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21.7.07

Kann ich als Bewerber den Arbeitsvertrag mitgestalten?

Ob und inwieweit Sie das tun können, hängt von vielen Faktoren ab, wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Im Allgemeinen gilt, je höher die Qualifikation, je verantwortungsvoller die Position und je kleiner der Betrieb, desto grössere Einflussmöglichkeiten hat der Bewerber.

So konnten beispielsweise FH-und Uniabsolventen in 43 Prozent der Unternehmen ein Wörtchen bei der Vertragsgestaltung mitreden. Allerdings haben nur 14 Prozent der Angestellten in Deutschland einen solchen Abschluss. Ganz schlecht sind die Einfluss-möglichkeiten der Bewerber in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten: Bei 73 Prozent der befragten Firmen haben selbst Akademiker kaum eine Chance, eigene Vorstellungen in den Arbeitsvertrag einzubringen.

Das soll Sie aber nicht davon abbringen, eine Mitgestaltung zu versuchen. Nach meiner Erfahrung ist das Verhandlunggeschick des Bewerbers ausschlaggebend. Beispielsweise kann ein Unternehmen eine passende Stelle für einen Bewerber schaffen, wenn der die ausgeschriebene Position ablehnt, aber Interesse am Unternehmen zeigt - alles schon vorgekommen!

Und falls Sie Zweifel an Ihren Verhandlungskünsten haben, denken Sie an den guten alten Demosthenes, der - mit und ohne Kiesel im Mund - übte und übte, bis er einer der besten Redner im alten Griechenland war. Es gibt Fachleute, die Sie dabei unterstützen!

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