Coaching: Zeitgeschenke an Arbeitgeber und die Sinnfrage
Als ich meinte, Zeit ist zum Luxusgut geworden, und was dem Einzelnen meisten fehlt, ist sinnvoll gefüllte Zeit. Da schäumte mein Gegenüber, der vorher berichtet hatte, dass er bis Nachts um eins sein neues Notebook konfiguriert hatte. Da sei ja der Hund begraben - der Deutsche an sich sei einfach nicht motiviert, und Arbeit zu haben sei doch Sinn genug...!
Ist es nicht ulkig, dass ich nun heute über die Meldung stolpere, dass Vollzeitbeschäftigte durchschnittlich zweieinhalb Stunden mehr pro Woche arbeiten als vertraglich vorgesehen?
Diese Überstunden werden meist nicht bezahlt: In 2005 sind nur noch 15 Prozent aller geleisteten Überstunden bezahlt worden, zu Beginn der 1990er Jahre waren es noch die Hälfte der Überstunden, auch Freizeitausgleich gibt es kaum. Kurz, wir schenken unseren Arbeitgebern das Kostbarste, was wir haben: Lebenszeit, denn Arbeitszeit ist Lebenszeit.
Übrigens leiden Mitarbeiter der IT-Branche bis zu vier Mal häufiger als andere Beschäftigte an stressbedingten Beschwerden und Burnout. Ist es sinnvoll, soviel zu arbeiten, bis psychosomatische Erkrankungen uns endlich das Arbeiten "verbieten"?
Die Sinnfrage selbst scheint Luxus geworden sein - gut, dass immer mehr Menschen sie stellen...!
Labels: Persönliche Entwicklung, Werte, Zeitmanagement


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