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24.12.08

Weihnachten, ohne Coaching

Wunderbare Weihnachtszeit. Endlich ist wieder Zeit, all jene Dinge zu machen, die man sonst nie macht.

Handschrift üben auf Weihnachtskarten, Pennern "alles Gute" wünschen und einen Euro geben, im Supermarkt ohne Murren an der Kasse stehen. Einen Nadelbaum ansingen, Gedichte runterstottern, Marzipankartoffeln über Kerzen grillen, nett zu Verwandten sein. In die Kirche gehen, dem Event-Gottesdienst lauschen, denken, dass alles doch einen höheren Sinn hat. Drei Kilo zulegen und denken, dass alles doch keinen Sinn hat.

Nachdenken? Zeit haben? Sich freuen, da zu sein?
Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!

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14.12.08

Keine Panik auf der Titanic: Jobwechsel in Krisenzeiten

Es heisst, dass auf der Titanic das Orchester so lange spielte, bis das eindringende Wasser es den Musikern unmöglich machte. Ein beliebtes Bild für Untergangs-Szenarien. Wer den Rummel auf der Frankfurter Zeil sieht, mag man sich daran erinnert fühlen. Die Leute kaufen und kaufen, als wenn es kein Morgen gäbe. Menschen als wandelnde Tütenkolonnen, dazwischen Kamerateams, die den kollektiven Kaufrausch begleiten und die Nachricht "Kaufen tut gut" ins letzte Wohnzimmer transportieren. Die Einzelhändler freut es und mit vollem Magen ist das, was dann kommt, bestimmt erst mal besser zu ertragen.

Oft höre ich jetzt im Coaching die Frage "Kann ich mir das leisten, wenn die Krise kommt, noch den Job zu wechseln?" Eine klassisch unentscheidbare Frage. Nur eine Prophetin könnte die beantworten, denn sie hängt von so vielen Eventualitäten ab, zum Beispiel: Sind Sie ein risikobereiter Mensch, ist der neue Job eine Karrierechance, haben Sie diverse berufliche Optionen, inwieweit ist der neue Arbeitgeber krisenfest?

Wenigstens in Hinblick auf die letzte Frage können Sie einiges tun, um einem künftigen Arbeitgeber auf den Zahn zu fühlen. Neben den üblichen Recherche-Wegen gibt es jetzt bei jobturbo den sogenannten "Krisenticker": Hier können Sie sehen, welche Unternehmen mit über 100 Arbeitnehmern einen Stellenabbau ankündigen. Und auf der gleichen Seite sehen Sie, wieviele offene Stellen es gibt. Im Moment ist das Verhältnis etwa eins zu drei, d.h. wesentlich mehr Stellenangebote. Also: Keine Panik auf der Titanic.

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7.12.08

Innere Kündigung - auch keine Lösung

Mal auf dem Absatz kehrt machen, einfach "na dann tschüss" sagen und nicht mehr wieder kommen, davon träumen viele Angestellte. Je nach Statistik haben bis zu 70 Prozent der deutschen Beschäftigten innerlich gekündigt.

Es gibt mmer wieder neue Studien zu dem Thema. Dr. Kai Krämer von der Uni Mainz hat kürzlich eine veröffentlicht und nennt folgende Gründe für die Innere Kündigung: Inadequate Führungsstile, Zurückhalten von Informationen, intransparente Entscheidungsprozesse, fehlende Einflussmöglichkeiten, mangelnde Gesprächsbereitschaft. Dies bewirke bei betroffenen Mitarbeitern ein Gefühl des Kontrollverlusts und der Machtlosigkeit.

Na dann: Augen zu und durch - oder doch lieber nach Alternativen und neuen Perspektiven suchen?

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