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24.2.06

Karrieretipp: Neue Perspektiven in Europa

Der Perspektivenwechsel ist Grundelement meiner Beratung, das ist ja bekaaaannt, würde Herr Beckenbauer sagen. Hin und wieder habe ich hier auch schon auf die Möglichkeit hingewiesen, durch einen Auslandsaufenthalt einen anderen Blickpunkt auf's Leben oder einfach einen weiteren Horizont zu bekommen.
Aber wie, werde ich oft gefragt, stellt man das an, einen Job im Ausland zu suchen?

Natürlich empfehle ich Ihnen jetzt ganz uneigennützig, sich für den Bewerbungsprozess selbst Beratung zu suchen, am besten bei einem Karriereberater, der wie ich Auslandserfahrung hat und sich in den Bewerbungs-Gepflogenheiten Ihres Ziellands auskennt.

Erleichtert wird die Suche freilich durch spezialisierte Suchmaschinen. Wer sich europaweit auf dem Arbeitsmarkt orientieren möchte, findet Unterstützung bei www.europa-kontakt.de. Hier werden in deutscher Sprache Stellenangebote verschiedenster EU-Institutionen vorgestellt. Die Palette der Angebote ist breit und beinhaltet auch Praktika in der EU.

Viel Erfolg bei der Suche nach Ihrer neuen Perspektive wünscht Ihnen W.Sp.

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17.2.06

Karriereberatung: Karrieresprung für Sie: Werden Sie Unternehmensnachfolger

Eins wird bei der Diskussion über die demographische Entwicklung in Deutschland gern vergessen: Sie birgt nicht nur Nachteile - Stichwort "Überalterung" der Gesellschaft - sondern auch Chancen:

Rund 71.000 Unternehmen stehen jedes Jahr vor der Frage, wer dem aus Altersgründen ausscheidenden Chef nachfolgen soll. Oft kann das Problem nicht familienintern gelöst werden, folglich müssen jährlich um die fünftausend Unternehmen schliessen. Rund dreiunddreissigtausend Arbeitsplätze gehen dabei verloren.

Wo sind die unternehmerisch und innovativ denkenden Männer und Frauen, die diesen Trend stoppen?

Wenn Sie meinen, dazu zu gehören, können Sie sich bei der Unternehmens-Nachfolgebörse "nexxt-change" über Vakanzen für Nachfolger informieren: Momentan sind dort über 10 000 Such-Anzeigen geschaltet. Eine hervorragende Option für alle, die ihrem Leben noch einmal jenseits des Angestellten-Daseins eine verantwortungs- und reizvolle Wende geben wollen, meine ich.

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10.2.06

Coachingthema: Führungskräfte, soziales Gewissen und Studien

Was, liebe Leser, nützen uns Studien? Na, wie Sie sehen, geben sie mir Futter für meine Coaching-News - ich finde, sie eignen sich prima, um über aktuelle Trends im Berufsleben mit Auswirkungen auf Coaching zu berichten. Allerdings lohnt es sich, genau hinzuschauen, woher die Studie kommt.

Wenn eine Beraterfirma eine Studie erstellt, hat sie ein gleich zweifaches Benefit: Sie kann ein wissenschaftliches Interesse als Türöffner nutzen, um z.B. Führungskräfte zu interviewen. Ganz nebenbei kommt man ins Gespräch über die Services, die man sonst noch anbieten kann. Auch bei der Veröffentlichung ist man dann nochmal in aller Munde, nämlich als Unternehmen, das mit Fakten arbeitet - klasse PR.

Gerade bin ich wieder über so eine Untersuchung gestolpert, diesmal vom internationalen Beratungsunternehmen DDI zum Thema "Leaders on Leadership". Toll, was Englisch da wieder leistet - "Führungskräfte über Führung" klingt ja eher nach eingschlafenen Füssen. Befragt wurden 100 britische Chefs und je 50 deutsche und französische - eine Studie mit Schlagseite zugunsten der Britischen Top-Manager also.

Aber jetzt kommt das Beste: Lanciert wird das Werk hierzulande unter dem Titel "Deutsche Chefs mit sozialem Gewissen". Dazu heisst es im Pressetext: "Die Deutschen zeigen sich übrigens als die Nation mit dem am stärksten ausgeprägten sozialen Gewissen: Nahezu die Hälfte aller Befragten empfindet es als eine der drei unangenehmsten Eigenschaften ihrer Position, Entscheidungen treffen zu müssen, die anderen Personen schaden."

Nun frage ich Sie, liebe Leser, wo ist da der kausale Konnex?
24 deutsche Manager finden es unangenehm, anderen zu schaden - also vermutlich, Trennungsgespräche zu führen - haben die dann automatisch ein soziales Gewissen? Im Grunde heisst das, das soziale Gewissen ist ein unangenehmes Gefühl geworden in Deutschland. Man findet ja so manches unangenehm im Leben und macht es trotzdem.
Tja, liebe Leser, was bringt uns nun diese Studie? Irgendwie ein unangenehmens Gefühl, oder...?

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3.2.06

Bewerbungscoaching: Fit für die Stellensuche ab 40 - offene Stellen für Ältere

Kaum zu glauben: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland bewegt sich momentan um die 12 Prozent-Marke und trotzdem können laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags 16 Prozent der Unternehmen offene Stellen nicht besetzen.

In welchen Branchen wird Personal gesucht?
An der Spitze der Unternehmen, denen Fachkräfte fehlen, ist mit 30 Prozent die pharmazeutische Industrie, mit etwa 25 Prozent folgt der Maschinen- und Fahrzeugebau. Auch das Verarbeitende Gewerbe und ein Viertel der IT-Dienstleister und der Unternehmen aus der Sicherheitswirtschaft sucht meist vergeblich.

Mit etwas gesundem Menschenverstand kommt man da auf eine naheliegende Lösung: Mehr ältere, erfahrene Mitarbeiter einstellen!

Dieser Ansicht ist nach der Studie inzwischen auch 15 Prozent der Unternehmen: Sie wollen künftig mehr auf das Potential älterer Arbeitnehmer setzen. Das ist ein Zuwachs um zwei Prozentpunkte gegenüber der Befragung von 2001. Ist das schon die Trendwende?

Was heisst das konkret für Arbeitssuchende in den Vierzigern und Fünfzigern?
Ich meine, wer in dieser Altersgruppe bei den oben genannten Branchen Arbeit sucht, hat reelle Chancen, wenn er erstens selbstbewusst über sein Alter spricht und zweitens sein Erfahrungswissen darstellen kann: Wenn er z.B. überzeugend vermittelt, dass er als Fachkraft ein Ohr für den Herzschlag von Maschinen hat, dass sie bei ihm immer laufen und so die Betriebskosten gering gehalten werden.
Klar: Hier ist eine Schlüsselkompetenz im Bewerbungsgespräch, nämlich "Überzeugungskraft" gefragt. Und wer sich ausserdem immer weitergebildet hat, also sein Fachwissen auf aktuellem Stand hält, der kriegt den Job, keine Frage.

Sie sagen, bei dem Selbstdarstellungs-Zirkus mache ich nicht mit, meine Erfahrung spricht für sich?
Leider nicht: Erfahrungswissen ist für einen Personaler, der Sie nicht kennt, stumm. Wenn Sie es schwierig finden, Ihre Erfahrung erfahrbar zu machen, suchen Sie sich doch Unterstützung: Ich freue mich auf Ihren Anruf und mache Sie fit für Ihr Bewerbungsgespräch!

Mit besten Wünschen für Ihren Erfolg, Wiebke Sponagel

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