meine Kundschaft überwiegend in meinem Alter, ein paar auch älter. Inzwischen sind sie jünger, viele um die Dreissig. Sie sind der "Generation Praktikum" um ein Haar entkommen, haben erste Berufserfahrungen und erleben, dass sie ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans: Überstunden noch und nöcher und dabei anspruchslose Inhalte, die nur langweilen. Vorgesetzte, die bei der Frage nach Feedback nur die Schultern zucken und sagen, ist doch alles in Ordnung. Erste Führungsaufgaben, die mit Elan angepackt werden, aber im Getriebe der innerbetrieblichen Unlust-Kultur versanden. Aus der Generation Praktikum ist eine Generation Arbeitsfrust geworden, scheint mir.

Woran liegts, am Umfeld oder an den Erwartungen? Vielleicht an beidem. Zum Schluss noch eine Meldung für diejenigen, die meinen - wie die meisten, die sich für das Lehramt entscheiden - als Lehrer ideal Beruf und Familie verbinden zu können: Es gibt jetzt eine Studie der Uni Potsdam, nach der viele Lehramtsabsolventen die falsche Entscheidung getroffen haben und als Lehrer schlicht untauglich sind. Um das fürterhin zu vermeiden, haben der Beamtenbund (?!) und die Tarifunion einen Fragebogen entwickelt, mit dem Interessenten angeblich ihre Eignung für den Lehrerberuf testen können.

Tja, dann kann ja nichts mehr schief gehen und wir können unsere Kürbisköpfe leuchten lassen...

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Dr. Wiebke Sponagel
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