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29.9.07

Frauen und Karriere: Womit haben Frauen als Gründerinnen zu rechnen?

Im letzten Jahr hatten Industrie- und Handelskammern eine nie dagewesene Nachfrage nach Beratungen zum Thema Selbstständigkeit von Frauen.Vorgezeichnet ist offenbar, in welcher Branche fast alle Frauen (85 Prozent) gründen:

Im Dienstleistungsbereich, wo vergleichsweise wenig Startkapital nötig ist. Nach Erkenntnissen der IHK ist für Frauen der Schritt in die Selbstständigkeit vergleichsweise schwer: Viele Frauen haben eine Kinderpause hinter sich, haben, wie wir wissen, als Berufstätige sowieso kleinere Gehälter als Männer in einer vergleichbaren Position und können also nicht in gleichem Mass Kapital ansparen wie Männer. Die Folge: Banken sind weniger spendabel, die Kreditaufnahme ist für Frauen schwieriger als für Männer.

Wenn Sie, liebe Leserinnen, vorhaben, sich selbstständig zu machen, sollten Sie also gut vorbereitet sein: Es braucht nicht nur einen wasserdichten Businessplan, eine tragfähige Geschäftsidee und gute Kontakte, sondern auch ein solides finanzielles Fundament und ein überzeugendes Auftreten als Geschäftsfrau - egal, ob Kunden oder Bankern gegenüber.

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22.9.07

Karriere, Bewerbung: Soll ich Brüche im Lebenslauf kaschieren?

Jede Abwärts-, oder Seitwärtsbewegung im Lebenslauf wird von Personalern gern als "Bruch" interpretiert. Oft ist das ein Trick, um herauszufinden, steht der Kandidat oder die Kandidatin zu dem, was sie im Leben gemacht haben, oder nicht.

Mit dem sogenannten "Bruch" kann ja auch eine Einsicht einher gehen, die sich nach der Neuorientierung niederschlägt in Form von mehr Engagement, Motivation, einfach Freude am Beruf. Klar, nicht jede Wendung im Lebenslauf geschieht freiwillig oder ist so geplant, Stichwort Umstrukturierung, Stichwort Mobbing. Aber warum sollten Sie es den HR-Verantwortlichen überlassen, aus Ihrem Lebensweg negative Schlüsse zu ziehen? Ich finde, wir können zu unsren Erfahrungen stehen, sie als Gewinn verstehen und auch so vermitteln.
Perfekte, gradlinige Lebensläufe gibt es sowieso nicht mehr. Erfolge sind prima, aber nur, wer sein Schiff mal so richtig auf Sand gesetzt hat, weiss die Fahrt unter vollen Segeln richtig zu schätzen...

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16.9.07

Karriere: Wie finde ich den passenden Arbeitgeber?

Sind Sie firm in den Paarungsritualen der Gegenwart? Speed-Dating heisst eine beliebte Variante. Männlein und Weiblein treffen sich in Rudeln und vermischen sich zwecks Informationsaustausch im Fünfminutentakt. Diese fünf Minuten müssen reichen, um Wesentliches herauszufinden über die Eignung der "Kandidaten" als LAP (Lebensabschnittspartner): Ist er "romantisch", Sitz-, oder Stehpinkler, verdient er genug für den Nestbau... usw.

Was in aller Welt haben solche Fragen in einem Coaching-Blog zu suchen? Ganz einfach. Wenn Menschen bei ihrer Partnersuche so systematisch und effizient zu Werk gehen - egal, ob das nun der emotionalen Verbandelung dienlich ist oder nicht - wenn sie also so gezielt vorgehen, warum tun sie das nicht auch bei der Suche nach einem Arbeitgeber?
Immer wieder erlebe ich in der Beratung irritierte Blicke auf meine Frage "was für Arbeitsbedingungen brauchen Sie"? Oft kommen dann Negativ-Antworten: Bitte kein Grossraumbüro, keine unfähigen Chefs, keine endlosen Überstunden.

Gut, negative Auslese ist ein Anfang. Aber auf die Idee, eine Checkliste anzulegen mit den für den Klienten wichtigen Kriterien, also die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes, Arbeitsklima, Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten, Karrieremöglichkeiten, Firmenkultur etc. kommt kaum jemand. Und der Witz ist ja, dass eine solche Checkliste sich nicht verallgemeinern lässt. Jeder Bewerber hat andere Wünsche an den künftigen Arbeitgeber, ganz wie die jungen Paarungswilligen unterschiedliche Vorstellungen vom "Traumpartner" haben. Erst wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, können Sie den richtigen Partner für Ihr Vorhaben finden.

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7.9.07

Wie arbeitet es sich als Freiberufler? - Zufriedener!

Je nach Untersuchung tragen bis zu zwei Drittel der deutschen Angestellten ihre "innere Kündigung" mit sich herum. Das heisst, sie machen "Dienst nach Vorschrift", um ihren Arbeitsplatz zu erhalten, obwohl sie wenig bis gar keinen Sinn darin sehen.Wir Deutschen sind ja besonders sicherheitsbewusst und trotz der Hire-und-Fire-Mentalität, die sich auf der Arbeitgeberseite durchgesetzt hat, sind die meisten von uns noch immer davon überzeugt, dass das Angestellt-Sein dem freiberuflichen Arbeiten vorzuziehen sei.

Fragt man man aber die Freiberufler - ein webportal der Ludwig-Maximilians-Universität und der TU in München haben das getan (http://www.gruendungszuschuss.de/) - dann findet man heraus, dass sie erstaunlich zufrieden sind. 1200 Gründer, die Hälfte davon Freiberufler, wurden befragt und 96 Prozent von ihnen würden wieder gründen. Ihre Zufriedenheit, die sie auf einer Skala von 1 bis fünf (= sehr zufrieden) bewerten sollten, lag bei vier. Zwar kam heraus, dass die Gehälter stark schwanken, dass aber Freiberufler andere Prioritäten setzen: Sie sind unabhängig und haben keine launigen Vorgesetzten. Sie können ihre eigenen Ideen verwirklichen und selbst gestalten, wie lange und wann sie arbeiten.

So. Was meinen Sie: Soll ich jetzt, zur Deutschland-knoppert-Zeit, mal ein Stückchen spazieren gehen, oder doch lieber einen Espresso trinken und Zeitung lesen...?

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