Coachingtrend "Störungen" - jenseits des Kanals
So fand ich jetzt bei Tom Peters folgende Schlagzeile: "Re-Imagine. Business Excellence in a Disruptive Age". Aufhänger dieses Coaching-Konzepts sind die "disruptions", Störungen also, die von aussen oder innen kommen und den normalen Betriebsablauf vereiteln. Mehr noch, Peters nennt unser ganzes Zeitalter "disruptive", also mit Störungen durchsetzt.
Holla, welch ein kultureller Unterschied. Bei dem von der Kicker-WM verschriebenen Stimmungshoch hierzulande ist schon der Gedanke an Störungen störend. Politik? Streikende Ärzte? Hoher Krankenstand im Betrieb? Ineffiziente Prozesse im Projekt? Ehekrach? Stört alles. Nehmen wir ein paar Schlucke aus der Budweiser-Dose und geben wir uns der Fussball-Party hin.
Störungen als konstruktiv zu sehen und mit bzw. an ihnen zu arbeiten, davon sind viele von uns meilenweit entfernt. Störungen "gehören abgeschafft" - sie ins Daseins-Konzept zu integrieren, wäre hier wirklich neu. Na, mal sehen, was unsere Coaching-Gurus in ein paar Monaten verkünden, wenn die Sommerpause vorüber und business as usual ist ... vielleicht ein neues Coaching-Programm, das " Störungen als Plus im Leben" heisst?
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