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30.12.06

Neujahr!

Wie halten Sie?s mit dem Jahreswechsel, liebe Leser? Lassen Sie das alte Jahr nochmal Revue passieren, überlegen Sie, was gut gelaufen ist, und wofür Sie Karriereberatung brauchen, haben Sie Ihre "Glücksbringer", nehmen Sie sich etwas vor für?s Neue Jahr?

Wie auch immer, ich wünsche Ihnen gutes Gelingen für Ihre Karriere- und Lebensplanung im Jahr 2007. Mit Empfehlungen halte ich mich zurück, statt dessen gebe ich Ihnen wieder ein Gedicht mit auf den Weg, diesmal aus der Nashorn-Reihe:

Die Wahrheit ist oft kompliziert...
Die Wahrheit ist oft kompliziert,
doch jedes Nashorn sieht sie klar.
Es sagt sie uns auch ungeniert:
"Ich seh? ein Horn." Und das ist wahr.
(Sten Nadolny).

22.12.06

Kein Coachingthema, aber eine Weihnachtsfreude

Bald, liebe Leser, ist?s geschafft und Sie haben ein paar Tage zum Durchatmen, mit der Mischpoke streiten, schlemmen und zechen oder was immer Sie gern zu Weihnachten tun.

Aber vielleicht suchen Sie ja noch eine Kleinigkeit für sich oder Ihre Lieben?
Hier mein Geheimtipp zum Entspannen und Nicht-an-die-Karriere-Denken:

Alle Jahre wieder stecke ich meine Nase in ein schmales bei Nicolai erschienenes Buch mit dem schlichten Titel "Deutsche Weihnacht". Im Untertitel heisst es "Ein Familienalbum 1900-1945". Es erlaubt einzigartige Einblicke in das Leben und Erleben eines deutschen Ehepaars Anfang des letzten Jahrhunderts: Beginnend mit dem Jahr 1900 hat Richard Wagner jedes Weihnachtsfest mit Gattin und Selbstauslöser dokumentiert. Schauen Sie selbst, wie das Fest sich vor einhundert Jahren anfühlte und welche kleinen Freuden man sich leistete in der Berliner Mittelschicht. Vielleicht geht es Ihnen wie mir und Sie finden bei jedem Blättern Neues und dann wieder seltsam Vertrautes: Gibt es in Ihrer Familie auch so ein Teeservice mit Bambusgriff, und diese schwermütigen Lamettafäden, hängen die auch an Ihrem Baum? - Frohe Festtage!

Deutsche Weihnacht, Hg. Birgit Jochens, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Berlin.

15.12.06

Karrieretipp: Bewerber, wie stehen Sie im Internet da?

Jeder Bewerber sollte sich darüber im klaren sein, dass das Internet als Selektions-Instrument in Personalabteilungen genutzt wird: Immer mehr Personalverantwortliche überprüfen erst einmal, was das Net über Kandidaten hergibt. Nach einer Umfrage unter 300 deutschen Personalberatungsfirmen tun das momentan schon 28 Prozent der Personalexperten, Tendenz steigend. Ein Viertel der Befragten gab an, dass nach den Internet-Suchergebnissen einige Bewerber nicht mehr berücksichtigt werden.

Also, liebe Kandidaten, achten Sie darauf, dass Ihr Blog über Ihren "Dilbert-Vorgesetzten" rechtzeitig verschwindet...

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10.12.06

Coachingthema: Mehr Vertrauen und andere Berater braucht das Land!

Letzte Woche habe ich hier vermutet, dass es der deutschen Wirtschaft an Vertrauen mangelt, jetzt haben wir es schwarz auf weiss: Das internationale Netz von Kommunikationsagenturen "Ecco" hat über viertausend Unternehmen in zwölf Ländern auf ihre Werteorientierung untersucht. Deutsche Unternehmen fallen in dieser Studie nicht durch moralische Stärke, sondern durch ihre Wettbewerbsausrichtung auf. "Soziale Verantwortung" liegt auf Platz 14, "Vertrauen" auf Rang 30, dem letzten Platz. In allen anderen Ländern werden moralische und soziale Werte höher eingestuft.

Ja, haben unsere Wirtschaftsbosse denn alle die falschen Berater?
Solche nämlich, die vergessen haben, dass das Vertrauen in "Made in Germany" uns einst zu Spitzenleistungen gebracht hat und immer noch bringen kann - siehe Klinsmann und seine Kicker. Meine Empfehlung: Entscheidungsträger, misstraut doch mal Euren Effizienz-Consultants. Mal abgesehen von dem Einsparpotential durch die Verabschiedung der teuren Beraterriege lägen weitere Gewinne auf der Hand: Weniger "Fern-Steuerung", mehr Verantwortung, mehr Selbst-Vertrauen und Vertrauen in die Mitarbeiter, also mehr Konkurrenzfähigkeit....

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3.12.06

Ihr nächster Karriereschritt: Zeitarbeit?

Noch vor nicht allzu langer Zeit standen Zeitarbeitsfirmen in dem Ruf, moderne Sklavenhändler für Minderqualifizierte zu sein. Das hat sich gründlich geändert: Die Branche hat sich professionalisiert, bietet auch für Suchende einen guten Service und entwickelt sich Pressemeldungen zufolge sogar zur "Jobmaschine": Seit im Jahr 2004 die auf ein Jahr beschränkte Überlassungsdauer entfallen ist, nutzen gerade auch Akademiker diese Art des Job-Einstiegs. Die Zahl der Zeitarbeiter mit Hochschulabschluss hat sich seit letztem Jahr (5 Prozent) mehr als verdoppelt. Ein Drittel aller Zeitarbeitskräfte wird, quer durch die Qualifikationen, schliesslich fest angestellt.

Eine erfreuliche Entwicklung? Sicher, dem einzelnen Arbeit-Suchenden eröffnet sich eine Möglichkeit, zu arbeiten - aber für viele ist es eben die Einzige. Und dieselbe Statistik besagt: Zwei Drittel dieser Zeitarbeitskräfte werden nicht fest angestellt. Freilich, die Festanstellung ist auch nicht und nicht für jeden das Heil aller Dinge. Aber wenn wir mal auf die andere Seite, nämlich die der Arbeitgeber schauen, sehen wir dort eine steigende Bereitschaft, kurzfristig viel Geld für Zeitarbeit locker zu machen und sich so von den klassischen Arbeitgeber-Verpflichtungen freizukaufen. "Flexibilität" ist in, Vertrauen ist out.

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