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25.5.07

Karriere: English - yes, please!

"Bisher bin ich prima ohne ausgekommen..." so ähnlich klingt das manchmal, wenn meine Klienten über ihre Fremdsprachenkenntnisse sprechen.

Dabei ist eins klar: Etwas Englisch braucht fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland, die Fähigkeit, Französisch zu sprechen, folgt an zweiter Stelle. Der Perfektionsgrad ist freilich von Beruf zu Beruf unterschiedlich. "Verhandlungssicher" in Englisch sollen vor allem Juristen, Wissenschaftler, Menschen im Dienstleistungssektor und in IT-Berufen sein.
Mehr dazu unter http://www.bibb.de/arbeit-im-wandel.

Ein 55-jähriger Klient aus der IT-Branche hatte bisher erfolgreich den Kontakt mit Englisch vermieden. Gerade hat er einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnet. Bedingung: Praktikables Englisch bis zum Start im Sommer. Nun ist er über seinen Schatten gesprungen und macht einen Intensivkurs. Sein Fazit bisher: "Hätte gar nicht gedacht, dass das so viel Spass machen kann..."

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17.5.07

Karriere: Sparfaktor Managerin

Ein Dauerbrenner auf meinen Seiten ist er mittlerweile, der Hinweis auf die Benachteiligung von berufstätigen Frauen. Männer verdienen bei gleicher Position ein Viertel bis ein Drittel mehr, das ist bekannt. Wer aber annimmt, dass sei zumindest bei Spitzenpositionen anders, ist im Irrtum.

Zunächst einmal: Nur vier Prozent der Geschäftsführer in deutschen Unternehmen sind überhaupt Frauen. Dafür gibt es manche Gründe, unter anderem Männernetzwerke, die Frauen ausschliessen.

Die wenigen Topmanagerinnen verdienen nun durchschnittlich fast ein Drittel weniger als Männer in ähnlicher Position. Geschäftsführerinnen im sogenannten branchen- und grössenunabhängigen Durchschnitt aller Unternehmen bekommen jährlich 183 000 Euro, ihre männlichen Kollegen dagegen 259 000 Euro.

Eigentlich seltsam, dass nicht mehr Frauen in Spitzenpositionen eingestellt werden, wo Unternehmen dabei doch so schön sparen können....

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10.5.07

Mentales Mobiliar: Verantwortung erst ab einem "gewissen Alter"?

Manchmal wundere ich mich über die Möblierung unserer deutschen Gehirne. Da ist so viel frischer Wind reingekommen in letzter Zeit und trotzdem sitzt noch einiger alter Mief drin.
Nehmen wir mal das Thema Verantwortung.

Was ist Verantwortung? Kann ein junger Mensch Verantwortung übernehmen?
Die meisten deutschen Unternehmen - immerhin 69 Prozent - scheinen das nicht zu glauben, denn sie bevorzugen ältere Mitarbeiter in den Führungsetagen:

Warum? Vermutlich, weil ältere Mitarbeiter hier wenig Kooperationsbereitschaft gegenüber einem jüngeren Vorgesetzten zeigen. Warum? Weil viele sich die Firma als Zweitfamilie denken, an deren Spitze nur Leitfiguren "gewissen Alters" sein können.

Im übrigen Europa ist das anders. Zum Beispiel in Grossbritannien sind 81 Prozent der Unternehmen bereit, jüngere Topleute einzustellen, wenn sie die entsprechenden Qualifikationen haben. Allerdings sollte sich die deutsche Skepsis gegenüber jüngeren Führungskräften mit dem seit letztem Sommer geltenden Gleichbehandlungsgesetz ändern.
Denn die Idee des "Ageism", also der "Diskriminierung aus Altersgründen", ist keine Einbahnstrasse nur zugunsten von Älteren, die wieder in den ersten Arbeitsmarkt kommen wollen.

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3.5.07

Teilzeit als Möglichkeit für Downshifting?

Es gibt viele Möglichkeiten des "Downshiftings", also runter zu schalten, um den beruflichen Stress zu minimieren. Eine davon ist theoretisch die Teilzeitarbeit, die freilich hierzulande überwiegend Frauensache ist:
88,2 Prozent unsrer Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Das liegt wohl an dem immer noch traditionellen Rollenverständnis (Frau = Familienbeauftragte) und an dem Angebot an Teilzeitstellen, das selten mehr als 20 Stunden umfasst.

Anders als beispielsweise in den Niederlanden, wo immerhin 16 Prozent Männer in Teilzeit arbeiten, ist der Ruf der Teilzeitarbeit hier schlecht, denn Teilzeit-Mitarbeiter haben oft schlechte Konditionen und kaum Aufstiegschancen. Dass sie jedoch nur mit halbem Einsatz arbeiten, glauben zumindest Personalmanager einer Studie zufolge nicht mehr: 56 Prozent der befragten Personalmanager in Deutschland finden, dass Teilzeit-Mitarbeiter genauso produktiv sind wie jene in Vollzeit.

Je nach Untersuchung wäre etwa ein Drittel der deutschen Vollzeitbeschäftigten bereit, die Arbeitszeit zu verkürzen und auf einen Teil des Gehaltes zu verzichten.
Am zufriedensten wären sie mit einer Reduktion auf 70-80 Prozent ihrer bisherigen Wochenarbeitszeit. Das entspricht einem klaren "Nein" zur klassischen Halbtagsstelle und ausserdem, bei allseits fetten Überstundenkonten, allemal noch "100 Prozent" Leistung.
Der Trend wird getragen von jüngeren Berufstätigen mit höherem Bildungsabschluss und grösserem Haushaltseinkommen. Wie lautet die Antwort unserer Unternehmen?

Stets fordern sie "Flexibilität" von ihren abhängig Beschäftigten. Jetzt endlich ist der Markt in Bewegung und Fachkräfte werden gesucht. Es ist also an der Zeit, seitens der Unternehmen Flexibilität und Entgegenkommen z.B. hinsichtlich der Arbeitszeit zu demonstrieren, um diese hoch qualifizierten Fachkräfte anzuziehen und leichter zu halten.
Behalten Sie das im Hinterkopf, liebe Leser, wenn Sie an Ihrer eigenen Stress-Reduktion arbeiten.

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