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23.2.07

Karriere: Ältere Bewerber nicht gefragt?

Auch wenn es ab und zu andere Signale gibt, immer noch scheint zu gelten, wer über vierzig oder fünfzig ist, hat es schwer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bestätigt wird diese Sicht durch eine Befragung unter Personalentscheidern in 51 deutschen Unternehmen.
Die Hälfte dieser Personaler sagen, die Älteren seien zu teuer, ausserdem sei das Kündigungsrecht zu starr und drittens wird angeführt, dass ein jüngerer Mitarbeiter der Vorgesetzte wäre. - Deutliche Antworten in Zeiten des neuen AGG, das unter anderem die Diskriminierung aus Altersgründen verhindern soll.

Was bedeutet das für ältere Bewerber?
Ich meine, es muss genau das Gegenteil einer Vogel-Strauss-Politik bedeuten, nämlich ein offensives Umgehen mit den Themen Gehalt, Kündigungsrecht und Führung. Als "Best Ager" sollten Sie diese Punkte im Bewerbungsgespräch ansprechen und mit Ihrem Gegenüber so weit wie möglich klären. Denn der Vorteil am Älterwerden ist doch, dass wir Klarheit gewinnen über das, was uns wichtig ist, und das auch vertreten können - oder?

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14.2.07

Karriere, Mythos und Wirklichkeit: Nur das Gehalt zählt

Warum gehen Sie jeden Tag zur Arbeit? Was treibt Sie an, Leistung zu bringen und Karriere zu machen? Wenn Sie jetzt sagen, "ich will mich im Job neuen Herausforderungen stellen", dann bestätigen Sie das, was Personaler im Bewerbungsgespräch gern hören. Aber der Mythos vom Helden, der jeden Tag auszieht, das Unbekannte zu suchen und zu meistern, entspricht nicht der Wirklichkeit an deutschen Arbeitsplätzen.

In einer Umfrage unter 16 000 europäischen Arbeitnehmern fand das Karrierenetzwerk Monster heraus, dass fast die Hälfte der deutschen Befragten allein wegen ihrer monatlichen Gehaltszahlung täglich zur Arbeit kommen. An zweiter Stelle nannten die Deutschen die Familie: Für 18 Prozent ist der Unterhalt der Angehörigen der entscheidende Grund, zu arbeiten. Die sogenannten Herausforderungen und Spass an der Arbeit wurde nur von zwölf Prozent der deutschen Berufstätigen als Motivation angeführt.

Ist es nun schade, dass wir diesen Heldenmythos begraben müssen? Stellen Sie sich mal vor, die deutsche Wirtschaft würde boomen (tut sie ja), aber nicht wegen der Existenzangst der Einzelnen, sondern weil wir tatsächlich Spass an der Arbeit hätten. Wir würden mit einem Liedchen auf den Lippen jeden Morgen aufstehen, fröhlich eben mal das neue deutsche Wirtschaftswunder maximieren und abends ohne Frustattacken an Verkehrsteilnehmern und Mitmenschen heimkommen. Dio mio, wäre das langweilig....

Ihre gutgelaunte Wiebke Sponagel

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9.2.07

Karrieretipp: Nischen-Stellenmärkte im Net

Wo und wie kann ich meine neue Stelle finden, diese Frage stellt sich jedem Bewerber. Die Suche im Internet wird immer populärer, obwohl ihre Erfolgschancen unterschiedlich bewertet werden. Das für das eigene Profil passende Suchraster oder spezialisierte Jobbörsen zu verwenden, wird deshalb auch immer wichtiger.

Wer sich in der Nische "IT-Spezialist im Bankgewerbe" bewegt, kann sich jetzt im Online-Stellenmarkt www.bankerplus.de über Vakanzen informieren. Dort werden Fachkräfte mit umfassenden Branchen-Kenntnissen und Erfahrungen mit branchenüblichen Software-Lösungen gesucht. Viel Erfolg beim Suchen und Finden Ihrer Karrierenische wünscht Ihnen
Wiebke Sponagel

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3.2.07

Karriere: Warum fragt eigentlich kein Bewerber nach dem Krankenstand?

Alle wissen es und kaum einer mag es zugeben: Der Krankenstand in Unternehmen ist ein Indikator für das Betriebsklima: Je mehr Krankmeldungen, desto mieser das Klima. Wer sich sonst nicht mehr zu helfen weiss, flieht in bezahlte Absenzen "auf den gelben Schein". Die Retourkutsche der Verantwortlichen in solchen Betrieben ist die Anschuldigung, die Mitarbeiter würden "krank feiern" - Führungskräfte ohne Einsicht in die Resultate ihrer Führung.

Das Eingeständnis, dass gestiegener "workload", unsinnige Prozesse und unendliche Überstunden krank machen, ist offenbar zuviel verlangt von Managern, die alle zwei Jahre "rotieren" oder selbstgemachte "Leiter" sind und von Führung nichts wissen. Dabei geht es auch anders, wie meine Kollegin Brigitte Scheidt in ihrem kürzlich erschienenen Buch "Neue Wege im Berufsleben" zeigt - mehr dazu unter http://www.impulse.de/the/man/268211.html.

Eigentlich, liebe Leser, folgt daraus für Ihr nächstes Bewerbungsgespräch, dass Sie grundsätzlich die Frage nach dem Krankenstand stellen sollten, um herauszufinden, wie das Arbeitsklima in der fraglichen Firma ist. Dazu müsste freilich das Prinzip "auf Augenhöhe miteinander reden" gelten, was viele Bewerber angesichts der immer noch angespannten Arbeitsmarktsituation nicht beachten...

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