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frisch eingebloggt

29.6.08

Ist Coaching gut für mich? Was Klienten mitbringen sollten, damit ein Coaching gelingt

Die Frage oben höre ich manchmal im Kennenlern-Gespräch. Schwierig, schwierig zu dem Zeitpunkt, weil Coach und Interessent sich dann ja naturgemäss zum ersten Mal sehen.

Beide Seiten wollen wissen, ob sich die Investition lohnt: Der Interessent, der sein Geld in seine persönliche Entwicklung stecken will, und der Coach, der sich fragt: Wird mein Handwerk fruchten oder sitzt da ein "Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass-Kandidat?"

Wissenschaftler der City University in London haben untersucht, welche Faktoren auf Klientenseite dazu beitragen, das Coaching erfolgreich zu machen. 110 Berufstätige, quer durch die Hierarchien, waren dabei. Das Ergebnis ist einfach und bestechend. Hier sind die "magic three", die Klienten demnach von Coachings profitieren lassen: Gewissenhaftigkeit, Offenheit und Mut. Gewissenhaften Menschen gelingt das "Selbst-Management" besser, Offenheit ist Voraussetzung für Selbst-Reflektion und Mut braucht?s, um die "Comfort-Zone", also die Wohlfühl-Zone zu verlassen und sich auf zu machen zu neuen, unbekannten Territorien. Mehr dazu hier: www.business.brookes.ac.uk/research/areas/coaching&mentoring/volume/stewart.pdf

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22.6.08

Wissen, was man will, im Leben und an der Käsetheke

"Mit 40 ist man alt" behauptet die Anzeige einer Frauenzeitschrift in grossen Lettern - ein Glaubenssatz derer, die um die zwanzig sind. Da ist jeder ab Dreissig scheintot. Aber dann geht der Slogan, ganz klein geschrieben, weiter: "...alt genug, um das Glück zu erkennen".

Das glauben wir gern, erst recht, wenn wir an der 50 entlang schrammen. Haben sich die Jahresringe doch gelohnt. Die Allerfrischesten sind wir nicht mehr, aber wir wissen, was wir wollen - theoretisch jedenfalls.

Und in der Praxis? In Personalabteilungen gelten Menschen jenseits der Vierzig mitunter als sperrig. Die "Anpassungsleistung" ist geringer als bei Jüngeren, eigene Karriereziele oder Lebensziele sind nicht unbedingt mehr identisch mit Unternehmenszielen. Wer dann neu definiert, was das persönliche Glück ist, will es auch endlich "haben".

Obwohl, das mit dem Glück haben ist ja so ne Sache. Es klingt mir fast so - verzeihen Sie den profanen Vergleich - wie wenn an der Käsetheke jemand sagt, "ich krieg 200 Gramm von dem da. " Woher wissen die eigentlich, dass sie die 200 Gramm auch wirklich kriegen?

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15.6.08

Wie schreibe ich ein Bewerbungs-Anschreiben?

"Hiermit bewerbe ich mich ...". So begannen im vorigen Jahrhundert Bewerbungen, und drum ist die Floskel jetzt "out.". Eine Bewerbung hat nicht nur adressatenorientiert zu sein, sondern auch zeitgemäss: In der Werbebranche bewirbt man sich kreativ bis bunt, in der Bankenbranche seriös-dezent, immer mit aktuellem Wortschatz.

Was kann schief gehen? Z.B., dass das Anschreiben nur aus ich-Botschaften besteht. Nicht nur über den Bewerber will der Arbeitgeber lesen, sondern auch ein paar Zeilen über "sich selbst". So weiss der Adressat, dass der Kandidat sich mit dem Wunschunternehmen beschäftigt hat.

Und noch etwas: Achten Sie bei Ihren Ich-Botschaften auf den Tatsachengehalt. "Ich bin kommunikativ" ist beispielsweise eine Selbsteinschätzung, ebenso könnten Sie schreiben, "ich bin die Beste". Wenn Sie aber schreiben, "meine kommunikative Stärke wurde bei schwierigen Vertragsabschlüssen geschätzt", liefern Sie eine Aussen-Perspektive auf sich - wirkt gleich viel überzeugender.

Aber Stilblüten und auffällige Wendungen finden sich nicht nur in Bewerbungs-Briefen. Jedesmal, wenn ich in den Antworten der Personal-Abteilungen das voran gestellte und damit markierte "gerne" lese, denke ich, "gerne würde ich jetzt meinem Brechreiz folgen..."

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7.6.08

Wie war eigentlich die Bewerbung?

Diese Frage wird neuerdings nicht nur im Bekanntenkreis, sondern auch im Internet gestellt. Die Meta-Suchmaschine crosswater-systems öffnet ein feedback-portal für Kommentare der Bewerber. Ähnlich wie bei Schülersites, auf denen Lehrer benotet werden, können sich hier Bewerber mit einem online-Fragebogen darüber äussern, wie lange ein Stellenanbieter z.B. brauchte, um auf eine Bewerbung zu reagieren, oder auch, wie die Gehaltsfrage im fraglichen Unternehmen gehandhabt wird. Natürlich gilt die schöne Transparenz beidseitig, auch Personaler können sich hier über die Reputation ihres Unternehmens am Arbeitsmarkt informieren.
Was halten Sie davon, liebe Leser? Ist das eine weitere Variante des gegenseitigen "I spy-Spiels" im Net oder kommt so mehr Licht in jenen sagenumwobenen Prozess, der zum Arbeitsvertrag führt und auf dem Ratgeber-Buchmarkt Rekordumsätze beschert?

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3.6.08

Innerlich kündigen - auch Führungskräfte tun es

Die Unzufriedenheit an deutschen Arbeitsplätzen ist gross - vom Ausland betrachtet werden Deutsche oft belächelt wegen ihrer Neigung, zu klagen. Wer aber glaubt, davon seien nur die "mittleren Chargen" der Arbeitswelt betroffen, irrt: Nach einer aktuellen Studie wollen drei Viertel der deutschen Topmanager den Job wechseln. Insgesamt hat sich die Wechselbereitschaft in den vergangenen drei Jahren bei 63 Prozent der Befragten erhöht.

Das Karussell der Positionen dreht sich immer schneller, Beweglichkeit ist das Motto der Zeit, Kontinuität ist weniger gefragt. Trotzdem, wenn auch Sie einen Jobwechsel anstreben: Bleiben Sie sich selbst treu und finden Sie den Arbeitgeber, der zu Ihnen passt, erkennen Sie die richtige Karrierechance. Schwierig? Vielleicht. Aber es gibt Berater, die Ihnen dabei helfen können...

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