Gründen oder angestellt sein - eine Frage der Sicherheit?
Weil Sicherheit hauptsächlich in unseren Köpfen existiert, produziert diese Idee mitunter seltsame Blüten. Zum Beispiel, dass SUV-Pilotinnen ihre Kinder auf der Strassenseite aussteigen lassen, als wenn der Trutzburg-Schutz auch da wirken würde. Oder dass wir die Anstellung in grossen Betrieben für "sicher" halten, obwohl längst klar ist, dass der neue psychologische Vertrag keine gegenseitige Loyalität mehr beinhaltet. Manche meiner Klienten haben längst innerlich gekündigt und haben gute Ideen für eine Gründung. Trotzdem verschieben sie die Entscheidung und halten weiter aus, weil sie meinen, das sei sicherer.
Angestellt "wird"man halt. Die Wenigsten informieren sich vorher über ihre Rechte oder lassen z.B. ihren Arbeitsvertrag rechtlich prüfen, bevor sie unterschreiben. Übers Gründen sollte man aber vorher schon allerhand wissen. Und dieses Wissen ist nicht gerade ein Schulfach. Jeder Selbstständige braucht es, dazu die Fähigkeit, sich selbst zu steuern, ohne Navi. Und da wir im Alltag ja schon Experten für Internet-Kommunikation, Versicherungen, Gesundheitswesen, Miet-, und Eigentumsrecht, kurzum für alles Mögliche sein müssen, ist es verständlich, wenn man auf bestimmten Gebieten Entlasung sucht. Aber die Dienstleistung "Lebensführung" gibt es nicht, die kann man nicht outsourcen. Und deshalb sollten wir unsre "Sicherheitseinstellungen" gelegentlich auch mal überprüfen, es könnten sich ganz neue Perspektiven ergeben.
Labels: Entscheidung, neue Perspektiven


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