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25.4.10

Wohin mit dem täglichen Frust bei der Arbeit?

Überall ist der Wurm drin. Prozesse laufen nicht so, wie sie sollen, Kollegen arbeiten nur im eigenen Interesse und behalten wichtige Informationen für sich, altbekannte strukturelle Widerstände bleiben einfach, obwohl doch alle wissen, wie es besser ginge.

Was tun, wenn der Arbeitsplatz zum Ort der Frustrationen und Antriebslosigkeit geworden ist, wenn sich jeden Morgen die Haare stäuben bei dem Gedanken zur Arbeit zu gehen?

Die spontane Antwort heißt: Raus, lieber heute als morgen. Viele Angestellte haben längst die innere Kündigung unterschrieben, glauben jedoch, bleiben zu müssen, weil alles, was anderswo käme, noch schlechtere Konditionen brächte. Unterm Strich heißt das also, im Prinzip hat man es doch noch ganz gut?

Wenn dem so ist, sollten Sie versuchen, an Ihrer Haltung zu dem unerträglichen aber eigentlich doch ganz guten Job zu arbeiten. Gibt es Möglichkeiten, an Ihrer Bilanzierung zu arbeiten? Können Sie statt der bisher negativen eine positive Buchhaltung über Ihren Tagesablauf einführen? Erfreuliche Dinge, und mögen sie noch so nebensächlich sein, festhalten? Können Sie für sich Bonbons in der Routine einführen, kleine Entspannungsinseln etwa, die Ihnen den Tag aufhellen? Und denken Sie auch daran, den Stau an Stresshormonen, der bei einer Ihnen widerstrebenden Arbeit entsteht, durch Sport abfließen zu lassen. Es gibt viele Wege zu einem erfülltern Leben, wenn man mal darüber nachdenkt...

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19.8.09

Coachingthema: Wie gut ist mein Arbeitsplatz?

An deutschen Arbeitsplätzen wird, das höre ich jedenfalls in meinen Coachings, viel Frust geschoben. Prozesse haken, Verantwortlichkeiten sind ungeklärt, Anerkennung fehlt.
Jährliche Zielgespräche für Angestellte sind inzwischen üblich - aber machen die Berufstätigen das umgekehrt auch? Stellen sie ihre eigenen Arbeitsbedingungen regelmässig auf den Prüfstand?

Viele Menschen verharren viel zu lange unter frustrierenden Bedingungen, haben innerlich gekündigt, und verfallen in eine Hamsterrad-Lethargie, die ihnen den Blick auf mögliche Entwicklungen verstellt.

Warum überprüfen Sie nicht mal, was Ihnen am Arbeitsplatz geboten wird?
Hier ein paar Leitfragen:
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten haben Sie?
  • Wie sind die Arbeitszeiten?
  • Wie sind die Rahmenbedingungen (Gehalt/Urlaub/ Boni)?
  • Wie ist das Verhältnis zwischen gemachten Zusagen und ihrer Umsetzung?
  • Haben Sie viel oder wenig Einflussmöglichkeiten?
  • Wieviel Einfluss wünschen Sie sich?
  • Wie ist Ihr Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten?
  • Macht Ihre Arbeit Spaß?

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und, falls der Check weniger gut ausfällt, Mut für den Blick auf neue Perspektiven.

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10.5.08

Lieber morgen als heute - was tun bei Aufschieberitis?

Mein Coaching-Klient lächelt mich zerknirscht an. Die Hausaufgaben habe er nicht geschafft, sagt er - ich wisse ja, er leide unter "Aufschieberitis". Der Wunsch ist klar: Coach, erlöse mich von dem Übel, sagen die Augen, und sie wissen gleichzeitig: Nur er selbst kann das. Aber wie???

Zaubern kann ich nicht, aber es gibt ein paar allgemeine Tipps, hier sind sie:
  1. Gewinnen Sie Klarheit darüber, was Sie wirklich wollen und warum Sie es wollen. Vielleicht hilft es, sich einen "Mantra-Satz" an den Spiegel zu kleben, um daran erinnert zu werden. Oder weihen Sie Freunde, Partner, Mitbewohner oder Ihren Coach ein.
  2. Setzen Sie sich nur Ziele, die für Sie auch erreichen können, planen Sie, wie Sie das Ziel in verdauliche Zwischenetappen einteilen können.
  3. Überlegen Sie vorher, was Sie an der Zielerreichung hindern könnte und welche Blockaden es zu überwinden gilt.
  4. Setzen Sie sich einen Termin und einen Anreiz: Wenn Sie es bis dahin schaffen, belohnen Sie sich!
  5. Wenn nicht, überlegen Sie, woran es gelegen hat: Hatten Sie keinen Antrieb, oder "ist soviel dazwischen gekommen", d.h. Sie haben sich abbringen lassen von Ihrem Ziel? Was für einen Nutzen hatten Sie davon, ihr Ziel doch nicht zu erreichen? Ist der vielleicht wertvoller als der Anreiz, den Sie sich in Aussicht gestellt hatten?
  6. Geben Sie sich auf jeden Fall eine neue Chance. Niemand ändert sich von jetzt auf gleich, lassen Sie sich Zeit.


Am wichtigsten ist natürlich, dass Sie die Ursache für Ihr Aufschiebe-Verhalten finden. Sind Sie ausgebrannt, sehen Sie keinen echten Nutzen in dem, was Sie sich vornehmen, gehört das neue Ziel "eigentlich" gar nicht zu Ihnen? Und wenn Sie "den Wald vor lauter Bäumen" nicht sehen, holen Sie sich Unterstützung für Ihre Ursachen-Forschung!

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