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24.2.08

Was fragt man als Kandidat im Bewerbungsgespräch?

Das Bewerbungsgespräch ist gut gelaufen, beide Seiten haben einen positiven Eindruck gewonnen, da kommt die klassische Frage "Hätten Sie jetzt noch Fragen an uns?"
Ja Zapperlott, was fragt man da am besten?

Der Spagat zwischen dem, was im Kandidateninteresse liegt und dem, was aus Sicht der Personaler "ungeschickt" wäre, ist nicht einfach. Die Frage nach dem Krankenstand in der Firma wäre zum Beispiel interessant als Indikator für die Jobzufriedenheit der Mitarbeiter, müsste aber äusserst geschickt "eingebettet" werden, um nicht als "Grenzübertretung" aufzufallen. Da müssen Sie abwägen, inwieweit Sie lieber "gefallen" oder für Sie wichtige Informationen einholen. Vielleicht machen Sie sich vorher eine Memo-Liste von Fragen, auf die Sie keinesfalls verzichten wollen. Hier ein paar Anhaltspunkte:
  • Gibt es ein Organigramm des Unternehmens, in dem die ausgeschriebene Stelle dargestellt ist?
  • Wie sind die Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse?
  • Stehen wichtige Veränderungen im Unternehmen an?
  • Fragen zur Position:
  • Was sind die Schnittstellen mit Aufgaben anderer Abteilungen?
  • Welche Handlungsspielräume gibt es?
  • Ist ein detailliertes Stellenanforderungsprofil zu haben?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie wird mit Überstunden verfahren - gibt es einen Freizeitausgleich?

Manche dieser Fragen können Sie sich freilich auch für das "zweite Interview" aufheben, wenn klar ist, dass der potentielle Arbeitgeber an Ihnen stark interessiert ist.

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17.2.08

Karrieretipp: Weiterbildung für Eilige

"Keine Zeit für Weiterbildung" ist auch im stressgeplagten mittleren Management keine Ausrede mehr. Es gibt längst Bildungs-Konzepte, die in minimaler Zeit Wissensmodule vermitteln. In dem immer grösser werdenden Markt für Berufstätige mit kleinem Zeitbudget schwimmt das Angebot der Open University ganz vorn mit. 1969 als staatliche Universität in UK gegründet, operieren die OU und ihr Ableger OU Business School inzwischen in ganz Europa.

Für das Segment der "Kompakt-Lerner" bietet die OU zum Beispiel ein 30 Stunden-Online-Programm an, bei dem mit persönlichem Tutor gelernt werden kann. Im sogenannten CPD-Programm (Continuing Professional Development) gibt es Kurse zu den Themen Führungsverhalten, Personalentwicklung, Finanzwirtschaft, IT, Gesundheitswesen - you name it, they have it, und anfangen kann man jederzeit. Mehr dazu hier .

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10.2.08

Vom Luxus, nachdenken zu dürfen

"Sie glauben gar nicht, wie ich mich auf diese Zeit mit Ihnen freue," verriet mir neulich ein Coaching-Klient. "Ich komme sonst gar nicht zum Nachdenken, ich funktioniere nur noch."
Modern Times. Zeit zum Reflektieren ist ein Luxusgut geworden.

Dazu passt die Meldung, dass Geisteswissenschaftler - wider Erwarten! - nützlich sein sollen für Unternehmen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult befragte 106 grosse Unternehmen mit weltweiten Geschäftsbeziehungen und 108 Nichtregierungs-organisationen, wie sie es mit der Beschäftigung von Geisteswissenschaftlern halten. Demnach arbeiten in zwei Drittel der international tätigen deutschen Unternehmen keine Geisteswissenschaftler. In denjenigen Firmen aber, in denen diese Akademiker angestellt sind, werden sie hochgeschätzt, da ihre interkulturellen Kompetenzen als äußerst nützlich fürs Geschäftsleben gelten. So meinen rund drei Viertel der Unternehmen, die Fähigkeit der Geisteswissenschaftler, mit Menschen aus anderen Kulturen angemessen zu kommunizieren, sei bei Vertragsabschlüssen mit ausländischen Partnern entscheidend für den Erfolg.

Na bitte. Weltfremde, fabulierende und profitaverse Geisteswissenschaftler tragen endlich dazu bei, dass der Rubel rollt. Man weiss nicht, ob das nun eine gute Nachricht ist.
Mehr dazu.

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3.2.08

Downshiften auf Rezept: Gezeitenhaus für Burnout-Betroffene

"Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte Magenkrämpfe und dann hat es "zong" gemacht und ich fand mich auf der Intensivstation wieder..." So hört sich das an, wenn workaholics von ihren Erfahrungen mit Burnout berichten. Jeder weiss es, aber keiner will es wahr haben, dass irgendwann Schluss ist mit dem Arbeiten bis in die Nachtstunden, weil der Körper nicht mehr mitmacht. Die Erscheinungsformen des Burnouts sind vielfältig: Depressionen, Tinnitus, Kreislauf-, Rücken-, und Magenbeschwerden, Panikattacken. In Deutschland dauert es durchschnittlich drei bis sieben Jahre - viel zu lang! - bis die Krankheit erkannt und therapiert wird, so eine Studie der FH Münster.

Ein flacher Backsteinbau am Waldesrand, drinnen viel Ruhe, Zeit für Erholung und Schlaf, ohne Stress durch Arbeit, Computer, Fernsehen und Zeitungen. Hier, im "Gezeitenhaus" in Bonn Bad-Godesberg, lernen ehemalige workaholics, ihr Leben zu entschleunigen. Es gibt sie also, die Möglichkeit, aus dem Hamsterrad auszusteigen und sich auf einen langsameren Lebenstakt einzulassen. Wenn Sie, liebe Coaching-Klienten und Leser, mehr dazu wissen wollen, lesen Sie dazu die Reportage der FTD zu diesem Thema.

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