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frisch eingebloggt

27.9.06

Eine Chance für Entrepreneure: Nachfolger werden

Führungskräfte mittleren Alters haben normalerweise zwei Karriere-Optionen im Blick: Sich weiter angestellt nach oben arbeiten oder mit einer eigenen Business-Idee Gründer werden. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit, an die viele nicht denken, nämlich "Nachfolger" zu werden in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen. Jedes Jahr bereiten zwischen 4000 und 5000 Unternehmen in Deutschland mit Hilfe von Beratern einen Generationswechsel an der Spitze vor.
Oft wird ein externer Nachfolger gesucht - nicht etwa, weil Kinder fehlten, sondern weil die Kinder das Unternehmen ihrer Eltern meiden. Immerhin 17 Prozent der betroffenen Nachfolgeneration meinen, dass ihre Eltern ihnen die Nachfolge nicht zutrauten - schade, dass es gerade hier an Vertrauen fehlt.
Näheres erfahren Sie beim Institut für Mittelstandsforschung in Bonn und bei www.nexxt-change.de.

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20.9.06

Ein Jahr Coachingnews, frisch eingebloggt

Jetzt im September, liebe Leser, ist mein weblog ein Jahr alt. Anfangs dachte ich, es wird schwierig sein, regelmässig so über Coaching- und Karrierethemen zu schreiben, wie ich das vorhatte. Viele meiner Kollegen machen das ja auch, aber da ist mir Einiges zu "ratgeberisch", Manches zu persönlich, Manches nicht persönlich genug und Vieles ohne Unterhaltungswert.

Mein Blog sollte anders sein. Ich wollte Ihnen schmackhafte Miniaturen zum Thema Beratung bieten, aus meinem persönlichen Blickwinkel und mit einer Prise Ironie, dazu ein paar Informations-Happen, die für Sie nützlich sein könnten.

Inzwischen laufe ich mit Blog-Antennen durch die Gegend: Ideen für meine Postings begegnen mir überall, denn überall gibt es Veränderungen und Raum für neue Sichtweisen. Meine Webeinträge sind ein Ausguck geworden - egal, ob ich mir da alltagsweltliche Frauen und Männer (Merkel, Klinsmann) anschaue oder arbeitsweltliche Themen wie Zeitmanagement, Karriereentscheidungen und verallgemeinerbare Probleme aus meinen Beratungen.

Ich danke Ihnen, liebe Leser, dass Sie hier immer wieder vorbei schauen und mir teils persönlich, teils per e-mail Rückmeldungen und Anregungen zu meinen Veröffentlichungen geben. Neulich fragte jemand, wollen Sie das nicht mal ordnen nach Themengebieten? Darüber denke ich gerade nach - was meinen Sie, wäre mehr Ordnung hilfreich oder ist es gut, sich weiter von einer bunten Mischung überraschen zu lassen?

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12.9.06

Karriere: Jobsuche im Net - wartet da der passende Arbeitsplatz?

Wer sich allein auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz macht, hat die Qual der Wahl: Es gibt den klassischen Weg, Stellenanzeigen in den Printmedien zu durchforsten, und schier unendliche Online-Angebote. Schätzungsweise 800 Online-Jobbörsen konkurrieren momentan um die Klicks der Jobsuchenden.

Der anfängliche Hype um die Möglichkeiten, im Net die geeignete Stelle zu finden, ist allerdings mittlerweile abgeflacht - so beziffert z..B. eine Studie der Jobbörse Monster (2004) die Erfolgsquote der Internet-Stellensuche mit nur 19 Prozent. Die Stellensuchenden selbst sehen das anders - zwei Drittel davon suchen im Net, obwohl nur 6 Prozent aller Stellen auf diese Art besetzt werden.

Der Markt ist hart umkämpft, ständig tauchen neue Anbieter auf. Ausser den Stellenbörsen gibt es auch Jobsuchmaschinen, die Stellenangebote direkt auf den Portalen der Unternehmen abrufen. So funktionieren z.B. JobScout24, oder, neu auf dem Markt, jobanova.

Einen kundenorientierten Service bietet das Münchner Karriereportal "Stellenanzeigen.de" seit seinem Relaunch an: Fach- und Führungskräfte können dort ihren Lebenslauf speichern und sich regelmässig passende Angebote zuschicken lassen.

Um es deutlich zu sagen, liebe Leser: Stellen sind knapp und die Suche danach ist zu einem hochspezialisierten Wissensgebiet geworden. Deshalb empfehle ich Ihnen: Wenden Sie sich an einen kompetenten Berater, der Ihnen dabei hilft, die Stecknadel im Heuhaufen zu finden...

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4.9.06

Coachingthema Entscheidungen in Karriere-und Lebensfragen.

Die Stimme klingt angeregt und heiter, was wenig zu dem passt, was ich sonst höre. Sie brauche unbedingt Hilfe bei einer Entscheidung, sagt die junge Frau in munterem Stakkato, sie habe momentan drei Studienplätze zur Auswahl: Einen in Frankreich, für den es eigentlich schon zu spät sei, und zwei in Deutschland, für die auch bald die Frist ablaufe. Sie habe den Samstag mit gepacktem Koffern auf einem Bahnhof verbracht und Züge mit Ziel Frankreich an sich vorbeiziehen lassen. Immer wieder lacht sie, wenn sie ihre Unentschlossenheit beschreibt: Eigentlich müsse sie mit Anfang zwanzig ja wissen, was zu tun ist, meint sie noch in mütterlichem Ton.

Ein amerikanischer Psychologe und Marktforscher, Christoph B. Melchers, hält eine Erklärung bereit für solches Zögern, das nach seiner Diagnose eine Neurose der westlichen Gesellschaft ist: Eine ganze Generation leide nämlich an "Abulie", krankhafter Willensschwäche. Das sei auch nicht weiter verwunderlich, sondern eine Folge des im Westen seit Jahrzehnten geltenden Gleichheitsgrundsatzes: Der Einzelne habe so viele Wahlmöglichkeiten in der Konsumwelt und für die Lebensplanung, dass er schliesslich davor kapituliere und im Stadium ewigen Beginnens verharre. Menschen könnten zwischen Lebensstilen genauso locker hin- und herwechseln wie zwischen Markenprodukten.

Ach ja, die Amerikaner. Sie sind einfach grandios darin, neue Märkte für Psychologen zu erschliessen: Klasse, wenn man bedenkt, dass der letzte Trend, der "shrink" für den Hund, nun auch hier bei zahllosen schlecht bezahlten Tiertherapeuten für Aufwind sorgt. Nur, was hilft es der jungen Frau, wenn ich ihr sage, dass es einer ganzen Generation von Amerikanern genauso geht ?

Unentschlossenheit kann viele Gründe haben und, wenn es sich um eine limitierte Phase im Leben handelt, auch sinnvoll sein. Man kann sie auch umkonnotieren in eine Zeit des Nachdenkens und Abwägens, was sich natürlich schlecht verträgt mit dem anglo-amerikanischen Mythos des schnellen "decision-making". Manche Entscheidungen brauchen eben Zeit. Was meinen Sie, soll ich dieses Posting jetzt veröffentlichen oder lieber noch ein bisschen damit warten....?

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