Junge Führungskräfte - Offensive der Generation Doof?
eine Woche vorher, erzählte mir meine Klientin. Sie hat drei Abteilungen unter sich und beschreibt sich als gestandene Führungskraft, die seit 15 Jahren im Unternehmen ist.
Um genau diese fünfzehn Jahre ist der neue Chef nun jünger, genauso wie der Alte, das Unternehmen setze offenbar auf die Jung-Dynamischen, obwohl die keine Ahnung von Führung hätten, bemerkte meine Klientin verdrossen.
Einfühlung. Eine Fähigkeit im Repertoire der Persönlichen Entwicklung, die nicht jedem Menschen und nicht in allen Situationen gegeben ist. Wenn wir uns angegriffen fühlen, schon gar nicht. Meine Klientin fühlte sich angegriffen und konnte sich schon deshalb kaum vorstellen, warum ihr Chef sich so verhielt. Ihr Urteil: Diese Generation ist halt so - taktlos und rücksichtslos - und in dem Buch Generation Doof geben sie es ja auch noch zu.
Das Buch kann ich übrigens empfehlen - es ist gut recherchiert, mit Witz beobachtet und geschrieben, und liefert einen Einblick in das Daseinsempfinden der jetzt Anfang bis Mitte Dreissigjährigen - die Autoren sind im selben Alter. Ihre Generationsgenossen beschreiben sie abwechselnd als doof, ahnungslos, naiv oder ignorant. Einfühlung scheint zum Inventar dieser Generation nicht zu gehören.
Aber vielleicht können sie es ja lernen. Sowohl die Alten wie die Jungen. Dann sehen die Älteren möglicherweise mal, dass die Nichtachtung des Alters für die Jungen oft die einzige Möglichkeit ist, mit solchen gestandenen Führungskräften umzugehen. Und die Jungen, dass die doch noch Lernpotential haben....
Labels: Führung, Persönliche Entwicklung, Rollenverständnis


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