Zeitmanagement: Über Zeitfenster und anderen Blödsinn unsrer Zeitkultur
Was ist das eigentlich, so ein "Zeitfenster"? Sind wir schon Mutanten eines allgegenwärtigen Computerprogramms, die sich selbst morgens "anklicken" und wahlweise nach Icons funtionieren? Gibt es dann auch ein "Sinn-Fenster" und ein "Freizeit-Fenster?" Oder werden Zeitfenster gelegentlich geöffnet, um mehr Zeit einströmen zu lassen? Und wieso werden die eigentlich immer kleiner?
Sie meinen, das sind philosophische, also unnütze Fragen?
Finde ich nicht. Sprache spiegelt das, was in der Gesellschaft und der Arbeitswelt los ist. Vor zwanzig Jahren gab es noch keine Zeitfenster. Da hatte man Zeit oder man hatte keine, was an sich ja auch Blödsinn ist. Schliesslich besitzen wir die Zeit nicht, eher umgekehrt. Die Uhr tickt. Wer früher stirbt, ist länger tot - erst dann "hat" man keine Zeit mehr.
Aber lassen Sie sich nicht irritieren, liebe Leser. Wenn Sie Zeit haben, prima: Dann machen was draus oder schauen Sie einfach mal zu, wie sie vergeht... oder brauchen Sie vielleicht dafür ein Zeitfenster?
Labels: Downshifting, Selbst-Reflexion, Zeitmanagement


1 Comments:
Das Problem mit Büchern und Tools zum Thema ?Zeitmanagement? ist doch: die Menschen ohne Zeitprobleme wenden die Tools einfach an. Die Menschen mit Zeitproblemen kennen zwar auch die Tools - wenden sie aber nicht an!
Warum ist das so?
Über die psychologischen Hintergründe dabei habe ich einen Blogbeitrag geschrieben:
http://tinyurl.com/2km9ly
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