Selbstdarstellung von unternehmen im www. - nützlich für Bewerber?
Um das zu erzielen, wird seit einiger Zeit die sogenannte "Crossmedialität" eingesetzt: In der von Marketingdenken dominierten Personal-Managementwelt bedeutet das, dass Unternehmen nicht mehr wie anno dunnemals nur in Printmedien oder online um neue Mitarbeiter werben. Nein, sie wollen da vertreten sein, wo ihre Kandidaten bzw. "Zielgruppen" sind: Bei Messen, in Podcasts, im Radio oder in Blogs.
Dahinter steckt nicht nur ein zunehmend professionalisiertes Wissen über Bewerber und ihr Verhalten, sondern auch der Wunsch, diesen potentiellen Kandidaten "entgegen" zu kommen mit "credibility". Ist es nicht viel glaubwürdiger, wenn ein Unternehmen sich über blogs der Mitarbeiter darstellt, als über einen von Agenturen durchgestylten Webauftritt?
Allerdings sind viele dieser sogenannten Mitarbeiter-Blogs mit Vorsicht zu geniessen, denn Unternehmen sind längst darauf gekommen, dass sie ihr Image aufbessern können, indem sie bezahlte Honorarkräfte für diese Web-Tagebuch-Eintragungen anheuern.
Die schöne neue "Transparenz-Kultur" ist in vielen Fällen eher eine Vernebelungsmaschine, schwer zu durchschauen für Aussenseiter. Aber auch Sie als Bewerber müssen sich nicht in alle Karten schauen lassen und werden idealerweise nur Ihre Trumpfkarten ausspielen. Beide Seiten sind halt beim Kennenlernen in einer Werbephase - die Ernüchterung kommt möglicherweise erst einige "Morgen danach", nämlich nach der Vertragsunterzeichnung.
Labels: Bewerbung, Bewerbungsgespräch, Selbstmarketing


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