Wachsender Druck: Krisenrezepte ohne Sinn
Eine neue Studie der Deutschen Gesellschaft für Supervision in Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz belegt einmal mehr, wie unsinnig dieser Automatismus ist: Gerade der in Krisenzeiten erhöhte Druck führt demnach bei den Betroffenen zu elementaren Vertrauensverlusten und Resignation. Von allen werde viel Einsatz, effizientes Arbeiten und Flexibilität gefordert, gleichzeitig aber gebe es keine Garantien für sichere Zukunftsperspektiven. Immer mehr Eigenverantwortung in allen möglichen Lebensbereichen werde vorausgesetzt, viele Menschen aber seien dazu aus Zeit-, oder Geldmangel gar nicht in der Lage. Da sind Bezugsanker wichtig, wie sie theoretisch verantwortliche Führungspersönlichkeiten liefern können, aber gerade an wertschätzender Führung fehle es zur Zeit.
Schwarz malt die Studie dann auch im Fazit: Der Wirtschaftskrise mit von der Politik verordnetem weiteren Wachstum zu begegnen führe nur zu einer weiteren Verschlechterung des gesellschaftlichen Klimas. Das mangelnde Vertrauen gelte es zu kurieren, und zwar mit grundlegenden Orientierungen. Nur woher die kommen sollen, darüber schweigt die Studie.
Labels: Führung, Orientierung, Umgang mit der Krise, Vertrauen


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