An Stressgeplagte: Macht bloß kein Coaching!
Als Coach mit Downhifting-Beratung im Angebot treffe ich regelmäßig auf Menschen der letzteren Kategorie. Immer die Uhr und diverse elektronische Spielzeuge im Blick, eröffnen sie mir im Stakkato ihre Stress-Situation und hasten weiter.
Sie möchten einen Ausweg finden aus ihren Zeit-, und Belastungsnöten, aber schnell stellt sich heraus: Der Coaching-Termin ist Stress!
Beim Coaching muss man körperlich anwesend sein und kann so gar nichts anderes gleichzeitig machen! Ausserdem gibt es je nach Absprache auch noch Hausaufgaben, irgendwelche Reflektionsfragen oder was auch immer - wann soll man das denn machen, bitteschön??
Coaching bei Stress ist eine Paradoxie. Wer meint, keine Zeit zu haben, will meist auch keine investieren, um irgendwann mal welche zu haben. Der Tunnelblick der Stressgeplagten verhindert, Prioritäten in eigener Sache zu setzen. Stressbetroffene sehen nicht mehr, was gut für sie ist. Da hilft nur eins: Der Zusammenbruch, der den Stress zwangsweise beendet.
Wilhelm Busch wusste schon vor über einem Jahrhundert, was da auf uns zukommt:
Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah,
Zu dem Wohle der Gemeinde,
Er war tätig, er war da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen,
Keine Stunde hatt er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
War er richtig auch dabei.
Labels: Coaching, Downshifting, Stress


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