Was bringt's?
Zukunftsforscher Matthias Horx gibt sich optimistisch. Für das nächste Jahr hat er sich vorgenommen, mit dem Jammern aufzuhören...- was will uns das sagen?
Besonders unterhaltsam ist es, frühere Prognosen zu begutachten mit Blick auf das, was daraus geworden ist. Ich habe eine Studie von 2003 über den angeblichen Trend "Speed Wellness" für junge Frauen gefunden - ich sage Ihnen, was habe ich gelacht! Mal ehrlich, was halten Sie von Schlagzeilen wie "Wellness auf Knopfdruck" - "Outsourcing des Alltags" "Gefühltes Alter aus der Tube" und, der absolute Brüller! - "Power-Pampering als Glücks-Service"?
Klasse, nicht? Mir kommt das vor wie Dummheit aus der Tube, aber als 45-jährige habe ich auch gut Lachen. Ist am Ende ein Körnchen Wahrheit drin? Sicher arbeiten junge Frauen hart an sich selbst, und vielleicht bietet solch selbsthypnotisches Schaumwerk manchen dabei für's Erste Orientierung. Möglicherweise wollen auch irgendwelche Technokraten aus Management und Ratgeberindustrie einen Robo-Menschentyp am Werk sehen, die Idee ist ja nicht gerade neu. Aber was bringt das? Endlose Effizienz durch programmierte, also seelenlose Funktionsträger? Und wenn ja, wäre das wünschenswert?
Aber zurück zur Eingangsfrage. Zukunft ist, so scheint's, immer noch nicht vorhersehbar - höchstens planbar, wie in Coaching und Karriereberatung. Aber vielleicht war die Frage auch nicht richtig gestellt. Vielleicht sollte sie heissen, was kann ich tun, damit 2006 mir etwas bringt?
Labels: Coaching, Karriereberatung, Orientierung


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