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25.1.09

Deutschland, ade! Leben und Arbeiten im Ausland

Auf gehts, wir packen die Koffer und arbeiten in Norwegen, Spanien, Kanada oder Australien. Deutschland ist vielen zu eng, zu teuer, zu unsicher und zu kompliziert. Go global heisst das Motto auch für individuelle Lebensentwürfe, es steigert die Arbeitsmarktfähigkeit.

Kürzlich bot ein australisches Internetportal im Rahmen einer PR-Aktion den Posten eines Insel-Hausmeisters an, der ein halbes Jahr lang eine leerstehende Millionärsvilla mit Grundstück und Strand hüten sollte, Reisekosten und grosszügiges Taschengeld inbegriffen. Die Internetseite brach in kürzester Zeit zusammen, Bewerbungen kamen sogar aus der Mongolei.

Das Fernsehen berichtet gern von Menschen, die planlos nach irgendwohin aufbrechen. Die zurückgebliebenen Couchpotatoes freuts, da schmecken die Chips noch mal so gut, wenn die Neuanfänger so richtig auf dem Bauch landen. Aber auch im richtigen Leben scheint der Insel-Traum ein Hauptantreiber zu sein. Also wolkige Vorstellungen vom besseren Leben ohne den alten Chef, die verstopften Strassen, das marode Gesundheitssystem, die lästigen Nachbarn. Aber ein neues Leben auf Knopfdruck gibt es nicht, zu der Erkenntnis kommt man auch ohne Fernsehen. Gute Vorbereitung auf Kultur und Sprache des Ziellands braucht`s, damit das Vorhaben gelingt. Und wenn Sie dann noch in Ihre neue Heimat verliebt sind, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Suchen Sie neue Perspektiven in Norwegen? Dann schauen Sie mal hier, da warten Jobs auf Sie.

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20.4.08

Ziele erreichen, Blockaden überwinden

Die mail wurde irgendwann am späten Nachmittag nordamerikanischer Zeit abgeschickt "danke für Ihre Unterstützung", hiess es darin, "ich habe den Job"!

Meine Klientin hatte ihr Ziel erreicht. Sie hat eine umkämpfte Stelle in den USA bekommen. Obwohl sie hochqualifiziert ist, hatte sie Bedenken - ob sie den dortigen Anforderungen gerecht wird, wie sie die Trennung vom Lebensgefährten bewältigen kann, ob die Sprachkenntnisse reichen, ob sie mit der Mentalität klar kommt. Sie hat diesen Hemmnissen oder möglichen Blockaden ins Auge geschaut und sich mit ihnen auseinander gesetzt.

Systemisch betrachtet hat sie die "schwachen Glieder" in ihrer Selbstbewusstseinskette während dem Coaching wahrgenommen und gestärkt. Ein System wächst solange, bis es durch einen Engpass begrenzt wird, sagt die "Theory of Constraints". Mehr dazu hier. Deshalb gilt es, Engpässe zu "weiten" - erst dann kann das "System", egal ob Mensch oder Unternehmen, wieder ungehindert "fliessen". Als aufmerksamer Leser bemerken Sie, dass ich hier nicht "funktionieren" schreibe, obwohl das zum Wortfeld des Systems besser passen würde. Ich habe halt etwas gegen Technokratendeutsch. Alles ist im Fluss, liebe Leser. Erkennen Sie Ihre Blockaden und kommen Sie gut an Ihre Ziele!

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2.3.08

Indien - gut für die Karriere?

Die junge Frau, die mir gegenüber sitzt, hat, sollte man meinen, zwei Trumpfkarten im Ärmel: Sie ist Wirtschaftsinformatikerin mit "Indien-Erfahrung": Auf dem Subkontinent hat sie ein paar Monate Projektarbeit gemacht und weiss, wie dort die Uhren ticken. Die Angebote, die sie hier erhält, sind allerdings eher bescheiden. Schauen deutsche Unternehmen immer noch nicht über den kulturellen Tellerrand?

