Mal ehrlich, sind Sie es, und wenn ja, warum? Haben Sie eine Affaire mit einem/einer Kollegen/in, gerade eine Gehaltserhöhung bekommen oder blüht der Kaktus auf der Fensterbank?
In ihrem Buch "Ich kann, was ich will" packen die Autoren Lazarus und Fay die Frage nach dem Glücklichsein von einem unorthodoxen Blickwinkel aus an. Sie behaupten, dass Verhaltensweisen, die seelisches Leid auslösen, irgendwann mal gelernt und folglich auch wieder "verlernt" werden können.
Eine junge Frau, die in einer Hamburger Werbeagentur arbeitete, betrachtete sich selbst als wertlos gegenüber den attraktiven, strahlenden und wohlhabenden Leuten, denen sie täglich begegnete. Ihre eigenen Persönlichkeitswerte - nämlich dass sie lebhaft, freundlich und zuverlässig war - fand sie "normal" und ging deshalb davon aus, dass diese Eigenschaften weniger wichtig wären. Auf der anderen Seite, auch das Klagen und der Trost, den man dabei findet, kann ja eine befriedigende Sache sein...kommt halt drauf an, wie man Glück definiert...
Na, wie auch immer - was glauben Sie, welche Gruppe unter den deutschen Arbeitnehmern sich selbst als am glücklichsten einschätzt? Es ist die, über deren angebliche Faulheit endlos Witze kursieren: Die Beamten. Auf einer Skala von eins bis zehn bewerteten sie ihr Glück nach einer
Befragung der Bertelsmann-Stifung 7,9 Punkten. Im Umkehrschluss heisst das wohl, die Deutschen träumten davon, Beamte zu sein: Häuschen im Grünen, die Bienen summen um die Adenauerschen Rosen, die Pension ist sicher und alle können in Ruhe Fettringe ansetzen. Ach jaaaa. Ich werd auf einmal soo müde...
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