Neuer Trend: Slobby sein und langsam arbeiten
Genau in dieses Bild passt, finde ich, dieser neue Trend:
Es gibt jetzt angeblich Top-Manager, die sich "slobbies" nennen.."Slobby" steht für "slow but better working people" - diese Menschen stellen also die Grundfesten der Taylorisierung in Frage, das Effizienzprinzip. Sie wissen, was ich meine? Taylor hatte die Idee der "wissenschaftlichen Betriebsführung" 1899 in der Bethlehem Steel Company. Er beobachtete einen Arbeiter namens Schmidt dabei, wie er zwölfeinhalb Tonnen Roheisen schaufelte, mass die Geschwindigkeit der Bewegung, die Grösse der Schaufel und die Pausen und was glauben Sie, worauf er kam? Schmidt konnte mit weniger Pausen, anderem Gerät und anderer Technik viel effizienter arbeiten - Taylor brachte ihn dahin, statt 12,5 Tonnen 47 Tonnen zu schaufeln. Wann Schmidt daraufhin den Schauflern der grossen Grube anheim fiel, wissen wir freilich nicht...
Genau das ist aber der Ansatzpunkt der slobby-Bewegung. Ihre Anhänger sagen, die Hetze bei der Arbeit macht krank und ist deshalb auf längere Sicht gesehen ineffizient. Schön, dass wir für diese Einsicht jetzt ein schickes englisch klingendes Label haben, sonst liesse sich so eine Idee hierzulande wohl kaum vertreten...
Labels: Downshifting, Selbst-Reflexion, Stress


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