Karriereplanung in Krisenzeiten: Keine Angst vor hohlen Kürbissen!
So, liebe Blog-Leser, habe ich vor einem Jahr, am 27.10.07 mein Posting begonnen. Vergleichsweise harmlos, die Rachegeschenke damals, aus heutiger Sicht. Inzwischen ist aus dem hohlen Kürbis eine riesige Schreckensfratze geworden, die doch so klein und niedlich begonnen hatte: Erst als Subprime-Krise (rein amerikanisch!), dann wurde eine Banken-Krise draus (nur die Banken!), dann eine Finanzkrise (auch Ihre Finanzen!) und schliesslich eine Strukturkrise (auch die "Realwirtschaft", au weia!). Gibt es also irgendwo eine Irrealwirtschaft, die all das ausgelöst hat? Offenbar. Das Derivate-Handeln, also Luftnummern-Handeln in Echtzeit, also nicht wahrnehmbarer Zeit, hat schon etwas extrem Irreales. Das macht, jetzt, wo viele davon wissen, Angst. Dabei ist es Tag für Tag präsent, nur eben unsichtbar. Wie sagt Nassim Nicholas Taleb so schön, der im "Schwarzen Schwan" (so nennt er ein unerwartbares Ereignis) die Finanzmisere hat kommen sehen: "Die Logik des Schwarzen Schwans macht: das, was wir nicht wissen, viel bedeutungsvoller als das, was wir wissen."
Auch kein Trost, sagen Sie? Doch. Gerade für Ihre individuelle Lebens-, und Karriereplanung ist das tröstlich. Das heisst nämlich, dass unglaublich vieles nicht planbar ist. Es heisst, dass wir Adam Smith und all jene vergessen können, die behaupten, dass freie Märkte funktionieren, weil sie die Kompetenten und Wissenden zum Wohlstand befördern. Irrtum. Das Dilbert-Prinzip obsiegt. Intuiitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt , darin besteht Lebenskunst in einer Welt der Informationsüberflutung. Und am besten überleben können die, die beweglich sind und möglichst viel ausprobieren und Chancen, wenn sie sich bieten, ergreifen. Also, liebe Leser, macht was aus Eurem Nicht-Wissen und lasst Euch von dem hohlen Kürbiskopf keine Angst einjagen!
Labels: Karrierechance, Lebensplanung, Umgehen mit Krisen


0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
Links to this post:
Link erstellen
<< Home