Vom Luxus, nachdenken zu dürfen
Modern Times. Zeit zum Reflektieren ist ein Luxusgut geworden.
Dazu passt die Meldung, dass Geisteswissenschaftler - wider Erwarten! - nützlich sein sollen für Unternehmen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult befragte 106 grosse Unternehmen mit weltweiten Geschäftsbeziehungen und 108 Nichtregierungs-organisationen, wie sie es mit der Beschäftigung von Geisteswissenschaftlern halten. Demnach arbeiten in zwei Drittel der international tätigen deutschen Unternehmen keine Geisteswissenschaftler. In denjenigen Firmen aber, in denen diese Akademiker angestellt sind, werden sie hochgeschätzt, da ihre interkulturellen Kompetenzen als äußerst nützlich fürs Geschäftsleben gelten. So meinen rund drei Viertel der Unternehmen, die Fähigkeit der Geisteswissenschaftler, mit Menschen aus anderen Kulturen angemessen zu kommunizieren, sei bei Vertragsabschlüssen mit ausländischen Partnern entscheidend für den Erfolg.
Na bitte. Weltfremde, fabulierende und profitaverse Geisteswissenschaftler tragen endlich dazu bei, dass der Rubel rollt. Man weiss nicht, ob das nun eine gute Nachricht ist.
Mehr dazu.
Labels: Arbeitsmarktfähigkeit, Personalpolitk, Selbst-Reflexion


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