Karriere: Wohin mit dem Arbeits-Frust?
Nun bin ich, was die Briten anbelangt, bekanntermassen parteiisch, denn ich habe sie mit all ihren Schrullen einfach ins Herz geschlossen. Vielleicht hätte mein Klient das Gleiche ja in Deutschland erlebt, im ehrenamtlichen Sektor, denn da liegt der Nutzen eben jenseits des Geldes. Aber an Deutschlands sonstigen Arbeitsplätzen scheint es, nach einer DGB-Umfrage unter 6000 Beschäftigten aller Branchen, duster auszusehen in Sachen Arbeitsklima. Nur zwölf Prozent der Deutschen haben an ihrem Arbeitsplatz nichts zu auszusetzen. Jeder dritte Angestellte ist mit seinen Arbeitsbedingungen sogar extrem unzufrieden. Bemängelt werden laut der Studie fehlende Aufstiegschancen, respektloser Umgang und schlechter Führungsstil. Klar, dass da jede Menge Frust geschoben wird.
Was machen Engländer, wenn Sie unzufrieden sind, z.B. im Restaurant? Sie gehen und kommen nie wieder. Von einem Deutschen, der in Berlin ein zähes Steak vorgesetzt bekam, erzählt man sich, er habe es widerwillig gegessen und sich anschliessend beschwert. Die kesse Kellnerin darauf: "Aba uffjefressn ham se?t." Vielleicht sollten wir einfach nicht alles verdrücken, was uns vorgesetzt wird?
Labels: Downshifting, Karriere, Motivation


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