"gesucht: Zupackende Hands-On-Mentalität" oder Stellenanzeigen ohne Sinn
In den vergangenen Tagen musste ich verstärkt an die Frau mit den Lachsalven denken - mich hat?s auch geschüttelt, beim Lesen von Stellenanzeigen. Es ist uns ja mittlerweile klar, dass im SBU von Unternehmen TQM vorherrschen sollte, deren CFTs Produkte JIT verteilen und dabei natürlich von ständigem MBO begleitet werden. Noch Fragen? Wenden Sie sich bitte an unseren AHRM. Kurz und klein, die Anglo-Abkürzungs-Manie ist uns Professionals vertraut, wenn auch nicht unbedingt immer mit Bedeutung behaftet.
Inmitten dieser Bedeutungsvakanz fällt es folgerichtig nicht weiter auf, wenn Unternehmen Kandidaten mit "zupackender Hands-On-Mentalität" suchen. Weisse Schimmel sind allgegenwärtig, macht nix, merkt ja keiner. Auch manche Berufsbezeichnungen zaubern dem fachfremden deutschen Betrachter ein Lächeln auf die Lippen, wie etwa der "After-Market-Manager". Was soll's, wenn Rolls Royce schon vor Jahrzehnten nach dem "Silver Cloud" in der Namensgebung die Notbremse zog, als es um "Mist" und dessen Bedeutung am deutschen Markt ging. Im deutschen Berufsjargon, besonders in vor Wichtigkeit strotzenden Stellenanzeigen "macht das Sinn", gerade wenn es sinnentleert ist. Nee, wat hab ich jelacht, bis mir die Mühen der Bewerber einfielen, die sich auf so nen Mist mit einer "ordentlichen" und aufwändigen Bewerbung melden.
Labels: Bewerbung, Jobsuche, Personalpolitk, Präsentation, Stellenanzeigen


1 Comments:
Gut!
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