In England wäre das, schon aus historischen Gründen, anders. Schon im Jahr 1883 wurde in Oxford das "Indian Institute" gegründet, dessen Hauptanliegen der kulturelle und akademische Austausch zwischen UK und Indien war. Inzwischen ist das Geschäft mit Indien ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Auch das hat man in Oxford erkannt: An der Said Business School wird ein eigenes "India Business Centre" der University of Oxford entstehen, das sich neben der Forschung auch um die Entwicklung besonderer Indien-Programme für Manager kümmert - übrigens auch für ausländische Führungskräfte. Mehr dazu hier: www.sbs.ox.ac.uk

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25.11.07

Was bietet Deutschland seinen Fachkräften?

Wie Feinstaub liegt die Annahme in der Luft, es gebe einen "anhaltenden Fach- und Führungskräftemangel" in Deutschland. Gleichzeitig treffe ich in der Beratung immer wieder auf Spezialisten, die Deutschland verlassen wollen, um im Ausland hochdotierte und aussichtsreiche Positionen anzutreten. Brain Drain heisst das neudeutsch. Warum in drei Teufels Namen bleiben diese Fachkräfte nicht hier, wenn doch so händeringend nach ihnen gesucht wird? Kann es sein, dass hierzulande keine adäquaten Arbeitsbedingungen bereit gestellt werden?

Na, wie auch immer. Der behauptete "Fach-und Führungskräftemangel" treibt jedenfalls komische Blüten: Das Karriereportal jobware wirbt neuerdings damit, jedermann zum headhunter zu machen. Für die Empfehlung eines geeigneten Kandidaten will das Portal zwei Wochen nach Arbeitsantritt eine Provision zahlen.

Also wundern Sie sich bitte nicht, wenn demnächst Ihr Hausmeister Schawitzke anruft und Ihnen seltsame Fragen nach Ihrer "Job availability" stellt...

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8.6.07

Auslandsaufenthalt: Machen Sie was draus

An dieser Stelle habe ich Ihnen schon öfters empfohlen, die Gelegenheit zu nutzen, wenn Sie beruflich ins Ausland gehen können. Egal, welchen Blickwinkel Sie auf die momentan viel diskutierte Globalisierung haben: Eine Erweiterung Ihres kulturellen Horizonts wird Ihnen nicht nur zu neuen Einsichten, sondern auch zu neuen Karrieremöglichkeiten verhelfen.
Etwa zwei Drittel der deutschen Personalmanager teilen einer Studie zufolge diese Meinung. Aus der Veröffentlichung geht auch hervor, dass Mitarbeiter in jedem dritten Unternehmen dazu tendieren, nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland den Arbeitgeber zu wechseln oder mehr Gehalt zu fordern.
Wie auch immer - Sie haben die Wahl!

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22.3.07

Impuls für Ihre Karriere: Auslandsaufenthalt

Immer, wenn ich durch Frankfurt spaziere, freue ich mich über die vielen Sprachen, die an mein Ohr wehen - unser Bembeltown ist in der Tat ein "Global Village" geworden. Ein Trend, der freilich auch umgekehrt gilt: Deutsche Unternehmen entsenden momentan mehr Mitarbeiter ins Ausland als jemals zu vor, das zeigt eine neue Studie.

Allerdings hat sich gegenüber den Neunziger Jahren viel verändert: Die Mitarbeiter bleiben nur maximal ein Jahr im Ausland. Ausserdem sind sie nicht mehr wie früher mit dem Wissenstransfer an lokale Kollegen beschäftigt, sondern sie sollen neue Märkte erschliessen.

Viele Unternehmen lassen Ihre Mitarbeiter auch während der Entsendezeit "pendeln", damit sie nicht die heimische Erdung verlieren. Das Hauptrisiko für den Einzelnen, ein Fremder im Heimatland zu werden, scheint unter diesen Vorzeichen ausgeräumt. Greifen Sie also zu, wenn Sie in Ihrer Karriere die Gelegenheit bietet, Auslandsluft zu schnuppern, und nehmen Sie sich die Zeit, alles gut zu planen. Dann wird die Auslands- Erfahrung ein Sprungbrett für Ihren Erfolg.

