Coachingthema Zeit: Sagen Sie "nein" zu multitasking!
Gleichzeitig mehrere Dinge tun, das nannte man früher miesepetrig "sich verzetteln". In der heutigen Berufswelt ist das nicht nur schick, sondern ein "must" unserer Gegenwarts-tauglichkeit geworden. Sie haben zwei Ohren und können Sie nicht gleichzeitig an zwei Telefonen reden und dabei in den Computer häckern? Sind Sie etwa ein Dinosaurier?
Selbst da, wo man sich ehedem "Zeit liess", nämlich beim Kennenlernen und Verlieben, ist neuerdings Multitasking angesagt: Speed-Dating heisst die Vorliebe moderner Paarungswilliger, an einem Abend 20 bis 30 Gleichgesinnte zu treffen, um mit möglichst wenig Zeitverlust einen geeigneten Kandidaten für das Lebensglück zu finden.
Zuviel Rennerei und zuwenig Zauber, sagen Sie? Willkommen im Klub der Dinos.
Nach einer im Januar erschienenen Studie sind wir, wenn?s um die Abläufe im Gehirn geht, wirklich eher Dinosaurier. Neurowissenschaftler der Vanderbilt-University zeigen, dass unser Gehirn gleichzeitig sich stellende Aufgaben nacheinander "abarbeitet", indem es sie in einer "neural queue", also einer neuronalen Anstell-Schlange organisiert. Dies bedeutet allerdings "Zeitverlust", beziehungsweise eine verlangsamte Reaktionszeit.
Die Nachricht schlug ein im Herkunftsland der Multitasker: Newscoverage selbst in der New York Times. Artikel darüber wurden sofort mit dem üblichen Warnschuss der "Management-Berater" garniert: Wirtschaftsbosse, überforderte Multitasker kosten Euch Milliardenverluste!!
Wem nutzt´s? Ihnen, liebe Leser, bestimmt. Denn Sie wissen jetzt: Sequenzielles Arbeiten ist besser und nebenbei auch stressfreier. Lassen Sie sich aber nicht zuviel Zeit damit, dieses Wissen auch umzusetzen..!
Labels: Persönliche Entwicklung, work-life balance, Zeitmanagement


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