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10.11.05

Nochmal: Auslandsaufenthalt und Karriere, nützlicher Tipp

Gestern habe ich mich mit der HR-Managerin eines grossen deutschen Konzerns über das Thema meines letzten Postings unterhalten:
Wie gut ist ein "foreign assignment" für die Karriere?

Sie hatte einen guten Tipp parat, den ich meinen Lesern gern weiter gebe.
Sie meinte, leider könne sie das Ergebnis der Studie aus ihrer Sicht nur bestätigen: Es gebe nach ihrer Kenntnis auch bei anderen deutschen Unternehmen kaum Reintegrations-Programme für Heimkehrer aus dem Ausland.
Dafür, dass viele dieser Rückkehrer schon bald nach der Rückkehr bei ihrer Entsendungsfirma kündigten, habe sie in gewisser Hinsicht Verständnis: Oftmals würden während der Abwesenheit Umstrukturierungen zur einer vollkommen neuen Situation im früheren Arbeitsumfeld führen, sodass sich auch ein garantierter "gleichwertiger" Arbeitsplatz nach der Rückkehr wie ein völlig neuer Arbeitsplatz darstellen könnte.
Deshalb, empfahl sie, darf ein Expatriate während seines Auslandsaufenthalts eines nicht vergessen: Mit seiner Entsenderfirma und ev. seinen Kollegen Kontakt zu halten.
Er oder sie sollte auf jeden Fall über die Entwicklungen in seinem Unternehmen auf dem Laufenden bleiben, um bei der Rückkehr vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein. Aus ihrer Erfahrung würden das aber 80% der entsandten Mitarbeiter vernachlässigen.
Also, liebe Leser - keep contact!

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8.11.05

Erfolgreiche Karriereplanung - besser ohne Auslandsaufenthalt?

Erstaunlich, was Studien so alles herausfinden.

Laut einer aktuellen Studie von PwC sollen Mitarbeiter von einem Auslandsaufenthalt kaum profitieren: Fach-und Führungskräfte fänden ihre Erwartung an einen Karriereaufstieg nach ihrer Rückkehr häufig enttäuscht. Drei Viertel der Befragten bemängelten, dass ihre Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag vom Heimatunternehmen mangelhaft organisiert worden sei. Möglicherweise sei das ein Grund dafür, dass bis zu 25 Prozent der Mitarbeiter bei ihrem bisherigen Unternehmen kündigen, nachdem sie wieder im Heimatland sind. Aber auch diejenigen, die bei ihrer Firma bleiben, müssten oft einen Karriereknick hinnehmen: Nicht einmal die Hälfte der Befragten habe die neu erworbenen Kenntnisse nach dem Auslandsaufenthalt in den Berufsalltag einbringen können. Nur ein Drittel sei befördert worden jeder zehnte sogar herabgestuft.

Tja, was will uns diese Studie sagen? Mir sagt sie einiges, allerdings ziehe ich andere Schlüsse. Ich würde sagen, immerhin ein Drittel der Rückkehrer ist befördert worden. Ich würde sagen, fast 25 Prozent der Rückkehrer haben ihren Auslandsaufenthalt konstruktiv für die eigene Karriere genutzt und haben konsequent nach neuen Einsatzmöglichkeiten für ihre erweiterten Kenntnisse gesucht. Ich würde betonen, dass ein Auslandsaufenthalt immer profitabel für den Einzelnen ist - denn er erweitert die Wahrnehmung, den Blick auf die eigene Kultur und damit verbundene individuelle Werturteile. Ich spreche aus Erfahrung - seit meiner Zeit im UK habe ich eine Vorliebe für englischen Humor und kann kluge Buchbesprechungen über englische Autoren für managerSeminare schreiben - ist das nichts? Only joking! Aber im Ernst: Wer die Möglichkeit hat, beruflich ins Ausland zu gehen, sollte sie wahrnehmen. Die Rückkehr ist immer ein guter Zeitpunkt, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und neue Karrierechancen zu ergreifen. Und wenn Ihnen bei dieser Neuorientierung support aus der Ursprungsfirma fehlt, holen Sie ihn sich - es gibt Fachleute für Karriereplanung....:-)

Herzliche Grüsse von Ihrem Karrierecoach Wiebke Sponagel

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